Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Verzeichnis der Anlagen im Anhang
1. Einleitung
2. Entwicklung des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten
2.1. Gründe für das IAS 39 Replacement – Projekt
2.2. Phasen des IFRS 9
3. Anwendungsbereich und Erstbewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
4. Klassifizierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
4.1. Grundkonzept
4.2. Kriterien zur Kategorisierung nach IFRS 9
4.2.1. Geschäftsmodellkriterium
4.2.2. Zahlungsstromkriterium
4.3. Bewertungskategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ nach IFRS 9
4.4. Bewertungskategorie „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ nach IFRS 9
4.5. Fair Value Option
4.6. Umklassifizierung
4.7. Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9
5. Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Gesetze, Richtlinien und Verordnungen
Einleitung:
Über viele Jahre hinweg wurde versucht, den durch viele Detail- und Ausnahmevorschriften geprägten Standard zu vereinfachen, was letztlich zur Konzeption und Erstellung des neuen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente, dem IFRS 9, führte, welcher IAS 39 künftig ersetzen wird. IFRS 9 stellt damit zusammen mit IFRS 7 und IAS 32 das letzte fehlende Teil in der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dar.
Im Zuge dieser Ausarbeitung soll dieser neue Standard näher beleuchtet werden, wobei das Hauptaugenmerk auf den neuen Bewertungskategorien des beizulegenden Zeitwertes des IFRS 9 liegen wird. Nach einem kurzen Überblick über die Entstehung des Standards werden die Regelungen zum Ansatz und der Erstbewertung von Finanzinstrumenten näher beschrieben, um im Hauptteil die neuen Bewertungskategorien, so wie die zur Einordnung benötigten Kriterien als auch die Möglichkeiten der Umwidmung und der Ausbuchung detailliert zu erläutern.
Schließlich wird im Fazit erörtert, ob der Standard dem Ziel einer Komplexitätsreduktion im Vergleich zu seinem Vorgängerstandard gerecht wird. Hierbei wird der Fokus stets auf den finanziellen Vermögenswerten, also der Aktivseite der Bilanz, liegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten
2.1. Gründe für das IAS 39 Replacement – Projekt
2.2. Phasen des IFRS 9
3. Anwendungsbereich und Erstbewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
4. Klassifizierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
4.1. Grundkonzept
4.2. Kriterien zur Kategorisierung nach IFRS 9
4.2.1. Geschäftsmodellkriterium
4.2.2. Zahlungsstromkriterium
4.3. Bewertungskategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ nach IFRS 9
4.4. Bewertungskategorie „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ nach IFRS 9
4.5. Fair Value Option
4.6. Umklassifizierung
4.7. Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Seminararbeit befasst sich mit den neuen Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Komplexitätsreduktion im Vergleich zum Vorgängerstandard IAS 39 zu untersuchen und die Kriterien für die Zuordnung von Finanzinstrumenten zu den neuen Bewertungskategorien sowie die Möglichkeiten der Umwidmung und Ausbuchung detailliert zu erläutern.
- Entwicklung und Phasen des IFRS 9 Projekts
- Klassifizierungskriterien: Geschäftsmodell- und Zahlungsstromkriterium
- Analyse der Bewertungskategorien (erfolgswirksam vs. erfolgsneutral)
- Mechanismen der Fair Value Option und Umklassifizierung
- Ausbuchungsregelungen für finanzielle Vermögenswerte
Auszug aus dem Buch
4.2.1. Geschäftsmodellkriterium
Die Erfüllung des Geschäftsmodellkriteriums setzt voraus, dass die finanziellen Vermögenswerte in einem Geschäftsmodell gehalten werden, welches auf die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsflüsse abgestellt ist. Voraussetzung hierfür ist eine „buy and hold“ Anlagestrategie. Diese steht im Gegensatz zu einer spekulativen Strategie, welche auf die Erzielung von Wertsteigerungen durch Verkäufe ausgerichtet ist (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte). Die Bewertung des Geschäftsmodells findet weder auf Gesamtunternehmensebene, noch zwingend auf der Ebene einzelner finanzieller Vermögenswerte statt, sondern viel mehr auf einer aggregierten Ebene (Portfolioebene). Es kann davon ausgegangen werden, dass mehrere unterschiedliche Portfolien und somit Geschäftsmodelle innerhalb eines Unternehmen existieren können (IFRS 9.B4.2).
Das Ziel des Geschäftsmodells wird vom jeweiligen Management in Schlüsselpositionen i. S. d. IAS 24 festgelegt. Dabei handelt es sich um Personen, welche für die Leitung, Planung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind, bspw. Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung, des Aufsichtsrats oder vergleichbarer Gremien (IFRS 9.B4.1). Die Voraussetzung fixierte Zahlungsflüsse aus finanziellen Vermögenswerten vereinnahmen zu wollen, schließt nicht aus, die innerhalb des Geschäftsmodells zugeordneten Vermögenswerte vor ihrer Fälligkeit zu verkaufen (IFRS 9.B4.1.3). Beispiele für einen zulässigen Verkauf von finanziellen Vermögenswerten innerhalb des Geschäftsmodells, sind finanzielle Vermögenswerte, welche nicht mehr der Anlagepolitik des Unternehmens entsprechen; wenn ein Versicherer sein Investitionsportfolio anpasst, um Änderungen der erwarteten Duration abzubilden oder das Unternehmen Kapital für weitere Investitionen benötigt (IFRS 9.B4.1.3).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Komplexität des Vorgängerstandards IAS 39 dar und führt in das Ziel der Arbeit ein, den neuen Standard IFRS 9 hinsichtlich seiner Bewertungskategorien zu beleuchten.
2. Entwicklung des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten: Das Kapitel erläutert die Beweggründe für das "IAS 39 Replacement"-Projekt sowie die Aufteilung des Standards in drei operative Phasen.
3. Anwendungsbereich und Erstbewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9: Hier werden grundlegende Begrifflichkeiten und die Regeln für den erstmaligen Ansatz sowie die Erstbewertung von Finanzinstrumenten definiert.
4. Klassifizierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9: Dieses zentrale Kapitel analysiert das Grundkonzept, die zwei maßgeblichen Klassifizierungskriterien (Geschäftsmodell- und Zahlungsstrom) sowie die verschiedenen Bewertungskategorien und Ausbuchungsregeln.
5. Fazit: Das Fazit bewertet, ob der Standard dem Ziel der Komplexitätsreduktion gerecht wird und diskutiert die verbleibenden Interpretationsspielräume bei der Anwendung.
Schlüsselwörter
IFRS 9, IAS 39, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Bewertungskategorien, Geschäftsmodellkriterium, Zahlungsstromkriterium, Fair Value Option, Umklassifizierung, Ausbuchung, Finanzielle Vermögenswerte, Komplexitätsreduktion, Rechnungslegung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die neuen Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9 und analysiert, ob diese im Vergleich zum Vorgängerstandard IAS 39 tatsächlich zu einer Komplexitätsreduktion führen.
Was sind die zentralen Themenfelder des IFRS 9 in diesem Kontext?
Die zentralen Felder umfassen das Geschäftsmodellkriterium, das Zahlungsstromkriterium (SPPI-Kriterium), die verschiedenen Bewertungskategorien zum beizulegenden Zeitwert sowie die Bestimmungen zu Umklassifizierungen und Ausbuchungen.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine kritische Würdigung der neuen Bilanzierungsregeln hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit und ihres Beitrags zur Vereinfachung der Bilanzierung finanzieller Vermögenswerte.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, dem Standardtext des IFRS 9 sowie einschlägigen Kommentierungen basiert.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung der Klassifizierungskriterien sowie die praktischen Implikationen der verschiedenen Bewertungs- und Ausbuchungsmodelle.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Finanzinstrumente, IFRS 9, Klassifizierung, Fair Value, Geschäftsmodellkriterium und Komplexitätsreduktion.
Warum spielt das Geschäftsmodellkriterium bei der Bewertung eine zentrale Rolle?
Es entscheidet darüber, ob Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, da es die primäre Anlagestrategie des Unternehmens im Hinblick auf die Zahlungsströme widerspiegelt.
Inwiefern hat die Finanzkrise 2008 die Entwicklung des Standards beeinflusst?
Der durch die Finanzkrise gestiegene gesellschaftliche und politische Druck, insbesondere durch die G20, hat dazu geführt, dass der Standardsetzer IASB die Entwicklung des IFRS 9 schneller als ursprünglich geplant vorangetrieben hat.
Was bedeutet das "Recycling" bei der erfolgsneutralen Bewertung?
Es beschreibt den Vorgang, bei dem im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen bei der Ausbuchung eines Finanzinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Warum wird die Ausbuchung als "kleberig" bezeichnet?
Der Autor führt den Begriff der "Stickiness" ein, um zu verdeutlichen, dass das Ausbuchungsmodell nach IAS 39/IFRS 9 deutlich komplexere Anforderungen stellt, als die Aktivierung von Finanzinstrumenten.
- Arbeit zitieren
- Pit Sibold (Autor:in), 2015, Die Bewertungskategorien des IFRS 9, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302751