Im ersten Teil der Arbeit wird der "Labeling Approach" von Howard S. Becker vorgestellt. Es wird aufgezeigt, inwieweit abweichendes Verhalten ein soziales Konstrukt ist.
Im zweiten Teil wird dies am Beispiel des Cannabiskonsums erläutert. Kiffen wird hierbei als kulturelle Praktik verstanden, die erst sozial erlernt werden muss und welche als deviant markiert wird.
Eine Arbeit die für Kriminologen wie auch für Kiffer interessant ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Der Labeling Approach nach Howard S. Becker.
- Sekundäre Devianz und das Karrieremodell..
- Der Labeling Approach am Beispiel Cannabiskonsums..
- Normsetzung......
- Konsumkarriere
- Labeling......
- Kritik und eigene Beurteilung...
- Literaturverzeichnis..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der vorliegende Text befasst sich mit dem Labeling Approach und seiner Anwendung auf den Cannabiskonsum. Er analysiert, wie die Definition von Normabweichungen und die Folgen für Betroffene im Kontext des Etikettierungsansatzes betrachtet werden.
- Die Entstehung und Entwicklung des Labeling Approachs
- Die Definition und Bedeutung von Devianz und Sekundärer Devianz
- Das Karrieremodell der Devianz
- Die Rolle von Macht und Stigmatisierung im Labeling Approach
- Die Anwendung des Labeling Approachs auf den Cannabiskonsum
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Labeling Approach als ein kritisches Gegenmodell zur klassischen Kriminologie vor. Sie erläutert, dass der Fokus des Etikettierungsansatzes nicht auf den Ursachen von Kriminalität liegt, sondern auf der Zuschreibung von Normabweichungen und den Folgen für den Betroffenen. Devianz wird als Situationsdefinition betrachtet, die in der Interaktion realisiert wird.
- Der Labeling Approach nach Howard S. Becker: Dieses Kapitel befasst sich mit dem bedeutenden Vertreter des Labeling Approach, Howard S. Becker, und seinem Werk "Outsiders". Es stellt die Unterscheidung zwischen regelverletzendem und abweichendem Verhalten dar und erläutert, dass die Anwendung der Norm entscheidend für die Definition von Abweichung ist.
- Sekundäre Devianz und das Karrieremodell: Dieses Kapitel behandelt das Konzept der Sekundären Devianz, die durch die Etikettierung und Stigmatisierung eines Verhaltens als abweichend entsteht. Das Karrieremodell beschreibt den Prozess, wie Individuen durch die Reaktion ihrer Umwelt in die Rolle eines Abweichlers geraten können.
- Der Labeling Approach am Beispiel Cannabiskonsums: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung des Labeling Approachs auf den Cannabiskonsum. Es analysiert die Normsetzung, die Konsumkarriere und die Labeling-Prozesse, die mit dem Cannabiskonsum verbunden sind.
Schlüsselwörter
Labeling Approach, Devianz, Sekundäre Devianz, Karrieremodell, Stigmatisierung, Machtverhältnisse, Cannabiskonsum, Normsetzung, soziale Reaktionen.
Häufig gestellte Fragen
Was erklärt der „Labeling Approach“ von Howard S. Becker?
Der Etikettierungsansatz besagt, dass Abweichung kein Merkmal einer Handlung ist, sondern das Ergebnis einer sozialen Zuschreibung durch andere (Etikettierung).
Wie wird Cannabiskonsum aus Sicht des Labeling Approachs betrachtet?
Kiffen wird als kulturelle Praktik verstanden, die sozial erlernt wird. Die Einstufung als „deviant“ erfolgt erst durch die Reaktion der Gesellschaft und die Anwendung von Normen.
Was versteht man unter „Sekundärer Devianz“?
Sekundäre Devianz entsteht, wenn eine Person das ihr zugeschriebene Etikett (z. B. „Drogenkonsument“) in ihr Selbstbild integriert und sein Verhalten dauerhaft an diese Rolle anpasst.
Was beschreibt das Karrieremodell der Devianz?
Es beschreibt den stufenweisen Prozess, wie ein Individuum durch wiederholte Etikettierung und soziale Ausgrenzung schließlich eine dauerhafte kriminelle oder abweichende Identität entwickelt.
Welche Rolle spielt Macht bei der Definition von Abweichung?
Machtverhältnisse entscheiden darüber, wer die Regeln festlegt und wer erfolgreich als „Außenseiter“ etikettiert werden kann, wobei einflussreiche Gruppen ihre Normen leichter durchsetzen.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Steidle (Autor:in), 2013, Der "Labeling Approach" am Beispiel Cannabiskonsum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302073