Achtung!Hierbei handelt es sich lediglich um eine Seminararbeit mit individueller Benotung!
Auch Fehler hinsichtlich wissenschaftstheoretischer Textarbeit sind möglich, wie z.B. falsche Zitierung oder Literaturangabe.
ZumTeil handelt es sich um Arbeiten aus dem frühen Semestern, die nicht perfekt sind, was die Benotung ausdrückt!
Gliederung
1. Die Bedeutung der Mythologie
2. Sintflutmythen
3. Erste Forschungshinweise
4. Die Sintfluttheorie von Walter Pitman und William Ryan
4.1. Bezug zur Mythologie
4.2. Kritik an der Sintfluttheorie
5. Die Sintfluttheorie von Alexander und Edith Tollmann
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Plausibilität von Sintflutüberlieferungen, indem sie mythologische Erzählungen mit geowissenschaftlichen Theorien und archäologischen Befunden konfrontiert, um zu klären, ob reale Naturkatastrophen den Ursprung dieser globalen Mythen bilden.
- Bedeutung von Mythologie als kulturelles Gedächtnis
- Kulturvergleichende Analyse von Sintflutmythen
- Archäologische Untersuchung mesopotamischer Siedlungsspuren
- Geowissenschaftliche Prüfung der Sintfluttheorie von Pitman und Ryan
- Analyse der Impakttheorie von Alexander und Edith Tollmann
Auszug aus dem Buch
4. Die Sintfluttheorie von Walter Pitman und William Ryan
Für Ryan beginnt die Geschichte im Mittelmeer. Er nahm an einer wissenschaftlichen Expedition teil, die Proben der Sedimentschichten entnahm und analysierte um offene Fragen der Erdgeschichte zu beantworten.
Nach längeren Forschungen fanden sie heraus, dass das Mittelmeer vor fünf bis sieben Millionen Jahren eine Wüstenlandschaft war, umgeben von afrikanischen und europäischen Gebirgen. Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass die Transformation vom Meer zum Festland und zurück zum Meer weniger als eine halbe Million Jahre in Anspruch genommen hatte. Nach weiteren Recherchen und Absprachen mit anderen Forschern kamen sie zum Schluss, dass der Gibraltar-Damm plötzlich geborsten sein musste – eine Naturkatastrophe. Die Verwandlung der mediterranen Wüste in ein anderthalb Kilometer tiefes Meer dauerte nicht länger als die Spanne eines Menschenlebens.
Wären zu dieser Zeit bereits Menschen auf der Erde gewesen, so hätte sich dieses Ereignis bestimmt zutiefst in ihr Gedächtnis gebrannt. Die Forscher stellten sich nun die Frage, ob ein ähnliches Ereignis den Ursprung des Sintflutmythos sein könnte.
Durch einen Artikel in einem angesehenen Wissenschaftsmagazin stießen die Forscher auf das Schwarze Meer. Der Artikel besagte, dass dort vor rund 12000 Jahren eine Transformation eines alten Meeres in einen Süßwassersee und zurück stattgefunden hatte. 1991 begannen Walter Pitman und William Ryan mit ihrer Suche nach dem Ursprung einer gewaltigen Flut im Schwarzen Meer. Auf einem ehemaligen russischen Fischtrawler richteten sie eine Forschungsstation ein, um ozeanographische Messungen vorzunehmen. Sie entdeckten, dass 150 m tief unter dem Meeresspiegel eine versunkene Dünenkette lag und bis zu 3 m hohe Sandberge, die empor ragten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Bedeutung der Mythologie: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Mythos als Lebensgründung und dessen Funktion, historische Erfahrungen sowie Naturphänomene für frühe Kulturen begreifbar zu machen.
2. Sintflutmythen: Der Abschnitt gibt einen Überblick über verschiedene weltweite Flutlegenden und vergleicht insbesondere die biblische Sintfluterzählung mit dem älteren mesopotamischen Gilgamesch-Epos.
3. Erste Forschungshinweise: Hier werden die archäologischen Ausgrabungen von George Smith und Leonard Woolley in Mesopotamien beleuchtet, die versuchten, die biblische Flut durch geologische Schlammschichten in Ur zu belegen.
4. Die Sintfluttheorie von Walter Pitman und William Ryan: Dieses Kapitel stellt die These vor, dass eine plötzliche Überflutung des Schwarzen Meeres vor etwa 7.600 Jahren den realen Kern der Sintflutsagen bilden könnte.
5. Die Sintfluttheorie von Alexander und Edith Tollmann: Der letzte Teil präsentiert die Impakttheorie, nach der der Einschlag eines Kometen in die Weltmeere weltweit verheerende Flutwellen und drastische Klimaveränderungen ausgelöst haben soll.
Schlüsselwörter
Sintflut, Mythologie, Archäologie, Walter Pitman, William Ryan, Alexander Tollmann, Schwarzes Meer, Impakttheorie, Gilgamesch-Epos, Sintflut-Impakt, Ur, Naturkatastrophe, geologische Befunde, Katastrophentheorie, Mythos
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wahrheitsgehalt und den historischen Ursprung von weltweit verbreiteten Sintflut-Mythen vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Theorien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Mythologiegeschichte, vergleichende Religionswissenschaft, Archäologie der mesopotamischen Frühzeit sowie geowissenschaftliche Katastrophenforschung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob geologische Ereignisse wie der Einbruch des Mittelmeers in das Schwarze Meer oder Kometeneinschläge als reale Vorbilder für die Erzählungen über die große Flut dienen könnten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin kombiniert die Analyse mythologischer Quellen mit der Auswertung archäologischer Berichte und geologischer sowie ozeanographischer Forschungsergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil setzt sich kritisch mit verschiedenen Erklärungsmodellen auseinander, insbesondere mit der Theorie der Schwarzmeer-Überflutung durch Pitman und Ryan sowie der Impakttheorie der Eheleute Tollmann.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sintflut, Mythologie, Impakttheorie, Schwarzmeer-Flut sowie die archäologische Forschung in Mesopotamien.
Warum wird der Gilgamesch-Epos im Text so hervorgehoben?
Der Epos dient als wichtiges Vergleichsobjekt zur biblischen Noah-Geschichte, da er als eine der ältesten schriftlichen Fixierungen eines Flut-Mythos gilt und verblüffende inhaltliche Parallelen aufweist.
Welche Kritik wird an der Theorie von Pitman und Ryan geübt?
Geologen wie Ali Aksu kritisieren, dass die Beweise für einen plötzlichen, gewaltigen Anstieg des Wasserpegels nicht eindeutig seien und die beschriebene Flut eher ein lokales Ereignis war.
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- Andreas Reineck (Author), 2002, Die Sintflut in der Mythologie. Forschungshinweise und Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30292