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Offene Unterrichtsformen. Ein Weg zu mehr Schülerorientierung im Musikunterricht

Title: Offene Unterrichtsformen. Ein Weg zu mehr Schülerorientierung im Musikunterricht

Master's Thesis , 2015 , 72 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maike Hüweler (Author)

Musicology - Miscellaneous
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In den letzten Jahren bis Jahrzehnten ist sowohl von Schülern und Schülerinnen (SuS), als auch von verschiedenen Pädagogen der Wunsch nach einer Neuorientierung des schulischen Unterrichts geäußert geworden. Unterricht soll nicht mehr, wie viele Jahre lang üblich, frontal von der Lehrperson gesteuert und bestimmt werden, sondern auch die Interessen und Neigungen der SuS viel gezielter aufnehmen. Die SuS sollen dabei aber nicht übergangen werden, sondern selber mit in den Prozess der Entwicklung des Unterrichtsgeschehens oder sogar der Auswahl des Unterrichtsgegenstandes mit einbezogen werden. Der Unterricht soll an den SuS orientiert werden.
Dieser Wunsch nach Schülerorientierung gehört zu einem der vielen Konzepte, die in den letzten Jahren entwickelt oder aufgegriffen wurden, um schlechten PISA-Ergebnissen entgegenzuwirken und den SuS mehr Spaß und Motivation für Schule zu ermöglichen. Jedoch kann bis heute kein methodisches Unterrichtsvorgehen genannt werden, dass optimal ist, einen schülerorientierten Unterricht durchzuführen.
Eine Möglichkeit jedoch wären die offenen Unterrichtsformen.
Offene Unterrichtsformen begannen sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu entwickeln und wurden seitdem vermehrt eingesetzt, sowie auch immer neue Ansätze ins Unterrichtsgeschehen eingebracht. Außerdem wurden sie weiterentwickelt und angepasst, sodass es heutzutage eine Vielzahl an verschiedenen Methoden gibt, die in offenen Unterrichtsformen einsetzbar sind. Jedoch ist dabei auch zu erkennen, dass diese verschiedenen Formen von offenem Unterricht unterschiedliche Beliebtheit und Effektivität für Lernerfolge aufweisen.
Was bedeutet dies nun für den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen?
Natürliche ist der Musikunterricht eines der Fächer, das mit einem besonders weit gefächerten und sich differenzierenden Schülerinteresse auseinandersetzen muss. Auch die Fähigkeiten und das Vorwissen der Schüler und Schülerinnen unterscheiden sich sehr stark. Somit ist der Musikunterricht nach den heutigen Ansichten in einem besonderen Maße in der Pflicht ebenfalls einen schülerorientierten Unterricht möglich zu machen.
Welchen Beitrag offene Unterrichtsformen hier leisten können, werden ich in dieser Arbeit beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Was ist Schülerorientierung?

a. Allgemeine Definition

b. Bedeutung im Musikunterricht

c. Abgrenzung zu anderen Konzepten

i. Handlungsorientierung

ii. Konstruktivismus

III. Offener Unterricht

a. Ziele und Merkmale

b. Methodische Formen offenen Unterrichts

i. Stationenlernen

ii. Wochenplanarbeit

iii. Projektarbeit

c. Erfahrungen und Effektivität von offenen Unterrichtsformen

d. Offene Unterrichtsformen und Schülerorientierung

IV. Analyse von Materialien für den Musikunterricht

a. Kriterien zur Analyse

b. Stationenlernen: Strawinsky (Lugertverlag)

c. Stationenlernen: Minimal Music (Lugertverlag)

d. Vergleich der Materialien

e. Zusammenfassung

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht, inwiefern offene Unterrichtsformen, insbesondere das Stationenlernen, dazu beitragen können, den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen stärker an den Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen und Schüler auszurichten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie offene Unterrichtskonzepte die Schülerorientierung im Fach Musik fördern können und welche Anforderungen dies an die Lehrperson sowie die Unterrichtsmaterialien stellt.

  • Grundlagen und Definitionen von Schülerorientierung im pädagogischen Kontext.
  • Theoretische Auseinandersetzung mit den Konzepten des Konstruktivismus und des handlungsorientierten Unterrichts.
  • Detaillierte Analyse der Ziele, Merkmale und methodischen Formen offenen Unterrichts (Stationenlernen, Wochenplan, Projektarbeit).
  • Kritische Evaluation bestehender Lernzirkel-Materialien für den Musikunterricht (Strawinsky und Minimal Music) anhand didaktischer Kriterien.
  • Entwicklung von Perspektiven für die Gestaltung schülerorientierter offener Unterrichtsszenarien im Musikunterricht.

Auszug aus dem Buch

i. Stationenlernen

„Die Beliebtheit, der sich die Stationenarbeit derzeit erfreut, dürfte daher neben ihrer einfachen Struktur, ihrer vielseitigen Verwendbarkeit und ihrer klaren Orientierung an reformpädagogischen Prinzipien vor allem oder gerade in ihrer vermittelnden Position zwischen eher offenem und stärker geschlossenem Unterricht zu suchen sein.“

Schnell ist zu erkennen, dass das Stationenlernen (gleichzusetzen mit Stationenarbeit, Lernen an Stationen, Arbeit im Lernzirkel usw.) viele Vorteile für den Einstieg in das Konzept des offenen Unterrichts bietet. Trotzdem dürfen dabei nicht einige wesentliche Aspekte vergessen werden, damit diese Methode auch wirklich einen offenen Unterricht ermöglicht und nicht trotz des Ansatzes zu einem geschlossenen Unterrichtsgeschehen führt.

Allgemein ist jedoch zuerst zu sagen, dass das Stationenlernen wohl eine der bekanntesten Formen des offenen Unterrichts ist. Dabei wird diese jedoch nach Lehrumfragen nur zu 5% im Unterricht eingesetzt. Im Vergleich dazu liegt die Anwendungshäufigkeit beim Projektlernen bei etwa 10% und bei der Wochenplanarbeit sogar bei 14%. Im Gegensatz dazu sieht Irmintraut Hegele im Stationenlernen heutzutage „eine der bekanntesten und beliebtesten Formen des offenen Unterrichts.“ Für sie liegt die Begründung für die Häufigkeit des Stationenlernens in der Vielseitigkeit und der vielfältigen Einsatzmöglichkeit der Methode. Es ist dann aber fraglich, warum trotz der guten Einsetzbarkeit und leichten Möglichkeit der Einführung einer offenen Unterrichtsmethode, diese jedoch nur so selten verwendet wird. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass bei dem Stationenlernen die Problematik in ein Abrutschen in einen zu stark lehrerzentrierten Unterricht sehr leicht möglich ist. Außerdem scheint für ein gutes und wirklich offenes Stationenlernen ein enormer Vorbereitungsaufwand für die Lehrperson zu bestehen, was eventuell abschrecken könnte. Die genauere Bedeutung dieser Problematik wird im weiteren Verlauf ersichtlich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wunsch nach mehr Schülerorientierung im Unterricht und führt offene Unterrichtsformen als einen möglichen Lösungsansatz für den Musikunterricht ein.

II. Was ist Schülerorientierung?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Schülerorientierung und grenzt ihn durch die Konzepte des Konstruktivismus und des handlungsorientierten Unterrichts ab.

III. Offener Unterricht: Hier werden die Wurzeln, Ziele und methodischen Formen (Stationenlernen, Wochenplan, Projektarbeit) des offenen Unterrichts sowie deren Effektivität und Zusammenhang mit Schülerorientierung dargelegt.

IV. Analyse von Materialien für den Musikunterricht: Der Hauptteil bietet eine kritische Analyse zweier bestehender Lernzirkel-Materialien aus dem Lugertverlag (Strawinsky und Minimal Music) anhand entwickelter Kriterien.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass offene Unterrichtsformen einen Weg zu mehr Schülerorientierung darstellen, sofern sie konsequent und unter Einbeziehung der Schülerbedürfnisse umgesetzt werden.

Schlüsselwörter

Schülerorientierung, Offener Unterricht, Musikunterricht, Stationenlernen, Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Handlungsorientierung, Konstruktivismus, Lernzirkel, Binnendifferenzierung, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Unterrichtsmethoden, Didaktik, Musikpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Eignung offener Unterrichtsformen, wie das Stationenlernen, um den Musikunterricht an Schulen schülerorientierter und motivierender zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Schülerorientierung, verschiedene Konzepte offenen Unterrichts sowie die praktische Analyse von Lehrmaterialien im Fach Musik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musikunterricht durch offene Formen gestaltet werden kann, um den Lernenden mehr Selbstverantwortung und Mitbestimmung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer kriteriengeleiteten Analyse und Evaluation bestehender Unterrichtsmaterialien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition und Abgrenzung von Konzepten, der detaillierten Beschreibung methodischer Formen sowie der kritischen Prüfung spezifischer Musik-Lernzirkel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schülerorientierung, Offener Unterricht, Musikunterricht, Stationenlernen und Binnendifferenzierung charakterisiert.

Warum ist eine "pseudo-offene" Unterrichtsgestaltung problematisch?

Ein nur scheinbar offener Unterricht, der lediglich methodisch strukturiert ist, ohne den Schülern echte Freiheiten und Mitbestimmung einzuräumen, verhindert die Erreichung der Ziele von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

Welche Rolle spielt die Lehrperson in diesem Konzept?

Die Lehrperson wandelt sich vom Wissensvermittler hin zum Helfer, Koordinator und Gestalter der Lernumgebung, der den Schülern den notwendigen Freiraum zur Entfaltung bietet.

Welche Kritik äußert die Autorin an den untersuchten Materialien?

Die Autorin kritisiert insbesondere die zu hohe Anzahl an Pflichtaufgaben und die zeitliche Einengung, welche die individuellen Lernwege und die Wahlfreiheit der Schüler unnötig einschränken.

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Details

Title
Offene Unterrichtsformen. Ein Weg zu mehr Schülerorientierung im Musikunterricht
College
University of Münster  (Musikpädagogik und Musikwissenschaft)
Grade
2,0
Author
Maike Hüweler (Author)
Publication Year
2015
Pages
72
Catalog Number
V300915
ISBN (eBook)
9783656970903
ISBN (Book)
9783656970910
Language
German
Tags
offene unterrichtsformen schülerorientierung musikunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Hüweler (Author), 2015, Offene Unterrichtsformen. Ein Weg zu mehr Schülerorientierung im Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300915
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