Bausteine einer Bildung der Zukunft. Die europäische Literatur


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
8 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Formsprache
2.1 Die klassische Komödie
2.2 Die Romanze
2.3 Die Satire
2.4 Die Tragödie

3 Die Geschichte der Literatur

4 Große Werke
4.1 Francesco Petraca und Giovanni Boccaccio
4.2 Don Quijote
4.3 William Shakespeare

5 Der Roman

6 Literatur

1 Einleitung

Mein Zugang zum Thema

Meine erste Assoziation zu diesem Thema gab mir nicht nur das Buch von Dieter Schwanitz, sondern auch verschiedene Bücher von einigen anderen Dichtern und Schriftstellern.

Fast jedes Studium bezieht sich auf große Dichter, Philosophen und auf die Literaturgeschichte an sich. Daher möchte ich in meiner Arbeit einen kleinen Überblick über die für mich relevanten Persönlichkeiten in der Literaturgeschichte geben.

Ich beziehe mich dabei hauptsächlich auf das Werk von Dieter Schwanitz „BILDUNG“ und versuche einen persönlichen Nutzen daraus zu ziehen bzw. mir mehr Wissen über dieses Thema anzueignen.

2 Die Formsprache

Die Literatur wird in zwei Formen eingeteilt, in Prosa und in Verse, welche wiederum in drei Gattungen vorkommen (Lyrik, Drama, Erzählliteratur). Bevor die Geschichten in Büchern gedruckt wurden, diente der Vers als Gedächtnisstütze bei der Weitererzählung. Später beschränkte sich der Vers jedoch auf das Drama und die Lyrik und die Erzählungen wurden in Prosa verfasst.

Auch der gesellschaftliche Stand spielte eine Rolle, da sich die Gattungen in der vor-romantischen Literatur (ca. 1770) nach dem gesellschaftlichen Ansehen des Helden richtete. Das bedeutet, dass z. B. Götter und Heroen zur Sphäre des übernatürlichen Wunderbaren zugehörten. Könige als auch Aristokraten zählten zu außergewöhnlichen Menschen, wobei sie unter der Natur als auch den Gesetzen der Gesellschaft unterworfen waren und sind in die Gattung der Tragödie eingeordnet. Der realistische Stil wurde dem Bürgertum, dem gemeinen Volk zuteil und die Darstellung war prosaisch (Prosa-Stil). Ursprünglich liegt dieser Stil im Komischen (Schelmenroman, Komödie, Schwank). Im 18. Jahrhundert wurde diese Gattung vorherrschend und prägte die moderne Literatur (der realistische Roman). Für die Darstellung von Schurken, Bösewichten sowie Monstern war die Satire zuständig, gattungsmäßig knüpft sie an die Romanze an.[1] Heute dominiert dieser Stil in der modernen Literatur, in der politischer Terror, Wahnsinn, Isolation und Schmerz betont wird.

2.1 Die klassische Komödie

Die Komödie ist das Gegenteil der Tragödie und beinhaltet meistens das Thema Liebe, es geht um die Fruchtbarkeit, die den Tod, das Schlechte besiegt. Da der komische Held in der Komödie in der Isolation beginnt, endet er in der Integration der Familie seiner Angebeteten. Realistisch gesehen ist das Ziel die Integration in der Gesellschaft eines Außenseiters, der mit Charme und Attraktivität Ansehen erhält.

In der amerikanischen Komödie wird auch die Vermeidung der Tragödie direkt vorgeführt. Zum Beispiel in den Westernfilmen ist dies besonders ersichtlich, das ein einziger Mensch (der Sheriff) das Gesetz verteidigt und gegen die Gesetzlosen antritt, bis er sie bekehrt hat.[2]

2.2 Die Romanze

Die Romanze unterliegt dem Grundprinzip einer Serie von Abenteuern, welche immer gigantisch und phantasievoll sind oder sein sollten und die Organisationsform einer Reise oder Odyssee haben. Die Suche nach einem Schatz, nach einer Lösung eines Geheimnis oder oft die Suche eines Objektes der Sehnsucht steht als Ziel.

„Auch die Utopie ist in der Regel eine Romanze (wie die Utopia des Thomas Morus lagen die Utopien bis in die Neuzeit hinein nicht in die Zukunft, sondern in fernen Gegenden). Die Stimmung der Romanze ist sommerlich und märchenhaft. In diesem Schema der Suche nach dem Zauberort der Erlösung folgt auch noch der moderne Tourismus.“[3]

2.3 Die Satire

Thema bei der Satire ist lediglich der Zwang, die Gefangenschaft, psychiatrische Anstalten und Internate als auch Strafkolonien, alles, was sich mit Unfreiheit definieren lässt.

„Der typische Plot der Satire zeichnet sich durch Stasis, durch Unveränderlichkeit und Stagnation oder öde Wiederholbarkeit aus, so wie sich im Gefängnis nie etwas verändert und alles wiederholt.“[4]

Besonders der Totalitarismus des 20. Jahrhundert ließ sich in seinen Formen durch die typische Gattung der Satire gut darstellen. Ein Grossteil der heutigen Filme und Schundproduktionen, von Dracula bis Snuff - Movie, verkörpern noch immer diese schwarze Romantik mit ihren Trivialmythen.

2.4 Die Tragödie

Aus dem sozialen Blickwinkel gesehen ist die Tragödie ein Ritual für den Sündenbock, ein bedeutendes Individuum, das zuerst geachtet und geliebt wird und später zusehends durch unglückliche Verstrickungen in die Isolation fällt (oft den Tod erntet). Durch diese Struktur kann die Tragödie aussichtslose Situationen oder Dilemmata zwischen gleichrangigen Werten darstellen und häufig werden Omina (Träume, Orakel, Pläne usw.) eingesetzt, um diese Handlung voranzutreiben.

Unbitterlichkeit der Zeit, die Verfallenheit an den Tod sowie auch die Unterwerfung unter Gesetze der Gesellschaft und Natur wird von der Tragödie hervor gehoben.[5]

3 Die Geschichte der Literatur

Zurückzuführen ist der Ursprung der Literatur lange vor unserer Zeit, wobei ich beim Mittelalter anfange, in dem die moderne Literatur verortet ist. Im Mittelalter dominierte die Romanze und ging in die Renaissance über, in der die Tragödie und er heroische Stil unter antiken Vorbildern die Führung übernahm. Im 18. Jahrhundert sowie mit dem Roman im 19. Jahrhundert wird die mittlere Stillage der realistischen Prosa zum Maßstab der bürgerlichen Literatur (in ihrer herrschenden Gattung des Romans).

Die Avantgarde im 20. Jahrhundert deklariert die Literatur wieder als „unrealistisch“. Und sie verstößt gegen die Grundannahmen der natürlichen Einstellung wie Charakter, Kausalität, Logik und mit der Sprache als Mittel der Verständigung. Der Verlust der moralischen Integration in der Gesellschaft wird dadurch ausgedrückt und es herrscht die Form der Satire.

Die moderne Literatur ist deshalb manchmal deprimierend, denn wäre sie schön, bestünde der Verdacht sie sei kitschig. Andererseits ist die ältere Literatur zwar schöner zu lesen, aber sie bezieht sich auf die Vergangenheit einer nicht mehr relevanten Gesellschaft und kann die gegenwärtige Erfahrung unzureichend aufs Papier bringen.[6]

[...]


[1] vgl. Schwanitz, 2002, S. 265f

[2] vgl. Schwanitz, 2002, S. 268

[3] zit. ebd, S. 267

[4] zit. ebd, S. 270

[5] vgl. Schwanitz, 2002, S. 267f

[6] vgl. ebd, S. 270f

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Bausteine einer Bildung der Zukunft. Die europäische Literatur
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Erziehungs- und Bildungswissenschaft)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V302682
ISBN (eBook)
9783668009578
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Auszug aus einer wissenschaftlichen Facharbeit.
Schlagworte
Bildung, Lehren, Lernen, Literatur, Philosophie, Wissenschaft, Bildungswissenschaft, Erziehungswissenschaft, europäische Literatur, europäische Geschichte
Arbeit zitieren
Mag. Daniela Dellamaria (Autor), 2009, Bausteine einer Bildung der Zukunft. Die europäische Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302682

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