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Deutschlands Finanzierung des Zweiten Weltkriegs

Title: Deutschlands Finanzierung des Zweiten Weltkriegs

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Summary Excerpt Details

Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit liegt in der Betrachtung und Bewertung des wesentlichen Instrumentariums, mit dem die Staatsführung des Deutschen Reiches die Aufrüstung der Wehrmacht sowie den anschließenden Zweiten Weltkrieg finanzierte. Auf die politischen oder anderweitigen Kriegsgründe wird dabei nicht gesondert eingegangen, da dieses bereits in einer Vielzahl vorliegender Arbeiten in ausreichendem Maße getan wurde. Wenn im Folgenden von Finanzierung gesprochen wird, so wird der Begriff des modernen Finanzmanagements zu Grunde gelegt, nach dem unter Finanzierung die Beschaffung, Umschichtung und Verwendung von Finanzmitteln verstanden wird. Dementsprechend soll unter einer ordentlichen Finanzierung eine solche verstanden werden, die über den Haushalt erfolgt, also durch Steuereinnahmen, Umverteilungen im Haushalt oder durch Schuldenaufnahme im Ausland.

Von einer außerordentlichen Finanzierung soll hier dann ausgegangen werden, wenn der Kredithunger des Staates entweder durch verschleierte Transaktionen oder durch bewusste Ausnutzung der staatlichen Machtposition gegenüber Bürgern oder Institutionen gestillt wird. Um bereits von vorn herein Missverständnisse auszuräumen, soll bereits an dieser Stelle definiert werden, welche Ausgaben bzw. Lasten des Deutschen Reiches als Kriegskosten bzw. Kriegsausgaben zu bezeichnen sind. Grundsätzlich sollen dabei nur jene Kosten berücksichtigt werden, die über dem regulären Staatshaushalt zu Friedenszeiten liegen.

An erster Stelle sind natürlich die direkten und indirekten Ausgaben für die Wehrmacht Bestandteil der Kriegskosten, da diese vollständig durch Aufrüstung und Krieg verursacht wurden. Ergänzt werden diese Ausgaben durch den Schuldendienst des Deutschen Reiches, da dieser vor allem aus der Finanzierungsform der Aufrüstung, auf die später noch eingegangen wird, resultiert. Von den Ausgaben der Zivilressorts sind nicht sämtliche Ausgaben zu berücksichtigen. Lediglich die Zahlungen für Entschädigungen während des zweiten Weltkrieges i.H.v. ca. 30 Mrd. RM können als Kriegskosten verrechnet werden. Bei den anderen zivilen Ausgaben dieser Jahre ist zu unterstellen, dass Sie ebenfalls angefallen wären, hätte kein Krieg geherrscht, bzw. wäre keine Aufrüstung betrieben worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. GRUNDLEGUNG

1.1 EINLEITUNG

1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG

1.3 EXKURS ZUM WECHSEL

1.3.1 Allgemeine Charakteristika

1.3.2 Solawechsel

1.3.3 Tratte

2. FINANZIERUNG DER AUFRÜSTUNG (1933 – AUGUST 1939)

2.1 ORDENTLICHE FINANZIERUNG

2.2 AUßERORDENTLICHE FINANZIERUNG

2.2.1 Kurzfristige (schwebende) Finanzierungsformen

2.2.1.1 Öffa – Wechsel

2.2.1.2 MeFo – Wechsel

2.2.1.3 Schätze und sonstige kurzfristige Finanzierungsformen

2.2.2 Mittel – und langfristige (fundierte) Finanzierungsformen

2.2.2.1 Li – Anleihen

2.2.2.2 Sonstige Formen der mittel - und langfristigen Finanzierung

2.3 ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG

3. FINANZIERUNG DES KRIEGES

3.1 ORDENTLICHE FINANZIERUNG

3.1.1 Einnahmen aus Steuern und Abgaben

3.1.1.1 Die Kriegswirtschaftsverordnung

3.1.1.2 Verordnung über die Lenkung der Kaufkraft

3.1.1.3 Sonstige Maßnahmen

3.1.2 Besatzungseinnahmen

3.1.3 Sonstige Einnahmen

3.2 AUßERORDENTLICHE FINANZIERUNG

3.3 ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und bewertet das Finanzinstrumentarium des Deutschen Reiches zur Deckung der Kosten für die Aufrüstung und den Zweiten Weltkrieg. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Finanzierungstechniken sowie deren Effektivität und ökonomischen Auswirkungen.

  • Analyse der ordentlichen und außerordentlichen Finanzierung der Aufrüstung (1933–1939).
  • Untersuchung der Finanzierungsmechanismen des Zweiten Weltkrieges, inklusive Steuern, Abgaben und Kontributionen.
  • Betrachtung von Wechseln und anderen kurzfristigen Finanzierungsinstrumenten als Rückgrat der NS-Finanzpolitik.
  • Evaluation der gesamtwirtschaftlichen Folgen, insbesondere des Kaufkraftüberhangs und inflationistischer Tendenzen.

Auszug aus dem Buch

2.2.1.2 MeFo – Wechsel

Die MeFo – Wechsel stellten das eigentliche Rückgrat der Aufrüstungsfinanzierung im Deutschen Reich dar. Wie bei den Öffa – Wechseln handelte es sich dabei formal um Handelswechsel mit fünfjähriger Laufzeit, der demnach nicht von der Reichsbank als Reichsschuld, sondern regulär mit den anderen Handelswechseln ausgewiesen und auch nicht von der Reichsschuldenverwaltung bekannt gemacht wurde.

Bezogener dieser Wechsel war die Metallurgische Forschungsgesellschaft mbH. Dabei handelte es sich um einen durch die Reichsregierung veranlassten Zusammenschluss von Rüstungsfirmen. Unklarheit scheint hinsichtlich der Gesellschafter zu bestehen. So schwankt die Gesellschafterzahl zwischen vier und sechs der großen Rüstungsfirmen. Vereinzelt wird die Auffassung vertreten, das Reichswehrministerium und die Reichsbank wären ebenfalls Gesellschafter der MeFo gewesen.

Bedenkt man jedoch, welche Zielsetzung diese hatte, nämlich die verschleierte Erhöhung der schwebenden Schuld zu Gunsten der Aufrüstung, so ist diese These nicht haltbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. GRUNDLEGUNG: Einführung in die Definitionen von Finanzierung und Kriegskosten sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und technischer Grundlagen des Wechsels.

2. FINANZIERUNG DER AUFRÜSTUNG (1933 – AUGUST 1939): Analyse der verschiedenen Finanzierungsformen der Aufrüstung, mit Schwerpunkt auf der außerordentlichen Finanzierung durch diskontfähige Wechsel und der Rolle von Anleihen.

3. FINANZIERUNG DES KRIEGES: Darstellung der steuerlichen Maßnahmen und Besatzungseinnahmen während des Krieges sowie der anhaltenden Nutzung verdeckter Finanzierungsmethoden.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der deutschen Kriegsfinanzierung als Resultat einer historisch beispiellosen Schuldenpolitik bei gleichzeitigem Verzicht auf notwendige Steuererhöhungen.

Schlüsselwörter

Aufrüstung, Zweiter Weltkrieg, Finanzierung, MeFo-Wechsel, Öffa-Wechsel, Reichsschuld, Kriegskosten, Kriegswirtschaftsverordnung, Kaufkraftüberhang, Deficit Spending, Fiskalpolitik, Kontributionen, Staatsfinanzen, Inflation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Deutsche Reich die Aufrüstung der Wehrmacht und die Kosten des Zweiten Weltkriegs finanziell bewältigt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen ordentlicher und außerordentlicher Finanzierung, die Rolle verdeckter Kreditaufnahmen und die Auswirkungen der Finanzpolitik auf die deutsche Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Bewertung des Instrumentariums, mit dem der Staat die massiven finanziellen Lasten deckte, sowie die Analyse der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen historisch-ökonomischen Ansatz, der auf der Auswertung finanzwissenschaftlicher Literatur und zeitgenössischer Dokumente zur Haushalts- und Schuldenpolitik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Finanzierung der Aufrüstung (1933-1939) und die Finanzierung des Krieges, wobei spezifische Finanzierungsinstrumente wie Wechsel und Anleihen detailliert untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aufrüstung, MeFo-Wechsel, Reichsschuld, Kriegswirtschaftsverordnung und Deficit Spending.

Warum waren die MeFo-Wechsel für das Regime so wichtig?

Sie ermöglichten eine massive, jedoch verschleierte Erhöhung der schwebenden Reichsschuld zur Finanzierung der Aufrüstung, ohne direkt im offiziellen Staatshaushalt als Schulden aufzutauchen.

Welche Rolle spielten die besetzten Gebiete in der Finanzierung?

Besatzungsgebiete leisteten über Kontributionen und die Verrechnung von Reichskreditkassenscheinen einen wesentlichen Beitrag zur Deckung der Kriegsausgaben.

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Details

Title
Deutschlands Finanzierung des Zweiten Weltkriegs
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Neuere Geschichte unter Berücksichtigung der westeuropäischen Geschichte)
Course
Probleme einer Geschichte des Zweiten Weltkrieges
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author)
Publication Year
2004
Pages
32
Catalog Number
V30147
ISBN (eBook)
9783638314749
ISBN (Book)
9783638650649
Language
German
Tags
Deutschlands Finanzierung Zweiten Weltkriegs Probleme Geschichte Zweiten Weltkrieges
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author), 2004, Deutschlands Finanzierung des Zweiten Weltkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30147
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