In der vorliegenden Arbeit wird das Thema des Helden in "roman de cape et d’épée" im Hinblick auf Alexandre Dumas "les trois mousquetaires" behandelt. Hierfür wird zunächst der Begriff des Helden bestimmt und "roman de cape et d’épée" als Sonderform des historischen Romans definiert.
Des Weiteren wird die Rolle des Helden in dieser Form des Romans vorgestellt, damit anhand der Protagonisten von "les trois mousquetaires" geprüft werden kann, ob Dumas seine Helden in ähnlicher Weise konzipiert. Neben der Analyse des Auftretens und der kennzeichnenden heroischen Eigenschaften des d’Artagnan, werden seine Herkunft, seine Werte, seine Liebschaften und Freundschaften sowie sein beruflicher Werdegang betrachtet.
Außerdem werden seine Gefährten Athos, Porthos und Aramis kurz vorgestellt und bezüglich der Merkmale eines Helden untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Held im roman de cape et d’épée
2.1 Der Begriff des Helden
2.2 Der roman de cape et d’épée
2.3 Die Rolle des Helden im roman de cape et d’épée
3. Der Held in les trois mousquetaires
3.1 D’Artagnan
3.1.1 Aussehen
3.1.2 Eigenschaften
3.1.3 Entwicklung
3.2 Athos, Porthos und Aramis
3.3 Konzeption des Helden
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion der Heldenfigur im "roman de cape et d’épée" am Beispiel des Klassikers "les trois mousquetaires" von Alexandre Dumas. Ziel ist es, den allgemeinen Heldenbegriff zu definieren, die Gattungsmerkmale des Mantel-und-Degen-Romans herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit die Protagonisten von Dumas diesem spezifischen Heldenideal entsprechen oder davon abweichen.
- Definition des literarischen Heldenbegriffs
- Charakterisierung des "roman de cape et d’épée" als Gattung
- Analyse der Figur des d’Artagnan (Aussehen, Entwicklung, Eigenschaften)
- Vergleichende Untersuchung der Gefährten Athos, Porthos und Aramis
- Einordnung der Heldenkonzeption in den Kontext des Abenteuerromans
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Aussehen
Alexandre Dumas vergleicht seinen Helden d’Artagnan zunächst mit don Quichotte, der ebenfalls auf seinem Pferd sitzend loszieht, um Abenteuer zu erleben. Anstatt einer Rüstung trägt d’Artagnan eine mit Federn geschmückte Baskenmütze, die, in Kombination mit seiner muskulösen Statur, auf seine Herkunft aus der Gascogne hinweist. Außerdem trägt er einen Degen bei sich und wird beschrieben als «trop grand pour un adolescent, trop petit pour un homme fait». Als er aus seiner Heimat fortgeht, hält sich d’Artagnan, ähnlich wie don Quichotte, bereits für einen Helden. Durch diesen Vergleich wird d’Artagnan von Dumas deutlich abgewertet, da es sich bei don Quichotte um die Parodie eines ritterlichen Helden handelt.
Allerdings ist d’Artagnan in les trois mousquetaires mit ca. 18 Jahren noch deutlich jünger als don Quichotte. Er ist attraktiv und sein Aussehen lässt vermuten, dass er intelligent und raffiniert ist: «Visage long et brun; la pommette des joues saillante, signe d’astuce; […] l’œil ouvert et intelligent; le nez crochu, mais finement déssiné; […]»
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert den Forschungsgegenstand und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der Heldenfigur.
2. Der Held im roman de cape et d’épée: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem der Begriff des Helden definiert und die Gattung des Mantel-und-Degen-Romans sowie deren typische Heldenrolle erläutert werden.
3. Der Held in les trois mousquetaires: Das Hauptkapitel analysiert die Romanfiguren, wobei insbesondere die Entwicklung und Charakteristika von d’Artagnan sowie die Rollen von Athos, Porthos und Aramis untersucht werden.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Heldenkonzeption bei Dumas stark an die Tradition des Abenteuerromans angelehnt ist.
Schlüsselwörter
Dumas, les trois mousquetaires, d’Artagnan, roman de cape et d’épée, Heldenkonzeption, Abenteuerroman, historischer Roman, Musketiere, literarische Analyse, Heldenbegriff, Athos, Porthos, Aramis, Romantik, Ritterlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Analyse der Heldenfiguren in Alexandre Dumas' Werk "les trois mousquetaires" unter Berücksichtigung der Gattungskonventionen des "roman de cape et d’épée".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Definition des Helden, die Einordnung des Mantel-und-Degen-Romans, die psychologische und physische Beschreibung der Protagonisten sowie deren Entwicklung im Romanverlauf.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Überprüfung, ob Dumas seine Protagonisten nach den gängigen Mustern des Helden im "roman de cape et d’épée" konzipiert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Definition des Heldenbegriffs aus historischen Lexika und der Untersuchung des Primärtextes basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von d’Artagnan, die Vorstellung seiner Gefährten Athos, Porthos und Aramis sowie eine übergeordnete Betrachtung der Heldenkonzeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem d’Artagnan, Dumas, Heldenkonzeption, Abenteuerroman und Mantel-und-Degen-Roman.
Inwiefern beeinflusst der Vergleich mit don Quichotte die Darstellung von d’Artagnan?
Der Vergleich dient zu Beginn dazu, d’Artagnan in einen Kontext zu rücken, wobei Dumas durch die Parallele zum parodierten Ritterhelden eine anfängliche Abwertung vornimmt, um die jugendliche Naivität der Figur zu betonen.
Welche besondere Rolle nimmt Athos unter den Musketieren ein?
Athos fungiert als väterliche Mentorfigur für d’Artagnan und verkörpert durch sein depressives, geheimnisvolles Verhalten und seine melancholische Art ein spezifisches Gefühl der Romantik.
- Arbeit zitieren
- Valerie Till (Autor:in), 2015, Der Held in "Roman De Cape et d’Épée" und "Les Trois Mousquetaires", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303221