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Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistung untersucht in einer neunten Realschulklasse

Titel: Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistung untersucht in einer neunten Realschulklasse

Examensarbeit , 2015 , 185 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Alexander Gaida (Autor:in)

Didaktik - Mathematik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es ist bekannt, dass die Kulturtechnik "Mathematik" einer hohen Anzahl von Kindern große Schwierigkeiten bereitet, welche sich im Falle eines negativen Einflusses von Medien noch verstärken könnten. Da der Fernseher, dies zeigen später vorgestellte Studien, in fast jedem Elternhaus zu finden ist, kann die Frage zugelassen werden, ob das Konsumieren von Fernsehsendungen und -filmen Auswirkungen auf die Schulleistung hat. Diese Fragestellung soll in der Arbeit diskutiert werden. Aufgrund dessen lautet der Titel dieser Staatsarbeit "Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und der Mathematikleistung untersucht in einer neunten Realschulklasse".
Die Arbeit ist in drei Hauptkapitel unterteilt, die wie folgt lauten:

Diskussion des Begriffs der Rechenstörung
In diesem Kapitel wird über eine Definition von Mathematikschwierigkeiten diskutiert, die von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben wird. Bei der Diskussion werden kritische Autoren hinzugezogen, welche den vorgeschlagenen Definitionsversuch für problematisch halten. Zudem wird unter Berücksichtigung der Kritik an der erwähnten Definition eine eigene Stellungnahme versucht. Anschließend folgt die Vorstellung dreier Fallbeispiele, um einen konkreten Eindruck davon gewinnen zu können, wie sich größere Rechenprobleme im Leben von betroffenen Kindern äußern. Hier wird unter anderem auch beobachtet, ob sich bei den vorgestellten Kindern ein verstärkter Medienkonsum zeigt, der eventuell die Schulleistungen beeinträchtigen könnte.

Medien und Bildung
In diesem Kapitel wird auf die möglichen Auswirkungen des Fernsehkonsums auf die Bildung eingegangen. Dabei werden zuallererst Studien vorgestellt, die das Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ergründet haben. Anschließend werden Meinungen, die innerhalb unserer Gesellschaft weit verbreitet sind, zum Themenkomplex Fernsehkonsum vorgestellt und überprüft, inwieweit sie wissenschaftlichen Studien standhalten, die sich vor allem mit der Frage beschäftigt haben, inwieweit Fernsehkonsum die Schulleistung beeinflusst.

Empirische Untersuchung
Im dritten und letzten Kapitel werden dann die Ergebnisse der selbst durchgeführten Erhebung vorgestellt, die an einer neunten Realschulklasse vollführt wurde. Dabei werden Forschungsergebnisse der zuvor vorgestellten Studien dahingehend überprüft, inwieweit sie mit den eigenen Forschungsergebnissen übereinstimmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Diskussion des Begriffs der Rechenstörung

1.1 Rechenstörungen laut dem Klassifikationskatalog der WHO

1.2 Die Diskrepanzdefinition der WHO in der Kritik

1.2.1 Kritische Autoren

1.2.1.1 Michael Gaidoschik

1.2.1.2 Hans-Dieter Gerster

1.2.1.3 Hans Grissemann

1.2.1.4 Karin Landerl und Liane Kaufmann

1.2.1.5 Jens Holger Lorenz und Hendrik Radatz

1.2.1.6 Wilhelm Schipper

1.2.2 Zusammenfassung der Hauptkritikpunkte und Stellungnahme

1.3 Illustration von Rechenschwierigkeiten anhand dreier Fallberichte

1.3.1 Der siebenjährige Kai

1.3.1.1 Vorstellung des Kindes

1.3.1.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten

1.3.1.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten

1.3.1.4 Langfristige Auswirkungen

1.3.1.5 Ursachenvermutungen

1.3.2 Die achtjährige Melanie

1.3.2.1 Vorstellung des Kindes

1.3.2.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten

1.3.2.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten

1.3.2.4 Langfristige Auswirkungen

1.3.2.5 Ursachenvermutungen

1.3.3 Der zehnjährige Adam

1.3.3.1 Vorstellung des Kindes

1.3.3.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten

1.3.3.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten

1.3.3.4 Langfristige Auswirkungen

1.3.3.5 Ursachenvermutungen

2 Medien und Bildung

2.1 Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

2.1.1 KIM-Studie und JIM-Studie im Vergleich

2.1.1.1 Gerätebesitz

2.1.1.2 Freizeitaktivitäten

2.1.1.3 Medienbindung

2.1.1.4 Konsumverhalten

2.1.1.5 Lieblingssendungen

2.1.1.6 Langfristige Veränderungen im Medienverhalten

2.1.1.7 Zusammenfassung der Studienergebnisse

2.1.2 Weitere Studienprojekte: mini-KIM-Studie und FIM-Studie

2.1.2.1 Forschungsergebnisse der mini-KIM-Studie

2.1.2.2 Forschungsergebnisse der FIM-Studie

2.1.3 Ergebniszusammenfassung der vier Studienprojekte

2.2 Populäre Meinungen zu Fernsehkonsum und Bildung

2.2.1 Öffentliche Haltungen zu Fernsehen und Bildung

2.2.2 Fernsehkritiker versus Fernsehbefürworter

2.2.2.1 Kritiker des Fernsehapparates: Manfred Spitzer

2.2.2.2 Kritik an Spitzers Thesen

2.2.2.3 Befürworter des Fernsehens: Steven Johnson

2.2.2.4 Kritik an Johnsons Thesen

2.3 Untersuchungen zu Fernsehkonsum und Bildung

2.3.1 KFN-Studie

2.3.1.1 Zum Gerätebesitz der Viertklässler

2.3.1.2 Gerätebesitz und Konsumverhalten

2.3.1.3 Schulleistung

2.3.2 Winterstein-Experiment

2.3.3 Sisimpur-Studie

2.3.4 Fazit

3 Empirische Untersuchung

3.1 Erhebung durch Schülerfragebögen und Lehrerbewertungsbogen

3.1.1 Datenerhebungstabelle

3.1.2 Datenaufbereitung

3.1.2.1 Aufbereitung nach der Dauer des Fernsehkonsums

3.1.2.2 Aufbereitung nach der Art des Fernsehkonsums

3.1.2.3 Aufbereitung nach der Art der sonstigen Freizeitgestaltung

3.2 Explorative Datenanalyse

3.2.1 Divisive hierarchische Analyse

3.2.1.1 Aufbau der Grafiken

3.2.1.2 Auswertung der hierarchischen Analyse

3.2.1.3 Interpretationen

3.2.2 Tabellarische Analyse

3.2.2.1 Gesamtpopulation

3.2.2.2 Feminine Teilpopulation

3.2.2.3 Maskuline Teilpopulation

3.2.2.4 Auswertung der tabellarischen Analyse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen dem Fernsehkonsum und der Mathematikleistung von Kindern in der neunten Klasse einer Realschule. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob eine hohe Nutzungsdauer von Fernsehmedien negative Auswirkungen auf die schulischen Leistungen in Mathematik hat.

  • Definition und Diskussion des Begriffs der Rechenstörung.
  • Analyse des Medien- und Fernsehverhaltens von Kindern und Jugendlichen basierend auf bestehenden Studien.
  • Gegenüberstellung kontroverser Thesen über den Einfluss von Medienkonsum auf Bildung.
  • Durchführung einer empirischen Untersuchung in einer neunten Realschulklasse zur Datenerhebung und explorativen Analyse.

Auszug aus dem Buch

1.3.1.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten

Kai hat Probleme beim Kopfrechnen, nutzt deshalb die Finger als Zählhilfe, was allerdings dazu führt, dass er viel Zeit benötigt, um auf das Ergebnis zu kommen. Aufgrund dessen beteiligt er sich beim Spiel Eckenrechnen nur ungern, da alle Mitschülerinnen und Mitschüler die Kopfrechenaufgaben schneller lösen können als er, weshalb er oft als letzter das Ziel erreicht. Geht es um Rechnungen in größeren Zahlenräumen, versagt Kai vollkommen, denn dann hilft ihm seine Zählstrategie überhaupt nicht mehr, da sie ihn überfordert. Kai war während des ersten Schuljahrs unauffällig. Bei der Betrachtung des Lehrerberichts über die Aussagen über die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern werden kleinere Unsicherheiten im mathematischen Fach deutlich. So heißt es beispielsweise an verschiedenen Stellen, dass „manchmal noch Hilfestellungen der Lehrkraft“ nötig seien oder „die Aufgaben nur mit Hilfe gelöst“ worden wären. Allerdings klingt das Zeugnis insgesamt positiv und gibt keinerlei Hinweise auf größere Rechenschwierigkeiten. Ab der zweiten Jahrgangsstufe ändert sich dies allerdings dramatisch. Kai kann nur bedingt subtrahieren. Folgende Beispiele zeigen einige Problemfelder des Schülers:

Zusammenfassung der Kapitel

Diskussion des Begriffs der Rechenstörung: Dieses Kapitel kritisiert die medizinische WHO-Definition von Rechenstörungen und illustriert durch Fallberichte, wie komplexe Ursachengefüge die Mathematikleistung von Kindern beeinflussen können.

Medien und Bildung: Hier werden Studien zum Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen vorgestellt und konträre medienkritische sowie medienbefürwortende Thesen diskutiert, um deren Einfluss auf die Schulleistung zu beleuchten.

Empirische Untersuchung: Das letzte Kapitel präsentiert eine selbst durchgeführte Erhebung an einer neunten Realschulklasse, bei der Daten zum Fernsehkonsum und zur Mathematikleistung korrelativ analysiert werden.

Schlüsselwörter

Rechenstörung, Dyskalkulie, Fernsehkonsum, Medienverhalten, Schulleistung, Mathematik, empirische Untersuchung, Bildungsforschung, Medienbindung, Datenerhebung, Datenanalyse, Lernschwierigkeiten, Jugendliche, Medienkonsum, Mathematikleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen dem täglichen Fernsehkonsum und der Mathematikleistung von Schülerinnen und Schülern in einer neunten Realschulklasse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Rechenstörungen, dem Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen basierend auf bekannten Studien sowie einer eigenen empirischen Datenauswertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob und inwieweit ein hoher Fernsehkonsum tatsächlich zu einer Verschlechterung der Mathematikleistungen führt, wie es oft öffentlich behauptet wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur (Diskurs über Rechenstörungs-Definitionen) und eine empirische Datenerhebung mittels Schülerfragebögen und Lehrerbewertungsbögen angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion der medizinischen Definition von Rechenstörungen, eine Analyse von Studien zum Medienkonsum sowie die Durchführung und Auswertung einer eigenen explorativen Datenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rechenstörung, Fernsehkonsum, Medienbindung, Schulleistung, explorative Datenanalyse und Mathematikleistung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Gruppen von Fernsehnutzern?

Die Arbeit nutzt die Kategorisierung in Wenigseher, Mittelseher und Vielseher basierend auf der täglichen Nutzungsdauer, um mathematische Leistungen vergleichbar zu machen.

Welche Bedeutung haben die Fallberichte im ersten Kapitel?

Die Fallberichte illustrieren praxisnah, wie individuelle Rechenschwierigkeiten im Alltag auftreten und dass sie oft in einem komplexen Geflecht aus sozialen und persönlichen Faktoren entstehen, anstatt nur eine medizinische Ursache zu haben.

Ende der Leseprobe aus 185 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistung untersucht in einer neunten Realschulklasse
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Fakultät für Mathematik)
Note
1.0
Autor
Alexander Gaida (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
185
Katalognummer
V302868
ISBN (eBook)
9783668014541
ISBN (Buch)
9783668014558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dyskalkulie Manfred Spitzer Steven Johnson Sisimpur KIM JIM KFN Fernsehkonsum Medien und Bildung Diskrepanzdefinition WHO Klassifikationskatalog WHO Gaidoschik Gerster Grissemann Landerl und Kaufmann Lorenz und Radatz Schipper Rechenschwierigkeiten Rechenprobleme Arithmasthenie Besondere Schwierigkeiten beim Rechnen mini-KIM
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Gaida (Autor:in), 2015, Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistung untersucht in einer neunten Realschulklasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302868
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