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Gütekriterien und Sicherung der Validität bei psychologischen Experimenten

Title: Gütekriterien und Sicherung der Validität bei psychologischen Experimenten

Seminar Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: A. Dörpinghaus (Author)

Psychology - General
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"Das Experiment bzw. die experimentelle Methode stellt für den Laien, aber auch für viele Wissenschaftler, die einzige oder zumindest wesentlichste empirischwissenschaftliche Methode dar. Diese Wertschätzung beruht einerseits auf die übereinstimmend zugestandenen Erfolge der experimentellen Methode im Bereich der Naturwissenschaften. Andererseits wird sie auch erkenntnis-theoretisch begründet: die experimentelle Methode erlaube den schlüssigen Nachweis kausaler Beziehungen. – Dies würde die Beschäftigung mit Experimenten legitimieren." 1

Durch Maschewskys Einleitung für sein Werk wird deutlich, welchen Stellenwert das Experiment in der heutigen Wissenschaft hat und somit auch die Relevanz dieser Methode in der Psychologie.

Diese Hausarbeit soll eine Hinführung zum Thema „Gütekriterien und Sicherung der Validität bei psychologischen Experimenten“ sein. Dabei werden die wesentlichen Fachtermini eingeführt und ein grober Überblick über verschiedene Arten der Validität sowie Störfaktoren geboten. Die Vorstellung verschiedener Kontrolltechniken wird einen großen Teil der Hausarbeit einnehmen.

Ziel dieser Hausarbeit ist es nicht, einen Leitfaden zu erstellen, anhand dessen ein Experiment durchgeführt werden kann, das Anspruch auf Generalisierbarkeit und Interpretierbarkeit hat.

Für die wissenschaftliche Durchführung und Sicherung eines Experimentes sind diese Ausführungen nicht ausreichend. Für diesen Zweck sollte Fachliteratur herangezogen werden. An dieser Stelle möchte ich auf das Literaturverzeichnis verweisen, in dem die von mir verwendeten Werke bibliographisch erfasst wurden. Aufgrund des Umfangs des Themas ist es mir nicht möglich, die Thematik vertiefter in dieser Hausarbeit darzustellen. Aus diesem Grund verzichte ich im wesentlichen auf Beispiele für diverse Effekte, Faktoren und Kontrollmethoden.
Bei jedem Experiment, das inhaltlich interpretierbar sein soll, müssen gewisse festgelegte Bedingungen und Regeln eingehalten werden, damit die erhaltenen Beobachtungsdaten, also die Ergebnisse, als Grundlage für Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Fragestellung dienen können.

Zur Bewertung der Güte eines Experimentes werden vier Kriterien als Maßstab herangezogen: Konstruktvalidität, inferenzstatistische Validität, interne und externe Validität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gütekriterien eines Experimentes

2.1 Konstruktvalidität

2.2 Inferenzstatistische Validität

2.3 Interne Validität

2.4 Externe Validität

3 Störfaktoren & Fehlerquellen

3.1 Interne Fehler

3.2 Externe Fehler

4 Typen experimenteller Kontrolle

4.1 Experimentelle & statistische & instrumentelle Kontrolltechniken

4.2 Versuchsplanerische Kontrolltechniken

4.2.1 Parallelisieren

4.2.2 Randomisieren

4.2.3 Ausschaltung/ Eliminierung

4.2.4 Abschirmung

4.2.5 Wiederholung

4.2.6 Verstärkung

4.2.7 Standardisierung/ Konstanthaltung

4.2.8 Instruktion

4.2.9 Ausbalancieren

4.2.10 Statistische Kontrolltechnik

4.3 Technik zur Sicherung der internen Validität

5 Verschiedene Experimentarten

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, eine grundlegende Einführung in die Konzepte der Gütekriterien sowie die Methoden zur Sicherung der Validität in psychologischen Experimenten zu geben. Die Forschungsarbeit konzentriert sich darauf, wie experimentelle Ergebnisse methodisch abgesichert werden können, um eine hohe wissenschaftliche Interpretierbarkeit und Generalisierbarkeit zu gewährleisten.

  • Definition und Unterscheidung verschiedener Validitätsarten (Konstrukt-, Inferenz-, Interne und Externe Validität).
  • Identifikation und Kategorisierung von Störfaktoren und Fehlerquellen in psychologischen Versuchsanordnungen.
  • Detaillierte Analyse experimenteller Kontrolltechniken wie Randomisierung, Parallelisierung und Ausbalancieren.
  • Gegenüberstellung unterschiedlicher Experimentarten wie Labor- und Feldexperimente zur Optimierung der Datengüte.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Randomisieren

Die zufällige Variation von bekannten und unbekannten Faktoren (z.B. Versuchspersonen, Zeit, Ort etc.) verspricht besonders bei Auswahleffekten die Konstanz der Effekte und reduziert die Störfaktoren auf einen Mittelwert von 0. Dies kann mit einfachem Konstanthalten nicht erreicht werden, wohl aber mit dem Ausbalancieren bei Linearität der Faktoren (s.u.).

“Zufällige Verteilung bedeutet dabei, dass die Zuordnung der experimentellen Einheiten (Versuchspersonen, Messzeitpunkt, Blöcke usw.) zu den Behandlungsstufen nach dem Zufallsprinzip erfolgt“. Dies bedeutet, dass jede Einheit dieselbe Chance bzw. Wahrscheinlichkeit haben muß, ausgewählt zu werden. Gewährleistet wird die maximale Zufallstreuung durch Zufallszahlentafeln und Zufallsgeneratoren auf Großrechnern.

Besonders bei kleinen Stichproben (Fallzahlen N < 100) kann es durch die Randomisierungstechnik zu Verzerrungen kommen, die aber zufällig sind. Bei einer Wiederholung des Experimentes ist es sehr unwahrscheinlich, dass erneut dieselbe Verzerrung auftritt. Man setzt also voraus, daß die Merkmalsverteilung pro Störvariable in den Versuchsgruppen unterschiedlich sind, daß aber diese Differenz so gering ist, daß sie das experimentelle Ergebnis nicht beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Experiments als empirische Standardmethode in der Psychologie ein und umreißt den Fokus der Arbeit auf Gütekriterien und Kontrolltechniken.

2 Gütekriterien eines Experimentes: Dieses Kapitel definiert die vier zentralen Gütekriterien Konstrukt-, Inferenzstatistische, Interne und Externe Validität als Maßstab für die interpretierbare Datengewinnung.

3 Störfaktoren & Fehlerquellen: Es werden die verschiedenen Arten systematischer und unsystematischer Fehler sowie deren negative Einflüsse auf die Präzision und Validität von Experimenten erläutert.

4 Typen experimenteller Kontrolle: Das Kapitel bietet eine umfassende Darstellung der verschiedenen Techniken (u.a. Parallelisierung, Randomisierung, Instruktion) zur gezielten Reduktion von Störvariablen.

5 Verschiedene Experimentarten: Hier wird ein Überblick über diverse Forschungsdesigns, wie etwa Pilotstudien, Quasi-Experimente sowie Feld- und Laborexperimente, gegeben.

Schlüsselwörter

Psychologische Experimente, Validität, Konstruktvalidität, Interne Validität, Externe Validität, Störfaktoren, Versuchsplanung, Randomisierung, Parallelisierung, Ausbalancieren, Experimentelle Kontrolle, Versuchsleiter-Effekt, Fehlerquellen, Datenerhebung, Generalisierbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen zur Durchführung von psychologischen Experimenten mit einem besonderen Fokus auf deren wissenschaftliche Güte und Validität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Validitätsarten, der Identifizierung von Störfaktoren und der Anwendung spezifischer experimenteller Kontrolltechniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über Methoden zu geben, mit denen Forscher Störvariablen kontrollieren können, um die Validität und Interpretierbarkeit ihrer Studienergebnisse zu maximieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf versuchsplanerische Techniken wie das Paar- und Gruppen-Matching, die Randomisierung sowie statistische Kontrollverfahren zur Bereinigung von Störvariablen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Typen der experimentellen Kontrolle sowie die unterschiedlichen Arten von Experimenten (z.B. Feld- vs. Laborexperiment) diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Validität, experimentelle Kontrolle, Störvariablen, Randomisierung und Versuchsplanung charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen systematischer Fehlervarianz und Zufallsfehlern wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da systematische Fehler die Validität direkt gefährden, während Zufallsfehler primär die Präzision bzw. Reproduzierbarkeit der Messergebnisse beeinflussen.

Was unterscheidet das Paar-Matching vom Gruppen-Matching?

Beim Paar-Matching wird eine hohe Ähnlichkeit auf individueller Ebene der Versuchspersonen angestrebt, während beim Gruppen-Matching lediglich eine Übereinstimmung der Mittelwerte und Randsummen der Gruppen erforderlich ist.

Warum wird im Feldexperiment oft die Täuschung der Versuchspersonen in Erwägung gezogen?

Die Täuschung dient dazu, ein neutrales Verhalten der Teilnehmer zu erhalten, wenn diese sich in einer natürlichen Umgebung befinden und ihr Wissen über die experimentelle Situation ihr Verhalten sonst verzerren könnte.

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Details

Title
Gütekriterien und Sicherung der Validität bei psychologischen Experimenten
College
University of Bonn  (Psychologisches Institut)
Course
Methoden der Psychologie
Grade
1
Author
A. Dörpinghaus (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V30127
ISBN (eBook)
9783638314589
ISBN (Book)
9783656450405
Language
German
Tags
Gütekriterien Sicherung Validität Experimenten Methoden Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
A. Dörpinghaus (Author), 2002, Gütekriterien und Sicherung der Validität bei psychologischen Experimenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30127
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