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Go to shop › German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics

Homonymie und Polysemie

Title: Homonymie und Polysemie

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 24 Pages , Grade: 17 Punkte = 1

Autor:in: Steffi Thalwitzer (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit zwei Phänomenen der Semantik, der Polysemie und der Homonymie. Es handelt sich hier um zwei sehr eng verwandte Phänomene. Meistens werden die Polysemie und die Homonymie getrennt behandelt, und dennoch steht ihre Gemeinsamkeit im Vordergrund. Gerade diese Gemeinsamkeit führt dazu, dass diese beiden Formen lexikalischer Mehrdeutigkeit ähnliche Auswirkungen auf die Form - Inhaltsrelation des sprachlichen Zeichens haben. Die große Bedeutung des sprachlichen und schriftlichen Kontextes, in dem die Wörter stehen, ist wichtig, da Homonymie und Polysemie nicht zu Verständigungsproblemen führen sollen. Ob nun ein bestimmter Fall lexikalischer Mehrdeutigkeit dem Phänomen der Homonymie oder dem Vorkommen der Polysemie zuzuordnen ist, ist manchmal schwer zu entscheiden. So eignen sich beide Phänomene für Wortspiele, Witze und Sprichwörter, die mir auch zur Untersuchung der beiden Phänomene dienen sollen. Zunächst soll, angefangen bei dem Begriff der Polysemie, im ersten Kapitel anhand von Definitionen erläutert werden, was man unter den beiden Begriffen überhaupt versteht und inwiefern es unterschiedliche Ansätze insbesondere beim Homonymiebegriff gibt. Beginnen werde ich mit der lexikalischen Mehrdeutigkeit der Polysemie, um von verwandten Bedeutungen zu klar getrennten Bedeutungen überzugehen, wie sie bei der Homonymie vorliegen. An die Begriffserklärungen schließt sich eine kurze Analyse der gegenseitigen Beziehung zueinander an, wo insbesondere die Frage im Vordergrund steht, wann von Homonymie oder Polysemie zu sprechen ist. Es geht insbesondere darum, zu erkennen, wann ein Ausdruck mit zwei Bedeutungsvarianten als Homonymie oder Polysemie zu bezeichnen ist. Hierzu werden zwei wichtige Ansätze knapp erläutert. In einem dritten Teil der Arbeit werden die beiden Phänomene daraufhin untersucht, wie sie in der Sprache auftreten können. Anschließend geht es um die Rolle des sprachlichen Kontextes bei lexikalischer Mehrdeutigkeit. In einem praktisch-analytischen Teil wird dann untersucht, wie Sprachspiele und literarische Kleinformen (Witze, Sprüche und Wortspiel) von der Ambiguität (von der Polysemie und von der Homonymie) „leben“. Nun viel Spaß !- im wahrsten „Sinne des Wortes“!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Semantizität / Definition der Polysemie und Homonymie

2.1. Polysemie = Mehrfachbedeutung

2.2 Erklärung des Begriffs Homonymie

2.3. Unterscheidung zwischen Homonymie und Polysemie

3. Stilistischer Nutzen von Homonymie und Polysemie im Witz und Wortspiel

3.1. Die Textsorte Witz und das Wortspiel

3.2. Die Bedeutung des Wortes Witz

3.3. Geschichte des Witzes

4. Die Ambiguität im Witz und im Wortspiel

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene der Polysemie und Homonymie als Formen lexikalischer Mehrdeutigkeit. Das Hauptziel ist die Analyse, wie diese sprachlichen Mechanismen als Quelle für Komik in literarischen Kleinformen wie Witzen und Wortspielen fungieren und durch den sprachlichen Kontext gesteuert werden.

  • Grundlagen der Semantik und Definition von Ambiguität.
  • Differenzierung zwischen Polysemie und Homonymie anhand etymologischer und synchronischer Kriterien.
  • Die Rolle des sprachlichen Kontextes bei der Auflösung von Mehrdeutigkeiten.
  • Analyse der Wirkungsweise von Pointen durch Ausnutzung von Homophonie, Homographie und struktureller Mehrdeutigkeit.

Auszug aus dem Buch

Die Ambiguität im Witz und im Wortspiel

Es gibt Pointen in Witzen, die auf lexikalischer und struktureller Mehrdeutigkeit und ihren untergeordneten Bedeutungseigenschaften, der Polysemie und der Homonymie, basieren. Die Ursachen und Mechanismen, die den amüsierenden Effekt verursachen, sollen nun an konkreten Beispielen untersucht werden.

Die Pointe ist in folgenden Witzen auf den Wortlaut, und nur auf diesen Wortlaut, angewiesen. Eine paradigmatische und synonyme Ersetzung, um die Mehrdeutigkeit zu überwinden, welche der « Zündstoff » bei diesen Witzen ist, würde die Pointe zerstören.

1. « Herr Ober, die Rechnung, bitte ! » - « Wie fanden Sie Ihr Schnitzel, mein Herr ? » - « Mit einer Lupe. »

Es handelt sich hierbei um das polyseme Wort «finden» im Präteritum. Die Bedeutung dieses Wortes ist einerseits [...] zufällig od. suchend auf jmd., etwas treffen, stossen ; jmd., etwas entdecken [...], andererseits [...] etw. in bestimmter Weise einschätzen, beurteilen, empfinden. [...] Die ursprüngliche Bedeutung : [...] auf etw. treten ; antreffen [...] (DD, S.545) hat sich aufgespalten. Wir finden im Universalwörterbuch einen Lexemeintrag und mehrere Untereinträge vor. Allerdings könnte man auch von reiner Homonymie sprechen, denn das mehrdeutige lexikalische Element weist vom Klang und von der Schreibung her eine identische Form auf, ist also homophon und homograph.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der lexikalischen Mehrdeutigkeit ein und skizziert das Ziel, Polysemie und Homonymie in Witzen und Wortspielen zu untersuchen.

2. Semantizität / Definition der Polysemie und Homonymie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Semantik und grenzt Polysemie und Homonymie mittels sprachwissenschaftlicher Kriterien voneinander ab.

2.1. Polysemie = Mehrfachbedeutung: Hier wird der Begriff der Polysemie als Mehrfachbedeutung eines Lexems mit gemeinsamer etymologischer Wurzel erläutert.

2.2 Erklärung des Begriffs Homonymie: Das Kapitel behandelt Homonyme als Wörter gleicher Laut- und Schreibweise mit unterschiedlichen, etymologisch unabhängigen Bedeutungen.

2.3. Unterscheidung zwischen Homonymie und Polysemie: Es wird erörtert, wie schwer die Trennung der beiden Phänomene in der Praxis ist und welche Rolle der Kontext bei der Identifikation spielt.

3. Stilistischer Nutzen von Homonymie und Polysemie im Witz und Wortspiel: Hier wird der Einsatz von Ambiguität als rhetorisches Mittel zur Erzeugung von Humor analysiert.

3.1. Die Textsorte Witz und das Wortspiel: Dieses Kapitel beleuchtet das Wesen des Witzes als sprachbedingtes Kulturprodukt, das auf Mehrdeutigkeit basiert.

3.2. Die Bedeutung des Wortes Witz: Es wird die Definition von "Witz" im Duden und im historischen Kontext untersucht sowie dessen Struktur als Sprachgebilde.

3.3. Geschichte des Witzes: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über die philosophische Auseinandersetzung mit dem Witz seit der Antike.

4. Die Ambiguität im Witz und im Wortspiel: Anhand einer Vielzahl praktischer Beispiele wird die Anwendung von Polysemie und Homonymie in Pointen illustriert.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Unterscheidung zwischen Polysemie und Homonymie oft schwierig bleibt, aber für das Verständnis des humoristischen Effekts entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Semantik, Polysemie, Homonymie, Mehrdeutigkeit, Ambiguität, Witz, Wortspiel, Sprachzeichen, Kontext, Pointe, Lexem, Sprachanalyse, Humor, linguistische Pragmatik, Homophonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die semantischen Phänomene der Polysemie und Homonymie und deren Anwendung als humoristisches Gestaltungsmittel in Textsorten wie Witzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die linguistische Definition von Mehrdeutigkeit, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Homonymie und Polysemie sowie deren stilistischer Nutzen in der Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Mechanismus der "Pointen-Erzeugung" durch lexikalische Ambiguität zu analysieren und zu verstehen, wie Sprachnutzer diese Zweideutigkeiten für humoristische Effekte einsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Definition der Begriffe unter Heranziehung linguistischer Standardwerke und einer praktisch-analytischen Untersuchung von Witzbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen geklärt, gefolgt von einer Analyse verschiedener Witz-Typen, bei denen die Pointe direkt auf der Mehrdeutigkeit von Wörtern aufbaut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semantik, Polysemie, Homonymie, Ambiguität, Witz, Wortspiel, Pointe und Sprachkontext.

Wie unterscheiden sich Homonymie und Polysemie in der Analyse?

Die Unterscheidung erfolgt meist über das etymologische Kriterium: Polysemie weist eine gemeinsame Bedeutungswurzel auf, während Homonymie bei gleicher Form in der Etymologie und Bedeutung völlig unabhängig ist.

Warum ist der Kontext für die Pointe entscheidend?

Der Kontext ist entscheidend, da er die Erwartungshaltung des Hörers steuert; durch die Pointe wird diese Erwartung gebrochen, indem ein Wort in einer unerwarteten, aber lautlich identischen Bedeutung verwendet wird.

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Details

Title
Homonymie und Polysemie
College
Université Sorbonne Nouvelle Paris III  (Institut d'allemand Asnières)
Grade
17 Punkte = 1
Author
Steffi Thalwitzer (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V30286
ISBN (eBook)
9783638315753
ISBN (Book)
9783656223795
Language
German
Tags
Homonymie Polysemie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffi Thalwitzer (Author), 2004, Homonymie und Polysemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30286
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