Eingangsvoraussetzungen:
Grundbegriffe und gesetzliche Grundlagen des Rechnungswesen
Einführung in die doppelte Buchhaltung
Verbuchung einfacher Geschäftsfälle ohne USt.
Zentrale Fragen:
Wie berechnet man die Umsatzsteuer?
Was ist der Unterschied zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer?
Wer darf die Vorsteuer geltend machen?
Unterrichtsziele:
Den Schülern die wesentlichen Bestimmungen des USt. – Gesetzes näher bringen
USt. im Beschaffungs- und Absatzbereich
Die Bedeutung der Umsatzsteuer als Durchlaufsteuer erkennen
Die Umsatzsteuer berechnen können
Bezug zum Lehrplan:
1. Jahrgang Handelsakademie
Durchgenommener Stoff in der vorhergehenden Einheit:
Verbuchung einfacher Geschäftsfälle ohne USt.
Inhaltsverzeichnis
Unterrichtsablauf in tabellarischer Form
Einstiegsbeispiel 1 (mit Lösung)
Einstiegsbeispiel 2 (mit Lösung)
Wirkungsweise der USt. (Folie 1)
Was unterliegt der USt.? (Tafelbild)
Beispiele mündlich
BMG, Steuersatz (Folie 2)
Problemstellungen (mit Lösung)
Zusammenfassung
Einstiegsbeispiel 1 für Schüler (ohne Lösung)
Einstiegsbeispiel 2 für Schüler (ohne Lösung)
Folie 1
Folie 2
Handout für die Schüler
Zielsetzung und Themenfelder
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, Schülern der ersten Klasse der Handelsakademie die wesentlichen Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes zu vermitteln, wobei der Fokus auf der Berechnung der Steuer sowie dem Verständnis der Umsatzsteuer als Durchlaufsteuer im Wirtschaftsverkehr liegt.
- Grundlagen der Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer
- Unterscheidung zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer (Vorsteuerabzug)
- Kriterien für steuerbare und nicht steuerbare Umsätze
- Anwendung des Normalsteuersatzes und ermäßigter Sätze
- Praktische Berechnung von Nettobeträgen und Bruttowerten
Auszug aus dem Buch
Die Umsatzsteuer (USt.)
Die USt. ist eine typische Verkehrssteuer, durch sie werden z.B. der Verkauf von Waren und Dienstleistungen besteuert. Jeder Unternehmer berechnet die Steuer vom Nettobetrag der jeweiligen Ausgangsrechnung, die USt. wird dem Kunden in Rechnung gestellt. (siehe rot geschrieben, im Beispiel)
Weiters soll den Schülern erklärt werden, dass der Mehrwert, den eine Ware im Unternehmen schöpft, der USt. unterliegt. Die Zahllast beträgt 20 % des Wertzuwachses von 100 € daher also 20 €.
Die Umsatzsteuer ist eine indirekte Steuer. D.h. nicht der Unternehmer, der die Umsatzsteuer allmonatlich an das Finanzamt entrichtet, hat sie wirtschaftlich zu tragen, sondern stets der Letztverbraucher.
Zusammenfassung der Kapitel
Unterrichtsablauf in tabellarischer Form: Bietet einen strukturierten Zeitplan für die einzelnen Lehraktivitäten, inklusive Sozialformen und Dauer der Abschnitte.
Einstiegsbeispiel 1 (mit Lösung): Demonstriert anhand einer Rechnung für Computerzubehör die Berechnung der Umsatzsteuer vom Nettobetrag.
Einstiegsbeispiel 2 (mit Lösung): Verdeutlicht die Ermittlung des Nettobetrags aus einem Bruttobetrag, wie es bei Kleinbetragsrechnungen vorkommt.
Wirkungsweise der USt. (Folie 1): Visualisiert den Kreislauf der Umsatzsteuer zwischen Beschaffungs- und Absatzbereich unter Berücksichtigung der Vorsteuer.
Was unterliegt der USt.? (Tafelbild): Systematisiert die Einteilung in steuerbare und nicht steuerbare Umsätze sowie die weitere Untergliederung in steuerpflichtige und steuerfreie Tatbestände.
Beispiele mündlich: Praktische Übungen zur Anwendung der theoretischen Bestimmungen auf konkrete Geschäftssituationen.
BMG, Steuersatz (Folie 2): Definiert die Bemessungsgrundlage und gibt einen Überblick über die geltenden Steuersätze.
Problemstellungen (mit Lösung): Festigung des Wissens durch Anwendung auf verschiedene Praxisfälle sowie Berechnungsaufgaben.
Zusammenfassung: Wiederholung der Kernkonzepte inklusive der Rolle des Unternehmers und der Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug.
Schlüsselwörter
Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Vorsteuer, Vorsteuerabzug, Bemessungsgrundlage, Zahllast, Steuerbar, Steuerpflichtig, Steuerfrei, Nettobetrag, Bruttobetrag, Verkehrssteuer, Indirekte Steuer, Unternehmer, Lieferung und Leistung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundlegend?
Die Einheit vermittelt die gesetzlichen Bestimmungen der Umsatzsteuer, ihre Berechnung sowie ihre Funktion als Durchlaufsteuer im Geschäftsleben.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Umsatzsteuer-Berechnung, dem Vorsteuerabzug, der Differenzierung von Umsatzarten und der Anwendung der gültigen Steuersätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Schüler sollen die Umsatzsteuer als solche erkennen, berechnen können und verstehen, warum sie für den Unternehmer eine Durchlaufsteuer darstellt.
Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?
Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, der durch Einstiegsbeispiele, visuelle Folien/Tafelbilder und die Bearbeitung von Problemstellungen das Wissen festigt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in methodische Unterrichtsabläufe, konkrete Rechenbeispiele für den An- und Verkauf sowie die theoretische Fundierung steuerbarer Umsätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?
Wichtige Begriffe sind Umsatzsteuer, Vorsteuer, Vorsteuerabzug, Bemessungsgrundlage, Zahllast und die Unterscheidung in steuerbare bzw. steuerfreie Umsätze.
Unter welcher Voraussetzung ist ein Vorsteuerabzug für Unternehmer möglich?
Der Unternehmer muss eine Rechnung besitzen, die Lieferung oder Leistung muss erbracht worden sein und der Empfänger muss selbst als Unternehmer tätig sein.
Warum wird die Umsatzsteuer als indirekte Steuer bezeichnet?
Weil die wirtschaftliche Belastung nicht den Unternehmer trifft, der die Steuer an das Finanzamt abführt, sondern durch den Preis auf den Letztverbraucher überwälzt wird.
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- Mag. Viktoria Schmidt (Author), 2001, Die gesetzlichen Bestimmungen der Umsatzsteuer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30095