Die Immobilienfinanzierung ist bereits seit der Entstehung des Bankenwesens eine der größten Geschäftssegmente sowie aufgrund der aktuellen Zinssituation das wohl wichtigstes Vertriebsinstrument. Der Typus „Immobilienkredit“ besteht bereits, seit es das Bankenwesen gibt.
Über die Jahre hat sich jedoch diese Art sowohl produkttechnisch als auch vom Vertriebsweg weiterentwickelt. So ging man in den 90er Jahren noch schlicht zu seiner Hausbank (meist eher genossenschaftlich oder eine Sparkasse), bekam dort Zinssatz sowie Laufzeit und Rate vorgegeben (falls die Kreditwürdigkeit gegeben war).
Vor allem durch die Technologisierung entwickelte sich ein wahrer Finanzierungsaufschwung und unglaublicher Markt in kürzester Zeit. Der Zugang war nun jedem möglich, das Internet bot in kürzester Zeit Austausch- als auch Vergleichsmöglichkeiten, Direktbanken mit eigenem Konditionstableau erschienen und der Konkurrenzkampf war eröffnet. Aber welche Produkte, Zinssätze oder Banken sind in dieser Angebotsvielfalt nun tatsächlich sinnvoll sowie gut durchdacht?
Ein praxisbezogenes und kurzes Handbuch für den privaten Gebrauch, um die Grundbegriffe der Finanzierung zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung und Zielsetzung des „Handbuchs“
1.1. Begriffsdefinitionen
1.2. Unterschiedliche Kreditmittel sowie deren Vor- und Nachteile
1.2 Voraussetzungen für den Kredit (aus Sicht der Bank)
2. Absicherung und Beleihungsmöglichkeiten
3. Sonderzahlung oder tatsächliche Liquidität
4. Vorfälligkeitsentgelte sowie Sondertilgung
5. Der Immobilienkredit aus Sicht des Kunden
Zielsetzung & Themen
Das Handbuch verfolgt das Ziel, privaten Finanzierern die komplexen Zusammenhänge und Varianten der Immobilienfinanzierung praxisnah und verständlich darzustellen. Es dient als Leitfaden, um in einem unübersichtlichen Markt informierte Entscheidungen treffen zu können und die Risiken sowie Chancen einzelner Finanzierungsmodelle besser bewerten zu können.
- Vergleich klassischer Kreditvarianten (Annuitätendarlehen vs. Bausparvorfinanzierung)
- Erklärung bankfachlicher Grundbegriffe wie Effektivzins und Grundschulden
- Analyse der Kreditwürdigkeitsprüfung aus Sicht der Bank
- Bewertung von Sonderzahlungsrechten und staatlichen Förderungen
- Kriterien für eine solide und seriöse Finanzierungsberatung
Auszug aus dem Buch
1. Problemstellung und Zielsetzung des „Handbuchs“
Die Immobilienfinanzierung ist bereits seit der Entstehung des Bankenwesens eine der größten Geschäftssegmente sowie aufgrund der aktuellen Zinssituation das wohl wichtigstes Vertriebsinstrument. Der Typus „Immobilienkredit“ besteht bereits seit es das Bankenwesen gibt. Über die Jahre hat sich jedoch diese Art sowohl Produkttechnisch als auch vom Vertriebsweg weiterentwickelt. So ging man in den 90er Jahren noch schlicht zu seiner Hausbank (meist eher genossenschaftlich oder eine Sparkasse), bekam dort Zinssatz sowie Laufzeit und Rate vorgegeben (falls die Kreditwürdigkeit gegeben war). Vor allem durch die Technologisierung entwickelte sich ein wahrer Finanzierungsaufschwung und unglaublicher Markt in kürzester Zeit. Der Zugang war nun jedem möglich, das Internet bot in kürzester Zeit Austausch- als auch Vergleichsmöglichkeiten, Direktbanken mit eigenem Konditionstableau erschienen und der Konkurrenzkampf war eröffnet. Aber welche Produkte, Zinssätze oder Banken sind in dieser Angebotsvielfalt nun tatsächlich sinnvoll sowie gut durchdacht?
Zusätzlich kommt die im Jahr 2014 anhaltende Niedrigzinsphase hinzu welches für Potenzial und Problem gleichermaßen sorgt.
Des Weiteren stellt sich für die Bank die Frage, wie man eigentlich das vorhandene Kundenpotenzial abschöpfen kann, ist der Kunde tatsächlich nur an der Kondition oder auch der Qualität orientiert? Welche Risiken und Chancen stecken im aktuellen Markt?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung und Zielsetzung des „Handbuchs“: Einleitung in die Entwicklung des Immobilienkreditmarktes und Darlegung des Zwecks dieser Arbeit als praktischer Ratgeber.
1.1. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der wichtigsten Fachbegriffe wie Effektivzinssatz, Grundschulden und Zwangsvollstreckungsklauseln.
1.2. Unterschiedliche Kreditmittel sowie deren Vor- und Nachteile: Detaillierte Gegenüberstellung von Annuitätendarlehen, Bausparvorfinanzierungen und der Rolle staatlicher Förderungen.
1.2 Voraussetzungen für den Kredit (aus Sicht der Bank): Beschreibung der Anforderungen an die persönliche und materielle Kreditwürdigkeit sowie der bankinternen Ratingverfahren.
2. Absicherung und Beleihungsmöglichkeiten: Erörterung der grundpfandrechtlichen Sicherung durch Grundschulden und Hypotheken.
3. Sonderzahlung oder tatsächliche Liquidität: Untersuchung der ökonomischen Sinnhaftigkeit von Sonderzahlungen im Vergleich zur allgemeinen Eigenkapitalverwendung.
4. Vorfälligkeitsentgelte sowie Sondertilgung: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und Schadensberechnungsmethoden bei vorzeitiger Kreditkündigung.
5. Der Immobilienkredit aus Sicht des Kunden: Leitfaden zur Erkennung seriöser Beratungsqualität und wichtiger Parameter für Finanzierungsangebote.
Schlüsselwörter
Immobilienfinanzierung, Kredit, Annuitätendarlehen, Bausparen, Zinsbindung, Grundschuld, Sondertilgung, Effektivzins, Kreditwürdigkeit, Bonität, Vorfälligkeitsentschädigung, Immobilienkredit, Eigenkapital, Finanzierungsberatung, Förderprogramme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Handbuch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen strukturierten Überblick über die Grundlagen und verschiedenen Finanzierungsmodelle beim Erwerb von Immobilien, um den Leser bei der Wahl einer passenden Strategie zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Werk ab?
Die zentralen Themen umfassen Kreditarten, rechtliche Sicherheiten, Anforderungen an die Kreditwürdigkeit, staatliche Fördermöglichkeiten sowie Kriterien für gute Beratungsgespräche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die praxisnahe Aufklärung privater Finanzierer über Chancen und Risiken in einem sich wandelnden Zinsumfeld.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bankbetriebswirtschaftlicher Kennzahlen sowie auf Fallbeispielen aus der Finanzierungspraxis.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Finanzierungsformen wie das Annuitätendarlehen und Bausparvorfinanzierungen sowie die Mechanismen der Bankenprüfung (Rating/Scoring).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Buch?
Wesentliche Begriffe sind Immobilienfinanzierung, Zinsbindung, Bonität, Sondertilgung und die Transparenz bei Finanzierungskosten.
Warum ist eine Bausparvorfinanzierung laut dem Autor differenziert zu betrachten?
Der Autor weist darauf hin, dass diese Modelle oft komplexer sind und versteckte Kosten enthalten können, weshalb ein Vergleich in Euro statt in Prozentpunkten wichtig ist.
Was unterscheidet das Scoring vom Rating im Buch?
Das Scoring wird primär für Privatpersonen zur Bonitätseinstufung genutzt, während das Rating im gewerblichen Bereich für Firmenkunden zum Einsatz kommt und weitergehende Kennzahlen einbezieht.
Wann ist eine vorzeitige Kreditkündigung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich?
Gesetzlich ist dies bei Darlehen mit einer Zinsfestschreibung von über 10 Jahren nach Ablauf von 10,5 Jahren mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten möglich.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Eigenkapitals?
Hohes Eigenkapital reduziert das Risiko für die Bank, was zu besseren Konditionen führt, allerdings warnt der Autor vor einmaligen Sonderzahlungen bei hohen Kreditsummen, da diese sich oft als nicht rentabel erweisen.
- Arbeit zitieren
- Stefan Kallert (Autor:in), 2015, Das kleine Handbuch der Immobilienfinanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303292