Prokrastination bei Studenten. Krankheit oder falsches Zeitmanagement?


Hausarbeit, 2013
29 Seiten

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

II ABBILDUNGSVERZEICHNIS

III TABELLENVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 DER BEGRIFF PROKRASTINATION

3 URSACHEN

4 UMGANG MIT DER PROKRASTINATION IN DER REALITÄT
4.1 BEISP IEL: DAS SCHREIBEN DIESER HAUSARBEIT
4.1 TEUFELSKREIS DER PROKRAST INAT ION
4.2 VERHALT EN IN DER UMW ELT

5 MÖGLICHE FOLGEN DER PROKRASTINATION

6 MÖGLICHKEITEN ZUR ÜBERWINDUNG
6.1 SELBST ORGANISAT ION
6.2 ZEIT MANAGEMENT
6.2.1 ABC - Analyse
6.2.2 Alpen - Methode
6.2.3 Mind - Mapping
6.2.4 Das Eisenhower - Prinzip

7 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

IV LITERATURVERZEICHNIS

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kreislauf der Prokrastination Abbildung 2: Leistungskurve

Abbildung 3: ABC - Analyse

Abbildung 4: Mind Map zum Thema Controlling - Konzept

III Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Eisenhower - Prinzip

1 Einleitung

Die Abgabe der nächsten Hausarbeit steht kurz bevor. Die Gliederung steht, der Text wird sich schon von alleine schreiben. Immerhin sind für die 20 Seiten Text ja noch zwei Wochen Zeit. Etwa eine Woche später macht sich die Angst breit. Eigentlich ist es unmöglich die Arbeit zu schreiben, die Gliederung und Einleitung sind geschrieben, doch irgendwie gibt es eine Blockade. Allerdings ist ja noch eine Woche Zeit, morgen klappt es bestimmt besser. Wichtige Aufgaben wie der Hausputz oder das Auto säubern sollten erstmal vorgehen. Das letzte Mal hat es ja auch funktioniert, das Ergebnis war ausreichend, aber die Prüfung ist geschafft.

Die Prokrastination, im Umgangssprachlichen auch „Aufschieben“ genannt, hat viele Facetten, die einem im täglichen Leben oft begegnen. Viele Menschen kennen es, unter Druck zu arbeiten und stehen jeden Tag vor wichtigen Aufgaben, die erledigt werden müssen. Eine gute Selbstorganisation und ein optimales Zeitmanagement sind nötig, um die Arbeit anforderungsgerecht zu erfüllen.

Doch wie sieht es in schwierigen Fällen aus, die diese wichtigen Eigenschaften nicht besitzen und sich in einem ewigen Kreislauf des Aufschiebens befinden? Sind diese Eigenschaften erlernbar? Kann man die alten Gewohnheiten einfach ablegen oder sind die Ursachen doch tiefgreifender und erfordern eine individuelle psychische und soziale Therapie?

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird diesen Fragen auf den Grund gegangen und es wird erläutert, wo die Ursachen liegen, die Menschen in diesen Teufelskreis treiben. Die Frage nach dem Ablauf des Aufschiebens eines „Erkrankten“ aus und welche Symptome typisch für die Prokrastination sind werden ebenfalls geklärt. Zudem wird auf die psychischen und sozialen Folgen der Prokrastination eingegangen.

Abschließend finden sich einige Techniken und Tips des persönlichen Zeitmanagements und der Selbstorganisation, welche dem Betroffenen vielleicht helfen können, diese durchaus belastende Charaktereigenschaft in den Griff zu bekommen.

2 Der Begriff Prokrastination

Der Begriff Prokrastination entstammt dem Lateinischen „procrastinatio“ und bedeutet soviel wie „Vertagung“, wobei sich die Einstufung durch drei Kriterien erweist: Kontraproduktivität, mangelnde Notwendigkeit und Verzögerung.[1] Tätigkeiten, auf das Studium bezogen, werden solange aufgeschoben, dass sie im Falle der eventuellen Erledigung, an Qualität einbüßen. Ende 2008 wurde Prokrastination nicht als psychische Störung geführt, sodass die Auffälligkeiten eher einer individuellen, persönlichen Arbeitsstörung zugrunde liegen.[2] Diese kann sich zum Beispiel in Form einer Schreibstörung widerspiegeln.[3]

Es ist eine Art „erlernte schlechte Gewohnheit, die durch Belohnungen verstärkt worden ist, insbesondere durch Spannungserleichterung.“[4] Zusammenfassend könnte man die Prokrastination, im Umgangssprachlichen auch „Aufschieberitis“ genannt, folgendermaßen beschreiben: Die Betroffenen schieben aktiv,[5] „unnötig und irrational notwendige - prioritär bezeichnete - Tätigkeiten auf zukünftige Termine, die meist vage und unbestimmt sind, zu verschieben, statt sie konsequent und pünktlich zu erledigen.“[6] Es wird also vermieden, sich einer wichtigen prioritären Aufgabe relativ stressfrei, zeitnah und konsequent zu widmen.[7] Diese Tätigkeiten können sowohl aus der Umwelt des Betroffenen verlangt werden, als auch vom Betroffenen selbst als wichtiger empfunden werden. Statt die wichtigen Aufgaben zu erledigen, haben Ersatzhandlungen Priorität, die selten wichtiger und oft unsinnig sind.

Rund 20 % der Bevölkerung leiden unter der Prokrastination, dabei macht es keinen Unterschied, welches Geschlecht oder welche Nationalität man hat.[8] Prokrastination hat nicht immer etwas mit Lustlosigkeit oder Faulheit zu tun. Es gibt verschiedene Formen der „Aufschieberitis“ die auch von hart arbeitenden Menschen versteckt vorgenommen wird.

Die erste Form ist die Prokrastination über die Priorität. Dabei ist es so, dass für die einfachen, gern durchgeführten Aufgaben eine hohe Priorität gesetzt wird, wodurch der Betroffene sich selbst eine Ausrede schafft, die anderen Aufgaben zu vernachlässigen, da einfach keine Zeit mehr bleibt.

Die zweite Form ist die Prokrastination über das wünschenswerte Optimum. Diese kennzeichnet sich durch die innere Einstellung, den heutigen Tag als völlig unpassend für die Bearbeitung einer Aufgabe zu sehen. Morgen ist viel besser geeignet, da man mit viel mehr Arbeitseinsatz, Kraft, Konzentration und Frische an die Erledigung gehen kann. Gründe für das Verschieben der Tätigkeit finden sich bei Bedarf genug und enden in zahlreichen Details. Eine weitere Form stellt das Aufschieben durch den fehlenden Überblick im Tagesgeschäft dar. Dieser Fall kann durch den Einsatz von Methoden und Techniken behoben werden. Diese Form des Aufschiebens kennzeichnet sich durch Gedankensprünge, durch die andere Sachen vergessen werden. Man nimmt sich morgens etwas vor, hat den ganzen Tag mit anderen Erledigungen zu tun und stellt abends fest, dass das am Morgen vorgenommene völlig vergessen wurde. Dies passiert so gut wie jedem einmal. Man hat also Probleme damit, innerhalb eines Tätigkeitsfeldes an ein anderes zu denken und vergisst so, beziehungsweise verschiebt wichtige Aufgaben.[9] Oft werden Personen, die an der Krankheit leiden als faul bezeichnet, jedoch sollte man diese Begriffe keinesfalls auf eine Ebene stellen.

„Prokrastination hat überhaupt nichts mit Faulheit zu tun. Wer aufschiebt, ist nicht faul. Wer faul ist, der will nicht. Der will nicht arbeiten, sondern lieber umher liegen. Der will nicht abwaschen, sondern lieber nichts tun. Der will nicht ins Kino, das Sofa ist ja so bequem. Wer hingegen aufschiebt, der will, aber kann nicht. Er weiss: “Ich muss die Steuererklärung ausfüllen und wenn ich das immer weiter hinausschiebe, habe ich wieder den selben Stress und die selbe Hektik wie letztes Jahr”. Aber es gelingt ihm nicht, die Starthürde zu überwinden. Er will, aber kann nicht.

Deshalb ist Prokrastination auch kein eigentliches Problem des Zeitmanagements. Natürlich helfen eine gute Organisation und gute Arbeitstechniken, den inneren Schweinehund zu überlisten. Aber das alleine genügt nicht. Einem Aufschieber einen Wochenplaner in die Hand zu drücken, ist wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch mal fröhlich sein.“[10]

3 Ursachen

Bevor man wirklich von Prokrastination sprechen kann, sollte zunächst nach Ursachen geforscht werden, die belegen, dass man eine Aufgabe absichtlich vor sich her schiebt, beziehungsweise alternative Möglichkeiten sucht, statt sich der prioritären Aufgabe zu widmen. Leider muss man sagen, dass es keine grundlegende Ursache für das Phänomen „Aufschieberitis“ gibt, das heißt kein Gen-Defekt oder Ähnliches ist für das Auftreten verantwortlich.

Hauptsächlich werden von Betroffenen zwei Gründe angegeben: Idole und Negativ-Beispiele. Nachfolgend sind 4 Beispiele aufgeführt, die die Gründe erläutern.[11]

„Ein Mann erinnerte sich daran, dass er von seinem überaus erfolgreichen Vater eingeschüchtert war. Ein Mann der die Armut überwunden hatte und sich zu einem preisgekrönten Wissenschaftler entwickelte. Er arbeitete 24 Stunden am Tag, ohne Unterbrechung, und nutzte sogar die Zeit auf der Toilette um wissenschaftliche Veröffentlichungen zu lesen. Der Vater wird mit den Worten zitiert: "Wenn du nichts Bedeutendes tust, vergeudest du den Platz auf dem du stehst!" Für seinen Sohn war er ein Sinnbild des Erfolgs. Der Sohn glaubte, seinen Vater sogar übertrumpfen zu müssen, und es war wenig verwunderlich, dass er sich aus Angst zu versagen zu einem Procrastinator entwickelte.

Bei einem anderen Beispiel handelt es sich um eine Restaurantleiterin, die aus Angst sich zu sehr von ihrer Familie zu entfernen, nicht traute voll zu entfalten, was sich in Verzögerungen und Verschleppungen der nötigen Arbeiten äußerte. Ihre Mutter, ihre Tanten und ihre Großmutter hatten nichts aus ihrem Leben gemacht, "nur Hausfrauen" und waren in ihren Augen Versager.

Als weiteres eindringliches Beispiel präsentieren Burka und Yuen einen Versicherungsvertreter, der aus Angst so zu enden, wie seine geschiedene Mutter nur jeweils ein oder zwei Tage pro Woche arbeitet, um sich dann für den Rest der Woche auszuruhen. Seine Mutter hatte vier Kinder zu versorgen und benötigte drei verschiedene Jobs, um finanziell über die Runden zu kommen. Sie hatte kaum Zeit für ihre Kinder, und wenn sie bei ihnen war, war sie erschöpft und überarbeitet. Irgendwann war die Anstrengung zu groß und sie erlitt einen Nervenzusammenbruch.

Ein Kind erlebt zwei extreme Lehrerinnen. Eine war überaus effizient. Sie erreichte immer die gesteckten Ziele. Aber sie wurde von dem Kind als humorlos und nicht erreichbar wahrgenommen. Von ihr ging weder Wärme noch Zuneigung aus. Im Gegensatz dazu war eine andere Lehrerin sehr lebensfroh und hatte einen spielerischen Umgang mit den Schülern und Schülerinnen. Aber sie war auch völlig unorganisiert und kämpfte immer mit Verspätungen und Verzögerungen. Für das Kind war die zweite Lehrerin diejenige, die es nachzuahmen galt.“[12]

Einen Hauptgrund stellt der Perfektionismus dar. Er beschreibt das (leicht abwertend) übertriebene Streben nach Perfektion und Vollkommenheit.[13] Normalerweise ist der perfekte Zustand unerreichbar, was es dem Prokrastinator ermöglicht, immer wieder Dinge zu finden, die er oder seine Umwelt als verbesserungswürdig empfinden.[14]

Ein weiterer Grund ist der mangelnde Spaß, der die Aufgabe für den Betroffenen einfach langweilig macht. Auch werden fehlende Sanktionen als Ursache genannt, da es für die Personen keine Konsequenzen hat, sollten sie Ihre Aufgabe einmal nicht rechtzeitig erledigen.[15]

Weiterhin haben die Betroffenen darüber hinausgehende Probleme in verschiedenen Bereichen ihres Arbeits- und Privatlebens. Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel aus verschieden Problemen, wie unrealistischen Zielerwartungen, schlechter Selbstorganisation, der Unfähigkeit, Langeweile auszuhalten, mangelnder Selbstdisziplin und zu hoher Versagensangst.

Aus diesen Problemen, die sowohl vom Prokrastinator, als auch von seinem Umfeld ausgehen, können Teufelskreise entstehen, in denen er sich befindet und immer wieder die gleichen Abläufe durchlebt.[16] Weiterhin führt eine hohe Ablenkungsbereitschaft zu Verzögerungen. Eine große Neugierde, sowohl wissenschaftlich, als auch im sozialen Bereich, sowie eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber neuen interessanten Themen und Inhalten bilden eine solide Grundlage für eine wichtigere Aufgabenplanung und eine verlagerte Zeiteinteilung. Aus der geringen Wichtigkeit und Bedeutung, die den Aufgaben zugeordnet wird, entsteht die fehlende Motivation um mit genug Ehrgeiz an die Erledigung der Aufgaben zu denken. Auch fremde Anforderungen werden häufig nicht akzeptiert und führen somit häufig bereits zur inneren Ablehnung, da die fremden Zielvorstellungen nicht mit den eigenen Werten und Vorstellungen übereinstimmen.

Fehlt dem Bearbeiter einfach das nötige Wissen, sowie die Fertigkeiten, ist er unfähig für die Erledigung der geforderten Aufgaben. Angst etwas neues zu tun und unbekannte Aufgabenpakete führen bei manchen Menschen zu inneren Blockaden, die es ihnen nicht möglich machen, die Arbeit zu beginnen, da sie mit den neuen Anforderungen und Umgebungen nicht zurecht kommen. Zuletzt spielt die innere Versagens- und Entscheidungsangst eine wichtige Rolle, die beim Prokrastinator Blockaden auslösen, die die Bearbeitung der Aufgaben einfach unmöglich machen, beziehungsweise stark verzögern.[17]

Um diese Eigenschaften der Betroffenen zu klassifizieren, sind im Allgemeinen zwei Typen von Prokrastination bekannt. Zum einen gibt es die Unterscheidung in die Akademiker - Prokrastination, die das Erbringen von Studienleistungen betrifft und die Alltags - Prokrastination, die das Privatleben betrifft. Eine andere Differenzierung stammt von Ferrari, einem amerikanischen Wissenschaftler und benennt die erste Form als „Erregungsaufschieberei“, die beinhaltet, dass Aufschieben einem kreativen Zweck gilt. Erst bei Arbeit unter Druck und in letzter Minute werden die besten Ergebnisse erzielt. Die zweite Form ist die „Vermeidungsaufschieberei“. Die Betroffenen haben Versagensangst und meiden die Arbeit unter Druck, indem sie gar nicht erst mit der Arbeit beginnen.[18]

Ein wichtiger Aspekt bei der Ursachenforschung ist das Modell Universität, beziehungsweise Hochschule der Bundesrepublik. Das Modell der Selbstorganisation bietet den Studenten viele Vorteile, wie etwa freie und flexible Gestaltung des eigenen Studienablaufs, individuelle Interessen und Ziele können verfolgt werden und die Selbstdisziplin soll gefestigt werden. Allerdings ist dieses Modell eine weitere Hauptursache für Prokrastination. Die Nachteile und die sich daraus ergebenen Probleme sind offensichtlich. Zunächst ist mit der freien Organisation ein erhöhter Arbeitsaufwand verbunden, da aufgrund von Selbstorganisation viele Dinge, wie Lehrveranstaltungen und Seminare, Prüfungsanmeldungen und weitere Termine selbst geplant und eingehalten werden müssen. Es ist allerdings kein Druck von einer höheren Instanz gegeben und es folgen keine Sanktionen, sollten diese Sachen nicht realisiert werden. Ein weiterer Nachteil dieses Modells ist die häufige Überschneidung von Lehrveranstaltungen und Seminaren, wodurch Opportunitätskosten entstehen, denn sollten die Studenten zwei Veranstaltungen belegen wollen, diese aber gleichzeitig stattfinden, müssen sie sich für eins entscheiden und somit das zweite Fach vernachlässigen, beziehungsweise selbst erarbeiten. Studenten, denen es an Selbstdisziplin fehlt haben in einem solchen System keine Chance auf einen, ihren Vorstellungen entsprechenden Abschluss. Sie werden nicht gefördert und es gibt für sie nicht die Möglichkeit, Eigenschaften zur besseren Arbeitseinstellung zu erlernen. Diese fehlenden Merkmale des Systems führen oft zur Ausdehnung der Studiendauer und das Studium nicht rechtzeitig abzuschließen. Meist werden folgende Charaktereigenschaften bei Studenten vorausgesetzt, mit denen das Studium begonnen werden kann: „Selbstkontrolle“, „Ausdauer“, „Eigeninitiative“, „Zielorientierung“, „wahres Interesse“ und Selbstplanungsfähigkeit“. Im Modell der Selbstorganisation werden Studenten, die diese Züge nicht besitzen eher benachteiligt oder ganz im Stich gelassen.[19]

4 Umgang mit der Prokrastination in der Realität

Das Erfinden von Ausreden ist eines der größten Talente von Betroffenen. Auch trifft sie nie die Schuld und sie betrügen sich täglich selbst.[20] Der tägliche Ablauf ist meist unstrukturiert und führt zwangsweise zu einer Verschiebung von Tätigkeiten, so wird zum Beispiel morgens erst einmal die Zeitung in aller Ruhe gelesen und anderweitig die Zeit vertrieben, sodass die beste Zeit zum Arbeiten, nämlich der Morgen und Vormittag, ganz verloren gehen. Nachmittags fehlt den Betroffenen die Lust und sie fallen in ein regelrechtes Arbeitstief.

„Arbeit muss Spaß machen!“ Diese Aussage drückt eigentlich eine Selbstbeschränkung aus, da sie den Zwang ausdrückt, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die schnell zu erledigen sind und Spaß machen aber eher unwichtig und irrelevant sind. Es ist wichtig, den Arbeitsalltag mit selbst gesteckten Zielen zu gestalten und zu organisieren, wie dies geschieht, wird im Laufe dieser Arbeit beschrieben.

4.1 Beispiel: Das Schreiben dieser Hausarbeit

Um den Realitätsverlauf der Prokrastination besser darzustellen, wähle ich ein Beispiel, welches sich vielleicht eher nachvollziehen lässt und welches viele Rückschlüsse auf die Probleme und Eigenschaften von Betroffenen ziehen lässt, um den Kontext besser zu verstehen.

Beim Erstellen einer Hausarbeit, bei der kein genaues Thema und Abgabedatum vorgegeben ist, verleitet es jemanden geradezu zu einer Verschiebung des Starttermins. Auch im Rahmen dieser Arbeit war dies der Fall. Erst Wochen später machte ich mir Gedanken über das Thema, das irgendwo im Bereich Sozialkompetenz, Studentenleben, Work - Life - Balance und Arbeitsstörungen anzusiedeln ist. Nach mehreren Gesprächen mit dem betreuenden Professor, was sich auch erst nach Wochen heraus stellte, war das Thema gefunden. Prokrastination. Da ich in einem Forschungsprojekt des Professors als studentische Hilfskraft angestellt war, passte die Ausarbeitung dieses Themenkomplexes gut in den Forschungskontext und konnte vielleicht nützlich sein. Abgesehen von ein paar wagen Übersetzungen und Vermutungen konnte ich mit dem Begriff der Prokrastination nicht viel anfangen. Diese Tatsache führte mich dazu, das Schreiben erst einmal zeitlich nach hinten zu verlagern um mit wichtigeren Dingen weiter zu machen.

Wochen später fragte mich der Professor, wie ich voran komme und das zeigte mir, dass ich vielleicht wirklich beginnen sollte, um die Abgabe nicht noch weiter hinaus zu zögern. Ich begann also noch am gleichen Abend etwas im Internet zu recherchieren, das heißt ich suchte nach Büchern, Artikeln, Querverweisen, Präsentationen und so weiter, speicherte diese allerdings zunächst als Lesezeichen ab, um

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Prokrastination bei Studenten. Krankheit oder falsches Zeitmanagement?
Hochschule
Hochschule Wismar
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V301666
ISBN (eBook)
9783956873348
ISBN (Buch)
9783668004580
Dateigröße
1041 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prokrastination, studenten, krankheit, zeitmanagement
Arbeit zitieren
Mario Beilfuß (Autor), 2013, Prokrastination bei Studenten. Krankheit oder falsches Zeitmanagement?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301666

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