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Fragebogenentwicklung

Title: Fragebogenentwicklung

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janina Ueschner (Author)

Politics - Methods, Research
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Summary Excerpt Details

In dieser Ausarbeitung werde ich die Entwicklung eines Fragebogens als ein Instrument einer sozialwissenschaftlich-empirischen Methode – der Befragung – darlegen. Dabei geht es sowohl um die inhaltliche wie auch um die formelle Ausgestaltung, die bei der Entwicklung des Fragebogens aufs Engste miteinander verknüpft sind.
Vor der Entwicklung eines Fragebogens müssen zunächst unterschiedliche andere vorbereitende Schritte durchlaufen werden. So steht ganz am Beginn des Prozesses – wie bei anderen Forschungsvorhaben auch – die Definition des Forschungsziel. Was soll die Befragung überhaupt bezwecken? Wo liegt das Erkenntnisinteresse. Danach sollte der in der wissenschaftlichen Literatur vorhanden Forschungsstand ermittelt werden, um zu der Formulierung von Hypothesen zu kommen. Da die meisten Hypothesen „komplexe wissenschaftliche Konstrukte“ darstellen, d.h. aus nicht real messbaren Dingen bestehen, müssen die Hypothesen operationalisiert werden. Nach diesen vorbereitenden Maßnahmen – die hier nur in aller Kürze aufgezählt wurden – kann mit der Planung des eigentlichen Erhebungsinstrument begonnen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kognitionspsychologische Grundlagen der Befragung

3. Formulierung der Items

3.1.1. Typen von Items

3.1.2. Spezielle Items

3.1.2.1. Demographische Items

3.1.2.2. Kontrollitems

3.1.2.3. Freie Items

3.1.3. Arten von Fragen

3.1.3.1.Offene

3.1.3.2.Geschlossene

3.1.3.3.Halb-offene

3.1.4. Formulierung von Fragen und Antworten

4. Skalen

5. Aufbau des Fragebogens

6. Filter

7. Layout

Zielsetzung und Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Darlegung der Fragebogenentwicklung als zentrales Instrument sozialwissenschaftlich-empirischer Forschung. Dabei wird untersucht, wie inhaltliche und formelle Aspekte ineinandergreifen, um valide Messergebnisse zu erzielen und kognitive Prozesse der Befragten bei der Beantwortung zu berücksichtigen.

  • Kognitionspsychologische Anforderungen an Befragte während des Ausfüllprozesses.
  • Differenzierung verschiedener Item-Typen und deren spezifische Messfunktionen.
  • Vor- und Nachteile offener, geschlossener und halb-offener Frageformate.
  • Die Rolle von Skalenniveaus und deren Einfluss auf die Datenqualität.
  • Strategien zur optimalen Gestaltung der Fragesukzession und des Layouts.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1.Demographische Items

Hauptsächlich zu nennen sind hier, die demographische Items, also solche Items die bestimmte personenbezogenen Merkmale abfragen. Diese werden auch oftmals ‚Fragen zur Person’ genannt. Dies sei zwar grundsätzlich richtig, moniert Borg, allerdings könne durch diese Bezeichnung Missverständnisse hinsichtlich der Anonymität entstehen. Demographische Items dienen nicht dazu, herauszufinden, wie ein bestimmter Merkmalsträger geantwortet hat, sondern ob eine Gruppe von bestimmten Merkmalsträgern anders antwortet, als eine Gruppe anderer bestimmter Merkmalsträger.

Demographische Items sollten am Anfang oder am Ende des Fragebogens platziert werden. Wiederum hat beides Vor- und Nachteile. Für eine Platzierung am Ende spricht, dass die Befragten den Fragebogen schon ausgefüllt haben, von dessen Nutzen wissen und nun keine Bedenken mehr haben ihre ‚persönlichen Daten’ anzugeben. Nachteil der Platzierung am Ende ist die Gefahr, dass viele Befragte ‚abschalten’ und die demographischen Items vergessen auszufüllen. Die Vor- und Nachteile einer Platzierung am Anfang des Fragebogens sind analog hierzu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das Erkenntnisinteresse und den Prozess der Operationalisierung sozialwissenschaftlicher Konstrukte für die Erhebung.

2. Kognitionspsychologische Grundlagen der Befragung: Analysiert den mentalen Prozess der Befragten, von der Informationssuche im Gedächtnis bis hin zur Urteilsbildung und Editierung.

3. Formulierung der Items: Erläutert verschiedene Funktionstypen von Items sowie die methodischen Unterschiede bei offenen und geschlossenen Fragestellungen.

4. Skalen: Unterscheidet zwischen verschiedenen Skalenniveaus und diskutiert die Problematik von Uni- und Bipolarität sowie die Verwendung von Mittelkategorien.

5. Aufbau des Fragebogens: Behandelt die strategische Anordnung von Themenblöcken und Fragetrichtern zur Minimierung von Kontexteffekten.

6. Filter: Erklärt den Einsatz von Filterführungen, um die Relevanz der Fragen für spezifische Zielgruppen sicherzustellen.

7. Layout: Thematisiert die Bedeutung einer klaren, einheitlichen Gestaltung für die Steigerung der Kooperationsbereitschaft der Befragten.

Schlüsselwörter

Fragebogenentwicklung, Sozialwissenschaftliche Forschung, Operationalisierung, Item-Typen, Offene Fragen, Geschlossene Fragen, Skalenniveaus, Kognitionspsychologie, Kontexteffekte, Fragesukzession, Filterführung, Validität, Reliabilität, Antwortverhalten, Befragungsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Konstruktion von Fragebögen als zentralem Instrument der empirischen Sozialforschung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen der Befragungssituation, die differenzierte Item-Formulierung, die Skalierung von Antworten sowie der strukturelle Aufbau und das visuelle Layout eines Fragebogens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die formelle und inhaltliche Gestaltung von Fragebögen zu vermitteln, um die Qualität der Datenerhebung zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär diskutiert?

Die Arbeit stützt sich auf Methoden der sozialwissenschaftlichen Umfrageforschung und bezieht kognitionspsychologische Ansätze in die Gestaltung des Erhebungsinstruments ein.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Item-Definition, die Wahl geeigneter Skalentypen (Nominal-, Ordinal-, Metrisch) sowie die strategische Anordnung der Fragen zur Vermeidung von Verzerrungseffekten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Begriffe wie Item-Formulierung, Skalierung, kognitive Prozessmodelle, Kontexteffekte und Validität stehen im Zentrum der fachlichen Diskussion.

Warum ist die Entscheidung für oder gegen eine Mittelkategorie bei Skalen umstritten?

Während die Mittelkategorie eine ambivalente Meinung ausdrücken kann, besteht das Risiko, dass Befragte sie als reine Ausweichmöglichkeit nutzen, wenn sie sich nicht inhaltlich auseinandersetzen wollen.

Welche Rolle spielen demographische Items bei der Platzierung im Fragebogen?

Ihre Platzierung (Anfang oder Ende) birgt Abwägungsprozesse zwischen der Akzeptanz der Befragten (Vertrauen beim Ende) und der Gefahr des Abbruchs oder Vergessens (nachlassende Motivation am Ende).

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Details

Title
Fragebogenentwicklung
College
University of Münster  (Instiut für Politikwissenschaft)
Course
Sekundäranalysen mit allgemeinen Bevölkerungsumfragen
Grade
2,0
Author
Janina Ueschner (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V30342
ISBN (eBook)
9783638316231
Language
German
Tags
Fragebogenentwicklung Sekundäranalysen Bevölkerungsumfragen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Ueschner (Author), 2004, Fragebogenentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30342
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