Zusammenfassung des Buches "Deutschland. Die östliche Mitte" von Klaus Rother


Zusammenfassung, 1997

47 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Deutschland – Die östliche Mitte
1 Begriff:
2 Die äußeren Grenzen
3 Probleme der Neugliederung

Naturräumliche Grundlagen
1 Die orographische Gliederung
2 Bau und Oberflächenformen
2.1 Die Höhengebiete
2.2 Das Tiefland
3 Die Böden
4 Klima und Gewässer
5 Das naturräumliche Pflanzenkleid
6 Das Naturraumpotential

Ältere Entwicklung des Kulturraums
1 Historisch-territoriale Grundzüge
2 Die Siedlungen
2.1 Der ländliche Raum
2.2 Die Städte

Kulturraum im Industriezeitalter
1 Die Wirtschaftsektoren. Leitlinien von Entwicklung und Struktur
1.1 Die Landwirtschaft
1.2 Der Bergbau
1.3 Die Industrie
2 Die Folgen der Industrialisierung
2.1 Die Bevölkerung
2.2 Die Siedlungen
2.3 Andere Folgen (Landwirtschaft, Verkehr, Tourismus)
3 Die Wirtschaftsräume

Kulturraum in der DDR-Zeit
1 Bodenreform und Kollektivierung der Landwirtschaft.
2 Kombinatsbildung in Industrie und Bergbau
2.1 Die Industrie
2.2 Der Bergbau
3 Die Umweltschäden
4 Der „sozialistische Städtebau“
5 Die Bevölkerung
6 Der Tourismus
7 Das Raummuster im Wandel?

Räumliche Tendenzen nach der Wiedervereinigung
1 Privatisierung der Landwirtschaft
2 Der Bergbau im Niedergang
3 Industriesterben und Neuanfänge
4 Die Sanierung der Altlasten
5 „Grüne Wiese“ contra Innenstadt
6 Verkehrskonzepte und touristischer Neubeginn
7 Die Bevölkerung zwischen Unsicherheit und Hoffnung

Deutschland – Die östliche Mitte

Sachsen

Thüringen

südliches Sachsen-Anhalt

1 Begriff:

- politische und geographische Begriffsbildung

problematischer Begriff: östliche Mitte, Mitteldeutschland, Ostdeutschland ?

- Entstehung des Begriffs:

„mitteldeutsches Sprachgebiet“

„mitteldeutsche Gebirgsschwelle“

Mitteldeutschland = kompaktes Gebilde inmitten des Deutschen Reiches

- Bedeutungsgehalt:

eigenständige Region

durchgängiger Binnenraum, der zwischen O und W, N und S vermittelt

naturräumliche: niederschlagsreiche, sommerkühle Mittelgebirge trockene, warme Talräume, Becken, Ebenen

siedlungsgeographisch: Altsiedelland Kolonialland Kontrast der Siedlungsformen im west-östl. Sinn

politisch-territorial: Fürstengeschlecht der Wettiner

sprachlich-kulturelle Einheit „Mitteldeutschlands“ zersplittertes Territorium Thüringen Kursachsen

2 Die äußeren Grenzen

keine wirklich trennenden Schranken von Natur aus breite Durchlässe

Übergänge zu allen Seiten hin offen

im Süden: Kammlinien von Thüringer Wald, Frankenwald, Fichtelgebirge im W und Erzgebirge und Lausitzer Gebirge im O

im Norden: Schwelle von Fläming und Lausitzer Grenzwall im NO, Flechtinger Höhenzug im NW

im Westen: Höhensaum von Hainich, Eichsfeld, Ohmgebirge, Harz

im Osten: deutsch-polnische Staatsgrenze

~14 % der Fläche Deutschlands 12 % der Einwohner Deutschland Einwohnerdichte 188 (D = 228)

3 Probleme der Neugliederung

nach dem Relief

historisches Territorium: Freistaat Sachsen seit 1815 Freistaat Thüringen seit 1920 Land Sachsen – Anhalt seit 1947

Favorit war „großmitteldeutsche“ Lösung ➔ Vereinigung zu einem Bezirk administrative Dreigliederung als Kompromiss

Naturräumliche Grundlagen

1 Die orographische Gliederung

drei Reliefstockwerke: Mittelgebirge > 800 m Berg- und Hügelländer > 500 bzw. > 200 m Tief- und Flachländer < 200 m

- Mittelgebirge: hochliegende Flachformen und scharf eingeschnittene Täler

Saalisches Schiefergebirge = Thüringer Wald

+ Vogtländisches Schiefergebirge

= asymmetrisch aufgebaut:

steil im S und sanft im N

Harz Brocken (1142 m)

von tiefen Talkerben zerschnitten, radstrahlige Gewässer

Erzgebirge: Kulminationsgebiet Fichtelberg (1214), Keilberg (1244) tiefe Kerbtäler Zwickauer Mulde, Zschopau, Flöha, Freiberger Mulde, Weißeritzen

Elbsandsteingebirge = Tafelland mittlerer Höhe

Zittauer Gebirge

- Hügel- und Bergländer

Werrasenke Thüringer Becken südliches Harzvorland eher flach als hügelig

- Tief- und Flachländer

nördliches Harzvorland: mehrere kleine Höhenzüge in Harznähe östliches Harzvorland Elbtalweitung Erzgebirgsbecken Fläming und Lausitzer Grenzwall/Landrücken Leipziger Tieflandsbucht

2 Bau und Oberflächenformen

2.1 Die Höhengebiete

mitteldeutsche Großscholle: Flechtinger Höhenzug, Harz, Hettstedter Brücke, Thüringer Wald Erzgebirge, Fichtelgebirge

Rumpfschollenrelief: Erdkrustenbewegungen: variskische Basis – Grundgebirge jüngere Deckschichten – Deckgebirge Muster aus Hoch- und Tiefschollen

Hochscholle: variskischer Unterbau = unverhüllt Horste des Thüringer Waldes + Harzes Pultschollen des Saalischen Schiefergebirges und Erzgebirges

Tiefschollen: mesozoische Schichten verhüllen den Unterbau Thüringer Becken Harzvorländer Elbsandsteingebirge

- Süd-Nord-Profil im Westen

W liegt tektonisch tiefer ➔ vielfältigere Oberflächenformen

Süd- ➔ Thür. ➔ Thür. ➔ Harz ➔ Subherzynes ➔ Flechtinger

thür.- Wald Becken Becken Höhenzug

Hauptwasserscheide zwischen Werra und Saale = Kammgebirge des

Thüringer Waldes

vorherrschendes Rotliegendes (Perm)

in Becken v. a. Zechstein, Bundsandstein, Muschelkalk und Keuper Synklinal – Schichtstufenlandschaft: Neigung im Beckeninneren Schichtrippen an Störungszonen

- Süd-Nord-Profil im Osten tektonisch höherliegender Ostflügel ➔ einfacherer und großzügiger Bau ungestörtes Grundgebirge, junge Sedimente fehlen

fünf Teilzonen von SW nach NO: Antiklinale des Erzgebirges

Mulde des Erzgebirgsbeckens Aufwölbung der mittelsächsischen Hügellandes Nordsächsische Mulde Nordsächsischer Höhenzug

Erzgebirge: bruchtektonische Vorgänge im Tertiär heftige vulkanische Tätigkeit Erzhöffigkeit ➔Bergbau auf Edel- Buntmetall, Eisenerz Kuppen und Tafelberge aus Basalt:

- präbasaltisches und postbasaltisches Relief

↓ ↓

flachwelliges ➔ basaltische Täler = jetzt Tälerrelief Lavaergüsse Höhen

Mittelsächsisches Hügelland: erzarmer Granulitstock

Nordsächsische Mulde + Nordsächsischer Höhenzug: Porphyre Porphyrtuffe

Elbtalzone kompliziert aufgebauter tektonischer Graben

Elbsandsteingebirge waagrechte Lagerung der Kreideablagerungen

↓→ Schichttafelland

Tafelberge: z. B. König-, Lilien-, Papststein Kerbtäler

verschiedene Kleinformen der Verwitterung

2.2 Das Tiefland

Pleistozän – Ereignisse

quartäre Aufschüttungen = dünner Schleier über dem älteren Untergrund

glazigene Aufschüttungen aus Alt- und Mittelpleistozän = Altmoränen

Feuersteinlinie = Grenze des Vorstoßes der Elster-Eiszeit

Reihenfolge der Eiszeiten Elster (Mindel) –Saale (Riß)- Weichsel (Würm)

zweigeteiltes Tiefland: offenes Lößland des Südens lößfreies Waldland des Nordens

lößreiches Tiefland: Magdeburger Börde Köthener Lößebene Lößhügel- und Lößplattenländer der Leipziger Tieflandbucht und Nordsachsens

lößfreies Tiefland: Talsandebenen und –terrassen mit kleinen und großen Dünenfeldern vermoorte Stellen und langgezogene Altwässer

Böden, Klima, Gewässer natürliche Vegetation bilden mit dem Relief einen raumwirksamen Kausalkomplex!

3 Die Böden

Verwitterungshorizont des Gesteins, klimazonal angeordnet (Bodentyp) und vertikal differenziert

Bodenbildung und –differenzierung hat sich innerhalb eines kurzen Zeitraumes vollzogen.

vorherrschende Böden = Braunerden ausgereifter und diffus abgegrenztes ABC-Profil (Ober- Unterboden, Ausgangsgestein)

-Tiefland – Höhengebiete

lößfreies Tiefland Parabraunerden

im Heidegebiet v. a. Pseudogleye, Podsolböden Nassböden (Auen- und Moorböden)

auf Lößgürtel Schwarzerden➔ Magdeburger Börde

↓ Köthener Lößebene

↓ nördliches Harzvorland

↓ Thüringer Becken

optimale Krümelstruktur, hoher Kalkgehalt ➔ große natürliche Fruchtbarkeit

Im Thüringer Becken sind die Bodenarten gesteinsabhängig: Schwarzerden auf lößbedecktem Keuper Humuskarbonatböden (Rendzinen) auf Muschelkalk / Zechstein podsolierte Braunererden auf Buntsandstein

In Höhengebieten = Podsole typisch

lehmige Böden über kristallinem Gestein (Harz, Erzgebirge) tonige Böden über paläozoischen Schiefern (Saalisches Schiefergebirge)

sandige Böden über Konglomeraten des Rotliegenden (Thüringer Wald)

Ertragsfähigkeit ➔ Bodenwertzahlen getrennt für Acker- und Grünland

Wert eines Grundstücks

sehr gut 100-81 z. B. Köthener Lößebene, Magdeburger Börde

gut 80-61 z. B. Thüringer Becken, nördliche Oberlausitz

mittel 60-41 z. B. Hügelländer, Altenburger Börde

schlecht 40-26 z. B. Bundsandsteingebiete lößfreie Talzonen

sehr schlecht < 25 z. B. Hochlagen der Mittelgebirge

4 Klima und Gewässer

Region = wintermild, sommerfeucht und immerkühl ➔ feuchtkühlgemäßigtes Klima

ektropische Westwindzone mit ganzjährig zyklonaler Tätigkeit

Binnenlage ➔ Übergang zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima

- thermisches Klima

Jahresschwankungen unter 20°C

- kühle Höhengebiete (ozenanische Temperaturen und große Windstärken) und

warme, oft windstille Niederungen und Beckengebiete

Gunsträume im Tiefland ↔ Ungunsträume im Bergland

Vollfrühling (Apfelblüte) + Hochsommer (Winterroggenernte)

zuerst im Thüringer Becken im Tiefland an Saale, Mulde und Elbe

- hygrisches Klima

Höhenlage entscheidet über Niederschlagsmenge

Luvlagen der Mittelgebirge = trocken

Leelagen der Mittelgebirge = besonders feucht, hohe Schneehöhen Harz ist atlantischer als das Erzgebirge

Oberröblingen westlich von Halle = niederschlagsärmste Station Dtlands

Klimateilgebiete:

1) ozeanisch beeinflusste Becken- und Hügelländer des Westens
2) kontinental beeinflusstes Tiefland im Osten
3) Stau- und Leebereiche des Gebirgsvorlandes
4) Montanstufe der Gebirge

1 = klimatisch bevorzugt: sommerliche Temperaturen

Frost beginnt spät und endet früh

aber nur wenig Niederschlag

GEWÄSSER:

ausschlaggebend = Gesteinsuntergrund Oberflächenform Klima

Alterunterschied ➔ je nördlicher umso jünger

stehende Wasserflächen bei Lösung des Gesteins in Dolinen des Karstreliefs

- Gewässerdichte

schwankt je nach Bodengrund

= größer auf kristallinen Gesteinen der Mittelgebirge (engmaschig) in grundwassernahen Flussauen des Tieflandes

als im Lößgürtel auf den durchlässigen Kalksteinen des Thüringer Beckens

- Abflussspende

hoch bei den Flüssen der Mittelgebirge wegen geringer Grundwasserführung der kristallinen Gesteine

- Abflusstypen

- Übergangstyp des zentraleuropäischen Mittelgebirgslandes höherer Lagen (Harz, Thüringer Wald, Schiefergebirge)

- Übergangstyp des zentraleuropäischen Mittelgebirgslandes tieferer Lagen und Becken (Thüringer Becken)

- Kontinentaltyp der zentraleuropäischen Mittelgebirgslandes höherer und mittlerer Lagen (Erzgebirge bis Zittauer Gebirge)

- Übergangstyp des zentraleuropäischen Tieflandes

5 Das naturräumliche Pflanzenkleid

Schlussgesellschaft = Klimax

- Wald:

Bewaldungsziffer in höheren Mittelgebirgen bis 2/3 (im Harz 85 %) auf Sandern der Niederlausitz 45 % in den Lößgebieten 5 %

Region = potentielles Waldland Zone der sommergrünen Laub- und Mischwälder Kerngebiet subkontinentaler Eichenmischwald

3 meridional verlaufende Streifen:

Vorposten = Rotbuchenwälder

breite Mittelzone = Eichen-Hainbuchenwald

östlich der Elbe Birken-Stieleichen-Kiefernwald

Bergmischwald = ein Buchen-Tannen-Fichtenwald, Fichtenstufe in den höchsten Regionen

niedere Höhengrenze des Waldes

obere Waldgrenze wird am Brocken überschritten

Auwälder: hoher Grundwasserstand

azonale Vegetationsformation

Weichlaubgehölze (Pappeln, Weiden, Erlen, Eschen, Ulmen)

- Heiden:

lichtliebende Pflanzengesellschaft

steile Felshänge, exponierte Kuppen, Prallhänge der Durchbruchstäler

- Moore:

in wasserstauendend Flachregionen des Nordens

Hochmoore: im Oberharz

im westlichen Erzgebirge

6 Das Naturraumpotential

nutzbare natürliche Ressourcen

Lößgebiete = die am besten ausgestatteten Teilräume des Tieflandes

Mittelgebirgsregion = ungünstig für landwirtschaftliche Zwecke

Erzvorkommen ➔ Bergbau

[...]

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Zusammenfassung des Buches "Deutschland. Die östliche Mitte" von Klaus Rother
Autor
Jahr
1997
Seiten
47
Katalognummer
V301714
ISBN (eBook)
9783668001060
ISBN (Buch)
9783668001077
Dateigröße
491 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenfassung, buches, deutschland, mitte, klaus, rother
Arbeit zitieren
Martin Eder (Autor), 1997, Zusammenfassung des Buches "Deutschland. Die östliche Mitte" von Klaus Rother, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301714

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