Die Polonisierung des schlesischen Riesengebirges. Auswirkungen auf die Identität des Kurortes Bad Warmbrunn


Hausarbeit, 2014

31 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geographische Einordnung Schlesiens gestern und heute

3 Das schlesische Riesengebirge

4 Kurorte Schlesiens
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Bad Warmbrunn

5 Die Polonisierung Schlesiens
5.1 Die Vertreibung der Deutschen
5.2 Die Konfrontation mit der deutschen Kulturlandschaft

6 Auswirkungen und Folgen der historischen Ereignisse: am Beispiel von Bad Warmbrunn
6.1 Ein Kurort als Ort der Gewalt
6.2 Namensänderungen
6.3 Umstrukturierung im Fremdenverkehr und Wirtschaft
6.4 Schaffung einer polnischen Identität
6.5 Zusammenfassende Betrachtung

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das schlesische Riesengebirge ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft und Heilquellen. Es birgt unzählige Kur- und Erholungsorte und zählt zu einem der beliebtesten europäischen Reiseziele. Sein bekanntester und ältester Kurort ist Bad Warmbrunn, der sich in Niederschlesien befindet. Bad Warmbrunn zeichnet sich nicht nur durch seine einzigartige Natur und medizinischen Heilquellen aus, sondern birgt zudem ein geschichtsträchtiges Kapitel.[1] Insbesondere soll die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, der damit verbundene Bevölkerungsaustausch sowie die Polonisierung des schlesischen Riesengebirges nach dem Zweiten Weltkrieg genauer betrachtet werden. Dahingehend soll die Frage erörtert werden, welche Folgen und Auswirkungen diese historischen Ereignisse auf die Identität des Kurortes Bad Warmbrunn hatten und ob es zu einem wahrnehmbaren Identitätswandel kam.

Einleitend wird zur Beantwortung dieser Frage zunächst Schlesien geographisch eingeordnet (Kap. 2) und das schlesische Riesengebirge explizit vorgestellt (Kap. 3). Es folgt eine generelle Betrachtung der historischen Entwicklung der Kurorte Schlesiens und schließlich eine Darstellung des Kurortes Bad Warmbrunn (Kap. 4). Anschließend werden die geschichtlichen Hintergründe, die Vertreibung der Deutschen und der Bevölkerungswechsel im schlesischen Riesengebirge, illustriert. Die folgende Gegenüberstellung der unterschiedlichen Landschaftsbetrachtungen von Deutschen[2] und Polen sowie die Konfrontation der polnischen Siedler mit ihrer neuen Heimat, stellte sich für die weitere Analyse als elementare Grundlage dar (Kap. 5). Der Hauptteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der eingehenden Analyse der Auswirkungen der historischen Ereignisse kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges und der Polonisierungsprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg. Diesbezüglich wird Bad Warmbrunn analytisch als Ort der Gewalt untersucht. Anschließend werden die Auswirkungen der Umbenennungsprozesse sowie die Folgen der Polonisierung auf den Fremdenverkehr und die Wirtschaft in Bad Warmbrunn beleuchtet. Schließlich wird analysiert, inwieweit eine polnische Identität zu erkennen ist und ob sich ein Identitätswandel in dem Kurorte Bad Warmbrunn vollzogen hat oder nicht (Kap. 6). Hinzuzufügen ist, dass die Analyse durch die zugängliche Literatur, bezüglich des Themas, bedingt ist. Das Fazit enthält einen Überblick der zentralen Aussagen (Kap. 7).

Zur Bearbeitung des Themas wurde einschlägige Fachliteratur verwendet wie insbesondere: „Das Schlesische Riesengebirge. Die Polonisierung einer Landschaft nach 1945.“ von Mateusz J. Hartwich (2012), „Kur- und Badeorte Schlesiens – einst und jetzt.“ von Angelika Marsch (2009) und „Die imposante Landschaft. Künstler und Künstlerkolonien im Riesengebirge im 20. Jahrhundert.“ von Wspaniały Krajobraz (1999). Zudem wurden unterschiedliche Internetquellen verwendet, da es sich als schwierig herausstellte, explizit Literatur über Bad Warmbrunn, vor allem in Bezug auf die Fragestellung der vorliegenden Arbeit, ausfindig zu machen.

2 Geographische Einordnung Schlesiens gestern und heute

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schlesien, im östlichen Mitteleuropa gelegen, war vor dem Zweiten Weltkrieg preußische Provinz und wurde in drei Regierungsbezirke eingeteilt. Diese waren Liegnitz (heute Legnica), Breslau (heute Wrocław) und Oppeln ( heute Opole) . Weiterhin wird Schlesien in Nieder- und Oberschlesien finden aufgeteilt.

Abb. 1: Geographische Einordnung Schlesiens vor 1945[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Niederschlesien schloss die Bezirke Liegnitz und Breslau ein, wohingegen Oberschlesien aus dem Regierungsbezirk Oppeln bestand.[4] Im Norden sowie Nordwesten grenzte Schlesien an Polen. Der südliche Teil Schlesiens besteht aus den Sudeten und dem Riesengebirge und grenzte an Tschechien. Die Niederlausitz bildete die westliche Grenze Schlesiens und die Oberlausitz die Nordwestliche.[5]

Die territoriale Aufteilung Schlesiens und seine angrenzenden Gebiete vor dem Zweiten Weltkrieg, unterlagen aufgrund historischer Ereignisse stetigen Veränderungen. Diese hier anzuführen würde jedoch den Rahmen der vorliegenden Arbeit übersteigen. Festzuhalten ist, dass Schlesien nach dem Zweiten Weltkrieg dem polnischen Staat überschrieben wurde und heute Polens südwestlichste Region ist. Kleine Teile wurden auch an Tschechien abgetreten. Der bekannteste Fluss ist die Oder, der diagonal durch Schlesien fließt.[6]

Abb. 2: Geographische Einordnung Schlesiens nach 1945[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die geographische Einordnung Schlesiens sollte einer Orientierung dienen. In den nächsten Kapiteln werden das schlesische Riesengebirge und sein bekanntester Kurort[8] Bad Warmbrunn kurz betrachtet sowie im Vorfeld ein geschichtlicher Abriss über die Entstehung schlesischer Kurorte illustriert wird.

3 Das schlesische Riesengebirge

Das schlesische Riesengebirge ist in Mitteleuropa gelegen und bildet die natürliche Grenze zwischen Polen und Tschechien. Da das schlesische Riesengebirge nur ungenügende landwirtschaftliche Möglichkeiten bot, ließen sich vor dem 13. Jahrhundert nur vereinzelt Siedler im Gebirge nieder. Überwiegend entstanden die Siedlungen in den Gebirgstälern, wo Gewerbe und handwerkliche Produktionen, wie insbesondere die Herstellung von Leinen in Hirschberg, gefördert wurden. Als ein typischer Produktionszweig in den Bergen galt die Herstellung von Glas. Erst im 16. und 17. Jahrhundert kam es zur Besiedlung des Hochgebirges, wo vor allem Holzfäller ein ertragreiches Gewerbe fanden. Die sogenannten Bauden, die im Zuge dessen entstanden, waren fundamental für den im 18. Jahrhundert einkehrenden Tourismus, der schließlich zum Hauptgewerbe des Riesengebirges wurde. Die Modernisierung der Infrastruktur mittels der Eisenbahn förderte nicht nur die Entwicklung des Tourismus, sondern führte zudem zu einem industriellen Aufschwung. Der Dreißigjährige Krieg sowie andere politische, revolutionäre und religiöse Einflüsse und Auseinandersetzungen prägten, bis zum absoluten Umbruch nach dem Zweiten Weltkrieg, den wirtschaftlichen und geistigen Charakter des Riesengebirges und dessen Siedlungen.[9]

Das Klima im Riesengebirge stellt sich nach Liebe (1999) als wirtschaftlich ungünstig und schroff dar.

„Man muß das Gebirge schon sehr lieben, wenn man nicht nur die Sternstunden, sondern auch die launischen Tage frohen Herzens mit ihm teilen will. Jede Jahreszeit offenbart eine neue Seite der Natur.“[10]

Überdies ist das schlesische Riesengebirge reich an Heilkräutern und Mineralquellen. Schon im 12. Jahrhundert wusste man um die heilende Wirkung der Quellen, was zu der Entstehung heute noch etablierter Kurorte, wie beispielsweise Bad Warmbrunn, führte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das schlesische Riesengebirge mit seiner faszinierenden Landschaft, frischen Bergluft und Heilquellen als ein beliebtes Reiseziel und ein Erholungsort gilt.[11]

4 Kurorte Schlesiens

4.1 Historische Entwicklung

Wie in Kapitel 3 bereits erwähnt, ist das schlesische Riesengebirge bekannt für seine zahlreichen Mineralquellen. Das Nutzen von Quellwasser für medizinische Zwecke und die damit einhergehende Entstehung des Bäderwesens, kann in Schlesien bis in das Mittelalter zurückgeführt werden. Die tatsächliche Entstehung von Kur- und Badeorte in Schlesien begann, unter Berücksichtigung einzelner Ausnahmen, erst im 18. Jahrhundert. Schlesische Kurorte waren Orte, an denen vorzugsweise gebadet wurde (Wannen, Moorbäder), aber auch Trinkkuren (Quellwasser, Milch) sowie Inhalationstherapien, in dafür vorgesehene Salz-Jod-Höhlen, angeboten wurden. Schließlich kennzeichneten sich die schlesischen Kurorte insbesondere durch die frische Landluft aus. In den Kur- und Badeanstalten Schlesiens stand die Behandlung von beispielsweise Rheuma sowie Herz- und Kreislauferkrankungen im Vordergrund. Hinzuzufügen ist, dass die Kurorte Schlesiens im 18. Jahrhundert ausschließlich medizinischen Zwecken zur Verfügung standen und die Besucher meist Angehörige des Adels oder der Oberschicht waren.[12]

Zu einem Umbruch kam es im 19. Jahrhundert, welcher nicht nur wesentlich für die Kur- und Badeorte in Schlesien war, sondern als ein bedeutendes Merkmal aller Kur- und Badeorte in Europa zu verzeichnen ist. Nach Marsch (2009) ist:

„[...] die zunehmende Bäderfreudigkeit im 19. Jahrhundert […] keinesfalls nur darauf zurückzuführen, dass man aus Krankheitsgründen den Kurort aufsuchte. Immer mehr Menschen fuhren nun auch zum puren Vergnügen und um der Geselligkeit willen in die Bäder, […].“[13]

Begründen lässt sich dies vor allem mit dem Ausbau der Infrastruktur, vor allem durch den Anschluss an Eisenbahnnetze. Dies förderte einerseits die Entwicklung des schlesischen Fremdenverkehrs und trug andererseits bedeutend zum Aufschwung schlesischer Industriezweige bei. Die Kur- und Badeorte waren demzufolge nicht länger nur für die Oberschicht zugänglich, sondern ferner für Menschen der Mittel- und Unterschicht bequemer und schneller zu erreichen. Wer also das nötige Kleingeld hatte, konnte Ausflüge in schlesische Kurorte unternehmen.[14] „Darüber hinaus wurde die Neugier auf fremde Länder und unbekannte Landschaften stimuliert und zugleich ein Bewusstsein für das Fremde geweckt.“[15]

In diesem Sinne veränderte sich das Wesen der Kur- und Badeorte nicht nur in Schlesien, sondern in ganz Europa. Überdies trug zur Wesensveränderung zusätzlich die steigende Zahl internationaler Gäste bei, wodurch schlesische Kurorte zunehmend als ein europäisches Phänomen zu betrachten sind. Die Einrichtungen, einst für Kuranwendungen vorbehaltene Orte, mussten sich nicht nur auf den Andrang der Besucher und Bedürfnisse derer einstellen und dementsprechend umrüsten, sondern auch auf die verlängerten Aufenthalte der Besucher. Demzufolge wurden kulturelle Einrichtungen, wie beispielsweise Gesellschaftshäuser, Casinos oder Theater errichtet und ausgebaut. Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen wurden im Sinne der Geselligkeit ins Leben gerufen, um den Aufenthalt attraktiver zu gestalten. Besonders kennzeichnend war es, die umgebende Landschaft miteinzubeziehen, um dem Ort eine individuelle Note und Wiedererkennungswert zu verleihen, womit schließlich auch nach außen geworben wurde.[16] In Schlesien wurden zum Beispiel professionell geleitete Wanderungen in das umliegende Gebirge angeboten. Zudem führte in einigen Kurorten Schlesiens, die Aufnahme des Wintersportes zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.[17]

Wie schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges, kam der Betrieb schlesischer Kurorte während und vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Erliegen. Zahlreiche Kureinrichtungen dienten nunmehr als Auffanglager für Kriegsflüchtlinge und standen als Lazarette zur Verfügung. Zusätzlich kam es in Schlesien zu einem Bevölkerungswechsel nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als die deutschen Bewohner aus ihrer Heimat vertrieben wurden und Schlesien schließlich polnisch wurde. Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde der Betrieb, in den meist vom Krieg verschont gebliebenen schlesischen Kurorten, wieder aufgenommen.[18]

Inwieweit sich der Bevölkerungswechsel in Schlesien auf die Identität der Kurorte Schlesiens ausgewirkt hat, soll im Folgenden am Beispiel von Bad Warmbrunn näher betrachtet werden. Vorab wird zunächst der ausgewählte Kurort kurz skizziert.

4.2 Bad Warmbrunn

Bad Warmbrunn gilt als einer der ältesten Kurorte Niederschlesiens und ist reich an warmen und heilenden Quellen. Nach Marsch (2009) begründet sich die heilende Wirkung der Quellen in den „aktiven Schwefel- und Silizium-Verbindungen“ und den bis zu 90 Grad warmen Temperaturen, die das Quellwasser aufweist. Durch seine günstige Lage im Hirschberger Tal, wurde Warmbrunn schon sehr zeitig zu einem beliebten Ausflugsziel.

Abb. 3: Geographische Einordnung Bad Warmbrunns[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um die Quellen nutzen zu können, baute man schon Ende des 13. Jahrhunderts das erste Gästehaus. Im 15. und 16. Jahrhundert kam es zu der Weiterentwicklung Warmbrunns zu einem modernen Kurort. Die Anzahl der Gäste Anfang des 17. Jahrhunderts wird auf ca. 400 Besucher jährlich geschätzt. Kurgäste aus allen Ständen der Gesellschaft sowie die königliche Prominenz aus ganz Europa, unternahmen Ausflüge nach Warmbrunn. Dem ist hinzuzufügen, dass sich vorerst Bürger gehobenerer Gesellschaftsschichten den Besuch des Kurortes leisten konnten. Vereinzelt gab es zu jener Zeit Bäder, wie beispielsweise das Leopoldbad, wo auch der Unterschicht die Möglichkeit geboten wurde, die Kureinrichtung ohne finanziellen Aufwand zu nutzen. In den Kurorten Bad Warmbrunns wurden anfänglich nicht nur die Geschlechter getrennt, sondern wie in vergleichsweise anderen Kurorten Europas auch, die Gesellschaftsklassen aufgeteilt.

Überwiegend konnten in Bad Warmbrunn urologische sowie nephrologische Krankheitsbilder und insbesondere Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates auskuriert werden. Zu diesem Zweck bot man erfolgreich Bade- und Duschkuren sowie insbesondere Trinkkuren an, wodurch sich Bad Warmbrunn frühzeitig zu einem begehrten Kurort auszeichnete.[20]

„Warmbrunn wurde im 17. und 18. Jahrhundert zwar zu einem der bekanntesten europäischen Kurorte, der von Fürsten, Aristokraten und reichen Patriziern aufgesucht wurde, doch mit dem Aufschwung der süddeutschen und rheinischen Bäder im Laufe des 18. Jahrhunderts ging die Zahl der Kurgäste erheblich zurück.“[21]

Ende des 18. Jahrhunderts lebte dann der Kur- und Badebetrieb in Warmbrunn wieder auf. An dieser Stelle ist der Graf Schaffgotsch zu nennen, der bei diesen Erneuerungsprozessen der Bade- und Kurorte in Warmbrunn, Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, eine wesentliche Rolle einnahm. Parallel zu der Entwicklung anderer europäischer Kurorte, unterlagen auch die Kurorte in Warmbrunn zu dieser Zeit einem Wandel. Dies lässt sich einerseits mit der steigenden Freude am Baden zum Vergnügen erklären und andererseits mit dem Ausbau der Infrastruktur. Dadurch waren die Kurorte schneller zu erreichen und die Aufenthaltsdauer verlängerte sich. Hinzukam, dass diesbezüglich die Kurorte attraktiver gestaltet werden mussten (siehe Kap. 4.1). Zu diesem Zweck entstanden Gesellschafts- und Konzerthäuser sowie moderne Bäderanlagen und Bibliotheken. 1845 zählte man innerhalb eines halben Jahres bis zu 2000 Kurgäste. Die Zahlen sprechen einerseits für einen Wiederaufschwung der Kur- und Bäderbetriebe in Bad Warmbrunn. Andererseits lässt sich der Anstieg der Kurgäste auch auf den Ausbau der Infrastruktur zurückführen. Am reizvollsten galt jedoch die außergewöhnliche Gebirgsnatur, von der Warmbrunn umgeben war. Im 19. Jahrhundert wurden dann bereits bis zu 9323 Kurgäste gezählt, welche überwiegend aus Berlin, was der günstigen Eisenbahnanbindung zu verdanken war sowie auch aus Polen und Russland kamen.

Des Weiteren galt Bad Warmbrunn auch im 20. Jahrhundert als ein begehrter Kurort Schlesiens, der stetigen Modernisierungsprozessen unterlag. Heute kann Bad Warmbrunn mehr als dreizehn Kliniken aufweisen.[22]

Zusammenfassend betrachtet, hat sich Bad Warmbrunn zu einem modernen Touristen- und Erholungsort entwickelt. Aufgrund seiner heilenden Quellen, die zu medizinischen Zwecken genutzt, aber gleichzeitig der Erholung und der Freude am Baden dienen sowie aufgrund seiner frischen Gebirgsluft, enthält Bad Warmbrunn die wesentlichen Merkmale eines Kurortes.

Welche Folgen die Umstrukturierungsprozesse im Zweiten Weltkrieg und der Bevölkerungswechsel für die Identität des Kurortes Bad Warmbrunn hatte, soll im Nächsten analysiert werden. Zu diesem Zweck werden vorab die Prozesse des Bevölkerungsaustausches nach dem Zweiten Weltkrieg kurz skizziert und die kulturell unterschiedliche Betrachtungsweise der Kulturlandschaft seitens der Polen und der Deutschen aufgezeigt.

Abb. 4: Warmbrunn und Umgebung[23]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. Marsch (2009: 29ff.).

[2] Im Verlauf meiner Arbeit werde ich aus Gründen der Lesbarkeit den männlichen Terminus verwenden. Die weibliche Form ist dennoch in meinem Denken eingeschlossen.

[3] Bundeszentrale für politische Bildung (2012), siehe Abbildungsverzeichnis.

[4] Vgl. Mattern (2007).

[5] Vgl. Delvaux (2009).

[6] Vgl. Kurcz (2001: 237 f.).

[7] Autor unbekannt (2002), Quelle siehe Abbildungsverzeichnis

[8] Ein Kurort ist vordergründig ein Ort der Heilmittel, wie beispielsweise Quellwasser oder frische Luft nachweisen kann und überwiegend der Erholung dient. Der Begriff Kurort impliziert Heilbäder, Seebäder und Sommerfrischen. (Vgl. Hachtmann 2007: 76 ff.). In der vorliegenden Arbeit soll ausschließlich der schlesische Kurort Bad Warmbrunn, der sich vor allem durch seine Heilbäder auszeichnet, thematisiert werden.

[9] Vgl. Krajobraz (1999: 19f.).

[10] Liebe (1983: 26).

[11] Vgl. Marsch (2009: 7ff.).

[12] Vgl. Marsch (2009:7ff.).

[13] Marsch (2009: 13f.).

[14] Vgl. Hachtmann (2007: 74f.).

[15] Hachtmann (2007: 75).

[16] Vgl. Eidloth (2012: 27ff.).

[17] Vgl. Marsch (2009: 17ff.).

[18] Vgl. Marsch (2009: 23f.).

[19] Marsch (2009), siehe Abbildungsverzeichnis

[20] Vgl. Marsch (2009: 29ff.).

[21] Marsch (2009: 36).

[22] Vgl. Marsch (2009: 36ff.).

[23] Marsch (2009: 28).

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die Polonisierung des schlesischen Riesengebirges. Auswirkungen auf die Identität des Kurortes Bad Warmbrunn
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Kurorte als europäisches Phänomen: Erholungs-, Tat- und Zufluchtsorte im osteuropäischen und mitteleuropäischen Kulturraum
Note
1.3
Autor
Jahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V302238
ISBN (eBook)
9783668012868
ISBN (Buch)
9783668012875
Dateigröße
1051 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kurort, Bad Warmbrunn, Vertreibung, Polonisierung, Schlesien
Arbeit zitieren
Christin Franke (Autor:in), 2014, Die Polonisierung des schlesischen Riesengebirges. Auswirkungen auf die Identität des Kurortes Bad Warmbrunn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302238

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