Dieses Portfolio umfasst folgende Bereiche: 1. Grundlagen für guten Unterricht und persönliche Ziele für das FAP, 2. Planung von Unterricht und didaktische Analyse zum Thema "Grundlagen des Magnetismus", 3. Ergebnisse aus Beobachtungen und Reflexionen von Unterricht, 4. Stundenplanungen und Reflexionen der zu haldenden Stunden (Thema Elektrostatik), 5. Selbstreflexion und Reflexion zum Seminar.
Inhaltsverzeichnis
1 Guter Unterricht
1.1 Literarischer Vergleich beider Texte (Hattie-Studie vs. Piko-Brief)
1.2 Vergleich der beiden Texte in Zusammenhang mit dem erlebten Unterricht
1.3 Personliche Ziele f¨ur das FAP
2 Planung von Unterricht und didaktische Analyse
2.1 Stundenplanung ”Grundlagen des Magnetismus”
2.2 Stundenplanung ”Grundlagen des Magnetismus” (Methodische Verfeinerung nach Leisen)
2.3 Didaktische Analyse zum Thema ”Grundlagen des Magnetismus”
3 Beobachten und Reflektieren von Unterricht
3.1 Beobachtung von Aspekten, die mit den theoretischen Uberlegungen von gutem Unterricht ubereinstimmen
3.2 Beobachtung von zwei Schulern
3.3 Beobachtung von zwei Schulerinnen
3.4 Aspekt des Stundeneinstiegs
3.5 Aspekt des Experimentierens
3.6 Aspekt des L/S-Gesprachs
3.7 Lehrerfragen
3.8 Lernen und Leisten getrennt?
4 Stundenplanungen und Reflexion der zu haltenden Stunden
4.1 Erste Unterrichtseinheit - Einfuhrung in die Elektrostatik
4.2 Zweite Unterrichtseinheit - Reibungselektrizitat
4.3 Dritte Unterrichtseinheit - Fortsetzung ”Einfuhrung in die Elektrostatik”
4.4 Vierte Unterrichtseinheit (Teamteaching) - Energieerhaltung (6. Klasse)
4.5 Funfte Unterrichtseinheit (Teamteaching) - Optik (4. Klasse)
5 Selbstreflexion der prasentierten Einheit
5.1 Gezeigten Sequenzen
5.2 Warum wurden diese Szenen gewahlt?
6 Reflexion zum Seminar
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio dokumentiert die fachdidaktische Auseinandersetzung mit Physikunterricht, die methodische Planung von Unterrichtseinheiten sowie die reflektierte Beobachtung von Lernprozessen. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Unterrichts, der physikalisches Fachwissen mit Alltagsbezug vernetzt und eine klare Trennung von Lernen und Leisten verfolgt.
- Methodenvielfalt und didaktische Analyse im Physikunterricht
- Empirische Beobachtung von Schülerverhalten und Lehrkraftinteraktionen
- Strukturierung und Reflexion gehaltener Unterrichtseinheiten
- Umsetzung von Konzepten wie Elektrostatik, Energieerhaltung und Optik
Auszug aus dem Buch
1.1. Literarischer Vergleich beider Texte (Hattie-Studie vs. Piko-Brief)
Der folgende Portfolioeintrag bezieht sich auf die beiden Texte ”Was hilft im Unterricht beim Erwerb von Fachwissen? Frontalunterricht aus der Perspektive der Hattie-Studie” von Hendrik Härtig und dem ”Piko-Brief Nr. 10 Merkmale ”guten” Physikunterrichts” von Duit und Wodzinski. Der letzte Punkt dieses Kapitels bilden meine persönlichen Lernziele.
Der Text von Härtig bezieht sich auf die Hattie-Studie, welche sich mit den Auswirkungen diverser Faktoren (wie z.B. Klassengröße, finanzielle Ausstattung, Ferien, ...) und Maßnahmen (wie z.B. Geben von Hausaufgaben, vorschulische Fördermaßnahmen, ...) auf die Unterrichtsqualität beschäftigt. Dazu verwendete John Hattie sogenannte Meta-Analysen. Das heißt, er hat Ergebnisse von einzelnen fachdidaktischen Studien mit gleicher Fragestellung zusammengefasst, um so eine genügend große Gesamtzahl zu erreichen. Bei der Hattie-Studie wurden insgesamt über 800 Meta-Analysen erstellt, die auf etwa 50000 Einzelstudien und der Beobachtung/Befragung von über 80 Millionen SchülerInnen basieren.
Die Hattie-Studie benutzt die sogenannte ”Effektstärke” (d) als Maßzahl für die Effizienz einer Maßnahme/eines Faktors, um den Einfluss einzelner Merkmale auf den Wissenserwerb zu vergleichen. Diese ist abhängig von der Art der Beobachtung. Sie schwankt zwischen -1 und +1. Je höher der Wert, desto effektiver ist die zugehörige Maßnahme, wobei d < 0 für lernbehindernde Maßnahmen und d > 0.4 für besonders positive Maßnahmen stehen.
Hattie stellte fest, dass die gewählte Unterrichtsform praktisch keinen Einfluss auf den Lernertrag hat. Als sehr effektiv hat sich die sogenannte ”direkte Instruktion” erwiesen. Hierbei ist die Lehrkraft nicht vorwiegend Lernbegleiter, sondern eher aktiver Lerngestalter, der/die den Lernprozess zielgerichtet leitet. Die Lehrperson muss daher den Unterricht und den Lehrstoff gezielt strukturieren. Dies kann beispielsweise mit geeigneter Methodenwahl erreicht werden, wie z.B. ”Concept Maps” und ”Advanced Organiser”.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Guter Unterricht: Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien zur Qualität von Physikunterricht und Definition persönlicher Lernziele.
2 Planung von Unterricht und didaktische Analyse: Erstellung strukturierter Stundenplanungen sowie didaktischer Analysen zum Thema Magnetismus.
3 Beobachten und Reflektieren von Unterricht: Analyse von Unterrichtssituationen im Hinblick auf Lehrerfragen, Schülervorstellungen und das Trennen von Lernen und Leisten.
4 Stundenplanungen und Reflexion der zu haltenden Stunden: Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion von Unterrichtseinheiten zu Elektrostatik, Energieerhaltung und Optik.
5 Selbstreflexion der prasentierten Einheit: Kritische Analyse ausgewählter Unterrichtsszenen anhand von Transkriptionen zur Optimierung des Lehrverhaltens.
6 Reflexion zum Seminar: Persönliche Bilanz über den Lernzuwachs im Seminar und Entwicklung von Perspektiven für die zukünftige Lehrtätigkeit.
Schlüsselwörter
Fachdidaktik, Physikunterricht, Hattie-Studie, Piko-Brief, Unterrichtsplanung, didaktische Analyse, Reflexion, Elektrostatik, Energieerhaltung, Optik, Schülervorstellungen, Lehrkompetenz, Teamteaching, Methodenvielfalt, Lernbegleiter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Portfolio primär?
Das Portfolio dokumentiert die Entwicklung der fachdidaktischen Lehrkompetenz, ausgehend von theoretischen Modellen bis hin zur praktischen Anwendung und Reflexion im Physikunterricht.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Planung von Unterrichtseinheiten, der Analyse physikalischer Lerninhalte, der Beobachtung von Unterrichtsinteraktionen und der Selbstreflexion des eigenen Lehrhandelns.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Professionalisierung der eigenen Lehrtätigkeit durch die Verknüpfung von fachdidaktischer Theorie mit konkreten Unterrichtserfahrungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodisch-didaktische Analysemodelle wie die 5-E-Methodik angewandt, ergänzt durch videobasierte Unterrichtsreflexion und Feedback-Analysen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Stundenentwürfe zu den Themen Magnetismus, Elektrostatik, Energieerhaltung und Optik inklusive der dazugehörigen didaktischen Analysen und Reflexionen präsentiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kompetenzorientierung, direkte Instruktion, Schülervorstellungen, Teamteaching und eine gezielte Reflexion der eigenen Lehrerrolle.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers bei der Vermittlung der Elektrostatik?
Sie betont, dass der Lehrer als aktiver Lerngestalter agieren muss, um Konzepte wie die Influenz verständlich zu machen und dabei fachlich präzise, aber alltagsnah zu bleiben.
Welche Herausforderung ergab sich beim Teamteaching im Bereich Optik?
Die größte Herausforderung war die Organisation von Schülergruppen und die gleichmäßige Verteilung von Lernaktivitäten, wobei die Autorin die Bedeutung klarer Arbeitsaufträge hervorhob.
- Arbeit zitieren
- Birgit Bergmann (Autor:in), 2015, Fachdidaktisches Coaching im Physikunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302095