Medien sind in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Die Nutzung von Massenmedien zur Unterhaltung und Informationsbeschaffung sind in allen Altersschichten allgegenwärtig. Auch die Forschung hat sich längst eingeklinkt und bringt regelmäßig Zahlen und Fakten auf den Markt. Betrachtet man intensiv diese Studien und die Literatur so fällt auf, dass die Mediennutzung selten im Hinblick auf die älteren Menschen unserer Gesellschaft stattfindet. Vielmehr stehen Kinder, Jugendliche im Fokus von Forschung und Literatur. Umso wichtiger erscheint es auch ältere Menschen in ihrem Nutzungsverhalten anzuschauen und auch zu beachten wie die Medienindustrie auf die Nutzung dieser Älteren Menschen reagiert. Diese Arbeit soll die Mediennutzung von älteren Menschen aufzeigen und im Hinblick dessen die Reaktionen der Medienindustrie aufzeigen. Außerdem sollen auch Gründe für die hohe Nutzung von Massenmedien fokussiert werden und ein Augenmerk darauf gelegt werden, wie die Gesellschaft und die Politik durch soziale Teilhabe von älteren Menschen dieser erhöhten Nutzung entgegenwirken kann.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. HAUPTTEIL
Mediennutzung im Alltag älterer Menschen
Definition Alltag
Definition Medien
Nutzung von Massenmedien
Ältere Menschen in der Werbung
Soziale Teilhabe
III. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Mediennutzungsverhalten älterer Menschen in der heutigen Gesellschaft und analysiert, wie die Medien- und Werbeindustrie auf diese wachsende Zielgruppe reagiert. Zudem wird beleuchtet, welche Rolle soziale Teilhabe spielen kann, um den durch den Ruhestand und veränderte Lebensumstände bedingten Herausforderungen wie Einsamkeit entgegenzuwirken.
- Analyse der Mediennutzung bei älteren Menschen
- Definition und Einfluss des Alters auf den Medienkonsum
- Strategien der Werbeindustrie (z.B. "Ergrauende Werbung")
- Bedeutung der sozialen Teilhabe im Rentenalter
- Vergleich von Altersbildern in der Kommunikation
Auszug aus dem Buch
Ältere Menschen in der Werbung
Im Hinblick auf das hohe Fernsehnutzungsverhalten der Generation 50+ bemüht sich die Werbeindustrie zunehmend ihre Werbung anzupassen. Jäckel (2009, S. 139 in Medien und höheres Lebensalter) spricht in diesem Zusammenhang von der „Ergrauenden Werbung“. Die ältere Generation hat längst einen hohen Stellenwert in den Medien eingenommen. Dies zeigen, so Jäckel (2009), vor allem die in der Werbung verwendeten Begriffe, wie „Best Ager, Silver Surfer, Master Consumers, Golden Oldies, Woopies (= well off older people) und Senior Dinkis (= senior double income, no kids)“.
Auch nach Burgert und Koch (2011: S. 168 f) ist im Hinblick auf Werbung ein klarer Trend in Richtung alternder Gesellschaft festzustellen. Ein weiterer Grund für diesen Anstieg ist, dass Ältere einen überdurchschnittlich hohen Medienkonsum aufweisen und diese so angesprochen werden sollen. Doch nicht nur in Werbungen, welche vorrangig für die Menschen 50+ konzipiert wird ist diese Generation zu finden. Thimm (1998, S. 123 in „Die umworbene Gesellschaft“) stellt vier Arten von Werbung auf, in denen die diese Generation eingesetzt wird:
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Mediennutzung älterer Menschen im Vergleich zu jüngeren Generationen und stellt die grundlegenden Forschungsfragen zur Medienindustrie sowie zur sozialen Teilhabe.
II. HAUPTTEIL: Dieser Teil definiert die zentralen Begriffe, untersucht die Nutzungsstrukturen von Massenmedien im Alter, analysiert Werbestrategien für die Generation 50+ und erörtert Ansätze für soziale Teilhabe.
III. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz des hohen Medienkonsums ein Mangel an generationsübergreifenden Angeboten besteht und fordert eine stärkere politische und gesellschaftliche Unterstützung zur sozialen Teilhabe.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Massenmedien, ältere Menschen, Generation 50+, Werbung, Best Ager, soziale Teilhabe, demografischer Wandel, Medienkonsum, Lebensstil, Renteneintritt, Ergrauende Werbung, Altersbilder, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Mediennutzung von Menschen im höheren Lebensalter und untersucht, wie Medien- und Werbeunternehmen auf diese Altersgruppe reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Alltags und der Medien, der Analyse der Nutzungsdauer von Massenmedien, Werbestrategien für Senioren sowie der Bedeutung sozialer Teilhabe.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie ältere Menschen Medien nutzen, wie die Industrie ihre Werbung anpasst und warum eine Förderung der sozialen Teilhabe notwendig ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär angewandt?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis von Studien und theoretischen Modellen aus der Gerontopsychologie und Medienwissenschaft argumentiert.
Welche Aspekte werden im Hauptteil detailliert behandelt?
Neben theoretischen Definitionen werden empirische Nutzungsdaten, Einflussfaktoren wie Gesundheit und Mobilität sowie spezifische Werbekategorien wie die "altersexklusive Werbung" diskutiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind Mediennutzung, 50+, soziale Teilhabe, Werbung und demografischer Wandel.
Was ist mit dem Begriff "Ergrauende Werbung" gemeint?
Dies beschreibt die Anpassung der Werbeindustrie an das hohe Fernsehnutzungsverhalten der Generation 50+ durch gezielte Ansprache dieser Altersgruppe.
Warum spielt die soziale Teilhabe für die Zielgruppe eine so wichtige Rolle?
Soziale Teilhabe dient dazu, den Identitätsverlust nach dem Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit zu kompensieren und dem sozialen Rückzug entgegenzuwirken.
- Quote paper
- Kai Zimmermann (Author), 2015, Mediennutzung von älteren Menschen und Reaktionen der Medienindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303433