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Das Karrieremodell der McCanns. Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann

Title: Das Karrieremodell der McCanns. Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Master of Arts Soziologie Stephanie Kroll (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Es ist der Abend des 7. Mai 2007, als die britischen Urlauber Kate und Gerry McCann in Portugal am „Strand des Lichts“ (Praia da Luz) mit ihren Freunden in eine Bar gehen und Essen und Trinken bestellen.
Die Hotelbar ist 150 Meter von ihrem Hotelzimmer entfernt, in welchem die drei Kinder Madeleine, Sean und Amelie schlafen. In einem Rhythmus von 30 Minuten schauen die Erwachsenen nach den Kindern und vergewissern sich, ob die Kinder schlafen.
Kurz vor 22 Uhr macht die Mutter Kate einen Rundgang um nach den Kindern zu sehen. Sie entdeckt, dass Madeleine verschwunden ist und ist fest davon überzeugt, dass die Dreijährige das Opfer einer Entführung wurde.

Kurz nach Einkunft der Polizei wenden sich die McCanns an die Medien, in der Hoffnung jemand habe das vermisste Mädchen gesehen und könne bei der Suche helfen. Doch mit dem, was die McCanns in den folgenden Wochen, Monaten und sogar Jahren erleben würden, haben sie nicht gerechnet. Nicht nur, dass die Polizei, trotz aufmerksamer Suche nach dem vermissten Mädchen keine eindeutigen Beweise für eine Entführung finden kann und Madeleine auch weiterhin unauffindbar bleibt.
Auch die Medien stürzen sich auf diesen außergewöhnlichen Kriminalfall und machen aus ihm eine internationale mediale Sensation, die noch mehrere Jahre nach dem Verschwinden für Schlagzeilen sorgt.

In den folgenden Tagen nach der vermeintlichen Entführung von Madeleine McCann begannen die Ermittler, Theorien zum Verschwinden des Mädchens aufzustellen. Es wurden Thesen aufgestellt, dass es sich möglicherweise doch nicht um eine Entführung des Mädchens handele. Die portugiesischen Ermittler begannen, sich auf die Eltern des Kindes zu fokussieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 – Einleitung

2 – Theoretischer Hintergrund

2.1 – Opferbegriff und Opfertypologien – eine kurze Übersicht

2.2 – Primäre, sekundäre, tertiäre Viktimisierung

3 – Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der McCanns

3.1 – Primäre Viktimisierung

3.2 – sekundäre Viktimisierung

3.2.1 – Die portugiesische Polizei

3.2.2 – Die mediale Berichterstattung

3.3 – tertiäre Viktimisierung

4 – Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Schicksal der Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann unter Anwendung des kriminologischen Karrieremodells der primären, sekundären und tertiären Viktimisierung, um die systemische Belastung durch polizeiliche Ermittlungen und die mediale Berichterstattung aufzuzeigen.

  • Analyse des kriminologischen Opferbegriffs und relevanter Opfertypologien.
  • Erläuterung des Karrieremodells der Viktimisierung nach Wolfgang und Sellin.
  • Untersuchung der primären Opferwerdung durch das Verschwinden des Kindes.
  • Aufarbeitung der sekundären Viktimisierung durch polizeiliche Vorwürfe und mediale Prozesse.
  • Darstellung der tertiären Folgen für die psychische Gesundheit und die Lebensführung der Eltern.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 – Die portugiesische Polizei

Etwa eine Stunde nach der Entdeckung, dass Madeleine verschwunden ist, erreichte die Polizei den Tatort und begann Spuren zu sichern. Viele der Spuren wurden vor der Analyse von den Beamten kontaminiert und zerstört, sodass es nur wenige Anhaltspunkte zur weiteren Ermittlungsarbeit gab (vgl. Jürgs 2013: 3). Die McCanns gerieten in den Fokus der Ermittlungen und Gonçalo Amaral, ein Kriminalbeamter der portugiesischen Polizei, warf ihnen vor, es habe keine Entführung gegeben. Die Eltern hätten ihre Tochter in Folge eines tödlichen Unfalls im Hotelzimmer aufgefunden und die Leiche beseitigt (vgl. Jürgs 2013: 5, 7).

Aufgrund dieser Behauptungen wurden die Eltern immer wieder zum Geschehen befragt und mussten den Tag rekonstruieren (vgl. Cáceres & Richter 2010: 4). Die sekundäre Viktimisierung der Eltern erfolgte durch die Dominanz der portugiesischen Ermittler. Sie zweifelten an der Glaubwürdigkeit, das Tatgeschehen musste mehrfach wiederholt werden und die McCanns wurden ohne eine Beweislast beschuldigt, ihre Tochter nach einem Unfall haben verschwinden zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 – Einleitung: Diese Einleitung führt in den Kriminalfall Madeleine McCann ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die systematische Viktimisierung der Eltern zu analysieren.

2 – Theoretischer Hintergrund: Das Kapitel erläutert den kriminologischen Opferbegriff sowie verschiedene Typologien und führt das Karrieremodell der primären, sekundären und tertiären Viktimisierung ein.

3 – Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der McCanns: Hier wird das theoretische Modell auf den Fall der Familie McCann angewendet, um die Belastungen durch Polizei und Medien konkret zu belegen.

4 – Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Eltern neben der primären Entführung ihres Kindes massiven sekundären und tertiären Viktimisierungsprozessen ausgesetzt waren.

Schlüsselwörter

Madeleine McCann, Viktimisierung, Primäre Viktimisierung, Sekundäre Viktimisierung, Tertiäre Viktimisierung, Kriminologie, Opfertypologie, Karrieremodell, Polizeiliche Ermittlungen, Medienprozess, Psychische Folgen, Stigmatisierung, Schuldzuweisungen, Traumatisierung, Opferstatus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Schicksal der Eltern von Madeleine McCann unter einer kriminologischen Perspektive, speziell im Hinblick auf ihre Rolle als Opfer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der kriminologische Opferbegriff, das Konzept der verschiedenen Viktimisierungsstufen und die Analyse eines prominenten Kriminalfalles.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Eltern durch polizeiliche Verdächtigungen und die mediale Berichterstattung systematisch zusätzlich zu ihrem Verlust viktimisiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Anwendung des kriminologischen Karrieremodells nach Wolfgang und Sellin auf den Fall McCann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Modell der primären, sekundären und tertiären Viktimisierung definiert und anschließend detailliert auf die Erfahrungen der McCanns mit der Polizei und der Boulevardpresse angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Viktimisierung, das Karrieremodell der Opferwerdung, der Fall Madeleine McCann sowie die Auswirkungen von Medienprozessen auf Betroffene.

Welche Rolle spielte der Ermittler Gonçalo Amaral bei der Viktimisierung?

Amaral trug maßgeblich zur sekundären Viktimisierung bei, indem er die Eltern öffentlich beschuldigte, den Unfalltod ihrer Tochter vertuscht zu haben, was zu erheblichen psychischen und sozialen Belastungen führte.

Inwiefern führte die tertiäre Viktimisierung zu Veränderungen im Leben der Eltern?

Die tertiäre Viktimisierung manifestierte sich in psychischen Problemen, dem Verlust des beruflichen Status als Ärzte und einer permanenten Einschränkung der persönlichen Freiheit durch den öffentlichen Druck.

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Details

Title
Das Karrieremodell der McCanns. Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann
College
University of Hamburg  (Soziologie)
Course
Viktimologie
Grade
1,3
Author
Master of Arts Soziologie Stephanie Kroll (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V301216
ISBN (eBook)
9783656978374
ISBN (Book)
9783656978381
Language
German
Tags
Opferbegriff; Opfertypologien; Vikitmisierung; primäre sekundäre tertiäre Medien; Berichterstattung; Madeleine McCann; Maddie;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Soziologie Stephanie Kroll (Author), 2014, Das Karrieremodell der McCanns. Primäre, sekundäre und tertiäre Viktimisierung der Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301216
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