Die Kinder üben die Anwendung der Regel zur Mitlautverdopplung an Stationen. Sie festigen dabei ihr Wissen über lange und kurze Selbstlaute und über die Schreibung eines einfachen bzw. doppelten Mitlautes.
Eine ausführliche Sachananalyse, der Bezug zu den Bildungsstandards und zum neuen bayerischen LehrplanPlus bilden die Grundlage für den Plan der Durchführung und der genauen Analyse und Begründung der gewählten didaktischen Methoden.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehrplanbezug
1.1 Übergeordnete Bildungsstandards
1.2 LehrplanPLUS Grundschule
2. Darstellung der Sequenz
3. Zielformulierungen
3.1 Sequenzziel
3.2 Grobziel
3.3 Feinziele
4. Begründung der Zielsetzung
4.1 von der Sachstruktur
4.2 von der Individuallage der Klasse
5. Didaktische Reduktion
6. Methodisches Vorgehen
6.1 Kommentierter Sitzplan
6.2 Plan der Durchführung
6.3 Tafelbild
6.4 Begründung der didaktisch-methodischen Vorgehensweise
7. Anlagen
8. Literaturverzeichnis
8.1 Grundlagenliteratur
8.2 Fachwissenschaftliche Literatur
8.3 Fachdidaktische Literatur
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, die orthographische Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in der Grundschule durch die eigenständige Erarbeitung und Anwendung der Rechtschreibstrategie der „Mitlautverdopplung“ nachhaltig zu vertiefen und zu festigen.
- Vertiefung der Rechtschreibstrategie „Mitlautverdopplung“ bei kurzen Vokalen
- Differenzierung zwischen langen und kurzen Vokalen durch akustische Wahrnehmung
- Selbstständiges Lernen an einer Lerntheke mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden
- Förderung der individuellen Rechtschreibbewusstheit und Selbstkontrolle
- Einbettung des Rechtschreibunterrichts in sinnvolle, motivierende Kontexte
Auszug aus dem Buch
Der Rechtschreibfall Mitlautverdopplung
In der Regel folgen im Wortstamm nach kurz gesprochenen, betonten Vokalen mindestens zwei verschiedene Mitlaute (Ring, Rand). Sofern nur ein Mitlaut folgt, wird dieser verdoppelt (Wetter, Sonne), um die Vokalkürze anzuzeigen.
Besteht ein Wort mit einem doppelten Mitlaut aus mehreren Silben, werden die Silben zwischen dem Doppelkonsonanten getrennt (Son-ne). Dementsprechend zeigen Doppelkonsonanten Silbengrenzen auf. (Silben= melodisch-rhythmische Einheiten der Sprache, wobei ab der zweiten Silbe stets am Anfang ein Konsonant steht)
-offene Silbe: Vokal wird lang gesprochen (schla-fen),
-geschlossene Silbe: wird am Ende durch einen Konsonanten begrenzt, weshalb der Vokal kurz gesprochen wird (schaf-fen).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehrplanbezug: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtseinheit in den offiziellen Bildungsstandards für das Fach Deutsch und dem LehrplanPLUS der bayerischen Grundschule.
2. Darstellung der Sequenz: Hier wird der zeitliche und inhaltliche Aufbau der gesamten 10-stündigen Unterrichtssequenz zum Thema Mitlautverdopplung skizziert.
3. Zielformulierungen: Dieses Kapitel definiert das übergeordnete Sequenzziel, das konkrete Grobziel der Stunde sowie die differenzierten Feinziele für die Lernenden.
4. Begründung der Zielsetzung: Die didaktische Begründung erfolgt hier sowohl aus fachwissenschaftlicher Sicht (Sachstruktur) als auch durch eine Analyse der speziellen Lernvoraussetzungen und der Gruppendynamik der Klasse.
5. Didaktische Reduktion: Dieses Kapitel erläutert die bewusste Einschränkung des Lernstoffes, um eine kleinschrittige und überschaubare Erarbeitung der Rechtschreibstrategie für Zweitklässler zu ermöglichen.
6. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Wahl der Sozialformen, der detaillierte Ablaufplan der Stunde, das geplante Tafelbild sowie die methodische Begründung der Unterrichtsgestaltung dargelegt.
7. Anlagen: Dieser Abschnitt enthält die praktischen Materialien, insbesondere die Übungspläne für die Lerntheke und Arbeitsblätter zur Lernausgangslage.
8. Literaturverzeichnis: Dieser Teil listet die verwendete Grundlagenliteratur, fachwissenschaftliche sowie fachdidaktische Quellen auf, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Rechtschreibung, Mitlautverdopplung, Grundschule, Lerntheke, Rechtschreibstrategie, Deutschunterricht, Vokallänge, Differenzierung, Schriftspracherwerb, Didaktische Reduktion, Selbstständiges Lernen, Lernwörter, Phonologisches Prinzip, Unterrichtsvorbereitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer speziellen Unterrichtseinheit im Fach Deutsch für die zweite Jahrgangsstufe zum Thema „Mitlautverdopplung“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung und Festigung von Rechtschreibstrategien, insbesondere der Zusammenhang zwischen Vokallänge und Konsonantenverdopplung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern durch eine strukturierte Lerntheke das Werkzeug an die Hand zu geben, Rechtschreibphänomene eigenständig zu analysieren und korrekt anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Analyse, die sowohl lehrplantheoretische Grundlagen als auch eine empirische Bestandsaufnahme (Lernstandsabfrage, Soziogramm) der Klasse nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung der Zielsetzung, didaktische Reduktionsentscheidungen sowie die detaillierte methodische Planung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rechtschreibung, Mitlautverdopplung, Lerntheke, Differenzierung und Rechtschreibstrategie.
Warum spielt die Vokallänge eine so große Rolle für die Rechtschreibung?
Die Unterscheidung zwischen langen und kurzen Vokalen ist im Deutschen essenziell, da sie direkt bestimmt, ob ein nachfolgender Konsonant verdoppelt werden muss oder nicht.
Welche Funktion hat die „Lerntheke“ in diesem Unterrichtsmodell?
Die Lerntheke ermöglicht eine Binnendifferenzierung, bei der Schülerinnen und Schüler ihrem individuellen Leistungsstand entsprechend an unterschiedlichen Stationen üben können.
Wie werden leistungsschwächere Schüler in dieser Einheit unterstützt?
Durch kleinschrittige Aufgabenstellungen, den Einsatz von Anschauungsmaterial und individuelle Hilfestellungen bei der Stationenauswahl wird sichergestellt, dass auch diese Schüler Erfolgserlebnisse haben.
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- Karin Sieber (Author), 2014, S oder ss? Üben von Wörtern mit einfachem und doppelten Mitlaut an einer Lerntheke (1./2. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301507