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Schulden, Banken und "Gambling for Resurrection". Schulden als Teil des Marktes

Titel: Schulden, Banken und "Gambling for Resurrection". Schulden als Teil des Marktes

Seminararbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Claudia Hamann (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Finanzmärkte spielen eine immer wichtigere Rolle für die Wirtschaft. Jedoch sind sie sehr komplex und bergen viele Risiken. Die Regulierungsmaßnahmen zur Eindämmung dieser Risiken sind vielfach in der Diskussion und schaffen vor allem zwischen Politikern, Bankenlobby und Wirtschaftsvertretern viele Gründe zu Debatten.

In dieser Arbeit soll ein Einblick in diese Thematik verschafft werden, mit speziellem Bezug zu dem mehrfach in der geschichtlichen Entwicklung vorgekommenen Phänomen des "gambling for resurrection". Im ersten Teil der Arbeit wird die Thematik im Allgemeinen untersucht. Hierzu wird einleitend ein kurzer Einblick in den Schuldenmarkt und seine Charakteristika gegeben und auf die Ursachen des "gambling for resurrection" eingegangen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird diese Analyse unter dem Fall des Eintritts eines Finanzintermediärs auf dem Schuldenmarkt vertieft. Anhand der Marktregulierung durch ein Einlagensicherungssystem werden wirtschaftliche Folgen und Lösungsvorschläge zur Eindämmung des gambling for resurrection diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Das Phänomen des gambling for resurrection

2.1 Schulden als Bestandteil des Marktes

2.2 Asymmetrische Information und Prinzipal-Agent-Theorie

2.3 Zwischenfazit

3. Banken als Akteure auf dem Schuldenmarkt

4. Bankenregulierung

4.1 Begründung des Regulierungsbedarfs

4.2 Formen der Bankenregulierung

4.3 Einlagensicherungssysteme und ihr Gefahren

4.4 Abwendung problematischer Aspekte einer Einlagensicherung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ökonomische Phänomen des „gambling for resurrection“ im Kontext von Finanzmärkten, insbesondere unter Berücksichtigung von Prinzipal-Agent-Konflikten und der Rolle staatlicher Bankenregulierung.

  • Grundlagen des Schuldenmarktes und Entstehung von „gambling for resurrection“.
  • Analyse asymmetrischer Informationsverteilung und Moral Hazard.
  • Funktion von Finanzintermediären als Akteure auf dem Schuldenmarkt.
  • Notwendigkeit und Ausgestaltung der Bankenregulierung.
  • Implikationen und Risiken von Einlagensicherungssystemen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Schulden als Bestandteil des Marktes

Schulden sind, in allen Formen in denen sie bestehen können, ein fundamentaler Bestandteil der wirtschaftlichen Welt. Die Marktteilnehmer erhalten die Möglichkeit, ihr Geld optimal in den Marktprozess einzubinden um sowohl ihre eigene, als auch die marktwirtschaftliche Wohlfahrt zu maximieren. Schuldner, also Kreditnehmer, können den Zeitpunkt von Konsum- und Investitionsvorhaben zeitlich vorziehen und damit als Privatpersonen ihren Nutzen bzw. als Unternehmen ihre Produktivität steigern.

Auch durch die Einnahme einer Stellung als Gläubiger, also Kreditgeber, kann ein Wirtschaftssubjekt den eigenen Nutzen optimieren. Liquide Mittel, die ansonsten bei ihm ungenutzt blieben, können anderen Marktteilnehmern zur Verfügung gestellt und so effizient in den volkswirtschaftlichen Prozess eingebracht werden. Durch Vergütung dieser Bereitstellung liquider Mittel in Form von Zinsen erzielt der Gläubiger zusätzliche Einnahmen. Gleichzeitig geht ein Gläubiger mit dem Verzicht auf unbeschränkte Verfügung über sein Geld jedoch gewisse Unsicherheiten ein.

Neben einem Ausfall- und Währungsrisiko besteht das Risiko, dass möglicherweise eine andere lukrative Investition ungenutzt bleibt, da die liquiden Mittel bis zu einem festen Termin gebunden sind (Borchert 2003, S. 34-35). Das Eingehen einer Rückzahlungsverpflichtung stellt für den Schuldner allerdings nur so lange einen Vorteil dar, wie er imstande ist, dieser fristgerecht nachzukommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung umreißt die Komplexität und Risiken moderner Finanzmärkte sowie die Relevanz des Phänomens „gambling for resurrection“ für die Bankenregulierung.

2. Das Phänomen des gambling for resurrection: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Schuldenmärkten, asymmetrischer Information und den daraus resultierenden Moral-Hazard-Anreizen für Marktteilnehmer.

3. Banken als Akteure auf dem Schuldenmarkt: Hier wird die Rolle des Finanzintermediärs bei der Senkung von Transaktionskosten und der Übernahme von Überwachungsaufgaben (Delegated Monitoring) analysiert.

4. Bankenregulierung: Dieses Kapitel untersucht die Notwendigkeit von Bankenaufsicht, die Gefahren von Bank Runs und die problematischen Anreizwirkungen von Einlagensicherungssystemen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese über die Schwierigkeit, Fehlverhalten am Finanzmarkt durch Regulierungen einzudämmen, ohne neue Marktverzerrungen zu schaffen.

Schlüsselwörter

Gambling for resurrection, Finanzmärkte, Schuldenmarkt, Prinzipal-Agent-Theorie, Asymmetrische Information, Moral Hazard, Adverse Selektion, Bankenregulierung, Einlagensicherung, Bank Run, Finanzintermediäre, Risikoallokation, Marktdisziplinierung, Stabilitätssicherung, Systemrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Risiken am Finanzmarkt, insbesondere dem Phänomen des „gambling for resurrection“, bei dem angeschlagene Akteure hochriskante Strategien verfolgen, um sich aus einer Insolvenz zu retten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie der Finanzmärkte, Informationsasymmetrien, Agency-Probleme bei Banken sowie die Vor- und Nachteile staatlicher Bankenregulierungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen des „gambling for resurrection“ zu entwickeln und zu diskutieren, wie Regulierungsmaßnahmen wie Einlagensicherungen dieses Verhalten sowohl eindämmen als auch ungewollt verstärken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der ökonomischen Theorie (insbesondere Prinzipal-Agent-Theorie und Industrieökonomik der Banken) zur Herleitung der Problematik und Evaluierung von Lösungsansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Schuldenmarktes, die Rolle von Banken als Informationsvermittler und die ökonomischen Folgen sowie Ausgestaltungsoptionen von Einlagensicherungssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Moral Hazard, adverse Selektion, Bank Runs, Einlagensicherung und die Risikoallokation im Bankensektor.

Warum ist eine Einlagensicherung für Banken problematisch?

Obwohl sie das Vertrauen stabilisiert und Bank Runs verhindert, kann sie Moral-Hazard-Anreize schaffen, da Banken aufgrund der Absicherung weniger risikoscheu agieren und somit die Gefahr von Bankinsolvenzen systemisch erhöhen können.

Was bedeutet der Begriff „gambling for resurrection“ konkret?

Er beschreibt das riskante Zocken in einer finanziell aussichtslosen Lage, bei dem der Akteur nur gewinnen kann, da er bei Erfolg seine Insolvenz abwendet, während bei einem Misserfolg primär die Gläubiger den Schaden tragen.

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Details

Titel
Schulden, Banken und "Gambling for Resurrection". Schulden als Teil des Marktes
Hochschule
Universität Rostock
Note
2,5
Autor
Claudia Hamann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V302610
ISBN (eBook)
9783668007918
ISBN (Buch)
9783668007925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gambling for resurrection
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Hamann (Autor:in), 2013, Schulden, Banken und "Gambling for Resurrection". Schulden als Teil des Marktes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302610
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Leseprobe aus  17  Seiten
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