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Inwiefern finden sich Flecks Ideen des Denkkollektivs und Denkstils in Kuhns "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" wieder?

Ludwik Fleck & Thomas S. Kuhn

Titel: Inwiefern finden sich Flecks Ideen des Denkkollektivs und Denkstils in Kuhns "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" wieder?

Hausarbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Susan Matz (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ludwik Fleck war ein polnischer Biologie, Mediziner und Wissenschaftstheoretiker, der von 1896 bis 1961 lebte. Er schrieb die erste soziologische Betrachtung über das Wissen, welche 1935 unter dem Titel „Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache“ erschien.
Das Werk ist das einzige dieser Art von Fleck, da er sich vorrangig mit medizinischen Fragestellungen beschäftigte.

Seine zentralen Begriffe sind das Denkkollektiv und der Denkstil. Ersteres beschreibt die Gemeinschaft derer, die in regelmäßigem Gedankenaustausch stehen und somit zum Träger eines Wissensbestandes, dem Denkstil, werden.
Denkkollektive mit ihren jeweils individuellen Denkstilen müssen vorhanden sein, um wissenschaftliche Tatsachen zu erlangen.

Thomas S. Kuhn war ein amerikanischer Wissenschaftstheoretiker und lebte von 1922 bis 1996. Sein Werk „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ erschien 1962 und beschreibt, wie die Wissenschaft nur durch so genannten ‚Paradigmenwechsel‘ zu Erkenntnissen kommen kann. Dabei wird der bisherige Wissensstand durch einen neueren verändert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fleck und Kuhn allgemein

2. Fleck: Denkstil und Denkkollektiv

3. Kuhn: Paradigma und Paradigmenwechsel

4. Auswertung des Vergleichs

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Verbindungen zwischen den wissenschaftstheoretischen Konzepten von Ludwik Fleck, insbesondere den Begriffen Denkkollektiv und Denkstil, und Thomas S. Kuhns Theorie der wissenschaftlichen Revolutionen, um Gemeinsamkeiten und Parallelen in ihren Ansätzen zur soziologischen Betrachtung von Wissen aufzuzeigen.

  • Soziale Bedingtheit wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Strukturen und Funktionen von Denkkollektiven und wissenschaftlichen Gemeinschaften
  • Die Rolle von Paradigmenwechseln für den Wissensfortschritt
  • Interne und externe Kommunikation innerhalb von Forschungsgemeinschaften
  • Vergleichende Analyse der Begrifflichkeiten von Fleck und Kuhn

Auszug aus dem Buch

2. Fleck: Denkstil und Denkkollektiv

Für Fleck sind Wissenschaft und daraus erzielte Erkenntnisse soziale Tätigkeiten, die durch Gemeinschaften, also Denkkollektive, entstehen. Diese sind gekennzeichnet durch psychische und soziale Strukturen und können über kurze und lange Zeiträume bestehen. Alle Entscheidungen, die von Menschen getroffen werden, sind bestimmt durch die jeweiligen Denkkollektive, denen sie angehören. Der Ursprung dieser Gemeinschaften liegt in der Kommunikation.

Bereits zwei Personen reichen aus, um ein Denkkollektiv zu bilden. Dies ist beispielsweise schon bei einem Gespräch der Fall. Aber auch Parteien, Vereine oder auch Länder bilden Denkkollektive. So gehört ein Mensch immer mehreren Denkkollektiven an. Sollten diese Gemeinschaften „logisch widersprechende Denkelemente“ jeweils befürworten, werden diese vom betreffenden Individuum ohne Einfluss aufeinander und getrennt behandelt. So leben die Mitglieder differenter Denkkollektive in einer eigenen Wirklichkeit und können für Einflüsse der Gemeinschaften aufeinander sorgen.

Zudem unterteilt Fleck die Individuen des Denkkollektivs in einen esoterischen Kreis, welchen Forscher, Fachleute und Experten bilden, sowie den exoterischen Kreis, der aus den anderen Mitgliedern besteht. Die Spezialisierung der Fachleute kann sich ändern oder auflösen, wenn zum Beispiel die Forschung zu einem bestimmten Problem beendet ist. Der esoterische Kreis ist immer kleiner als der exoterische und Überschneidungen sind auch möglich. Individuen gehören meistens mehreren exoterischen und eher wenigen oder auch gar keinen esoterischen Kreisen an. Jemand aus einem esoterischen Kreis ist außerhalb seines Fachgebiets im exoterischen Kreis. Beide Kreise sind durch soziale Elemente wie zum Beispiel Vertrauen und gegenseitiger Abhängigkeit miteinander verbunden und bestärken die Gemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fleck und Kuhn allgemein: Das Kapitel führt in die Leben und Werke von Ludwik Fleck und Thomas S. Kuhn ein und begründet die Zielsetzung des Vergleichs ihrer wissenschaftstheoretischen Ansätze.

2. Fleck: Denkstil und Denkkollektiv: Hier werden die zentralen Konzepte von Fleck erläutert, insbesondere die soziale Struktur von Denkkollektiven, die Unterteilung in esoterische und exoterische Kreise sowie die prägende Funktion des Denkstils auf die Wahrnehmung.

3. Kuhn: Paradigma und Paradigmenwechsel: Dieses Kapitel beschreibt Kuhns Verständnis von wissenschaftlichen Gemeinschaften, die Rolle von Paradigmen und wie wissenschaftliche Revolutionen zu neuen Erkenntnissen führen.

4. Auswertung des Vergleichs: Das Kapitel fasst die Parallelen zwischen Fleck und Kuhn zusammen und zeigt auf, dass beide Autoren die soziale Dimension der Wissensproduktion als grundlegend betrachten.

Schlüsselwörter

Wissenschaftstheorie, Denkkollektiv, Denkstil, Paradigma, Paradigmenwechsel, Soziologie des Wissens, Ludwik Fleck, Thomas S. Kuhn, wissenschaftliche Gemeinschaft, Erkenntnistheorie, Beharrungstendenz, Kommunikation, esoterischer Kreis, exoterischer Kreis, wissenschaftliche Revolutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die inhaltlichen Parallelen zwischen Ludwik Flecks Konzepten von Denkkollektiven und Denkstilen sowie Thomas S. Kuhns Begriffen des Paradigmas und des Paradigmenwechsels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die soziale Konstitution von Wissen, die interne Struktur wissenschaftlicher Gruppen und die Art und Weise, wie wissenschaftlicher Fortschritt durch gemeinschaftliche Überzeugungen geprägt wird.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu beantworten, inwiefern sich Flecks Ideen des Denkkollektivs und des Denkstils in Kuhns Werk „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ wiederfinden lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, bei der die Konzepte beider Wissenschaftstheoretiker gegenübergestellt und auf strukturelle Übereinstimmungen geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Fleck (Denkkollektiv, Denkstil) und anschließend von Kuhn (Paradigma, Paradigmenwechsel) detailliert analysiert, bevor ein direkter Vergleich vorgenommen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Denkkollektiv, Denkstil, Paradigma, Paradigmenwechsel, wissenschaftliche Gemeinschaft und soziale Erkenntnistheorie.

Wie unterscheidet Fleck zwischen den Mitgliedern innerhalb eines Denkkollektivs?

Fleck unterscheidet zwischen einem esoterischen Kreis, der aus Forschern und Experten besteht, und einem exoterischen Kreis, welcher die übrigen Mitglieder der Gemeinschaft umfasst.

Wie begründet Kuhn den sozialen Charakter von wissenschaftlichen Revolutionen?

Kuhn argumentiert, dass wissenschaftliche Revolutionen gemeinschaftsbezogene Tätigkeiten sind, da der Wissenschaftler innerhalb eines Paradigmas arbeitet und Erkenntnisse erst durch die Akzeptanz innerhalb der Fachgemeinschaft ihre Gültigkeit erhalten.

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Details

Titel
Inwiefern finden sich Flecks Ideen des Denkkollektivs und Denkstils in Kuhns "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" wieder?
Untertitel
Ludwik Fleck & Thomas S. Kuhn
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Philosophie)
Note
2,0
Autor
Susan Matz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V301169
ISBN (eBook)
9783956873928
ISBN (Buch)
9783668004290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ludwik Fleck Thomas Kuhn Denkstil Denkkollektiv Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Theoretische Philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susan Matz (Autor:in), 2014, Inwiefern finden sich Flecks Ideen des Denkkollektivs und Denkstils in Kuhns "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" wieder?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301169
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Leseprobe aus  13  Seiten
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