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Gründe und Einflüsse auf die Binnenmigration in Ost- und Westdeutschland.

Title: Gründe und Einflüsse auf die Binnenmigration in Ost- und Westdeutschland.

Scientific Study , 2014 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephanie Kroll (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Binnenmigration innerhalb Deutschlands, das bedeutet die Abwanderung von einem Gebiet in ein anderes, ist ein aktuelles Thema und hat eine hohe politische Relevanz. Wer aus welchen Gründen umzieht und wohin ist deshalb wichtig zu erfahren, um einen Ausgleich schaffen zu können zwischen ungleichen Verhältnissen, die in unterschiedlichen Bundesländern und Regionen vorherrschen.

Berthold und Müller (2010) fanden in einer Studie heraus, dass das Bruttoinlandprodukt im Jahr 2008 in Ostdeutschland bei knapp 70% des westdeutschen BIP pro Kopf lag (Berthold & Müller 2010: 593). Dies bedeutet, dass es auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung hohe Unterschiede in den Einkommensverteilungen zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland gibt. Studien bestätigen, dass viele Wanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland stattfinden (Flöthmann 2002: 1) und diese zum Teil auf die Arbeitsmigration zurückzuführen sind. Arbeits- und auch Bildungsmigration werden als große Einflüsse gesehen, um zu erklären, warum Menschen abwandern (Pekkala & Tervo 2002: 622, 628). Sie dienen als ein Ausgleichsmechanismus, als eine Anpassung an den Arbeitsmarkt: Wer in seinem Wohnort keine passende Arbeits- oder Ausbildungsstelle finden kann, sucht überregional und vergrößert seine Chancen, außerhalb etwas passendes zu finden (vgl. Kley 2010: 3, 5f.; Kley 2013: 138). Erwerbstätige oder bildungsorientierte Personen ziehen aus diesem Grund eher aus Regionen mit niedrigem Lohnniveau und hoher Arbeitslosigkeit in Ortschaften, die ein hohes Lohnniveau und eine geringe Arbeitslosigkeit aufweisen (vgl. Kley 2013: 139; Schlömer & Bucher: 34; Berthold & Müller 2010: 591). Aus politischer Sicht ist es also wichtig, die Disparitäten auszugleichen und die Arbeitsnachfrage in deprivierten Regionen nachhaltig zu steigern und zu verbessern (vgl. Arntz 2011: 135f.).

Die Mobilitätsbereitschaft erklärt sich jedoch nicht nur aus diesen zwei Faktoren. Flöthmann (2002) weist darauf hin, dass es sogenannte Lebenslaufphasen gibt, welche Wanderungsentscheidungen nachhaltig beeinflussen. So gibt es neben Bildungs- und Erwerbswanderungen auch Abwanderungen für die Familiengründung oder die Mobilität zu Beginn des Rentenalters für den Ruhestand (Flöthmann 2002: 14f.; hierzu auch Fendel 2014: 2, 5).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der Forschung und Hypothesen

3 Daten und Operationalisierung

3.1 Abhängige Variable

3.2 Unabhängige Variablen

4 Analyse

4.1 Häufigkeiten

4.2 Logistische Regressionsanalyse

5 Ergebnisse

6 Zusammenfassung der Ergebnisse

6.1 Diskussion

6.2 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Migrationsentscheidung von Personen in Deutschland zu identifizieren und ein statistisches Modell zu entwickeln, welches untersucht, wie sich persönliche Merkmale aus dem Jahr 2009 auf einen Wohnortwechsel im Jahr 2010 auswirken.

  • Analyse der Binnenmigration auf Basis von Mikrodaten des Sozioökonomischen Panels (SOEP).
  • Untersuchung ökonomischer, demographischer und haushaltsspezifischer Prädiktoren für die Abwanderung.
  • Überprüfung theoretisch fundierter Hypothesen mittels deskriptiver Statistik und logistischer Regressionsanalyse.
  • Diskussion der Bedeutung individueller Faktoren wie Alter, Wohneigentum und Haushaltseinkommen für die Mobilitätsbereitschaft.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Binnenmigration innerhalb Deutschlands, das bedeutet die Abwanderung von einem Gebiet in ein anderes, ist ein aktuelles Thema und hat eine hohe politische Relevanz. Wer aus welchen Gründen umzieht und wohin ist deshalb wichtig zu erfahren, um einen Ausgleich schaffen zu können zwischen ungleichen Verhältnissen die in unterschiedlichen Bundesländern und Regionen vorherrschen.

Berthold und Müller (2010) fanden in einer Studie heraus, dass das Bruttoinlandprodukt im Jahr 2008 in Ostdeutschland bei knapp 70% des westdeutschen BIP pro Kopf lag (Berthold & Müller 2010: 593). Dies bedeutet, dass es auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung hohe Unterschiede in den Einkommensverteilungen zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland gibt.

Studien bestätigen, dass viele Wanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland stattfinden (Flöthmann 2002: 1) und diese zum Teil auf die Arbeitsmigration zurückzuführen sind. Arbeits- und auch Bildungsmigration werden als große Einflüsse gesehen, um zu erklären warum Menschen abwandern (Pekkala & Tervo 2002: 622, 628). Sie dienen als ein Ausgleichsmechanismus, als eine Anpassung an den Arbeitsmarkt: Wer in seinem Wohnort keine passende Arbeits- oder Ausbildungsstelle finden kann, sucht überregional und vergrößert seine Chancen außerhalb etwas passendes zu finden (vgl. Kley 2010: 3, 5f.; Kley 2013: 138).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Relevanz der Binnenmigration und führt in die theoretische Annahme ein, dass individuelle sowie arbeitsmarktbezogene Faktoren Wanderungsentscheidungen beeinflussen.

2 Stand der Forschung und Hypothesen: Dieses Kapitel fasst existierende Migrationstheorien zusammen und leitet daraus spezifische Hypothesen zu Einflussfaktoren wie Alter, Bildung, Einkommen und Wohneigentum ab.

3 Daten und Operationalisierung: Hier wird der Datensatz des Sozioökonomischen Panels (SOEP) beschrieben und die methodische Vorgehensweise zur Operationalisierung der Variablen dargelegt.

4 Analyse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Häufigkeiten und die Ergebnisse der logistischen Regressionsanalyse zur Bestimmung signifikanter Einflussfaktoren auf den Wohnortwechsel.

5 Ergebnisse: Die zentralen Ergebnisse werden evaluiert, die Hypothesen mit den statistischen Daten abgeglichen und interpretativ eingeordnet.

6 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der Befunde sowie einem Ausblick auf den Bedarf zukünftiger Forschung zur Berücksichtigung sozialer Netzwerke und soziologischer Strukturen.

Schlüsselwörter

Binnenmigration, Sozioökonomisches Panel, SOEP, Wohnortwechsel, Arbeitsmigration, Bildungsmigration, Logistische Regression, Mobilität, Haushaltsgröße, Wohneigentum, Einkommen, Demographie, Deutschland, Migrationsentscheidung, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen und Einflüssen auf die Binnenmigration innerhalb Deutschlands, wobei analysiert wird, welche persönlichen Merkmale die Entscheidung für einen Wohnortwechsel begünstigen oder hemmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Auswirkungen von sozioökonomischen Faktoren wie Alter, Haushaltseinkommen, Bildungsstand, Arbeitsmarktstatus und Wohneigentum auf die Mobilität der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Identifikation von Prädiktoren für Wanderungsentscheidungen mittels eines Modells, das Daten aus den Jahren 2009 und 2010 verwendet, um Einflüsse auf den Umzug im Jahr 2010 zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Analyse von Sekundärdaten des SOEP unter Anwendung deskriptiver Statistik sowie einer logistischen Regressionsanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und Hypothesenbildung, die methodische Aufbereitung des Datensatzes sowie die empirische Analyse und deren anschließende Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Binnenmigration, Sozioökonomisches Panel (SOEP), Wohnortwechsel, Arbeitsmarktintegration und individuelle Mobilitätsfaktoren charakterisiert.

Welche Rolle spielt Wohneigentum bei der Migrationsentscheidung?

Die Analyse zeigt, dass Wohneigentum einen signifikanten Hemmschuh für die Mobilität darstellt, da Eigentümer deutlich weniger zu einem Wohnortwechsel neigen als Mieter.

Warum sind junge Menschen bis 29 Jahre laut der Studie am mobilsten?

Dies ist auf die Phase der Arbeits- und Bildungsmigration zurückzuführen, in der junge Erwachsene verstärkt bereit sind, für Ausbildung oder Karrierestart ihren Wohnort zu wechseln.

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Details

Title
Gründe und Einflüsse auf die Binnenmigration in Ost- und Westdeutschland.
College
University of Hamburg  (Soziologie)
Course
Mobilität und Migration
Grade
1,3
Author
Stephanie Kroll (Author)
Publication Year
2014
Pages
24
Catalog Number
V301214
ISBN (eBook)
9783656978473
ISBN (Book)
9783656978480
Language
German
Tags
Binnenmigration; Ostdeutschland; Westdeutschland; SOEP; Logistische Regression
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Kroll (Author), 2014, Gründe und Einflüsse auf die Binnenmigration in Ost- und Westdeutschland., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301214
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