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Aggressionstheorien. Warum Menschen gewalttätig sind

Título: Aggressionstheorien. Warum Menschen gewalttätig sind

Trabajo Universitario , 2001 , 17 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Christina Moergen (Autor)

Trabajo social
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Aggression beim Menschen wird definiert als körperliches oder verbales Handeln, das mit der Absicht ausgeführt wird, zu verletzen oder zu zerstören. Gewalt ist Aggression in ihrer extremen und sozial nicht akzeptablen Form (Zimbardo, 1995). Eigentümlicherweise sind es aber genau diese Formen des Handelns, die eine faszinierende Anziehung auf uns alle ausüben. Tagtäglich werden wir in den Zeitungen, den TV-Nachrichten und auch vom allgemeinen Dorftratsch über die neuesten Katastrophen und Greueltaten unterrichtet. Sehr großes Interesse bekunden die Menschen vor allem an den Berichten, die besonders reißerisch und detailgenau das Ausmaß der Tragödien präsentieren. Aber nicht genung mit den realen Grausamkeiten, die in unserer Welt alltäglich sind. Die Menschen stellen sich selbst künstliche Welten her, in denen nicht nur Gewalt und Tod im realen Kontext dargestellt werden, sondern es werden übernatürliche Phänomene, Gestalten und Lebewesen erfunden, die zwar die Menschen an Grausamkeit kaum überbieten können, dennoch aber einen ganz neuen Nervenkitzel in die Geschichten mit einbringen. Andererseits werden Aggression und Gewalt auch in einer Form dargestellt, die sie zunächst harmlos und eher belustigend erscheinen lassen. In vielen Comics, ob als Film oder als Buch, wird die Gewalt auf sehr überzogene Weise dargestellt, die uns schmunzeln lässt, zumindest solange wir uns nicht vorstellen, wir wären gerade das römische Gegenüber von Obelix. Was aber gefällt uns Menschen an diesen täglichen „Horrortrips“, dass wir nicht umhinkommen, uns ständig mit ihnen zu konfrontieren und sie zu konsumieren? Kann man davon ausgehen, dass gerade diese brutalen Modellgeschichten manchmal sogar zur Nachahmung verleiten? Warum sind manche Menschen gewalttätig und aggressiv, und warum sind bestimmte Formen der Gewalt für bestimmte Völker oder Gruppen typisch, für andere aber nicht? Aggression als Begriff zur freien Assoziation in den Raum gestellt, zieht Schlagwörter wie Gewalt, Angst, Neonazis, Männer, Ärger, kontrollieren, unkontrolliert, Anstau von Niederlagen und Verletzungen, Disziplin, aufgestauter Frust, umlenken, Revolution, Umsturz, Staatssturz, kanalisieren, verändern, verhindern auf sich. Emotionen, Verhalten und Kontrolle scheinen die Wörter zu sein, zu denen die meisten dieser Assoziationen irgendwie zugeordnet werden können. Welche Beziehungen bestehen zwischen diesen Begriffen, die alle dem Wort Aggression zugeschrieben werden können? [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Aggressionstheorien- Warum sind Menschen gewalttätig?

2. Aggressionstheorien

2.1 Die angeborene Aggression

2.1.1 Freuds Theorie von Thanatos und Katharsis

2.1.2 Der Aggressionstrieb nach Konrad Lorenz

2.1.3 Genetische Veranlagung

2.2 Physiologische Ursachen der Aggression

2.3 Die Frustrations-Aggressions-Hypothese

2.4 Aggression als provozierte Bereitschaft

2.5 Sozial gelernte Aggression

3. Beobachtungen zu den Phänomenen Gewalttätigkeit und Friedfertigkeit

3.1 Die Yanomamö-Indianer

3.2 Die Hopi-Indianer

3.3 Industrienationen

4. Resümee und Schlussfolgerungen aus den geschilderten Theorien und Untersuchungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die Ursachen menschlicher Aggression und Gewalt unter Einbeziehung verschiedener psychologischer und biologischer Theorieansätze. Ziel ist es, die Entstehung aggressiven Verhaltens kompakt darzustellen und den Bezug zur sozialen Arbeit herzustellen.

  • Angeborene Triebtheorien (Freud, Lorenz)
  • Physiologische und genetische Einflussfaktoren
  • Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und provozierte Bereitschaft
  • Theorien des sozialen Lernens
  • Kulturvergleichende Beobachtungen (Yanomamö, Hopi)

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Freuds Theorie von Thanatos und Katharsis

Freud sah den Menschen als triebgesteuertes Wesen, das sich in allem von seinen angeborenen Trieben leiten lässt. Die beiden wichtigsten, eigentlich alles beherrschenden Triebe sind der Lebenstrieb (Eros), der für Lebensenergie und Wachstum steht und der entgegengesetzte Todestrieb (Thanatos), der die selbstzerstörerischen Tendenzen des Individuums verkörpert.

Freud glaubte, dass der Todestrieb zum Selbstschutz oft nach außen gelenkt wurde, wo er sich dann als Aggression gegen andere gerichtet hat. “Die gefährlichen Todestriebe werden im Individuum auf verschiedene Weise behandelt, teils durch Mischung mit erotischen Komponenten unschädlich gemacht, teils als Aggression nach außen abegelenkt, zum großen Teil setzen sie gewiß unbehindert ihre innere Arbeit fort.“ (1976, S. 284)

Die Energie für den Todestrieb bildet sich im Körper und wird dort gesammelt. Kann sie nicht in kleinen „Entladungen“ ungefährlich („sozial verträglich“) abgebaut werden, wird sie sich so lange anstauen, bis der Mensch sie nicht mehr kontrollieren kann und sie sich nach innen richtet. “Je mehr ein Mensch seine Aggression meistert, desto mehr steigert sich die Aggressionsneigung seines Ideals gegen sein Ich. Es ist wie eine Verschiebung, eine Wendung gegen das eigene Ich.“ (1976, S. 284).

Freud sieht als eine mögliche Form der Ableitung der Energie die „Katharsis“, das Abreagieren der angestauten Energie, die sonst zu Autoaggression führen würde. Dabei werden die Gefühle in ihrer vollen Intensität ausgedrückt, z.B. durch Weinen, Worte, symbolische Mittel oder direkte Handlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Aggressionstheorien- Warum sind Menschen gewalttätig?: Dieses Kapitel führt in den Begriff der Aggression ein und beleuchtet die gesellschaftliche Faszination für Gewalt sowie die Relevanz der Thematik für die soziale Arbeit.

Aggressionstheorien: Hier werden zentrale psychologische Ansätze vorgestellt, von angeborenen Triebmodellen über physiologische Faktoren und Frustrationshypothesen bis hin zu lerntheoretischen Modellen.

Beobachtungen zu den Phänomenen Gewalttätigkeit und Friedfertigkeit: Dieses Kapitel vergleicht unterschiedliche Kulturen, wie die Yanomamö und die Hopi, sowie Industrienationen, um kulturelle Unterschiede in der Ausprägung von Aggression aufzuzeigen.

Resümee und Schlussfolgerungen aus den geschilderten Theorien und Untersuchungen: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Aggression primär erlernt ist, was Handlungsspielräume für die soziale Arbeit eröffnet.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Psychologie, Thanatos, Triebtheorie, Frustration, Sozialisation, Lernen am Modell, Katharsis, Sozialpädagogik, Kulturvergleich, Verhaltenssteuerung, Biologie, Hormone, Friedfertigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Erklärungsversuche für das Phänomen menschlicher Gewalt und Aggressivität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf biologischen Anlagen, psychologischen Triebtheorien, umweltbedingten Frustrationsauslösern und der Bedeutung von Sozialisationsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kompakte Darstellung der Aggressionstheorien, um für das Berufsfeld der Sozialpädagogik ein besseres Verständnis für die Klientel zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Studien und Theorien sowie empirische Untersuchungen, wie etwa die von Albert Bandura, zusammenfasst und interpretiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden nacheinander die Theorien von Freud, Lorenz, Berkowitz und Bandura sowie verschiedene kulturelle Fallbeispiele analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie "soziales Lernen", "angeborene Triebe", "Frustration" und "kulturelle Normung".

Wie unterscheiden sich die Yanomamö von den Hopi in Bezug auf ihre Aggressionsbereitschaft?

Während bei den Yanomamö Grausamkeit als hoher Wert gilt und Teil der Erziehung ist, zeichnen sich die Hopi durch ein friedfertiges Miteinander und die Abwesenheit von Kriegertraditionen aus.

Welche Rolle spielt die soziale Arbeit laut dem Fazit des Autors?

Sozialpädagogen sollen Klienten dabei unterstützen, ihr bisheriges Verhaltensrepertoire durch neue, sozial verträglichere Lösungsstrategien zu erweitern.

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Detalles

Título
Aggressionstheorien. Warum Menschen gewalttätig sind
Universidad
Munich University of Applied Sciences
Calificación
1
Autor
Christina Moergen (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
17
No. de catálogo
V30251
ISBN (Ebook)
9783638315524
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aggressionstheorien Warum Menschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Moergen (Autor), 2001, Aggressionstheorien. Warum Menschen gewalttätig sind, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30251
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