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Die Förderung der beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher in der Sonderberufsfachschule. Exposé zur Masterarbeit

Eine Wirksamkeitsstudie zur Verbesserung des Selbstkonzepts und der Berufswahlentscheidung

Titel: Die Förderung der beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher in der Sonderberufsfachschule. Exposé zur Masterarbeit

Akademische Arbeit , 2013 , 32 Seiten , Note: 1

Autor:in: Klaus Ebert (Autor:in), Sandra Ebert (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die Verankerung der eigenen beruflichen Praxis im Berufsfeld der benachteiligten Jugendlichen im Ostalbkreis, ist die Chancenungleichheit eben dieser Zielgruppe nahezu täglich allgegenwärtig. Die Jugendlichen zeigen bedingt nur vage vorhandene Vorstellungen der beruflichen Zukunft, sowie zu den Vorstellungen über die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Doch auch aufgrund der heutigen Entwicklungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die durch Konkurrenz und Wettbewerbsverhältnisse geprägt sind, erhalten persönliche Kompetenzen und die eigene Profilschärfe eine immens hohe Wertigkeit und Wichtigkeit.

Im Übergang zwischen Schule und Beruf wird ein wichtiger Meilenstein für die Teilhabe in der Gesellschaft gelegt. Mit der Berufswahlentscheidung findet unweigerlich eine Segregation statt, mehr noch, wer den Schritt in das Erwerbsleben nur unzureichend schafft, beispielsweise ohne Ausbildung bleibt, wird stets konfrontiert mit gesellschaftlicher Marginalisierung. Gerade benachteiligte Jugendliche befinden sich in einem Teufelskreislauf, denn oft beginnt die Stigmatisierung bereits durch die schulische Selektion. So kann im aktuellen Chancenspiegel der Bertelsmann-Stiftung nachgelesen werden, dass in Baden – Württemberg benachteiligte Schüler durchschnittlich 81 Kompetenzpunkte weniger als privilegierte Schüler aufweisen (vgl. Berkemeyer et al. 2013, S. 109 ff.).

Aus dem Bildungsbericht des Ostalbkreises geht zusätzlich hervor, dass außergewöhnlich viele Jugendliche mit Migrationshintergrund Benachteiligungen beim Start in das Berufsleben erhalten, denn nahezu 70% dieser Schüler erreichen maximal den Hauptschulabschluss (vgl. Gehrmann et al., 2011). Die Gruppe der Schulabgänger, die nicht in eine duale Ausbildung oder in ein Studium mündet, verbleibt in den Bildungsgängen des Übergangssektors. Hierin finden sich 2.310 Jugendliche im Ostalbkreis (vgl. Gehrmann et al. 2011, S. 109).

Der große Schritt der Berufswahlentscheidung zu einer dauerhaften beruflichen Integration benötigt ganzheitliche und umfassende Unterstützungsleistungen. Hierzu zählen vor allem aber individuelle und persönliche Entwicklungen, die das Grundgerüst zum beruflichen Erfolg darstellen. Ein positives Selbstkonzept verhilft zu einer gelingenden Berufswahlentscheidung. Dennoch wurden bis heute nahezu keine Maßnahmen entwickelt, welche diese Kompetenzen bei benachteiligten Jugendlichen gezielt fördern und auf die Wirksamkeit überprüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Auswahl, Verortung und Relevanz des Themas

2. Theoretischer Teil

2.1 Begriffsbestimmungen

2.1.1 Benachteiligte Jugendliche

2.1.2 Sonderberufsfachschule

2.1.3 Selbstkonzept

2.1.4 Berufswahltheorie und Berufswahlentscheidung

2.1.4.1 Berufswahl als Zuordnungsprozess – Matchingtheorie nach Holland

2.1.4.2 Berufswahl als Entwicklungsprozess – Selbstkonzepttheorie nach Super

2.1.5 Der Zusammenhang des Selbstkonzepts und der Berufswahlentscheidung bei benachteiligten Jugendlichen

3. Empirischer Teil

3.1 Stand der Forschung

3.2 Das SMS-Training

3.3 Hypothesen

3.4 Stichprobe

3.5 Untersuchungsdurchführung

3.6 Testverfahren

3.6.1 Quantitative Testverfahren

3.6.2 Qualitative Testverfahren

3.7 Statistische Datenanalyse

3.8 Zeitplan

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Wirksamkeit des „Selbstreflexion, Motivation, Selbstdarstellung“ (SMS)-Trainings bei benachteiligten Jugendlichen in der Sonderberufsfachschule empirisch zu untersuchen, um deren Selbstkonzept zu fördern und eine fundierte Berufswahlentscheidung zu unterstützen.

  • Analyse der Situation benachteiligter Jugendlicher im Übergangssystem.
  • Theoretische Fundierung von Selbstkonzept und Berufswahltheorien.
  • Untersuchung der Effekte des SMS-Trainings auf die Berufswahlsicherheit.
  • Evaluation des Zusammenhangs zwischen Selbstzugang und Berufswahlentscheidung.
  • Empirische Überprüfung mittels quantitativer und qualitativer Testverfahren.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das SMS-Training

Das „Selbstreflexion, Motivation, Selbstdarstellung“ (SMS) -Training ist ein Programm, welches den Prozess der erfolgreichen Bewältigung des Übergangs von der Schule zum Beruf im Sinne der Unterstützung der beruflichen Entscheidungsfindung unterstützen soll. Das Ziel des Programms ist, „[...] die Aufmerksamkeit der Jugendlichen für die Wahrnehmung ihrer eigenen Fähigkeiten und individuellen Möglichkeiten zu stärken sowie ihre Handlungskompetenz insbesondere für Berufswahl- und Bewerbungssituationen zu trainieren.“ (Monigl et al. 2011, S. 7). Das vorliegende Programm ist in drei Ebenen aufgegliedert (vgl. Monigl et al. 2011, S. 14, 22f.): Die erste Trainingsstufe stellt das sogenannte Trainer-Training dar, welches die Lehrer über die reflexive Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufswahlprozess, eigenen Kommunikationsmustern und eigenen Erfahrungen auf das inhaltliche und sachliche Training der Jugendlichen vorbereiten möchte. Die zweite Ebene umfasst das Training der Jugendlichen durch die Lehrer. Die Jugendlichen erhalten durch das Training einen Rahmen, in dem sie in einer geschützten Atmosphäre über ihre Stärken und Schwächen, über Interessen, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen reflektieren können und erlangen daneben einen Übungsrahmen, in dem sie sich und ihre Fähigkeiten einschätzen und nach außen vertreten lernen. Darüber hinaus bietet das Training über die Erkundung von interessanten Berufen Orientierung, die die Berufswahlentscheidung unterstützen und durch die Simulation von Situationen auf dem Weg in die Ausbildung (bspw. zu Bewerbungsgesprächen) zu mehr Selbstsicherheit führen soll. Das Selbsttraining der Jugendlichen stellt schließlich die dritte Trainingsstufe dar. Hier erarbeiten die Jugendlichen in Gruppen Schwerpunkte, u.a. zu den Themen Berufsmotivation und persönlichen Fertigkeiten, und vermitteln sich diese gegenseitig. Dieses methodische Vorgehen zielt auf die Förderung der Selbständigkeit sowie die Einbringung eigener Vorstellungen und Kompetenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Auswahl, Verortung und Relevanz des Themas: Beschreibt die prekäre Situation benachteiligter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den Beruf und die Notwendigkeit gezielter Förderung.

2. Theoretischer Teil: Definiert zentrale Begriffe wie „benachteiligte Jugendliche“ und „Selbstkonzept“ und stellt verschiedene Berufswahltheorien sowie deren Bedeutung für die Berufswahlentscheidung dar.

3. Empirischer Teil: Erläutert den aktuellen Forschungsstand, das SMS-Training, die aufgestellten Hypothesen, die Stichprobenzusammensetzung sowie die gewählten quantitativen und qualitativen Testverfahren und die statistische Auswertung.

4. Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, betont die Bedeutung weiterer Forschung in diesem Bereich und unterstreicht die Relevanz der Förderung benachteiligter Jugendlicher im Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Berufliche Integration, Benachteiligte Jugendliche, Sonderberufsfachschule, Selbstkonzept, Berufswahlentscheidung, SMS-Training, Übergangssystem, Selbstzugang, Berufswahlsicherheit, Wirksamkeitsstudie, Berufsorientierung, Kompetenzförderung, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit eines speziellen Trainingsprogramms namens „SMS-Training“ zur Förderung der beruflichen Integration bei benachteiligten Jugendlichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die Bereiche Benachteiligungsforschung, berufliche Identitätsentwicklung, Selbstkonzepttheorien und Interventionsmöglichkeiten im Übergangssystem zwischen Schule und Beruf ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob das SMS-Training das Selbstkonzept sowie die Berufswahlsicherheit der teilnehmenden Jugendlichen an der Sonderberufsfachschule positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quasiexperimentelle Wirksamkeitsstudie mit einem Vorher-Nachher-Design, die sowohl quantitative als auch qualitative Datenerhebungsmethoden kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Fundierung der Konzepte und einen empirischen Teil, der das Forschungsdesign, die Hypothesenbildung und die konkrete Durchführung der Trainingsstudie beschreibt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie berufliche Integration, Selbstkonzept, SMS-Training, benachteiligte Jugendliche und Berufswahlentscheidung maßgeblich charakterisiert.

Was unterscheidet das SMS-Training von anderen Programmen?

Das SMS-Training zeichnet sich durch einen dreistufigen Ansatz (Trainer-Training, Gruppentraining, Selbsttraining) aus, der spezifisch auf der Selbstkonzepttheorie von Super basiert und auf die Bildungspläne abgestimmt ist.

Warum wurde eine Kontrollgruppe in die Untersuchung einbezogen?

Die Kontrollgruppe dient dazu, die Validität der Studie zu erhöhen, indem sie hilft, Veränderungen, die nicht auf das Training zurückzuführen sind (z. B. durch Zeit oder Reifung), von den tatsächlichen Trainingseffekten abzugrenzen.

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Details

Titel
Die Förderung der beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher in der Sonderberufsfachschule. Exposé zur Masterarbeit
Untertitel
Eine Wirksamkeitsstudie zur Verbesserung des Selbstkonzepts und der Berufswahlentscheidung
Note
1
Autoren
Klaus Ebert (Autor:in), Sandra Ebert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
32
Katalognummer
V301569
ISBN (eBook)
9783956872969
ISBN (Buch)
9783668003897
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die Förderung der beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher in der Sonderberufsfachschule - Eine Wirksamkeitsstudie zur Verbesserung des Selbstkonzepts und der Berufswahlentscheidung Exposé zur Masterarbeit SMS - Training Selbstkompetenzen bei Jugendlichen fördern! Das SMS-Trainingshandbuch zur Verbesserung der beruflichen Integration von Haupt- und Realschülern. Göttingen: Hogrefe.
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus Ebert (Autor:in), Sandra Ebert (Autor:in), 2013, Die Förderung der beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher in der Sonderberufsfachschule. Exposé zur Masterarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301569
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Leseprobe aus  32  Seiten
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