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Luxuswohnheim oder Zeltlager? Gesetzliche Grundlagen und Mindeststandards für die Unterkünfte und Verteilung von Flüchtlingen

Title: Luxuswohnheim oder Zeltlager? Gesetzliche Grundlagen und Mindeststandards für die Unterkünfte und Verteilung von Flüchtlingen

Project Report , 2015 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Henke (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Welche gesetzlichen Grundlagen und Mindeststandards gibt es für die Unterkünfte von Flüchtlingen? Nach welchen Kriterien werden die Flüchtlinge verteilt? Zum einen berichten die Medien laufend über Unterbringungsprobleme hinsichtlich der hohen Flüchtlingszahlen und zum anderen gibt es hierfür Gesetzesgrundlagen, anhand derer eine Orientierung erfolgen kann

Der Aufbau der Arbeit ist chronologisch. Zunächst wurde auf die Aufnahmeeinrichtungen eingegangen. Danach ging es um die Verteilung der Flüchtlinge, gegliedert in landesinterne und länderübergreifende Verteilung. Hinsichtlich der Verteilung verwendete ich zudem einige Statistiken. Mithin entschied ich mich, zusätzlich einige Worte zur Finanzierung menschenwürdiger Unterkünfte und gerechter Zuweisung zu verlieren. Am Ende bin ich auf die Gemeinschaftsunterkünfte näher eingegangen. Unterstützt wird diese Vorgehensweise durch die Gesetzessystematik der §§ 44 – 54 des Asylverfah-rensgesetzes. Dieses Grundgerüst verfeinerte ich zu guter Letzt mit den Mindeststandards in den jeweiligen Wohnstätten und ergänzte es um die vorhandenen Verteilungsverfahren mitsamt des Königsteiner Schlüssels. Zum Schluss war es mir wichtig, eine Zusammenfassung der zentralen Aspekte und einen kurzen Blick in die Zukunft zu liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Vorgehensweise bei der Bearbeitung

3. Aufnahmeeinrichtungen

a) Gesetzesgrundlagen (§§ 44, 47 AsylVfG)

b) Mindeststandards

c) Verschiedene Unterbringungssysteme

d) Unterkünfte für spezielle Personengruppen

4. Verteilung (§§ 45, 50, 51 AsylVfG)

a) Aufnahmequoten (§ 45 S.1 AsylVfG)

b) Königsteiner Schlüssel (§ 45 S. 2 AsylVfG)

c) Online Verteilungsverfahren „EASY“

d) Landesinterne Verteilung (§ 50 AsylVfG)

e) Länderübergreifende Verteilung (§ 51 AsylVfG)

5. Gemeinschaftsunterkünfte

a) Gesetzesgrundlagen (§ 53 I AsylVfG)

b) Finanzierung

c) Beendigung der Wohnpflicht (§ 53 II AsylVfG)

6. Resümee / Verbesserungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Umsetzung der Unterbringung und Verteilung von Asylsuchenden in Deutschland, um aufzuzeigen, wie bürokratische Strukturen und gesetzliche Vorgaben die Lebensbedingungen von Flüchtlingen beeinflussen.

  • Gesetzliche Grundlagen für Aufnahmeeinrichtungen und Unterbringung
  • Verfahren zur bundesweiten Verteilung (Königsteiner Schlüssel, EASY-System)
  • Mindeststandards und deren Einhaltung in der Praxis
  • Finanzierung menschenwürdiger Unterbringungsformen
  • Kritische Analyse der Wohnsitzauflage und bürokratischer Hürden

Auszug aus dem Buch

b) Mindeststandards

Abgesehen von den soeben dargestellten Normen, gibt es aber keinerlei Vorschriften, welche über die Ausstattung, Beschaffenheit oder Größe von Aufnahmeeinrichtungen bestimmen. Wichtig ist lediglich, dass eine gemäß § 44 I AsylVfG ausreichende Anzahl an Plätzen bereitgestellt wird. Demnach sind die Länder und Kommunen für die Einhaltung der Grundrechte zuvörderst für die Wahrung menschenwürdiger Wohnverhältnisse verantwortlich. Es ist also vom Zufall abhängig, ob die Flüchtlinge in angemieteten Hotelzimmern in Hamburg Hammerbrock, neu gebauten Containerdörfern, wie sie in Berlin-Lichtenberg geplant sind, in Wohnschiffen im Harburger Binnenhafen oder in notdürftigen Zeltlagern auf Ascheplätzen in Duisburg unterkommen.

Diese Problematik hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe im Sommer 2013 dazu veranlasst Mindeststandards für die ordnungsrechtliche Unterbringung Wohnungsloser zu formulieren. Daran orientiert hat sich beispielsweise das Landesamt für Gesundheit und Soziales für das Bundesland Berlin. Damit gehört Berlin zu den wenigen Bundesländern die verbindliche Mindeststandards festgelegt haben. Inhaltlich sind unter anderem die Mindestquadratmeterzahlen für Einzel-, Doppel, Dreibett- und Vierbettzimmer fixiert. Eine Belegung mit vier Personen bildet zugleich die Höchstanzahl. Neben einem Bettgestell gehören auch noch ein Schrankteil, ein Tisch mit Stuhl, mindestens ein Abfallbehälter, Gardinen oder Jalousien sowie ein Kühlschrank zur Grundmöblierung jedes Zimmers dazu. Küchen, Sanitäranlagen und Waschräume sind Gemeinschaftsbereiche, die ebenso wie die Unterkunftsräume, abschließbar und hinreichend genug beleuchtet sein müssen. Alle Räumlichkeiten im Einzelnen und die komplette Einrichtung als solche müssen gut les- und sichtbar gekennzeichnet sein.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Vorgehensweise bei der Bearbeitung: Der Autor erläutert seine methodische Herangehensweise und die Entscheidung für einen chronologischen Aufbau, orientiert an der Gesetzessystematik des Asylverfahrensgesetzes.

3. Aufnahmeeinrichtungen: Dieses Kapitel behandelt die gesetzlichen Verpflichtungen der Bundesländer zur Bereitstellung von Aufnahmeeinrichtungen sowie die problematische Frage nach fehlenden, bundesweiten Mindeststandards für Wohnverhältnisse.

4. Verteilung (§§ 45, 50, 51 AsylVfG): Hier werden die Mechanismen der Verteilung, insbesondere der Königsteiner Schlüssel und das EASY-Verfahren, sowie die landesinternen und länderübergreifenden Zuweisungsprozesse dargestellt.

5. Gemeinschaftsunterkünfte: Die Untersuchung fokussiert sich auf die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften, deren Finanzierung und die rechtlichen Bedingungen, unter denen die Wohnpflicht beendet werden kann.

6. Resümee / Verbesserungsmöglichkeiten: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die bürokratischen Hürden und plädiert für eine humanere Gestaltung der Flüchtlingsunterbringung.

Schlüsselwörter

Asylverfahrensgesetz, Flüchtlingsunterbringung, Aufnahmeeinrichtungen, Königsteiner Schlüssel, EASY-Verfahren, Gemeinschaftsunterkünfte, Mindeststandards, Landesinterne Verteilung, Länderübergreifende Verteilung, Wohnsitzauflage, Menschenwürde, Verwaltungsrecht, Asylbewerberleistungsgesetz, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Erstaufnahme und Verteilung von Asylsuchenden in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Ausgestaltung der Aufnahmeeinrichtungen, die Verteilungsmechanismen zwischen den Bundesländern sowie die Finanzierung und Qualitätsstandards der Unterkünfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie administrative Prozesse und Gesetzesvorgaben die Lebenswirklichkeit von Asylsuchenden bestimmen und wo Optimierungsbedarf für einen humanitären Flüchtlingsschutz besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtswissenschaftliche Analyse angewandt, die sich primär auf die Auslegung des Asylverfahrensgesetzes (AsylVfG) sowie aktuelle Statistiken und Berichte stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Aufnahmeeinrichtungen, die verschiedenen Verteilungsverfahren, die Bedingungen in Gemeinschaftsunterkünften und die damit verbundenen finanziellen Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind das Asylverfahrensgesetz, die Unterbringung, der Königsteiner Schlüssel, das EASY-System sowie die landesinterne und länderübergreifende Verteilung.

Wie unterscheidet sich das EASY-Verfahren vom Königsteiner Schlüssel?

Während der Königsteiner Schlüssel die prozentuale Verteilung der Asylsuchenden auf die Bundesländer nach Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl berechnet, dient das EASY-System der aktuellen zahlenmäßigen Verteilung unter Berücksichtigung freier Kapazitäten.

Warum wird die Unterbringung in Mietwohnungen als Lösung diskutiert?

Die Unterbringung in Mietwohnungen gilt als menschenwürdiger, nachhaltiger und ist, wie am Beispiel Thüringen aufgezeigt, häufig kostengünstiger, da Überwachungskosten für Gemeinschaftsunterkünfte entfallen.

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Details

Title
Luxuswohnheim oder Zeltlager? Gesetzliche Grundlagen und Mindeststandards für die Unterkünfte und Verteilung von Flüchtlingen
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,0
Author
Felix Henke (Author)
Publication Year
2015
Pages
17
Catalog Number
V300832
ISBN (eBook)
9783656971801
ISBN (Book)
9783656971818
Language
German
Tags
luxuswohnheim zeltlager gesetzliche grundlagen mindeststandards unterkünfte verteilung flüchtlingen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Henke (Author), 2015, Luxuswohnheim oder Zeltlager? Gesetzliche Grundlagen und Mindeststandards für die Unterkünfte und Verteilung von Flüchtlingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300832
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