UHU – Studienergebnissen zufolge hat dieser Begriff einen Bekanntheitsgrad von 98%. Allerdings nicht im Bezug auf die größte europäische Eulenart, sondern in Verbindung mit dem weltweit agierenden Klebstoffhersteller. Somit kennt (fast) jeder den Klebstoff in der gelb-schwarzen Tube, wodurch der Name UHU nicht zuletzt zum Synonym für alle Klebstoffe wurde.
Wie kommt es dazu, daß Marken eine solche Stellung im täglichen Leben einnehmen? Wie ist es zu erklären, daß es in Deutschland mehr als 740000 Marken, mit über 55000 neuangemeldeten Marken im Jahr 2002, gibt, bei einem vergleichsweise geringen aktiven Wortschatz eines Erwachsenen von circa 4000 Wörtern?
Fakt ist, daß Marken nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind – nahezu jedes Produkt, gar manche Dienstleistungen, sind heutzutage markiert. Was ist der Sinn einer Marke und wie kann es Herstellern gelingen, daß gerade ihre Marke, und nicht eine der tausend anderen, vom Konsumenten gewählt wird?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitende Betrachtung
2 Die Marke
2.1 Was ist eine Marke?
2.2 Warum gibt es Marken?
3 Aufbau einer Marke
3.1 Festlegen der angestrebten Markenidentität
3.2 Ableiten der beabsichtigten Markenpositionierung
3.3 Analyse des Brandings konkurrierender Marken
3.4 Effektive Markennamen entwickeln
3.5 Gestaltung von Markenbild, Verpackung und Produkt
4 Markenstrategien
4.1 Line extensions
4.2 Brand extensions
4.3 Multibrands
4.4 Neue Marken
5 Finale Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss von Marken auf den Produkterfolg und beleuchtet deren Rolle als Orientierungshilfe für Konsumenten sowie als Schutz- und Marketinginstrument für Unternehmen.
- Definition und Bedeutung von Marken im Alltag
- Prozess des Markenaufbaus und der Identitätsfindung
- Analyse von Markenpositionierung und Namensentwicklung
- Untersuchung verschiedener Markenstrategien (Line extensions, Brand extensions, Multibrands)
- Zukünftige Herausforderungen im Markenumfeld
Auszug aus dem Buch
3.4 Effektive Markennamen entwickeln
Ein intelligent gewählter Markenname kann einen großen Teil zum Erfolg eines Produkts beitragen. In die Überlegungen müssen sowohl das Produkt an sich und dessen Vorteile, als auch die Zielgruppe, beziehungsweise der Zielmarkt, und die avisierte Marketingstrategie einbezogen werden. Auch hier gibt es wiederum keine erfolgversprechende Allzwecklösung, allerdings ebenfalls Richtlinien, die, unter Einhaltung, eher zur Akzeptanz eines Markennamen beitragen können.
So sollte der Markenname zu einem gewissen Grad einen Hinweis auf die Art des Produkts geben, so daß sich der Konsument zumindest ein grobes Bild davon machen kann. Praktische Beispiele hierfür sind unter anderem "Deutsche Bank" oder auch "Milky Way", die mehr oder weniger direkte Schlüsse auf das Produkt zulassen.
Weiter sollte bei der Namensfindung auf einen leicht auszusprechenden und somit leichter zu merkenden Namen geachtet werden. Als Negativbeispiel sei hier die Sektmarke "Freixenet" genannt, zu der nur schwer Assoziationen aufgebaut werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Allgegenwärtigkeit von Marken und deren Funktion als Orientierungshilfe in einer markenüberfluteten Welt.
2 Die Marke: Definition des Markenbegriffs und Erläuterung des Mehrwerts aus Kunden- sowie Herstellersicht.
3 Aufbau einer Marke: Darstellung der strategischen Schritte vom Markenidentitätsentwurf bis zur Gestaltung von Markenzeichen und Produkt.
4 Markenstrategien: Analyse verschiedener Expansionsmöglichkeiten wie Line Extensions, Brand Extensions, Multibrands und die Einführung neuer Marken.
5 Finale Betrachtung: Kritische Würdigung der Marktenentwicklung und Ausblick auf die Notwendigkeit von Fokus-Strategien wie Megabrands.
Schlüsselwörter
Markenführung, Markenidentität, Markenpositionierung, Markenwert, Brand Equity, Line Extensions, Brand Extensions, Multibrands, Markenschutz, Branding, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Produktgestaltung, Wettbewerbsvorteil, Orientierungshilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Marken für den Produkterfolg und wie diese durch gezieltes Branding und strategische Positionierung den Konsumenten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Markenidentität, der Prozess der Namensfindung, die Gestaltung von Markenbildern sowie die verschiedenen Strategien zur Markenerweiterung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Marken als Instrumente für Hersteller genutzt werden können, um sich im Wettbewerb zu behaupten und gleichzeitig dem Kunden als verlässliche Orientierung zu dienen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, unterstützt durch Fachliteratur und Marketingtheorien zur Markenführung und Sortimentspolitik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den strategischen Markenaufbau sowie eine detaillierte Betrachtung von Markenstrategien wie Line Extensions, Brand Extensions und Multibrands.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Brand Equity, Markenstrategie, Markenidentität und Konsumentenbindung geprägt.
Wie unterscheidet sich eine "Brand Extension" von einer "Line Extension"?
Während bei der Line Extension bestehende Produkte innerhalb desselben Marktes modifiziert werden, expandiert man bei der Brand Extension unter demselben Markennamen in völlig neue Märkte.
Welches Risiko birgt die "Multibrand"-Strategie für Unternehmen?
Das Hauptrisiko liegt in der Zersplitterung der Ressourcen und potenziell höheren Kosten für Produktion, Vertrieb und Marketing im Vergleich zu einer Konzentration auf wenige starke Marken.
- Quote paper
- Nils-Christian Apel (Author), 2003, Einfluss von Marken auf den Produkterfolg (Branding), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30157