Die Medien Theater und Film wurden im Nationalsozialismus als sehr wichtig erachtet, denn ihnen wurde viel Einfluss und Macht zugesprochen. Gerade aus diesem Grund war es für die damaligen Staatsmänner von enormer Wichtigkeit, diese Form des künstlerischen Ausdrucks nicht nur zu kontrollieren, sondern vor allem für die nationalsozialistische Idee zu nutzen. [...]
Im Folgenden wird ein Überblick gewährleistet, wie die darstellenden Künste im Dritten Reich von den Machthabern gebraucht und missbraucht wurden, um eine verkehrte Wirklichkeit darzustellen. Vornehmlich werden aber Individuen beleuchtet, die sich als Künstler mit den Vorgehensweisen und Vorschriften der Nazis arrangieren mussten. Inwiefern dies möglich war – oder auch nicht – wird am Beispiel von drei sehr bekannten Schauspielern der nationalsozialistischen ,Epoche’ dargestellt: Leni Riefenstahl, Joachim Gottschalk und Heinrich George.
Nachdem die individuellen Lebenswege und die daraus resultierenden Charakterzüge dieser Persönlichkeiten betrachtet worden sind, wird der Umgang des Einzelnen mit der Eliminierung der künstlerischen und auch persönlichen Freiheiten aufgezeigt, sowie den Konsequenzen, die jeder Einzelne daraus zog.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung zum Jahr 1933
- Die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Regierung
- Folgen der Diskriminierung an Kulturschaffenden am Beispiel von Leni Riefenstahl, Joachim Gottschalk und Heinrich George
- Leni Riefenstahl
- Joachim Gottschalk
- Heinrich George
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Diskriminierung von Theater-, Film- und Kulturschaffenden durch das NS-Regime. Ziel ist es, die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Regierung aufzuzeigen und die Folgen der Diskriminierung anhand von drei prominenten Beispielen zu beleuchten.
- Die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Propaganda
- Die Rolle des Theaters und Films in der nationalsozialistischen Ideologie
- Die Diskriminierung und Verfolgung von Künstlern durch das NS-Regime
- Die Anpassung von Kulturschaffenden an die Vorgaben der Nazis
- Die Folgen der Diskriminierung für das kulturelle Leben in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
Hinführung zum Jahr 1933
Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Theaters und Films für die NS-Regierung. Es wird argumentiert, dass diese Kunstformen als wichtige Instrumente zur Verbreitung der nationalsozialistischen Ideologie betrachtet wurden. Die Rede Hitlers auf dem ersten Parteitag nach der Machtergreifung wird als Beispiel für die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Propaganda angeführt.
Die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Regierung
Dieses Kapitel vertieft die Bedeutung der darstellenden Kunst für die NS-Regierung. Es wird die Entwicklung des Theaters in der Zeit der Weimarer Republik dargestellt und die Bedeutung des Theaters für die Bürger nach dem Ersten Weltkrieg hervorgehoben. Die Rolle der jüdischen Theaterschaffenden wird beleuchtet und die Verdrängung dieser durch die Nationalsozialisten erläutert.
Folgen der Diskriminierung an Kulturschaffenden am Beispiel von Leni Riefenstahl, Joachim Gottschalk und Heinrich George
Dieses Kapitel untersucht die Folgen der Diskriminierung von Kulturschaffenden anhand von drei Beispielen: Leni Riefenstahl, Joachim Gottschalk und Heinrich George. Es wird die Anpassung dieser Künstler an die Vorgaben der Nazis und die Folgen ihrer Entscheidungen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Diskriminierung, Theater, Film, Kunst, NS-Regime, Propaganda, Ideologie, Künstler, Anpassung, Verfolgung, Emigration.
Häufig gestellte Fragen
Wie nutzte das NS-Regime Theater und Film für seine Zwecke?
Die Nationalsozialisten betrachteten darstellende Künste als mächtige Instrumente der Propaganda, um die NS-Ideologie zu verbreiten und eine verfälschte Wirklichkeit darzustellen.
Wer war Leni Riefenstahl und welche Rolle spielte sie im Dritten Reich?
Riefenstahl war eine einflussreiche Regisseurin, die durch ihre Ästhetik und ihre Filme maßgeblich zur filmischen Inszenierung des Nationalsozialismus beitrug.
Was geschah mit jüdischen Kulturschaffenden nach 1933?
Sie wurden systematisch diskriminiert, aus ihren Berufen verdrängt, zur Emigration gezwungen oder in Konzentrationslager deportiert.
Welches Schicksal ereilte den Schauspieler Joachim Gottschalk?
Gottschalk geriet aufgrund seiner Ehe mit einer jüdischen Frau in Konflikt mit dem Regime und wählte schließlich mit seiner Familie den Freitod, um der Deportation zu entgehen.
Warum passten sich viele Künstler dem NS-Regime an?
Gründe waren oft Karrierestreben, die Angst vor Verfolgung oder die Hoffnung, durch Kooperation künstlerische Freiheiten bewahren zu können.
- Arbeit zitieren
- Svenja Stoll (Autor:in), 2015, Diskriminierung von Theater-, Film- und Kulturschaffenden durch das NS-Regime, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301703