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Anorexie und Hyperaktivität. Evolutionärer Hintergrund und physiologische Grundlagen

Title: Anorexie und Hyperaktivität. Evolutionärer Hintergrund und physiologische Grundlagen

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 8 Pages

Autor:in: Yana Petrosyan (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Anorexia nervosa gehört zu den am häufigsten vorkommenden Essstörungen. Einer der häufigsten vorkommenden Symptome dieser Störung ist die gesteigerte physische Aktivität in Form der Hyperaktivität.
In Rahmen dieser Arbeit sollen vor allem die evolutionär- physiologischen Zusammenhänge zwischen der Anorexia nervosa und der symptomatischen Hyperaktivität erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abstrakt

2. Definition Anorexia nervosa

3. Hyperaktivität als einer der häufigsten Symptome der Anorexia

4. Evolutionäre Zusammenhänge zwischen Anorexia nervosa und Hyperaktivität

5. Physiologische Rolle des Hormons Leptin

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen Anorexia nervosa und der damit häufig assoziierten Hyperaktivität, wobei der Fokus auf evolutionär-physiologischen Erklärungsmodellen liegt, insbesondere der Rolle des Hormons Leptin.

  • Definition und klinische Kriterien der Anorexia nervosa.
  • Die Rolle körperlicher Hyperaktivität bei essgestörten Patienten.
  • Evolutionäre Anpassungsmechanismen als Schutzfunktion bei Nahrungsmangel.
  • Physiologische Regulation durch das Hormon Leptin.
  • Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen BMI, Leptinspiegel und körperlicher Aktivität.

Auszug aus dem Buch

4. Evolutionäre Zusammenhänge zwischen Anorexia nervosa und Hyperaktivität

Die allgemeine Zunahme des Körpergewichtes, insbesondere des Körperfettes, ist im Wesentlichen auf einen fundamentalen evolutionären Anpassungsmechanismus zurückzuführen. Dabei wird eine flexiblere Anpassung an die sich permanent ändernde Verfügbarkeit der Nahrungsmittel ermöglicht. Während der nahrungsreichen Perioden wurden Körperfettreserven angesammelt, welche während der nahrungsarmen Perioden wieder aufgebraucht werden konnten. Diese grundlegende Fähigkeit ermöglichte es dem Menschen praktisch während seiner gesamten Geschichte längere Hungersperioden zu überstehen.

Doch welche Relation besteht zwischen diesem Mechanismus und der Interdependenz zwischen Anorexia nervosa und Hyperaktivität? Im Rahmen des evolutionären Kontextes muss man zunächst konstatieren, dass abgesehen von den letzten paar Hundert Jahren, die Nahrungsmittelknappheit einen Normalzustand des menschlichen Daseins darstellte. Dies führte wiederrum dazu, dass Unterernährung und Untergewicht physiologisch nicht als Abweichung, sondern als Norm zu betrachten waren. Es war der gleiche physische Zustand, der heute aufgrund des freiwilligen Nahrungsmittelverzichts im Rahmen des Krankheitsmusters der Anorexia nervosa konstatiert werden kann, welcher jedoch aufgrund der stark beschränkten Ressourcen und damit natürlich notgedrungen herrschte.

Es gibt zahlreiche Zeitzeugenaussagen von den großen europäischen Hungersnöten oder von den Naturvölkern, welche ebenfalls unter einem gewissen Nahrungsmittelmangel litten, wonach während der Perioden der Unterernährung besonders ausgeprägte physische Aktivität konstatiert wurde. Die gesteigerten körperlichen Aktivität während der Phasen der Unterernährung kann ebenfalls als ein evolutionärer Schutzmechanismus betrachtet werden – Jäger und Sammler konnten währen der Hungerperioden aufgrund der gesteigerten physischen Aktivität besser und effizienter Nahrung beschaffen. Damit stellt dieser Mechanismus insbesondere während der ressourcenarmen Periode einen wesentlichen evolutionären Vorteil dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstrakt: Ein kurzer Überblick über die Thematik, der die Verbindung zwischen Anorexia nervosa und Hyperaktivität als evolutionär-physiologisches Phänomen einleitet.

2. Definition Anorexia nervosa: Erläuterung der Störung anhand klinischer Kriterien nach DSM-IV und deren Bedeutung als ernste Erkrankung.

3. Hyperaktivität als einer der häufigsten Symptome der Anorexia: Beschreibung der Hyperaktivität als zwanghaftes Verhalten und erste Hinweise auf physiologische Ursachen durch den Leptinspiegel.

4. Evolutionäre Zusammenhänge zwischen Anorexia nervosa und Hyperaktivität: Analyse der gesteigerten Aktivität als evolutionär begründeter Schutzmechanismus zur effizienteren Nahrungssuche in Mangelzeiten.

5. Physiologische Rolle des Hormons Leptin: Darstellung einer klinischen Studie, die den Zusammenhang zwischen niedrigem Leptinspiegel, niedrigem BMI und erhöhter physischer Aktivität belegt.

6. Zusammenfassung: Resümee der Arbeit, das die Verbindung von kognitiven Ursachen der Anorexie mit biologisch-evolutionären Überlebensmechanismen bei der Hyperaktivität bekräftigt.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zur Unterstützung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Hyperaktivität, evolutionäre Psychologie, Leptin, Unterernährung, Körpergewicht, BMI, Anpassungsmechanismus, Essstörungen, physiologische Ursachen, Hungerperioden, Stoffwechsel, klinische Studien, Kortisol, Überlebensstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Anorexia nervosa und der wissenschaftlichen Erklärung für die häufig begleitend auftretende, exzessive körperliche Hyperaktivität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die klinische Definition der Anorexia, die evolutionäre Perspektive auf das menschliche Verhalten bei Nahrungsmangel sowie die physiologische Steuerung durch Hormone.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Hyperaktivität bei Patienten mit Anorexia nervosa nicht nur psychologische oder kognitive Ursachen hat, sondern tief in evolutionären und biologischen Prozessen verwurzelt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und klinischer Studien (wie z.B. der Studie an der Charité 2009) sowie tierexperimenteller Erkenntnisse basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der evolutionäre Kontext der Nahrungssuche, die Funktion von Fettreserven und die Rolle des Hormons Leptin als biologischer Marker für den Zusammenhang zwischen Untergewicht und Hyperaktivität analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Anorexia nervosa, Hyperaktivität, Leptin, evolutionäre Anpassung und Stoffwechselregulation.

Welche Rolle spielt das Hormon Leptin konkret bei der Anorexia?

Das Absinken des Leptinspiegels, das bei Anorexie-Patienten beobachtet wird, steht laut der untersuchten Studie in einer signifikanten negativen Korrelation zur körperlichen Aktivität, was auf eine biologische Mitsteuerung des Bewegungsdranges hinweist.

Kann Hyperaktivität bei Anorexie als rein zwanghaftes Verhalten verstanden werden?

Obwohl Hyperaktivität einen zwanghaften Charakter annehmen kann, legt die Arbeit nahe, dass sie durch physiologische Faktoren (wie den Leptinspiegel) beeinflusst wird und somit über die rein bewusste kognitive Kontrolle hinausgeht.

Warum war Hyperaktivität in der Entwicklungsgeschichte ein Vorteil?

In Zeiten von Nahrungsmittelknappheit half eine gesteigerte physische Aktivität den Jägern und Sammlern, effizienter nach Nahrung zu suchen und somit das Überleben in Mangelperioden zu sichern.

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Details

Title
Anorexie und Hyperaktivität. Evolutionärer Hintergrund und physiologische Grundlagen
College
University of Würzburg
Author
Yana Petrosyan (Author)
Publication Year
2012
Pages
8
Catalog Number
V301342
ISBN (eBook)
9783668030046
ISBN (Book)
9783668030053
Language
German
Tags
anorexie hyperaktivität evolutionärer hintergrund grundlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yana Petrosyan (Author), 2012, Anorexie und Hyperaktivität. Evolutionärer Hintergrund und physiologische Grundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301342
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