Diese Lernzusammenfassung liefert eine Einführung in die Englische Fachdidaktik in Stichpunkten. Dabei werden folgende Themen behandelt:
Konstruktivismus und Instruktivismus,
Expliziter und impliziter FS-Erwerb,
Geschichtlicher Überblick,
Lehrende und Lernende,
Die Rolle der Sprache,
Sprachvermittlungsmethoden,
Lernstrategien und Lerntechniken,
Landeskunde und interkulturelles Lernen,
Literaturdidaktik,
Ziele des Englischunterrichts,
Planung und Durchführung des Englischunterrichts.
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung – Konstruktivismus und Instruktivismus
II. Expliziter und impliziter FS-Erwerb
III. Geschichtlicher Überblick
III.1 Sprachdidaktik
III.2 Landeskunde
IV. Lehrende und Lernende
V. Die Rolle der Sprache
VI. Sprachvermittlungsmethoden
VI.1 Sprachvermittlungsmethoden der Vergangenheit
VI.2 Aktuelle Sprachvermittlungsmethoden
VII. Lernstrategien und Lerntechniken
VIII. Landeskunde und interkulturelles Lernen
IX. Literaturdidaktik
X. Ziele des Englischunterrichts
X.1 Lehr- und Lernziele
X.2 Rezeptive Lernziele: Hören und Lesen
X.3 Produktive Lernziele: Sprechen und Schreiben
XI. Planung und Durchführung des Englischunterrichts I
XI.1 Vermittlungsstrategien zum Wortschatz
XI.2 Vermittlungsstrategien zur Grammatik
XII. Planung und Durchführung des Englischunterrichts II
XII.1 Übungen zu den vier Schlüsselqualifikationen
XII.2 Der Einsatz von Medien
Zielsetzung & Themen
Dieses Lernskript bietet eine grundlegende Einführung in die theoretischen Konzepte, historischen Entwicklungen und methodischen Verfahren der englischen Fachdidaktik. Es dient Studierenden als strukturierte Orientierungshilfe zur Reflexion des Unterrichtsgeschehens, von der Planung bis zur praktischen Durchführung.
- Grundlagen: Konstruktivismus und Instruktivismus als Unterrichtsparadigmen
- Spracherwerbstheorien: Explizites und implizites Lernen sowie deren methodische Umsetzung
- Kompetenzbereiche: Entwicklung von Fertigkeiten wie Hörverstehen, Lesen, Sprechen und Schreiben
- Medieneinsatz und Methodik: Strategien zur Wortschatz- und Grammatikvermittlung
Auszug aus dem Buch
II. Expliziter und impliziter FS-Erwerb
Fremdspracherwerb bedeutet Aufbau einer interlanguage, d.h. einer mentalen Konstruktion aus Regeln, auf die die Lerner zurückgreifen, um sich zu verständigen.
Zwei Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die interlanguage der Lernenden: ● implizites FS-Lernen / implicit language learning: Spracherwerb als natürlicher, unbewusster, assoziativer Vorgang wie beim Erwerb der Muttersprache ● explizites FS-Lernen / explicit language learning: Spracherwerb als bewusst ablaufender Prozess, der auf Regeln aufbaut, die vorgegeben werden oder vom Lerner selbst durch Hypothesenaufstellung und Überprüfen der Hypothesen durch Ausprobieren gefunden werden
Die methodischen Konzepte im Laufe der Geschichte des EU befinden sich im Rahmen dieser beiden Möglichkeiten, etwa ● Grammatik-Übersetzungsmethode (explizit, 19. Jhdt.) ● Direkte Methode (implizit, 1882) ● Audiolinguale Methode (implizit, 1960er und 70er) ● Kognitive Methode (explizit) ● Kommunikativer FS-Unterricht (implizit) ● Focus-on-Form-Bewegung und language awareness (explizit) => Pendelbewegung zwischen expiziten und impliziten Methoden
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einführung – Konstruktivismus und Instruktivismus: Gegenüberstellung von behavioristischer Instruktion und konstruktivistischen Lernmodellen unter Berücksichtigung der Lernpsychologie.
II. Expliziter und impliziter FS-Erwerb: Analyse der beiden Wege des Spracherwerbs sowie der historischen Entwicklung methodischer Konzepte in diesem Spannungsfeld.
III. Geschichtlicher Überblick: Darstellung der Entwicklung des Schulfachs Englisch unter Berücksichtigung bildungspolitischer, gesellschaftlicher und fachdidaktischer Strömungen.
IV. Lehrende und Lernende: Untersuchung der Rollen von Lehrkräften und Schülern, inklusive Motivationstheorien und Kommunikationsmodellen.
V. Die Rolle der Sprache: Erläuterung der Sprache als Lerngegenstand und Kommunikationsmedium durch Konzepte wie Focus-on-Form und Language Awareness.
VI. Sprachvermittlungsmethoden: Definitorische Grundlagen und Analyse vergangener sowie aktueller Vermittlungsansätze im Fremdsprachenunterricht.
VII. Lernstrategien und Lerntechniken: Fokussierung auf autonomes Lernen, Lernstile und die Förderung von Methodenkompetenz bei Lernenden.
VIII. Landeskunde und interkulturelles Lernen: Theoretische Rahmung und praktische Umsetzung des interkulturellen Lernens sowie textorientierter Landeskunde.
IX. Literaturdidaktik: Auswahlkriterien für Lektüren und Darstellung kreativer sowie analytischer Verfahren der Vermittlung.
X. Ziele des Englischunterrichts: Systematisierung von Lehr- und Lernzielen sowie spezifische Betrachtung rezeptiver und produktiver Fertigkeiten.
XI. Planung und Durchführung des Englischunterrichts I: Darlegung von Planungsmodellen sowie Strategien für Wortschatz- und Grammatikvermittlung.
XII. Planung und Durchführung des Englischunterrichts II: Detaillierte Übungstypologien für die vier Fertigkeiten und Überblick über den Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Fachdidaktik, Englischunterricht, Konstruktivismus, Sprachvermittlung, Interlanguage, Lernerautonomie, Sprachfertigkeiten, Grammatikvermittlung, Wortschatzarbeit, Interkulturelle Kompetenz, Literaturdidaktik, Unterrichtsplanung, Spracherwerb, Methodik, Medieneinsatz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Skript grundsätzlich?
Das Skript bietet eine systematische Einführung in die Grundlagen der englischen Fachdidaktik und deckt dabei theoretische Konzepte sowie praktische Ansätze für den Unterricht ab.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Sprachdidaktik, Spracherwerb, Methodenlehre, interkulturelles Lernen, Literaturdidaktik sowie die konkrete Unterrichtsplanung.
Welches primäre Ziel verfolgt das Werk?
Das Ziel ist es, Studierenden fundiertes Wissen über die Steuerung von Lernprozessen zu vermitteln und sie zur kritischen Auseinandersetzung mit didaktischen Fragestellungen zu befähigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?
Es werden verschiedene Methoden der Unterrichtsforschung, wie die Aktionsforschung, Diskursanalyse und psychometrische Ansätze, im Kontext der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, geschichtliche Abrisse und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Vermittlungsstrategien für Sprache, Literatur und Landeskunde.
Welche Begriffe charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind unter anderem "Kommunikative Kompetenz", "Interlanguage", "Lernerorientierung" und "Didaktisches Paradox".
Wie unterscheidet sich der Konstruktivismus vom Instruktivismus im Fremdsprachenunterricht?
Während der Instruktivismus auf behavioristischer Unterweisung basiert, legt der Konstruktivismus den Fokus auf das selbstgesteuerte Wissen der Lernenden in einer aktiven Lernumgebung.
Warum ist das Konzept des „guten“ Fremdsprachenlehrers in diesem Skript wichtig?
Das Skript betont, dass kein spezifisches Lehrerverhalten generell als „gut“ gilt; entscheidend ist stattdessen die Sensibilität gegenüber den Lernenden und die Flexibilität in der jeweiligen Unterrichtssituation.
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- Martin Eder (Author), 2015, Einführung in die Englische Fachdidaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301708