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Corporate Social Responsibility. Die Dimensionen unternehmerischer Verantwortung

Titel: Corporate Social Responsibility. Die Dimensionen unternehmerischer Verantwortung

Diplomarbeit , 2012 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Rode (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Corporate Social Responsibility“, nachfolgend kurz CSR genannt, ist heute ein Begriff, der in verschiedenen Kontexten der Wissenschaft und Praxis vielfältig verwendet wird. Der Aktionsplan CSR, sowie die internationale Norm ISO 26000 versuchen die verschiedenen Dimensionen der CSR abzustecken, können jedoch nur einzelne Meinungen im vielstimmigen Tenor der Begriffsauslegung darstellen.
Dabei handelt es sich beim Wertesystem der CSR keinesfalls um eine gänzlich neue Konzeption. Freiwillige unternehmerische Verantwortung kann bereits im 15. und 16. Jahrhundert nachgewiesen werden. Noch älter ist das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns als Ehrenkodex.

In Zusammenhang mit CSR wird oftmals auch der Begriff der Nachhaltigkeit („sustainable development“) genannt, welcher sich aufgrund der weiteren Ausweitung der sozialen Unternehmerverantwortung auf ökologische und ökonomische Aspekte mit dem CSR-Begriff vermischt. Diese Annäherung wird in der Arbeit kritisch betrachtet werden.
In der Wohnungswirtschaft ist der Begriff der Nachhaltigkeit oftmals mit Gedanken an LEED- oder DGNB-Zertifikate verknüpft. Aber sind diese tatsächlich Ausdrucksform einer nachhaltigen Wirtschaftstätigkeit? Oberflächliches CSR wirkt unglaubwürdig und schadet der Reputation des Unternehmens mehr als sie nützt. CSR darf kein reines „Marketing-Gimmick“ sein, sondern muss als „echte“ CSR-Marke mit Inhalten und Werten unternehmerisch gelebt werden. Gibt es hierzu Beispiele des „best practice“? Hilft ein Blick in die Vergangenheit?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Corporate Social Responsibility

2.1 Problemstellung

2.2 Begriffsbestimmung und Dimensionen

2.2.1 Frühe angelsächsische Auslegung (1950 – 1990)

2.2.2 Derzeitige deutsche Auslegung (2000 – 2011)

2.2.3 Institutionalisierung von CSR

2.2.3.1 Aktionsplan CSR (Bundesregierung)

2.2.3.2 ISO 26000

2.3 CSR und Nachhaltigkeitsmanagement in Abgrenzung

2.3.1 Begriff der Nachhaltigkeit

2.3.2 Überschneidungen von CSR und Nachhaltigkeitsmanagement

2.3.3 Unterschiede zwischen CSR und Nachhaltigkeitsmanagement

3. Margarethenhöhe in Essen

3.1 Stiftungsphilosophie und Historie

3.2 Architektur und Lage

3.3 Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge

3.3.1 Portfolio der Margarethe Krupp-Stifung für Wohnungsfürsorge

3.3.2 Heutige Tätigkeit der Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge

4. Margarethenhöhe im Kontext von CSR

4.1 Einbettung in CSR-Konzepte

4.1.1 Ökonomische Aspekte

4.1.2 Soziale Aspekte

4.1.3 Ökologische Aspekte

4.2 Zusammenfassende Bewertung der Margarethenhöhe im Kontext von CSR

5. Schlussbetrachtung: Denkmal und Verantwortung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das historische Wohnungsbauprojekt "Margarethenhöhe" in Essen als frühes Beispiel für Corporate Social Responsibility (CSR) interpretiert werden kann, indem sie es anhand moderner CSR-Dimensionen analysiert und den Zusammenhang zwischen industrieller Fürsorge und nachhaltigem Handeln kritisch beleuchtet.

  • Historische Entwicklung des CSR-Begriffes (angelsächsisch vs. deutsch)
  • Abgrenzung von CSR und Nachhaltigkeitsmanagement
  • Sozialpolitische Hintergründe und Industriepädagogik der Firma Krupp
  • Architektonische Umsetzung und städtebauliche Bedeutung der Margarethenhöhe
  • Kritische CSR-Bewertung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte

Auszug aus dem Buch

3.2 Architektur und Lage

Die Wahl des Architekten wurde mit viel Akribie und Sorgfalt vorgenommen, sodass der Auswahlprozess rund zwei Jahre andauerte. Die Wahl musste zwischen Bruno Taut, Richard Seiffert und Georg Metzendorf getroffen werden. Diese fiel schließlich auf Metzendorf, der sich bereits 1908 durch die Planung eines Kleinwohnhauses in der Mathildenhöhe in Darmstadt profilieren konnte. Da die Margarethenhöhe als Lebenswerk geplant war, konnte nur ein junger Architekt, Metzendorf war zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung 1908 gerade 34 Jahre alt, gewählt werden.

Metzendorf erfüllte jedoch nicht nur die persönlichen, sondern auch die fachlichen Anforderungen der Stiftung. Bereits vor seiner Verpflichtung als Architekt der Margarethenhöhe hatte Metzendorf an Plänen für eine Verbesserung der Wohnsituation der Industriearbeiter gearbeitet. Ziel dieser Arbeit war zum einen die erwähnte Qualitätsverbesserung, zum anderen aber auch die Einsparung von Kosten. Die Lösung war ein in die Mitte des Hauses platzierte Installationssäule, welche heizt, lüftet, Warmwasser bereitet und kocht. Dieses Konzept stellte Metzendorf 1908 auf der Landeskunstausstellung in Darmstadt erstmalig vor, in der Margarethenhöhe wurde es erstmalig realisiert. Durch diese technische Maßnahme konnte der Arbeiterwohnungsbau qualitativ auf eine neue Stufe gehoben werden. Auch die sonstige Ausstattung lag deutlich über dem Niveau der Zeit: neben dem beschriebenen kombinierten Heiz-, Koch-, Warmwasseraufbereitungs- und Belüftungssystem gehörten ein Spülklosett und eine Badewanne zur Grundausstattung des zweigeschossigen Kleinwohnhauses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema CSR ein, beleuchtet die historische Relevanz und stellt das Untersuchungsobjekt "Margarethenhöhe" als Fallbeispiel vor.

2. Corporate Social Responsibility: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Definitionsansätze von CSR im angelsächsischen und deutschen Raum und geht auf die Institutionalisierung sowie die Abgrenzung zum Nachhaltigkeitsmanagement ein.

3. Margarethenhöhe in Essen: Hier werden die historische Entstehung, die Stiftungsphilosophie, die Architektur von Georg Metzendorf und die Entwicklung der Margarethe Krupp-Stiftung detailliert beschrieben.

4. Margarethenhöhe im Kontext von CSR: Dieses Kapitel analysiert das Siedlungsprojekt anhand der CSR-Dimensionen (ökonomisch, sozial, ökologisch) und bewertet es kritisch im Hinblick auf den CSR-Gedanken.

5. Schlussbetrachtung: Denkmal und Verantwortung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und diskutiert die langfristige Nachhaltigkeit und die Bedeutung des Projekts für heutige Anforderungen an den Wohnungsbau.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Margarethenhöhe, Nachhaltigkeit, Industriepädagogik, Krupp, Wohnungsfürsorge, Stiftung, Nachhaltigkeitsmanagement, Unternehmensethik, Architektur, Siedlungsbau, Soziale Verantwortung, Ökonomische Aspekte, Denkmalschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Margarethenhöhe in Essen als ein mögliches frühes Modell für gelebte gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR) und prüft dieses anhand moderner Definitionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des CSR-Begriffes, die industrielle Fürsorge des Krupp-Konzerns (Industriepädagogik), die Architekturgeschichte und die heutige Rolle von Stiftungen im Wohnungsbau.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass unternehmerische Verantwortung keine reine Erfindung der Moderne ist, sondern historische Wurzeln hat, die auch modernen wissenschaftlichen Prüfungen standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der historische Konzepte und Siedlungsstrukturen in den Kontext aktueller CSR-Definitionen (nach Carroll, Hiß u.a.) gesetzt und bewertet werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des CSR-Begriffes, die historische Analyse der Margarethenhöhe und die anschließende kritische CSR-Bewertung in sozialen, ökonomischen und ökologischen Kategorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Industriepädagogik, Krupp-Stiftung und Siedlungskultur.

Wie unterscheidet sich CSR vom allgemeinen Nachhaltigkeitsmanagement laut dieser Arbeit?

Die Arbeit stellt heraus, dass CSR oft freiwillige, geschäftsbegleitende Aktivitäten betont, während das Nachhaltigkeitsmanagement als proaktiver, strukturpolitischer Bestandteil in das Geschäftsmodell integriert wird.

Warum spielt die Industriepädagogik der Firma Krupp eine entscheidende Rolle in der Analyse?

Die Industriepädagogik erklärt die Motivation hinter dem Wohnungsbau: Es ging nicht um rein philanthropische Zwecke, sondern um die Erziehung, Ausbildung und Bindung von Arbeitskräften sowie die Vermeidung sozialer Unruhen.

Inwiefern beeinflusst der Denkmalschutz heute die CSR-Arbeit der Margarethe Krupp-Stiftung?

Der Denkmalschutz schränkt energetische Modernisierungsmaßnahmen ein, was die Stiftung vor die Herausforderung stellt, den Erhalt der historischen Substanz mit heutigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen.

Was ist das zentrale Fazit zur "Nachhaltigkeit" der Margarethenhöhe?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Siedlungsprojekt auch neunzig Jahre nach der Gründung durch seine robuste Bauweise und langfristige Nutzbarkeit ein echtes und nachhaltiges "best practice"-Beispiel darstellt.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Corporate Social Responsibility. Die Dimensionen unternehmerischer Verantwortung
Note
1,0
Autor
Stefan Rode (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
46
Katalognummer
V301436
ISBN (eBook)
9783656979111
ISBN (Buch)
9783656979128
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corporate social responsibility dimensionen verantwortung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Rode (Autor:in), 2012, Corporate Social Responsibility. Die Dimensionen unternehmerischer Verantwortung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301436
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Leseprobe aus  46  Seiten
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