Die Grundidee zum Bildungsprojekt mit der Bezeichnung „Mitarbeiterweiterbildung zum Thema: „Dokumentation und Erstellen eines Entwicklungsberichtes“ entstand im beruflichen Kontextes des Projektleiters.
Es beschreibt eine mehrwöchige, aus kleinen Lehreinheiten bestehende Weiterbildungsmaßnahme für eine Mitarbeiterin, welche in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen tätig ist. Ziel dieses Bildungsprojektes war die Kollegin dahingehend zu befähigen, dass sie die Kompetenzen erlangt, eigenverantwortlich Entwicklungsberichte der Heimbewohner zu erstellen.
Sie hat eine Ausbildung zur Haus- und Familienpflegerin absolviert und diese erforderlichen Kompetenzen waren nicht Bestandteil ihrer Ausbildung. Ein weiteres Ziel, welches erst während der Durchführung und Evaluation Form annahm, war mit dem Training ein Curriculum zu erstellen, welches in der Einrichtung auch zukünftig für ähnliche Trainings angewendet werden kann.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Entstehung, Planung und Bewertung dieses Projektes. Im Kapitel 2 wird die Praktikumsstelle beschrieben. Hier finden sich Informationen zur Rezipientin, den Rahmenbedingungen und Begründung der Weiterbildungsmaßnahme. Kapitel 3 beschreibt die bildungstheoretische Rahmung, in die das Projekt eingebettet ist. Grundlage ist das DO ID Modell. Es handelt sich um ein Instruktionsdesign, welches hier dargestellt und anhand des Projektes erläutert wird.
Kapitel 4 befasst sich mit der Theorie und Praxis des Begriffes Projektmanagement. Damit ein Projekt möglichst effektiv zum Erfolg führen kann bedarf es der Qualitätssicherung und einer Bewertung auf verschiedenen Ebenen. Dies wird in den Kapiteln 5 und 6 veranschaulicht. Eine Besonderheit in diesem Semester war die Möglichkeit ein Lerntagebuch zu führen, um das Projekt in Planung, Durchführung und Evaluation zu dokumentieren. In Kapitel 7 wird diese Gestaltungsoption näher beleuchtet. Schließlich gibt das Fazit in Kapitel 8 einen kurzen Einblick über die Realität einer bildungswissenschaftlichen Profession.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Praktikumsstelle
3. Bildungstheoretische Rahmung
4. Projektmanagement
5. Qualitätssicherung
6. Evaluation
7. Metaevaluation über das Führen eines Blogs in Word Press
8. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit reflektiert die Planung, Durchführung und Evaluation eines Bildungsprojektes in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. Das primäre Ziel bestand darin, eine Mitarbeiterin zu befähigen, eigenständig Entwicklungsberichte für Bewohner zu erstellen, und gleichzeitig ein Curriculum zu entwickeln, das als Blaupause für künftige Weiterbildungen in der Einrichtung dienen kann.
- Analyse der Rahmenbedingungen und Lernvoraussetzungen in der Praktikumsstelle
- Einsatz des DO ID Modells als bildungstheoretische Basis für das Instruktionsdesign
- Anwendung von Projektmanagement-Methoden zur Strukturierung und Überwachung
- Implementierung von Qualitätssicherung und Evaluation (formativ und summativ)
- Reflexion über den Einsatz eines Online-Lerntagebuchs (Blog) zur Projektdokumentation
Auszug aus dem Buch
3. Bildungstheoretische Rahmung
Ein Projekt in einem bildungswissenschaftlichen Kontext lebt von einem professionellen wissenschaftlichen Konzept. Um das komplexe Konstrukt in ein bildungstheoretisches praktisches Konzept zu überführen, sind die ersten Handlungsschritte analytischen Ursprungs. Somit erfolgte zunächst eine Bedarfsanalyse. Niegemann betont diesen wichtigen Grundlagenschritt folgendermaßen: „Analysen [...] liefern die Grundlagen für die Konzeption einer [...] Lernumgebung.“ (Niegemann, Schatta, & Müller, 2013, S.16) Als Analyseinstrument eignete sich die Form des Interviews. In einer ausführlichen Befragung konnte herausgearbeitet werden, dass drei Arten von Bedarfen vorlagen.
Zunächst wäre der normative Bedarf zu benennen. Dieser liegt vor, wenn die Qualifikation der Zielgruppe hinter einem [...] Standard zurückbleibt (Niegemann et al., 2013, S.17) Nach diesem Verständnis ist der Begriff Standard hier als Grundkompetenz zu verstehen, die alle Mitarbeiter in diesem Tätigkeitsbereich aufweisen sollten., nämlich Entwicklungsberichte erstellen zu können. Darauf folgend ist der subjektive Bedarf hervorzuheben.(Niegemann et al., 2013, S.17) Die Rezipientin äußerte in der Befragung selbst das Bedürfnis, sich in dem genannten Bereich die erforderlichen Kompetenzen anzueignen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundidee und das Ziel des Bildungsprojekts zur Qualifizierung einer Mitarbeiterin in einem Wohnheim sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Praktikumsstelle: Dieses Kapitel beschreibt das Werner-Hülstrunk-Haus, die Rahmenbedingungen der Wohneinrichtung und die Ausgangssituation der zu schulenden Mitarbeiterin.
3. Bildungstheoretische Rahmung: Hier wird das DO ID Modell als didaktisches Konzept eingeführt, um die Bedarfsanalyse und die Festlegung von Lernzielen theoretisch zu begründen.
4. Projektmanagement: Das Kapitel behandelt die Theorie und Praxis des Projektmanagements, inklusive Projektplanung, Monitoring und der Definition von Erfolgsfaktoren.
5. Qualitätssicherung: Hier wird der Prozess der Qualitätssicherung als zielorientierte Transformation von Wissen und Fertigkeiten innerhalb des Projektes dargestellt.
6. Evaluation: Dieses Kapitel beschreibt die formative und summative Evaluation, die zur kontinuierlichen Verbesserung und abschließenden Bewertung des Trainings genutzt wurden.
7. Metaevaluation über das Führen eines Blogs in Word Press: Hier wird der Einsatz eines Online-Lerntagebuchs reflektiert und das Potenzial von Metaevaluation für die Qualität der Projektdokumentation diskutiert.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit betrachtet das Projekt im Kontext der Professionalisierung in der Erwachsenenbildung und diskutiert das Spannungsfeld zwischen Profession und Professionalität.
Schlüsselwörter
Bildungswissenschaft, Weiterbildung, Entwicklungsbericht, Wohnheim, DO ID Modell, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Evaluation, Formative Evaluation, Summative Evaluation, Kompetenzentwicklung, Lerntagebuch, Professionalisierung, Erwachsenenbildung, Instruktionsdesign
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die reflektierte Planung, Durchführung und Evaluation einer internen Weiterbildungsmaßnahme für Pflegepersonal zum Thema „Dokumentation und Erstellen eines Entwicklungsberichtes“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft bildungswissenschaftliche Theorien des Instruktionsdesigns mit praktischem Projektmanagement, Qualitätssicherung und verschiedenen Evaluationsmethoden.
Was ist das primäre Ziel des Bildungsprojektes?
Das Hauptziel war die Befähigung einer Mitarbeiterin, eigenverantwortlich Entwicklungsberichte für Bewohner zu erstellen, und die Schaffung eines Curriculums als interne Vorlage.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für das Projekt verwendet?
Das Projekt basiert auf dem „Decision Oriented Instructional Design“ (DO ID Modell) von H. Niegemann und nutzt einen Blended-Learning-Ansatz zur Wissensvermittlung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedarfsanalyse, die theoretische Rahmung, die konkrete Projektplanung, die Anwendung von Qualitätssicherung sowie die formative und summative Evaluation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Bildungswissenschaft, Qualitätssicherung, Evaluation, Projektmanagement und Kompetenzentwicklung.
Wie wurde die Wirksamkeit der Weiterbildung gemessen?
Die Wirksamkeit wurde durch formative Evaluation während der Lehreinheiten und eine summative Evaluation nach Abschluss mittels Ist-Soll-Vergleich der erworbenen Kompetenzen beurteilt.
Welche Rolle spielt das Online-Lerntagebuch (Blog) in der Arbeit?
Das Blog diente als Instrument zur begleitenden Dokumentation des Projektverlaufs und wurde im Rahmen einer Metaevaluation auf seinen Nutzen für den Reflexionsprozess untersucht.
- Arbeit zitieren
- Rocco Hartmann (Autor:in), 2015, Entwicklungsbericht. Reflektierende Dokumentation über die Planung, Durchführung und Evaluation einer Mitarbeiterweiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301650