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Das Phänomen der Fürstenkonversionen - Auswirkungen, Hintergründe, Betroffene

Titel: Das Phänomen der Fürstenkonversionen - Auswirkungen, Hintergründe, Betroffene

Seminararbeit , 2003 , 17 Seiten , Note: 2,75

Autor:in: Dominik Petko (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der zweiten Hälfte des 17. Jh. sowie zu Anfang des 18 Jh. nahm die Zahl der Konvertiten innerhalb des deutschen Reichsgebietes erheblich zu. Im Verlauf dieser Arbeit werden die Beweggründe und Motive für eine Konversion zum Katholizismus heraus gearbeitet und erläutert. Um sie zu explizieren, werden sie in Beziehung zu bekannten Konvertiten der damaligen Zeit gesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation ab 1648

3. Gründe für eine Konversion

4. Berühmte Konvertiten

4.1 Konversion aus Überzeugung

4.2 Karriere in der Reichsarmee und Kirche

4.3 Der Förder der Konvertiten: Johann Philipp von Schönborn

4.4 Machtpolitische und dynastische Konversionen

5. Auswirkungen der Konversionen

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Fürstenkonversionen im 17. und 18. Jahrhundert, wobei insbesondere die religiösen, politischen und dynastischen Motive für einen Glaubenswechsel im Kontext der Nachkriegszeit des Westfälischen Friedens beleuchtet werden.

  • Beweggründe für den Übertritt zum Katholizismus
  • Einfluss von Barockkultur und Karrierechancen
  • Rolle von Förderern wie Johann Philipp von Schönborn
  • Dynastisches Kalkül in europäischen Herrscherhäusern
  • Auswirkungen der Fürstenkonversion auf Territorium und Volk

Auszug aus dem Buch

4.1 Konversion aus Überzeugung

Als erstes Beispiel eines Konvertiten sei hier Königin Christina von Schweden genannt. Diese, beeindruckt von der katholischer Kultur, versuchte Stockholm in eine Metropole der Kunst und Wissenschaft, wie es die zahlreichen katholischen Städte Italiens auch waren, zu verwandeln. Sie war dermaßen vom Katholizismus überzeugt, daß sie, um konvertieren zu können, selbst auf ihren Thron zu verzichten und abzudanken bereit war. Nach dem Glaubensübertritt reiste sie nach Italien, wo sie bis zu ihrem Tode im Jahre 1689 blieb.

Im Falle dieser schwedischen Königin liegen folglich, weniger wirtschaftliche oder politische Interessen als viel mehr persönliche Überzeugung vor. Ihre Faszination für die katholische Barockkultur führte auch zur Änderung ihrer Einstellung dem Glauben gegenüber. Sie war bereit, ihre Königsherrschaft aufzugeben, um die Konversion durchführen zu können.

Ihre Konversion beinhaltete eine Veränderung ihres Lebenslaufs, sowie ihrer moralischen Verantwortlichkeit und Ansichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der zunehmenden Fürstenkonversionen nach dem Dreißigjährigen Krieg und Vorstellung des Untersuchungsfokus.

2. Die Situation ab 1648: Analyse der konfessionsrechtlichen Bestimmungen des Westfälischen Friedens und deren Einfluss auf die religiöse Stabilität.

3. Gründe für eine Konversion: Darstellung der verschiedenen Motive für einen Einstellungswandel, von persönlichen Überzeugungen bis hin zu kulturellen Faszinationen.

4. Berühmte Konvertiten: Exemplarische Untersuchung bekannter historischer Persönlichkeiten und ihrer Beweggründe für den Konfessionswechsel.

4.1 Konversion aus Überzeugung: Betrachtung individueller, religiös motivierter Glaubensentscheidungen am Beispiel von Königin Christina von Schweden.

4.2 Karriere in der Reichsarmee und Kirche: Analyse beruflicher und politischer Vorteile als treibende Kraft für Konversionen.

4.3 Der Förder der Konvertiten: Johann Philipp von Schönborn: Untersuchung der Rolle von Schönborn bei der Unterstützung konversionswilliger Personen im Verwaltungsapparat.

4.4 Machtpolitische und dynastische Konversionen: Diskussion über machtpolitische Interessen der Häuser Welfen und Sachsen sowie dynastische Verbindungen.

5. Auswirkungen der Konversionen: Untersuchung der gesellschaftlichen und konfessionellen Folgen von Herrscherkonversionen innerhalb ihrer Territorien.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Fürstenkonversionen als Faktor für konfessionelle Mobilität und die Entstehung gemischt-konfessioneller Staaten.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten gedruckten und elektronischen Quellen.

Schlüsselwörter

Fürstenkonversion, 17. Jahrhundert, Westfälischer Friede, Katholizismus, Konfessionalisierung, Glaubenswechsel, dynastische Politik, Johann Philipp von Schönborn, konfessionelle Mobilität, Toleranz, Reichskirche, Barockkultur, Landesherrn, Konfessionsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Konversionen evangelischer Fürsten zum katholischen Glauben in der Zeit nach dem Westfälischen Friede im 17. und 18. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeit, die verschiedenen persönlichen, politischen und dynastischen Motive der Fürsten sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen auf die jeweiligen Untertanen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für Glaubenswechsel von Fürsten offenzulegen und aufzuzeigen, wie diese Konversionen die politische Landschaft und die konfessionelle Entwicklung der Territorien beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse und der Untersuchung biographischer Beispiele berühmter Konvertiten der damaligen Epoche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu den Konversionsgründen vor allem Fallbeispiele wie Christina von Schweden, Bernhard Gustav von Baden-Durlach und die Welfen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Fürstenkonversion, Konfessionalisierung, Machtpolitik, dynastisches Kalkül, Konfessionsrecht und religiöse Mobilität.

Welche Rolle spielte Johann Philipp von Schönborn bei den Konversionen?

Er fungierte als bedeutender Förderer, der durch finanzielle Unterstützung und Ämtervergabe gezielt konversionswillige Protestanten für den Dienst in der katholischen Kirche gewann.

Warum war der Westfälische Friede für die Konversionen so bedeutend?

Er hob durch die Festsetzung des Normaljahres den Grundsatz „cuius regio, eius religio“ faktisch auf, wodurch Untertanen trotz eines Glaubenswechsels ihres Landesherrn ihre Konfession behalten konnten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Phänomen der Fürstenkonversionen - Auswirkungen, Hintergründe, Betroffene
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Übung: Union - Konversion - Toleranz. Dimensionen der Annährung zwischen den Konfessionen im 17. Und 18. Jahrhundert
Note
2,75
Autor
Dominik Petko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V30327
ISBN (eBook)
9783638316101
ISBN (Buch)
9783638839242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phänomen Fürstenkonversionen Auswirkungen Hintergründe Betroffene Union Konversion Toleranz Dimensionen Annährung Konfessionen Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Petko (Autor:in), 2003, Das Phänomen der Fürstenkonversionen - Auswirkungen, Hintergründe, Betroffene, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30327
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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