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Das Verhältnis von Wirtschaft und Moral am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft

Titel: Das Verhältnis von Wirtschaft und Moral am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft

Hausarbeit , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Herdt (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit möchte ich die Bedeutung von Moral in der Wirtschaftsethik am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland untersuchen, insbesondere einen Einblick in moralische Überlegungen geben und ethische Argumentationen im Anwendungsbereich der Wirtschaftsethik ermitteln. Hierzu werde ich eine Eingrenzung des Begriffs Moral als ethischen Grundbegriff vornehmen und versuchen, die Wichtigkeit moralischer Fragen in Zusammenhang mit der gegenwärtigen Gesellschaft zu stellen.

In einem weiteren Schritt wird die Rolle von Moral in der Wirtschaft näher erörtert, wobei auf verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Gewichtungen und Rollen hinzuweisen ist. Anschließend werden zwei ausgewählte Erklärungsansätze (Ordnungsethik sowie Integrative Wirtschaftsethik) präsentiert, welche in der Wirtschaftsethik Anwendung finden und Alternativen für moralische Handlungsbewertungen liefern.

Daraufhin wird der Begriff „Wirtschaftsordnung“ beleuchtet. Im Folgenden werden theoriegeleitete Vorstellungen im Hinblick auf Ziele und Werte der Sozialen Marktwirtschaft behandelt, wobei auch auf die Wirtschaftsethik als moralische Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft eingegangen wird.

Die moralische Beurteilung der Wirtschaftsethik soll am Beispiel des Sozialen Marktwirtschaft als relevantes Thema der angewandten Philosophie diskutiert werden. Im letzten Teil der vorliegenden Arbeit werden verschiedene Sichtweisen (soziales Anliegen, christliche Wurzeln, Ordnung und Freiheit sowie gegenwärtige wirtschaftsethische Debatten und die Soziale Marktwirtschaft) im Hinblick auf ethische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft gegenübergestellt. Im Resümee werden schließlich die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst sowie ein Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung der Rolle der Moral in der Sozialen Marktwirtschaft gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moral als ethischer Grundbegriff

3. Wirtschaft und Moral

3.1.Homanns und Lütges Ordnungsethik

3.2.Ulrichs Integrative Wirtschaftsethik

4. Zum Begriff „Wirtschaftsordnung“

5. Ziele und Werte - Zum Charakter der Sozialen Marktwirtschaft

6. Wirtschaftsethik als Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft

7. Ethische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft

7.1. Das soziale Anliegen

7.2.Christliche Wurzeln

7.3. Ordnung und Freiheit

7.4. Gegenwärtige wirtschaftsethische Debatten und die Soziale Marktwirtschaft

8. Schussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Moral innerhalb der Wirtschaftsethik am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei liegt der Fokus darauf, ethische Argumentationen im wirtschaftlichen Kontext zu beleuchten und die Notwendigkeit moralischer Normen für eine funktionierende gesellschaftliche Ordnung zu verdeutlichen.

  • Analyse des moralphilosophischen Verständnisses von Handeln und Willensfreiheit.
  • Gegenüberstellung der Ordnungsethik nach Homann/Lütge und der Integrativen Wirtschaftsethik nach Ulrich.
  • Erörterung der ethischen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft, insbesondere christlicher Wurzeln und ordnungspolitischer Prinzipien.
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen ökonomischer Effizienz und sozialer Gerechtigkeit.
  • Bewertung der Rolle des Staates als Schiedsrichter und Rahmengeber in der modernen Wirtschaftsordnung.

Auszug aus dem Buch

3. Wirtschaft und Moral

In der Vergangenheit ist für die Wirtschaft nicht ein unbedingt gutes und moralisches Image zu verzeichnen. Eine Vielzahl an Skandalen brachte das Prestige der Unternehmen sowie des gesamten Wirtschaftssystems in Verruf. Der Gammelfleischskandal, die Finanzkrise sowie überhöhte Managergehälter machten Schlagzeilen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Wirtschaft scheint durch Profitgier sowie Eigeninteressen geleitet zu sein. Ist das Eigeninteresse immer und notwendigerweise unmoralisch oder handelt der Mensch stets mit moralischem Empfinden? Können moralisches Verhalten und Ökonomie in der Tat als zwei unvereinbare Paradoxe verstanden werden?

Wirtschaften mit dem Ziel der Gewinnmaximierung einerseits und Moral als ideales Wunschkonzept andererseits scheinen recht wenig miteinander zu tun zu haben. Ethische Prinzipien spielen in einer am ökonomischen Prinzip orientierten Wirtschaftsordnung keine Rolle, es sei denn sie bieten den Vorteil der Nutzenmaximierung. Ökonomik als Wissenschaft orientiert sich nicht an der bestmöglichen Versorgung der Menschen als Grundlage für ein gelingendes Leben, sondern lediglich an der Ergebnismaximierung bzw. der Minimierung eingesetzter Mittel. Demnach lassen sich nach Bak zwei Gegensätze ausmachen, welche richtungsweisend für die Ziele des Wirtschaftens sind: die bestmögliche Versorgung der Menschen oder die Gewinnmaximierung (Vgl. Bak 2014: 34).

Auch wenn sich ethische und wirtschaftliche Zielsetzungen konträr gegenüberzustehen scheinen, zwingend ist der Gegensatz keinesfalls. Bereits Aristoteles stellt jedes Handeln unabhängig von tugendlicher, politischer oder ökonomischer Herkunft unter das Gebot des Guten. Hieraus lässt sich als Sinn und Zweck, ethisches Mittel der Ökonomik die Versorgung mit Gütern, die für ein gelingendes Leben notwendig sind ableiten. Wohlstand und das dafür notwendige Wirtschaften ist Mittel zum Zweck (Vgl. im Folgenden Bak 2014: 34). Es gibt verschiedene Ansätze Wirtschaft und Moral in Zusammenhang zu bringen, allerdings mit unterschiedlichen Gewichtungen und Rollen. Soll Moral der Wirtschaft übergeordnet werden oder ist die Hierarchisierung der beiden Begriffe völlig aufzulösen? Im Folgenden sollen zwei verschiedene Erklärungsansätze aufgegriffen werden, welche sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen: die Ordnungsethik und die Integrative Wirtschaftsethik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Kritik an der Sozialen Marktwirtschaft ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung von Moral in der Wirtschaftsethik zu erforschen.

2. Moral als ethischer Grundbegriff: Hier wird der philosophische Freiheitsbegriff analysiert und die Rolle der Moral als funktionaler Faktor für soziale Gruppen und Individuen erörtert.

3. Wirtschaft und Moral: Das Kapitel hinterfragt den vermeintlichen Gegensatz zwischen ökonomischer Gewinnmaximierung und moralischem Handeln.

4. Zum Begriff „Wirtschaftsordnung“: Es erfolgt eine begriffliche Abgrenzung zwischen Wirtschaftssystem und Wirtschaftsordnung sowie eine Einordnung verschiedener Wirtschaftsformen.

5. Ziele und Werte - Zum Charakter der Sozialen Marktwirtschaft: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und die zentralen Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

6. Wirtschaftsethik als Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft: Hier wird die Rolle der Wirtschaftsethik als ordnungstheoretisches Element im Konzept der Sozialen Marktwirtschaft diskutiert.

7. Ethische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft: Das umfangreiche Kapitel analysiert das soziale Anliegen, christliche Einflüsse sowie das Verhältnis von Ordnung und Freiheit.

8. Schussbetrachtung und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer moralischen Ausgestaltung der Wirtschaftsordnung.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsethik, Moral, Ordnungsethik, Integrative Wirtschaftsethik, Gewinnmaximierung, Soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Wirtschaftsordnung, Wohlstand, Eigenverantwortung, Christliche Soziallehre, Nachhaltigkeit, Rahmenordnung, Ordoliberalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis von Wirtschaft und Moral und stellt die Soziale Marktwirtschaft als zentrales Fallbeispiel für eine ethisch fundierte Wirtschaftsordnung dar.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den moralischen Voraussetzungen ökonomischen Handelns, den verschiedenen ethischen Erklärungsansätzen der Wirtschaftsethik sowie den historischen und normativen Grundlagen der deutschen Wirtschaftsordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Einblicke in ethische Argumentationen innerhalb der Wirtschaftsethik zu geben und zu prüfen, inwieweit wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und moralische Zielsetzungen in einer Gesellschaft vereint werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Literaturanalyse, die verschiedene wirtschaftsethische Ansätze (insb. Ordnungsethik und Integrative Wirtschaftsethik) miteinander vergleicht und in den Kontext der Sozialen Marktwirtschaft stellt.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil widmet sich der Definition ethischer Grundlagen, der Gegenüberstellung von Ordnungsethik und Integrativer Wirtschaftsethik sowie der historischen Herleitung sozialer und christlicher Werte in der Sozialen Marktwirtschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die Ordnungspolitik, das soziale Anliegen, der Begriff der Lebensdienlichkeit, die Rahmenordnung sowie die Freiheit des Einzelnen in Verbindung mit gesellschaftlicher Verantwortung.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Markt und Moral?

Der Autor stellt fest, dass Wirtschaften und Moral nicht per se unvereinbare Gegensätze sind. Moral fungiert als notwendiges Fundament für ein funktionierendes, stabiles Wirtschaftssystem.

Welche Bedeutung haben christliche Werte für die untersuchte Wirtschaftsordnung?

Christliche Prinzipien wie Personalität, Solidarität und Subsidiarität haben die Soziale Marktwirtschaft historisch maßgeblich geprägt und bieten ein wichtiges normatives Fundament für ein „menschenwürdiges“ Wirtschaften.

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Details

Titel
Das Verhältnis von Wirtschaft und Moral am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft
Note
1,0
Autor
Jennifer Herdt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V302319
ISBN (eBook)
9783668001206
ISBN (Buch)
9783668001213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhältnis wirtschaft moral beispiel sozialen marktwirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Herdt (Autor:in), 2014, Das Verhältnis von Wirtschaft und Moral am Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302319
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Leseprobe aus  21  Seiten
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