Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Recht und Kriminalität

Skandalisierung in den Medien. Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011

Titel: Skandalisierung in den Medien. Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephanie Kroll (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die Verbreitung der Massenmedien in jüngster Vergangenheit tritt das Gefühl auf, dass ein Skandal nach dem Anderen auftaucht. Wenn man „Lebensmittelskandal in Deutschland“ in die Suchmaschine Google eingibt, werden eine halbe Million Einträge in weniger als einer Sekunde aufgezeigt. Diese Einträge reichen von Nachrichtenmeldungen zu aktuellen Skandalen im Lebensmittelbereich bis zu Zeitskalen, die die Fülle an Lebensmittelskandalen in den letzten Jahrzehnten aufdecken.

Hierbei sind es überwiegend Skandale mit verunreinigtem oder abgelaufenem Fleisch, das zum Verzehr verkauft wurde oder mit Pestiziden bzw. Dioxin verunreinigte Eier, die immer wieder in den Medien auftauchen und für neue Schlagzeilen sorgen. Doch wie kommt es, dass diese Fülle an Skandalen erst in den letzten 20 Jahren auftaucht?

In dieser Hausarbeit soll anhand des Beispiels des EHEC-Skandals aus dem Jahr 201 geklärt werden, was genau einen Skandal in den Medien ausmacht und wie dieser EHEC-Skandal verstanden werden kann.
Dabei wird zunächst auf theoretische Grundlagen eingegangen: Was ist ein Skandal? Wie entsteht ein Skandal im Allgemeinen und wie kann der Skandalablauf bestimmt werden? Danach wird darauf eingegangen, welche Personen und welche Kommunikationsmittel im Skandal gewählt werden um letztlich auf die Wirkungen und die Funktionen eines Skandals zu kommen.
In einem weiteren Schritt wird genauer auf den EHEC-Skandal eingegangen: Was genau ist EHEC eigentlich? Wie war der Ablauf der Epidemie 2011 und was ist an EHEC skandalös? Es soll die Frage geklärt werden, was genau den Skandal ausgelöst hat und welche Personen, Organisationen oder Institutionen aus diesem Skandal einen Nutzen ziehen konnten, um Profit zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Was ist ein Skandal?

2.2 Entstehung und Ablauf eines Medienskandals

2.3 Wer sind die beteiligten Personen im Skandal?

2.4 Welche Funktionen und Wirkungen hat ein Skandal?

3 Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011 in Deutschland

3.1 Was ist EHEC?

3.2 Verlauf der Epidemie

3.3 Wer sind die Beteiligten und die Nutznießer des Skandals?

4 Fazit

5 Bibliographie:

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht anhand der EHEC-Epidemie von 2011, wie ein Ereignis durch mediale Berichterstattung zu einem Skandal konstruiert wird und welche Akteure davon in welcher Form profitieren.

  • Definition und Typologie von Skandalen (nach Burkhardt)
  • Prozess der Medialisierung von Krisen
  • Chronologischer Ablauf und mediale Inszenierung der EHEC-Epidemie
  • Analyse der beteiligten Akteure, Nutznießer und Geschädigten
  • Ökonomische und soziale Wirkmechanismen von Medienskandalen

Auszug aus dem Buch

3.3 Wer sind die Beteiligten und die Nutznießer des Skandals?

Ein Verursacher, wie es ihn typischerweise in einem Skandal gibt, kann in diesem Skandal nicht ausgemacht werden. Zwar haben die verdächtigten Gurken und die Tomaten den Skandal ausgelöst, allerdings gab es keine Person, die den Missstand bewusst herbeigeführt hat. Betroffene und Geschädigte Personen sind alle Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert haben, sowie ihre Angehörigen, die miterleben mussten, wie die Krankheit voranschritt. Als Skandalisierte können die Lebensmittelgeschäfte bezeichnet werden, die die infizierten Waren verkauft haben und die aufgrund dessen angeprangert wurden. Außerdem wurde der Hof in Bienenbüttel angeprangert, weil die Sprossen aus Ägypten an diesen Hof geliefert und von dort aus verteilt wurden.

Als Skandalierer können die Medien bezeichnet werden. Denn die Medien machten den Hof in Bienenbüttel öffentlich verantwortlich für die Ausbreitung der Epidemie. Auch die Lebensmittelgeschäfte wurden in den Medien dafür kritisiert, dass sie z.B. Gurken für sehr wenig Geld verkauften, um mehr Profit zu machen, obwohl davor gewarnt wurde, Gurken zu verzehren.

Das Publikum dieses Skandals sind die Menschen, die den Skandal um EHEC verfolgt haben und einen Platz im Diskurs eingenommen haben, indem sie z.B. weniger Gemüse und mehr Fleisch gekauft haben oder sich gründlicher als sonst die Hände gewaschen haben – kurz: alle Personen, die die Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und sich an die Warnungen der Behörden gehalten haben. Die Beobachter in diesem Skandal sind einerseits das Bundesinstitut für Risikobewertung, da es die Warnungen vor dem Keim an das Publikum weitergetragen hat, sowie die Hamburger Gesundheitsbehörde, das Universitätsklinikum Eppendorf und das Robert-Koch-Institut, welche die Untersuchungen des Keims durchführten und letztlich herausfanden, woher der Keim kam.

In einem Medienskandal ist es wichtig zu sehen, wer die Nutznießer des Skandals sind, warum sie profitieren und wen sie schädigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Medienskandalen ein und definiert die zentrale Fragestellung, wie die EHEC-Epidemie 2011 als Skandal konstruiert wurde.

2 Theoretische Grundlagen: Es werden die Definitionen von Skandal, medialisiertem Skandal und Medienskandal dargelegt sowie der typische Ablaufprozess von Skandalen erläutert.

3 Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011 in Deutschland: Dieser Teil beleuchtet die biologischen Hintergründe des Erregers, den zeitlichen Verlauf der Berichterstattung und die Rollenverteilung der verschiedenen Akteure im Skandal.

4 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Erkenntnis verdeutlicht, dass die EHEC-Epidemie primär durch die Medien zu einem langanhaltenden Skandal wurde, von dem verschiedene Institutionen wirtschaftlich profitierten.

5 Bibliographie:: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen für Online-Nachrichten, Bilder und Videos.

Schlüsselwörter

EHEC-Epidemie, Medienskandal, Skandalisierung, Medienberichterstattung, Moral, öffentliche Empörung, Nutznießer, Pharmaindustrie, Lebensmittelkrise, Risikokommunikation, Steffen Burkhardt, Massenmedien, Diskurs, Krisenmanagement, Epidemie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die die EHEC-Epidemie des Jahres 2011 in Deutschland durch mediale Berichterstattung zu einem Skandal transformiert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Skandalforschung, die Analyse von Mediendarstellungen in Krisenzeiten und die Untersuchung sozioökonomischer Auswirkungen bei der Skandalisierung von Gesundheitskrisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, was einen Skandal ausmacht, wie sich dieser im Fall EHEC konkret gestaltete und welche Akteure daraus einen persönlichen oder wirtschaftlichen Nutzen ziehen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Rahmen zur Skandaldefinition (nach Steffen Burkhardt) und wendet diesen auf den chronologischen Verlauf der EHEC-Epidemie unter Auswertung von Medienberichten an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Skandaltypologien und eine detaillierte Analyse der EHEC-Epidemie, inklusive Zeitplan und Identifikation der beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie EHEC-Epidemie, Medienskandal, Skandalisierung, öffentliche Empörung und Nutznießer in der Pharmaindustrie geprägt.

Warum wird der EHEC-Ausbruch als Medienskandal eingestuft?

Der Autor argumentiert, dass die Medien nicht nur über das Geschehen berichteten, sondern den Skandal durch gezielte Auswahl von Informationen und visueller Inszenierung aktiv mitgestalteten und verlängerten.

Wer waren laut Analyse die größten Nutznießer der EHEC-Krise?

Zu den Nutznießern zählten insbesondere die Pharmaindustrie, die durch den Verkauf von Medikamenten und Hygieneartikeln profitierte, sowie die Medien selbst durch gesteigerte Quoten und Verkaufszahlen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Skandalisierung in den Medien. Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011
Hochschule
Universität Hamburg  (Soziologie)
Veranstaltung
Food & Crime
Note
1,3
Autor
Stephanie Kroll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V301210
ISBN (eBook)
9783668001145
ISBN (Buch)
9783668001152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EHEC; Skandal; Epidemie; Medien; Lebensmittelverunreinigung;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Kroll (Autor:in), 2013, Skandalisierung in den Medien. Eine Analyse der EHEC-Epidemie von 2011, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301210
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum