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Bindungsaufbau bei Pflegekindern. Phasen der Integration und Störungen im Bindungsverhalten

Titel: Bindungsaufbau bei Pflegekindern. Phasen der Integration und Störungen im Bindungsverhalten

Zwischenprüfungsarbeit , 2015 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit handelt von der Bindung von Pflegekindern. Um dieses Thema verständlich zu erläutern, wird in dem ersten Kapitel zunächst auf die Grundlagen der Bindung eingegangen. Mit Hilfe von Bowlby und Ainsworth wird erklärt, wie Bindung im Idealfall entsteht und was eine sichere Bindung ausmacht. Anschließend werden die unterschiedlichen Bindungsmuster der sicheren Bindung, der unsicher-vermeidenden Bindung, der ambivalent-vermeidenden Bindung und der desorganisierten Bindung dargestellt.
Im zweiten Kapitel werden Bindungsstörungen und deren Ursachen und Folgen in den Blick genommen. Hierzu werden die Werke des deutschen Kinder- und Jugendpsychiaters Karl Heinz Brisch von wesentlicher Bedeutung sein.

Im dritten Kapitel geht es um den Bindungsaufbau innerhalb von Pflegefamilien. Es wird geschildert, welche unterschiedlichen Phasen sowohl die oft bereits vorbelasteten Pflegekinder als auch die Pflegeeltern durchlaufen. Wie bewältigt ein Pflegekind die Integration in eine neue Familie? Wie können Pflegeeltern mögliche Probleme meistern und welche Chancen haben Kinder in Ersatzfamilien? Zum Schluss werden all diese Ergebnisse zusammenfassend dargestellt und ein kurzer, kritischer Ausblick darüber gegeben, wie die Fremdunterbringung von Kleinkindern in Pflegefamilien und Heimen aus bindungstheoretischer Sicht beurteilt werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bindung

2.1 Die Bindungstheorie nach Bowlby

2.2 Das Konzept der Feinfühligkeit

2.3 Die Fremde Situation

2.4 Klassifikation der Bindungsqualität

2.4.1 Sicher gebundene Kinder

2.4.2 Unsicher-ambivalent gebundene Kinder

2.4.3 Unsicher-vermeidend gebundene Kinder

2.4.4 Unsicher-desorganisiertes/desorientiertes Bindungsmuster

3. Theorie der Bindungsstörung

3.1 „Normale Bindung“ vs. Bindungsstörungen

3.2 Typologie von Bindungsstörungen in Anlehnung an Brisch

3.2.1 Keine Anzeichen von Bindungsverhalten

3.2.2 Undifferenziertes Bindungsverhalten

3.2.3 Übersteigertes Bindungsverhalten

3.2.4 Gehemmtes Bindungsverhalten

3.2.5 Aggressives Bindungsverhalten

3.2.6 Bindungsverhalten mit Rollenumkehr

3.2.7 Bindungsstörung mit Suchtverhalten

4. Pflegekinder – Vorgeschichte, Integration und Chancen

4.1 Phasen der Integration

4.1.1 Anpassungsphase

4.1.2 Übertragungsphase

4.1.3 Regressionsphase

4.2 Auffälligkeiten bei Pflegekindern

4.3 Chancen von Kindern in Ersatzfamilien

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bindung für die kindliche Entwicklung, insbesondere bei Pflegekindern, die traumatische Vorerfahrungen gemacht haben. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie eine erfolgreiche Integration in eine Ersatzfamilie gelingen kann und inwiefern Bindungsstörungen durch liebevolle Pflegebeziehungen geheilt oder korrigiert werden können.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und Bindungsmuster
  • Klassifikation und Theorie der Bindungsstörungen
  • Integrationsphasen bei Pflegekindern
  • Chancen und therapeutisches Potenzial von Ersatzfamilien

Auszug aus dem Buch

4.3 Chancen von Kindern in Ersatzfamilien

„Pflegekinder haben in der Regel schon reißende Wasser überstehen müssen, ohne genügend auf Gefahren vorbereitet worden zu sein und ohne ausreichende Anleitung zur Bewältigung einer Wildwasserstrecke erfahren haben. Ihr Kanu weist daher nach der bisherigen Fahrt so manche Schramme und undichte Stelle auf, vielleicht ist auch ein Ruder geknickt. Damit sind sie auch in einem ruhigeren Fahrtwasser häufig nicht so manövrierfähig wie geübte Kinder. Mit Zuwendung, Liebe und Stetigkeit sowie Geduld kann jedoch das Kanu wieder repariert werden und die Zuversicht beim Kind und den Pflegeeltern geweckt werden, den Fluss des Lebens zu meistern.“ (Suess/Scheuerer-Englisch, 2009, S. 271)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bindungstheorie nach John Bowlby und Erläuterung des Ziels der Arbeit, die Bindungssituation von Pflegekindern zu beleuchten.

2. Die Bindung: Darlegung der theoretischen Grundlagen, des Konzepts der Feinfühligkeit sowie der Klassifikation verschiedener Bindungsqualitäten.

3. Theorie der Bindungsstörung: Abgrenzung von „normaler Bindung“ zu pathologischen Bindungsstörungen und detaillierte Typologie der Störungsbilder nach Brisch.

4. Pflegekinder – Vorgeschichte, Integration und Chancen: Analyse der Integrationsphasen von Pflegekindern und Erörterung der therapeutischen Chancen in Ersatzfamilien.

5. Schluss: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse zur Bindungsentwicklung und zum therapeutischen Potenzial von Pflegefamilien gegenüber Heimerziehung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Bindungsmuster, Pflegekinder, Bindungsstörung, Feinfühligkeit, Integration, Trauma, Ersatzfamilie, Beziehungsaufbau, Entwicklungspsychologie, Brisch, Bowlby, Ainsworth, Kindeswohl, therapeutische Wirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung emotionaler Bindungen für die Entwicklung von Kindern und den spezifischen Herausforderungen von Pflegekindern, die aufgrund traumatischer Vorerfahrungen oft Bindungsstörungen aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Bindungstheorie, die Klassifikation von Bindungsstörungen, die Phasen der Integration in eine neue Familie sowie die Entwicklungschancen von Kindern in Pflegefamilien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Pflegeeltern durch Zuwendung und Stabilität dazu beitragen können, Bindungsstörungen zu mildern und traumatisierten Kindern eine gesunde psychosoziale Entwicklung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf der Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary Ainsworth sowie der Typologie von Bindungsstörungen nach Karl Heinz Brisch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bindung, eine detaillierte Beschreibung verschiedener Bindungsstörungsbilder und eine praxisnahe Betrachtung der Integrationsphasen bei Pflegekindern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bindungsmuster, Trauma, Pflegefamilie, Feinfühligkeit, Integration und Bindungsstörung.

Wie unterscheidet sich die „Übertragungsphase“ für Pflegeeltern?

In dieser Phase projiziert das Kind frühere negative Beziehungserfahrungen oft auf die Pflegeeltern, was diese vor große emotionale Herausforderungen stellt und ein professionelles Verständnis der Dynamik erfordert.

Warum wird die Heimerziehung in der Arbeit kritisch gesehen?

Die Arbeit betont, dass durch ständige Personalwechsel und die hohe Kinderanzahl in Heimen der Aufbau einer stabilen, individuellen Bindung erschwert wird, was die Aufarbeitung von Entwicklungsdefiziten behindern kann.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bindungsaufbau bei Pflegekindern. Phasen der Integration und Störungen im Bindungsverhalten
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Sonderpädagogik)
Veranstaltung
Entwicklungsbegleitung von behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
32
Katalognummer
V300836
ISBN (eBook)
9783656974642
ISBN (Buch)
9783656974659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bindungsaufbau phasen integration störungen bindungsverhalten Pflegekinder Kinder-und Jugendhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Bindungsaufbau bei Pflegekindern. Phasen der Integration und Störungen im Bindungsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300836
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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