Heiler oder Scharlatan. Über die Wirksamkeit der Heilmethoden im Schamanismus


Hausarbeit, 2013
29 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzer historischer Überblick: Schamanismus

3 Begriffserklärung: Schamanismus und Geister
3.1 Schamanismus
3.2 Geister

4 Schamane und Schamanin
4.1 Der Weg zum Schamanen
4.1.1 Die Berufung zum Schamanen
4.1.2 Die Lehre zum Schamanen
4.2 Grundlegende Formen des Schamanismus

5 Über die Wirksamkeit der Heilmethoden im Schamanismus
5.1 Die Weltanschauung schamanischer Kulturen
5.2 Schamanisches Verständnis von Krankheit und Heilung
5.3 Allgemeiner Ablauf und Ziel eines Heilrituals
5.4 Gezielte Auswahl von Heilmethoden
5.5 Schamanische Heilkünste: Was steckt tatsächlich dahinter?
5.5.1 Schamane oder Scharlatan
5.5.1.1 Hilfsmittel und Arbeitsweise der Schamanen
5.5.1.2 Kulturelle Unterschiede von Schamanen und Anthropologen
5.5.2 Über den Erfolg schamanischer Heilmethoden: ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch.
5.6 Schulmedizin vs. Schamanismus: Der Stellenwert schamanischer Heilmethoden heute

6 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Mit dem Begriff Schamanismus wird häufig Scharlatanerie und Gaukelei assoziiert. Obwohl dem Begriff damit nicht ganz Unrecht getan wird, verbirgt sich dennoch ein weitreichendes und umfassendes Phänomen dahinter. Der Schamanismus gilt als eine der ältesten Heilmethoden weltweit und seine Heilkünste stellen einen Mythos für sich dar. Die Wirkmechanismen schamanischer Heilungsprozesse unterliegen kulturspezifischen Erklärungen und Weltanschauungen. Sind die Heilerfolge in schamanischen Kreisen ausschließlich durch Geistesmächte zu verzeichnen, versucht die westliche Welt, rationale Erklärungen der Phänomene zu finden und somit Licht in den, für westliche Wissenschaftler[1], abwegigen Geisterglauben zu bringen. In der vorliegenden Arbeit soll die Wirksamkeit schamanischer Heilmethoden ergründet und diesbezüglich wissenschaftliche Erklärungsversuche unternommen werden.

Zu Beginn der Arbeit wird ein kurzer historischer Abriss illustriert (Kap. 2). Anschließend werden die Begriffe Schamanismus und Geister definiert (Kap. 3).

In Kapitel 4 werden die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Berufung und die Lehre zum Schamanen, sowie die verschiedenen Formen von Schamanismus skizziert. Der Hauptteil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich intensiv mit der Wirksamkeit schamanischer Heilmethoden (Kap. 5). Dem sind konkrete Erläuterungen über das schamanische Weltbild und das schamanische Verständnis von Krankheit und Heilung voran gestellt, um mit der Basis eines allgemeinen Grundverständnisses in den folgenden Kapiteln arbeiten zu können. Als Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit schamanischer Heilmethoden, dient die exemplarische Darstellung eines Heilrituals. Schließlich wird der Stellenwert schamanischer Heilmethoden in der heutigen Zeit diskutiert. Das abschließende Fazit verschafft einen Überblick der zentralen Aussagen des Textes (Kap. 6).

Obwohl die Beweislage der Wirksamkeit schamanischer Heilrituale bislang sehr gering ist, besteht dennoch die Tatsache, dass ihnen Erfolge nachgesagt werden können. Durch die konkrete Beleuchtung schamanischer Heilverfahren, ist das Ziel dieser Arbeit, die negativ konnotierten Ansichtsweisen gegenüber dem Schamanismus zu neutralisieren und von diesem Gedanken ausgehend das eigene, westliche Gesundheitssystem zu überdenken.

2 Kurzer historischer Überblick: Schamanismus

Der Schamanismus gilt als eine der ältesten Heilkünste und wird als Basis aller Religionen verstanden. Zusätzlich stellt er die Grundlage sämtlicher Heilmethoden dar, die sich weltweit entwickelt haben. Es bestehen zahlreiche unterschiedliche Auffassungen darüber, wie der Schamanismus zeitlich einzuordnen ist. Verschiedenen Quellen ist jedoch zu entnehmen, dass schamanische Heilrituale seit mindestens 40.000 Jahren praktiziert werden.

Des Weiteren ist der konkrete Ursprung des Schamanismus nicht eindeutig zurückzuverfolgen. Es bestehen lediglich Hinweise darauf, dass sich die Wurzeln des Schamanismus in Eurasien befinden und sich das ursprüngliche Zentralgebiet von Lappland bis hin zur koreanischen Halbinsel ausdehnt.[2]

Die genauen Umstände, die eine Entwicklung des Schamanentums begründen, sind bis heute nicht präzise festzustellen. Auffällig ist jedoch, dass er global vertreten ist und zudem Ähnlichkeiten und Parallelen in der Durchführung schamanischer Heilpraktiken, unabhängig seines Ursprungsortes, bestehen.[3] Die Affinitäten lassen sich einerseits mit „[…] gemeinsame[n] innere[n] Tendenzen des Menschen oder wiederkehrende[n] soziale[n] Bedürfnisse[n]“[4] begründen. Anderseits besteht ein Zusammenhang zwischen der globalen Wanderung der Menschheit in der Geschichte, wodurch es weltweit zu einer oralen Weitergabe schamanischer Heilpraktiken kam und daraus resultierend zur Aufrechterhaltung des Schamanismus führte.

Obwohl diese Heilkunst hauptsächlich ein Erscheinungsbild indigener Völker, Jäger- und Sammlergesellschaften darstellt, ist nicht auszuschließen, dass der Schamanismus auch in früheren Hochkulturen, in gleicher Weise Anwendung fand und an Bedeutung gewann. Jedoch aufgrund der Inquisition der Kirche und dem späteren Kommunismus, als feindliche Ideologie betrachtet und infolgedessen ausgelöscht wurde.

Angesichts dieser historischen Ereignisse ist es umso problematischer, die genaue Entwicklungsgeschichte, vor allem in Europa, zu rekonstruieren.[5]

3 Begriffserklärung: Schamanismus und Geister

3.1 Schamanismus

Ähnlich wie bei der Schwierigkeit einer eindeutigen Bestimmung der Herkunft des Schamanismus und seiner ursprünglichen Entstehungsgeschichte, verhält es sich mit der präzisen Findung einer Begriffserklärung.

Die Begriffe Schamanismus oder Schamane umfassen ein weitreichendes und komplexes Themenfeld. Sie wurden vor allem von Anthropologen als Oberbegriffe für alle spirituellen und rituellen Heilkünste, die überwiegend von indigenen Stammeskulturen praktiziert werden, etabliert. Da die Begriffe ein breites Themenspektrum abdecken, unterliegen sie immer wieder neuen Einflüssen und Entwicklungen.[6]

Seine ursprüngliche Bezeichnung erhielt der Begriff Schamane von den Tungusen, die in Russland lebten und stammt von dessen Wort saman ab. Dabei handelt es sich um eine Zusammensetzung der Suffixe „wissen“ und „sich erhitzen“.[7] In weiteren Quellen wird dieses tungusische Wort auch mit „Kraftmensch“ übersetzt und bezeichnet einen Menschen, der spirituelle Kräfte besitzt.[8]

Im übertragenden Sinne sind Schamanen Menschen, die die Fähigkeit besitzen in verschiedene Bewusstseinszustände einzutauchen. Überlieferungen zufolge nehmen sie in diesen sogenannten Trance- oder Ekstasezuständen Jenseitsreisen vor und kommunizieren oder verhandeln beispielsweise mit verstorbenen Seelen oder Geistern. Die Kraft und das Wissen, welches sie hieraus schöpfen, setzen sie zu Gunsten anderer Menschen, aber auch für sich selbst ein. Sie werden als „Meister der Ekstase“ oder „Seelenärzte“ bezeichnet.[9]

Die schamanische Ekstase meint ein Heraustreten der Seele aus dem Körper, um dadurch in andere Welten einzutauchen. Nach schamanischen Vorstellungen, besteht der Zweck dieser sogenannten spirituellen Reise darin, Geistern zu begegnen. Auf diese Weise sollen die Ursachen von Erkrankungen ihrer Patienten in Erfahrung gebracht und die entsprechenden Kenntnisse, über dazu gehörige Therapien, erhalten werden. Mit jeder Jenseitsreise erschließt sich ihnen neues Wissen, Fähigkeiten und Macht.

Grundsätzlich sind Schamanen in der Lage, Kontakt zu einer für uns verborgenen Wirklichkeit aufzunehmen. Sie operieren zwischen den unterschiedlichen Welten und stehen als Vermittler auf einer Verhandlungsbasis mit den Geistern.[10]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schamanen in der Lage sind mit der Geisterwelt zu interagieren und zwischen den unterschiedlichen Welten hin und her zu wandern. Sie bewahren jahrtausendealtes, traditionelles Wissen ihrer Stammeskulturen. Sie sind fähig ekstatische Bewusstseinszustände willentlich herbeizuführen, um zum einen Jenseitsreisen vorzunehmen und von der Geisterwelt empfangen zu werden oder zum anderen ihren Körper der Geisterwelt zugänglich zu machen. Dadurch eröffnet sich ihnen neues Wissen, welches zusätzlich ihrer Gemeinschaft und ihren Patienten zu Gute kommt.[11]

3.2 Geister

Die Beschreibungen von Jenseitsreisen und das Interagieren mit der Geisterwelt in schamanischen Kreisen, liegen außerhalb der Vorstellungskraft von vielen modern denkenden Menschen. Um im nächsten Kapitel dennoch verständlich mit den Begriffen „Geister oder Geisterwelt“ zu arbeiten und im übertragenen Sinne zu verstehen, was auf rationaler Ebene damit gemeint ist, bedarf es einer kurzen Definition und Erklärung ihrer Funktionen.

Es ist zu beachten, dass die Vorstellung von Geistern, für Menschen in einer Industriegesellschaft, befremdlich und widersinnig ist. Im Gegensatz dazu, gilt diese Vorstellung in schamanischen Kreisen als Bestandteil ihrer Wirklichkeit.

Ein modern lebender Mensch verbindet mit Geistern etwas Unheimliches, was er aus Geschichten, Sagen und Filmen kennt. Vor allem wird damit eine wirklichkeitsfremde, irreale Gestalt verbunden, die beispielsweise verstorbene Seelen verkörpert. Die Existenz von Geistern gilt hier als abwegig.

Schamanischen Denkweisen zufolge, ist die Anwesenheit von Geistern keineswegs absonderlich. Viel mehr bildet sie die Grundlage für die Arbeit von Schamanen. Überlieferungen zufolge, können sie von ihnen besessen sein, zu ihnen reisen und mit ihnen interagieren, sowie sie als stetigen Begleiter und Beschützer gewinnen.

Im übertragenen Sinne stellen Geister eine durch veränderte Bewusstseinszustände hervorgerufene Gestalt der Phantasie dar, wie sie oft in Träumen vorkommen. Es wird hierbei vom Zugang zur inneren Weisheit gesprochen, die jeder Mensch besitzt, sich dem jedoch häufig nicht bewusst ist. Schließlich soll mit Hilfe des induzierten Bewusstseinszustandes, ein innerer Dialog zu einer visualisierten Person bewirkt werden. Die Technik der Visualisierung ermöglicht ein Gespräch auf der unteren Bewusstseinsebene, welches dazu dient, Lösungsmöglichkeiten zu mobilisieren, die im eigentlichen Sinne selbstständig hervorgebracht wurden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Tiefenstrukturen der menschlichen Psyche heilende Kräfte besitzen und der Zugang hierzu, mit dem Einsetzen bestimmter Techniken, erlernt werden kann.[12] Dies wird in den folgenden Kapiteln noch umfangreicher ausgearbeitet.

Schließlich „[können] [Geister] nicht objektiv bewiesen werden, aber subjektiv erfahren werden […]“[13] und psychologischen Ansätzen zufolge „ […] [sind] in Geistwesen die Äußerungen unbewusster Persönlichkeitsanteile [zu] sehen und [es] [wird] versuch[t] die Symbolik dahinter zu verstehen.“[14]

Schlussfolgernd daraus, wird aus schamanischer Perspektive mit Geistern interagiert, wohingegen es aus westlicher Sicht zu einem Dialog mit dem Unterbewusstsein kommt. Im übertragenden Sinne, sind Geister als Teil unserer Selbst zu verstehen. Sie stellen eine Manifestation tiefster Ängste dar und symbolisieren die Ursachen daraus resultierender psychischer oder physischer Krankheiten. Auf der Ebene des Unterbewusstseins, kann eine Begegnung mit ihnen eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Es ist zu berücksichtigen, dass die westliche Welt andere Termini für den Begriff Geister verwendet und auf rationaler Ebene zu erklären versucht, was im psychologischen Sinne damit gemeint ist.

4 Schamane und Schamanin

Nachdem ein kurzer historischer Überblick und eine Begriffserklärung erfolgte, soll in den nächsten Kapiteln skizziert werden, wie der Werdegang eines Schamanen zu verzeichnen ist und welche unterschiedlichen Formen bestehen.

4.1 Der Weg zum Schamanen

4.1.1 Die Berufung zum Schamanen

Um als Schamane bezeichnet zu werden, bedarf es unterschiedlicher Wege.

Zum einen kann, im Sinne der Erhaltung schamanischer Familientraditionen, einem auserwählten Familienmitglied, der Ruf als Schamane vererbt werden. Die Berufung zum Schamanen durch Vererbung sieht vor, dass dem Auserwählten die Fähigkeiten der Hilfs- und Schutzgeister seines sterbenden Vorgängers übertragen werden. Diese sollen den auserwählten Kandidaten auf seinem bevorstehenden Weg zum Schamanen vorbereiten und unterstützen. Solche Geister sind außerdem notwendig für die zukünftige Durchführung schamanischer Heilrituale.[15]

Zum anderen kann die Berufung zum Schamanen durch Geister erfolgen. Kennzeichnend hierfür ist das plötzliche Auftreten einer Krankheit, die als „Schamanenkrankheit“[16] oder „Initiationskrankheit“ bezeichnet wird. Hierbei wird der Auserwählte zusätzlich von besonderen Träumen oder Visionen heimgesucht.[17] In schamanischen Kreisen heißt es, dass diese spontan auftretenden Erscheinungen und überirdischen Erfahrungen von den Geistern erkannt und als Zeichen für eine Berufung gedeutet werden.

Wie zu erkennen ist, geschieht die Berufung zum Schamanen nicht immer auf freiwilliger Basis und die Betroffenen werden in ihren Visionen und Träumen von den Seelen ihrer Urahnen bedrängt und durch sie angehalten zu schamanisieren.[18] Die oft unerwartete und ungelegene Auswahl zum Schamanen führt dazu, dass sich viele der Betroffenen mit allen Mitteln gegen die Geister zu wehren versuchen. Dies gelingt jedoch in den meisten Fällen nicht, da die Geister sehr hartnäckig an der Berufung festhalten.

Gründe für die Wehrsetzung gegen die Berufung zum Schamanen sind oft aktuelle Lebensumstände, Ungläubigkeit der Betroffenen zum Schamanismus oder Befürchtungen davor, als geisteskrank zu gelten. Überlieferungen zufolge, wird der Versuch, sich gegen die Berufung zur Wehr zu setzen, von den Geistern mit anhaltendem körperlichem und psychischem Leiden oder gar mit dem Tod geahndet.

Die meisten Auserwählten lassen sich schließlich, aufgrund der zusätzlichen Folter und Qualen denen sie ausgesetzt sind, bekehren und nehmen die Berufung an.[19]

Der Leidensweg, den ein durch Geister berufener Schamane durchlebt, hat den Zweck, einen rituellen Tod zu sterben und durch die Wiederauferstehung, der Welt mit einer veränderten Persönlichkeit zu begegnen.[20]

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass ein Stammesmitglied von einem älteren Schamanen auserwählt wird, wenn dieser der Meinung ist, dass er sich besonders gut als Schamane eignen könnte.

Überdies ist auch eine Selbstberufung zum Schamanen denkbar, wobei es sich jedoch hauptsächlich um ein Erscheinungsbild westlicher Gesellschaften handelt.[21]

Zum Schamanen können Frauen und Männer berufen werden, wobei die Anzahl männlicher Schamanen überwiegt.[22]

4.1.2 Die Lehre zum Schamanen

Nach der Auswahl oder Berufung zum Schamanen, folgt die Lehre bei alten Schamanenmeistern, um den Umgang und das spezifische Einsetzen ihrer auferlegten Fähigkeiten zu professionalisieren und zu trainieren. In dieser jahrelangen Lehrzeit, erlernen sie beispielsweise das Geheimnis der Indizierung unterschiedlicher Bewusstseinszustände und die Methoden gezielter Selbstinduktionen. Vor allem sollen sie über die Funktion kulturspezifischer und traditioneller Hilfsmittel, die für schamanistische Heilrituale unabdingbar sind, unterrichtet und zu Bewahrern traditionellen Wissens erzogen werden.[23] Die Schulung beinhaltet psychisches und physisches Training, übt sie in Enthaltsamkeit, Selbstdisziplin und konfrontiert sie mit ihren individuellen Stärken und Schwächen.[24]

[...]


[1] Im Verlauf meiner Arbeit werde ich aus Gründen der Lesbarkeit den männlichen Terminus verwenden. Die weibliche Form ist dennoch in meinem Denken eingeschlossen.

[2] Vgl. Rössel (2009: 16).

[3] Vgl. Barve (2013: 13).

[4] Barve (2013: 13).

[5] Vgl. Müller (1997: 28f.)

[6] Vgl. Rössel (2009: 13).

[7] Vgl. Rutherford (1999: 16.).

[8] Vgl. Fenkart (2010: 54).

[9] Vgl. Rutherford (1999: 16f.).

[10] Vgl. Walsh (1992: 19f.).

[11] Im Verlauf der Arbeit sind stets die gegensätzlichen Vorstellungen, einerseits der Menschen in modernen Industriegesellschaften und andererseits denen der schamanischen Kulturen, in Bezug auf Geister und Jenseitsreisen, zu beachten. Die Autorin glaubt nicht an Geister, ist aber aus Gründen der Vollständigkeit dazu angehalten, den schamanischen Geisterglauben angemessen und vollständig einzubringen.

[12] Vgl. Walsh (1992: 164f.).

[13] Barve (2013: 82).

[14] Dokumentationszentrum für traditionelle und komplementäre Heilmethoden in Österreich (2013).

[15] Vgl. Barve (2013:25f.).

[16] Beispiel einer unfreiwilligen Berufung zum Schamanen: „Als ich dreizehn war, wurde ich besessen. Später erfuhr ich, daß es der Geist meines toten Großvaters war, damals jedoch wußte ich nicht, was mir geschah. Ich fing an, heftig zu zittern, und konnte keine Minute stillsitzen, selbst wenn ich nicht zitterte...Schließlich gingen die Leute aus meinem Dorf auf die Suche nach mir. Als sie mich fanden, hörte ich auf zu zittern und wachte auf. Man brachte mich heim und gab mir zu essen. Meine Familie war sehr besorgt. Ich hatte keinen Appetit und fing in der Nacht wieder an zu zittern.“ (Walsh 1992: 58).

[17] Vgl. Scharfetter (2005).

[18] Vgl. Walsh (1992: 50f.).

[19] Vgl. Müller (1997: 52f.).

[20] Vgl. Barve (2013: 27).

[21] Vgl. Barve (2013: 25f.).

[22] Vgl. Walsh (1992: 56f.).

[23] Vgl. Scharfetter (2005).

[24] Vgl. Walsh (1992: 60).

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Heiler oder Scharlatan. Über die Wirksamkeit der Heilmethoden im Schamanismus
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Gesundheit und Kultur: Kultur der Medizin
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V302231
ISBN (eBook)
9783668012882
ISBN (Buch)
9783668012899
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schamanismus, Heilmethoden, Schulmedizin vs. Schamanismus
Arbeit zitieren
Christin Franke (Autor), 2013, Heiler oder Scharlatan. Über die Wirksamkeit der Heilmethoden im Schamanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302231

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