Prävention und Therapie des Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen

Theoretischer Hintergrund, Ansätze und Strategien


Hausarbeit, 2014
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition Diabetes
2.2 Historische Entwicklung

3 Ansätze und Strategien
3.1 Präventionsmaßnahmen
3.1.1 Präventionsmaßnahmen beim Einzelnen – Verhaltensprävention
3.1.2 Präventionsmaßnahmen auf Bevölkerungsebene – Verhältnisprävention
3.2 Therapie

4 Ergebnisse und Interpretation

5 Fazit

6 Methodik

7 Zusammenfassung

8 Summary

9 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 steigende Inzidenz des T2DM bei Jugendlichen

Abbildung 2 Prozentualer Anteil T2DM bei DM-Neuerkrankungen

Abbildung 3 Gesunde Mahlzeitenzusammenstellung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Diabetesformen

Tabelle 2 Diabetesformen bei Kindern und Jugendlichen

1 Einleitung

Weltweit nimmt die Zahl der Menschen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind, stetig zu. In Deutschland wurde bei etwa 6 Millionen Menschen Diabetes diagnostiziert, wovon 95 % von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen sind. Die Dunkelziffer ist dabei aufgrund unspezifischer oder fehlender Symptome sehr hoch (Rathmann, Tamayo. 2014, 8). Was früher als „Altersdiabetes“ bekannt war, trifft nun auch immer mehr Kinder und Jugendliche. In Deutschland erkranken jährlich etwa 200 Kinder an Diabetes Typ 2. Grund hierfür ist oft ein aus falscher Ernährung und mangelnder Bewegung entstandenes Übergewicht. Der weltweit jüngste Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 ist bei einem Gewicht von 40 kg gerade einmal fünf Jahre alt. Das Thema Diabetes mellitus Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen ist daher von höchster Aktualität und Brisanz (Nieber. 2014).

In dieser Hausarbeit sollen zunächst die Krankheit und deren Ursachen genauer beleuchtet werden und anschließend Therapie- und Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Hierbei spielt vor allem die Behandlung und Prävention von Übergewicht eine große Rolle. Für Oecotrophologen ist es wichtig, sich mit den möglichen Folgen dieser Krankheit auseinanderzusetzen und die Therapiemöglichkeiten zu kennen. Langfristig gesehen, ist es wahrscheinlich, dass noch mehr Menschen aufgrund dieser Krankheit ernährungstechnisch beraten werden müssen, um das Risiko an Folgeschäden zu erkranken, zu verringern. Ein wichtiger Aspekt ist allerdings auch die Prävention. Die Risiken, die ein Diabetes mellitus Typ 2 mit sich bringt sollten gekannt und ernstgenommen werden, damit die Bevölkerung sich und ihren Kindern einen gesünderen Lebensstil aneignet und die Betroffenenzahlen in Zukunft rückläufig sind, oder wenigstens stagnieren.

2 Theoretischer Hintergrund

Im Folgenden soll zunächst der Hintergrund zu Diabetes mellitus Typ 2 genauer beleuchtet werden. Dazu werden zunächst das Krankheitsbild und die daraus resultierenden Folgen beschrieben und anschließend die Entwicklung der Betroffenenzahlen und die dafür möglichen Ursachen aufgezeigt.

2.1 Definition Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, welche dazu führt, dass der Körper aufgenommene Energie nicht verwerten kann. Der Blutzucker ist dadurch erhöht (Hyperglykämie). Hyperglykämien können kurzfristig zu Polyurie (erhöhte Urinausscheidung), Polydipsie (gesteigertes Durstempfinden), Infektanfälligkeit oder Ketoazidose (schwerwiegende Stoffwechselentgleisung durch Insulinmangel) mit Komagefahr führen. Diese kurzfristigen Schäden treten als Symptome von jeder Diabetesform auf. Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können zu Funktionsstörungen verschiedener Gewebe und Organe, zum Beispiel der Augen, Nieren, Nerven oder Blutgefäße führen (Roden. 2004, 156).

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Formen (siehe Tabelle 1). Der Diabetes mellitus Typ 1 ist durch einen kompletten Insulinmangel gekennzeichnet. Die ß-Zellen des Pankreas werden dabei durch autoimmunologische Mechanismen zerstört und stellen kein Insulin mehr her. Beim Diabetes mellitus Typ 2 (im weiteren Verlauf T2DM) hingegen ist von einer Insulinresistenz und einer relativen Verminderung der Insulinsekretion auszugehen (Holl et al. 2001, 660). Typischerweise ist hier nur die glukoseabhängige Insulinsekretion gestört und die basale Grundversorgung ist noch vorhanden. Diese Dysfunktionen sind meist schon vor dem eigentlichen Auftreten des Diabetes allein, oder auch im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom mit erhöhtem Risiko für Erkrankungen der Blutgefäße, vorhanden. Vom metabolischen Syndrom spricht man, wenn eine Kombination von gestörtem Kohlenhydratstoffwechsel, Bluthochdruck, schlechtem Cholesterinspiegel und Adipositas vorliegt (Roden. 2004, 156).

Tabelle 1 Diabetesformen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Holl et al. 2001, 662)

Da ein T2DM meist mit einer ungesunden Lebensweise, Übergewicht und Bluthochdruck einhergeht, ist das Risiko an mikro- und makrovaskulären Komplikationen zu erkranken erhöht. Das Modell „Mellibase“ hat auf Grundlage von 307 T2DM-Erkrankten das mittlere Durchschnittsrisiko für das Auftreten einzelner Komplikationen in den nächsten 10 Jahren berechnet. Demnach ist zu erwarten, dass 18,9 % einen Herzinfarkt, 19,2 % einen Schlaganfall, 3,2 % eine Amputation, 6,1 % einen dialysepflichtigen Nierenschaden und 4,0 % eine Erblindung erleiden. Zu beachten hierbei ist, dass das Risikopotential für den einzelnen Betroffenen stark schwankt (Häussler, Berger. 2004, 28). Die Wahrscheinlichkeit an einer solchen Folgekomplikation zu leiden, kann durch das Einhalten der Zielwerte der nationalen Versorgungsrichtlinie stark gesenkt werden. Eine individuelle und konsequente Therapie von T2DM-Patienten ist daher von großer Bedeutung. Angestrebt werden sollten ein HbA1c-Wert von unter 6,5 %, ein systolischer Blutdruck unter 130 mmHg, ein Gesamtcholesterinwert unter 185 mg/dl, sowie ein HDL-Wert unter 46 mg/dl (Häussler, Berger. 2004, 29).

2.2 Historische Entwicklung

Im folgenden Abschnitt sollen die Entwicklung der Diabetes-Prävalenz und die dafür möglichen Ursachen aufgezeigt werden.

Laut Robert-Koch-Institut ist die Diabetesprävalenz in den letzten 10 Jahren von 5,2 % auf 7,2 % gestiegen. Demnach ist die Zahl der Betroffenen in Deutschland um 1,3 Millionen auf 4,6 Millionen gewachsen. Zu beobachten war, dass die Zahl der betroffenen Männer sich mit 49 % stärker erhöht hat, als die Zahl der betroffenen Frauen (30 %). Diesen Anstieg kann man nur zu 14 % auf den demographischen Wandel zurückführen. Eine größere Rolle in der Entwicklung spielt die Veränderung des Lebensstils und der Lebensbedingungen. Da also auch die schlechtere Ernährung und die geringere körperliche Aktivität eine nicht unerhebliche Rolle spielen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Zahl der Kinder mit T2DM ansteigt. Zu beachten ist außerdem, dass die Dunkelziffer relativ hoch ist. Ermittelt werden kann diese Zahl über eine Blutwertanalyse der HbA1c-Werte und über die Nüchternglukosewerte. Bei einer Stichprobenahme bei Männern und Frauen zwischen 20 und 79 Jahren konnte die Prävalenz des unbekannten Diabetes auf 2 % geschätzt werden. Diese Dunkelziffer bezieht sich allerdings nicht auf Kinder und Jugendliche (Rathmann, Tamayo. 2014, 10).

Die Inzidenz für T2DM steigt auch bei den Kindern und Jugendlichen an (s. Abbildung 1). Hierbei fällt auf, dass vor allem der asiatische Raum betroffen ist. Aber auch der prozentuale Anteil an Neuerkrankungen in Deutschland steigt zunehmend an.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Prävention und Therapie des Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen
Untertitel
Theoretischer Hintergrund, Ansätze und Strategien
Hochschule
Hochschule Fulda  (Oecotrophologie)
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V303057
ISBN (eBook)
9783668011618
ISBN (Buch)
9783668011625
Dateigröße
735 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diabetes, Typ 2, DMT2, Kinder, Jugendliche, Prävention, Beratung, Therapie
Arbeit zitieren
Mara Klahr (Autor), 2014, Prävention und Therapie des Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303057

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