Filmische Literaturadaptionen am Beispiel von "Game of Thrones"


Essay, 2015
8 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Literaturadaption
2.2 Game of Thrones

3 Buch und Fernsehen im Vergleich
3.1 Buch
3.2 Fernsehen

4 Folgen einer filmischen Literaturadaption

5 Schluss

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das Buch steht nicht nur in ständiger Konkurrenz zu neuen Erzählmedien, wie beispielsweise Hörbuch und -spiel, sondern vor allem Film, Fernsehen oder Computerspiel. Im Zuge dessen hat zwar dessen allgemeine Reputation als bildendes Medium über die Jahrzehnte deutlich zugenommen, doch zugleich muss es sich gegen seine Konkurrenten umso mehr behaupten, deren Trumpf vor allem die audiovisuelle Darstellung erzählerischer Stoffe ist. Der Diskurs über die Aufrechterhaltung der etablierten Stellung des Buchs in der Medienlandschaft, im Vergleich zum Fernsehen, hat sich bereits im 20. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreut. Jetzt, Anfang des 21. Jahrhunderts, steht es einer stetig wachsenden Beliebtheit von Fernsehserien gegenüber, die sich bei ihrer Produktion vermehrt populären Buchreihen bedienen – siehe z. B. Sherlock Holmes und dessen moderne Adaption Sherlock. Andererseits wiederum kann das Buch durchaus von verfilmten Literaturvorlagen profitieren, wodurch es nicht unbedingt sein muss, dass es von visuell aufbereiteten Inhalten vom Markt verdrängt wird. Hieraus ergibt sich schließlich die Frage, ob sich filmische Adaptionen literarischer Stoffe eher komplementär oder substitutiv auf den Buchmarkt auswirken.

Der Beantwortung dieser Frage wird dadurch nachgegangen, indem wissenschaftliche Literatur aus den Bereichen Buch-, Literatur- und insbesondere Medienwissenschaft herangezogen wurde – so z. B. Intermedialität (Rajewsky). Die Adaption besitzt auch aktuell noch den verbreiteten Ruf eines Mängelexemplars, da dies von den kulturellen Eliten in der Vergangenheit so mehrmals propagiert wurde.[1] Anders als früher, beschäftigt sich die Forschung bezüglich Literaturadaptionen momentan gleichwohl weniger damit, ob der Film exakt der literarischen Vorlage entspricht, vielmehr ist es von Belang was die filmische Umsetzung aus der Vorlage gemacht hat, und infolgedessen für ein künstlerischer Mehrwert daraus entstanden ist.[2] Da Literaturadaptionen jedoch einen gut erforschten Forschungsgegenstand darstellen, kann diese kurze Abhandlung lediglich als knapper Ansatz dienen. Das Thema für diese Hausarbeit wurde aufgegriffen, weil es die beiden Disziplinen Buch- und Medienwissenschaft kombiniert.

2 Grundlagen

2.1 Literaturadaption

Für die Literaturadaption gibt es verschiedene Synonyme: beispielsweise Serienverfilmung, Buchverfilmung, Literaturverfilmung, Film mit literarischer Vorlage oder Fernsehserie mit literarischer Vorlage. Sie alle meinen im Kern dasselbe, allerdings können sie dennoch leicht verwechselt werden – eine Serienverfilmung könnte man nämlich auch für eine Kinoverfilmung einer Serie halten. Kirsten von Hagen schlägt im Handbuch Medien der Literatur schließlich als Begriff „filmische Literaturadaption“ vor, was es wohl im Kontext dieser Arbeit am besten trifft. Schlussendlich ist damit schlicht die Umsetzung eines bereits bestehenden literarischen Stoffs für Film oder Fernsehen gemeint, also ein klassischer Medienwechsel.[3]

2.2 Game of Thrones

Bei Game of Thrones handelt es sich um eine erfolgreiche Serie des Fernsehsenders HBO aus den USA. Sie basiert auf der Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin, von der bislang fünf Bände erschienen sind. Die Fantasy-Saga besticht seit 1996 durch ihre außergewöhnlich komplexe Narration, bei der jedes Kapitel aus der Perspektive eines anderen Charakters erzählt wird. Wenngleich mit Abweichungen, wurde versucht diese Art der Erzählung auf die Fernsehserie zu übertragen. Game of Thrones gehört aktuell zu den erfolgreichsten Serien weltweit. Sie feierte ihren Start im Jahre 2011 und steht mittlerweile bereits vor dem Release der fünften Staffel. Zurzeit erreicht eine Episode durchschnittlich 18,6 Millionen Zuschauer – hierbei sind z. B. ebenso Streaming-Plattformen inkludiert.[4]

3 Buch und Fernsehen im Vergleich

3.1 Buch

„Unter den schriftbasierten Medien ist das Buch das wichtigste Medium für die Verbreitung und Überlieferung von Literatur“,[5] es dient der Speicherung von tagesübergreifend relevanten Informationen sowie der Befriedigung von Grundbedürfnissen, die durch das Lesen literarischer Werke gestillt werden, beispielsweise Unterhaltung oder Eskapismus. Außerdem hat das Buch den Status eines Kulturguts inne, was sich in der Gesetzgebung durch einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz von 7%, und der Buchpreisbindung niederschlägt. Durch die zahlreichen Buchformen (Taschenbuch, gebundene Ausgabe für Bibliophile, eBook), passt sich das Medium den jeweiligen Bedürfnissen seiner Konsumenten an, die z. B. die Platzersparnis und den Komfort eines eBooks schätzen. Trotzdem ist das Buch in der heutigen Zeit nicht mehr die erste Wahl beim Mediennutzer, der sich je nach persönlicher Präferenz allen verfügbaren Medien bedient.[6]

[...]


[1] Vgl. Hickethier 2013, S. 39.

[2] Vgl. Johnston/Rouse 2014, S. 1.

[3] Vgl. von Hagen 2013, S. 394.

[4] Vgl. Reuters [16.06.2014].

[5] Rautenberg 2013, S. 235.

[6] Vgl. a. a. O., S. 240 f.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Filmische Literaturadaptionen am Beispiel von "Game of Thrones"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Buchwissenschaft)
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V303154
ISBN (eBook)
9783668015524
ISBN (Buch)
9783668015531
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Game of Thrones, Literaturadaption, Lied von Eis und Feuer, Medienwechsel, Buchverfilmung, Literaturverfilmung, George R. R. Martin, Serienverfilmung
Arbeit zitieren
David Kraus (Autor), 2015, Filmische Literaturadaptionen am Beispiel von "Game of Thrones", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303154

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