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Nepal im Spiegel seiner Geschichte. Die Anfänge, Dynastien und die Zeit ab 1950

Título: Nepal im Spiegel seiner Geschichte.
Die Anfänge, Dynastien und die Zeit ab 1950

Trabajo , 2001 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: OStR Niels Preiser (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - General, Principios básicos
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Die Geschichte Nepals und seine historischen Vorgänge beschränken sich weitgehend auf das Kathmandutal. Gesicherte Kenntnisse und schriftliche Zeugnisse sind erst ab dem 5. Jh. n. Chr. bekannt. Alle vorherigen Erkenntnisse müssen aus den Mythen und Legenden des Landes abgeleitet bzw. geschlussfolgert werden.
„Still und friedvoll bedeckt ein tiefdunkler, türkisblauer See das Tal von Katmandu. Wegen seiner Tiefe nannte man ihn Kalhirhada, das schwarze Wasser, und in ihm lebten die mythischen Urschlangen. Vor zigtausenden Jahren war der erste Buddha ins Tal gekommen, hatte von dem Gipfel eines umliegenden Berges ein Pollenkorn ins Wasser geworfen und die Weissagung getroffen, daß an dieser Stelle einmal ein bedeutendes Heiligtum entstehen sollte. Auf dem See erblühte daraufhin eine wundervolle weiße Lotosblume mit diamantenen Blüten. Über ihr züngelte eine blaue Flamme und verströmte ein mythisches Licht. Es war die Manifestation des Adi Buddha, des Ur-Buddha, das Selbstgeborene. Von allen Seiten kamen die Pilger, um dieses wunderbare Schauspiel zu beobachten, sich am Seeufer niederzulassen und dort zu meditieren. Aus den tief verschneiten Bergen des Nordens kam nach 80.000 Jahren Manjusri, das Erleuchtungswesen, und wollte näher zu der geheiligten Flamme. Mit seinem flammenden Schwert schlug er eine tiefe Schlucht in den Bergrand, ein Durchbruch entstand und das Wasser des Sees floss aus dem Kathmandutal ab. Manjusri konnte den König der Schlangen jedoch dazu bewegen, im Tal zu bleiben und die Fruchtbarkeit zu sichern. Die geheiligte Lotosblume mit dem Licht des Adi Buddha konnte nun im Schlamm des Seegrundes Fuß fassen und Manjusri errichtete an ihrer Stelle einen heiligen Schrein. Der Stupa von Svayambhunath war entstanden und das Licht erstrahlte, bis das gottlose und sündige Zeitalter des Kaliyuga (in dem wir uns gerade befinden) anbrach. Dann erlosch das Licht. Zu Füßen des Stupas ließ Manjusri eine hölzerne Stadt errichten, die sich von Svayambhunath bis hin nach Pashupatinath erstreckte. Manjusri blieb in der hölzernen Stadt und machte seine Nachfahren zum König. So vollzog sich die Entstehung des Stupas und die Gründung Kathmandus, zumindest wenn man den nepalischen Legenden Glauben schenken mag.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I.) Die Anfänge

II.) Die Licchavis

III.) Die Thakuri

IV.) Die frühe Malla Zeit

V.) Die Zeit der drei Stadtkönigreiche

VI.) Die Dynastie der Shah

VII.) Die Dynastie der Rana

VIII.) Die Zeit ab 1950

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung Nepals, wobei der Fokus auf den verschiedenen Herrscherdynastien und den damit einhergehenden politischen sowie gesellschaftlichen Wandlungsprozessen liegt, bis hin zur Etablierung einer konstitutionellen Monarchie im 20. Jahrhundert.

  • Die mythischen und geologischen Ursprünge des Kathmandutals.
  • Der Einfluss bedeutender Dynastien wie der Licchavis, Mallas, Shah und Rana.
  • Die sozio-politischen Auswirkungen der Hinduisierung und Kasteneinführung.
  • Die Entwicklung von der absoluten Monarchie zum Mehrparteiensystem.
  • Der Einfluss externer politischer Akteure (Indien, Tibet, Großbritannien) auf Nepal.

Auszug aus dem Buch

IV.) Die frühe Malla Zeit:

Eine neue wesentlich besser dokumentierte Periode der nepalischen Geschichte begann, als Arideva, der Thakuri-König von Bhaktapur, den Titel „Malla“ annahm (wahrscheinlich im Jahr 1200). Die Bedeutung des Namens „Ringer“ gibt wenig Aufschluß auf ihre Ursprünge, nur Anlass zu vagen Spekulationen. Vielleicht haben sie alle Konkurrenten niedergerungen und nannten sich deshalb Malla, da sie nun uneingeschränkt an der Macht waren. Malla war damals die höfische Bezeichnung für Indiens Könige.

Unter den ersten Malla-Königen konnte sich die verworrene Situation im Kathmandutal noch nicht grundlegend beruhigen. Die Kahsa griffen das Tal wiederholt an, ohne jedoch Fuß fassen zu können. 1349 drangen Moslems aus Bengalen ein und legten in einer kurzen Welle der Zerstörung und Gewalt hinduistische und buddhistische Heiligtümer in Schutt und Asche. Trotz all dieser Wirren blühte der Handel im Kathmandutal. In jene Zeit fällt die Gründung vieler kleiner Orte im Tal.

Erst mit Jayasthiti Malla (1354-1395) kamen die permanenten Kämpfe im Kathmandutal zum erliegen. Er war mit der Prinzessin von Bhaktapur verheiratet. Von hier gelang es ihm, das gesamte Tal unter seine Herrschaft zu bringen. Dies wurde im Jahr 1382 vollendet. Jayasthiti Malla war ein strenggläubiger Hinu an dessen Hof sich viele Hinduistische Gelehrte sammelten, die aus Indien geflohen waren. Mit eiserner Konsequenz betrieb er mit ihrer Unterstützung die Hinduisierung der weitgehend buddhistischen Talbevölkerung und führte ein Kastensystem ein. Die bestehende Kastenordnung wurde zum ersten Mal formuliert und ausgeweitet. Es wurden 64 Kasten geschaffen, denen genaue Verhaltensregeln auferlegt wurden. Diese Ordnung regelte das gesamte tägliche Leben, vom tragen von Kleidern bis hin zum Bau der Häuser.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Die Anfänge: Beschreibt die mythologische Entstehung des Kathmandutals sowie die frühesten Siedlungsspuren, für die es jedoch kaum gesicherte historische Belege gibt.

II.) Die Licchavis: Analysiert eine Zeit intensiver kultureller und wirtschaftlicher Kontakte zu Indien, geprägt durch Handel und die Verbreitung des Hinduismus.

III.) Die Thakuri: Beleuchtet die Periode unter Amsuvarman, die als goldenes Zeitalter gilt und durch religiöse Koexistenz und interne Blüte gekennzeichnet war.

IV.) Die frühe Malla Zeit: Dokumentiert die Einigung des Tals unter Jayasthiti Malla und die Einführung eines rigiden Kastensystems zur gesellschaftlichen Neuordnung.

V.) Die Zeit der drei Stadtkönigreiche: Behandelt die politische Zersplitterung des Landes in Kantipur, Patan und Bhaktapur, die dennoch eine kulturelle Hochphase hervorbrachte.

VI.) Die Dynastie der Shah: Schildert den Aufstieg Gorkhas unter Prithvi Narayan Shah und die Gründung des modernen nepalesischen Staates im 18. Jahrhundert.

VII.) Die Dynastie der Rana: Beschreibt die 104-jährige Ära der Rana-Oligarchie, in der die Könige entmachtet wurden und das Land eine feudalistische Isolation erlebte.

VIII.) Die Zeit ab 1950: Analysiert den Übergang von der Rana-Herrschaft über die instabilen politischen Phasen der späten 1950er und 60er Jahre bis zur demokratischen Wende 1990.

Schlüsselwörter

Nepal, Kathmandutal, Malla, Shah, Rana, Licchavis, Geschichte, Kastensystem, Hinduismus, Buddhismus, Monarchie, Panchayat, Demokratisierung, Handel, Indien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung Nepals, beginnend bei den mythischen Anfängen bis hin zur Etablierung des Mehrparteiensystems nach 1990.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Herrscherdynastien, religiöse Einflüsse, die sozio-kulturelle Organisation des Staates sowie die Außenbeziehungen zu Tibet und Indien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen historischen Prozesse nachzuzeichnen, die das moderne Nepal geformt und seine politische sowie gesellschaftliche Struktur maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische deskriptive Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Primärquellen wie Inschriften sowie zeitgenössischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und behandelt detailliert die Dynastien von den Licchavis über die Malla-Könige bis hin zur Shah- und Rana-Zeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Dynastie, Kastensystem, Souveränität, Hindu-Königreich und den Übergang zur Demokratie charakterisiert.

Welche Rolle spielte Jayasthiti Malla für die nepalesische Gesellschaft?

Jayasthiti Malla festigte das Land politisch und führte ein strenges, 64-stufiges Kastensystem ein, das das tägliche Leben und die soziale Ordnung in Nepal bis in die Gegenwart stark beeinflusste.

Was unterscheidet die Zeit der drei Stadtkönigreiche von anderen Epochen?

Obwohl politisch zersplittert und durch ständige Kleinkriege geprägt, gilt diese Zeit als kulturelle Blütezeit, in der die architektonischen Prachtbauten entstanden, die noch heute das Bild von Kathmandu prägen.

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Detalles

Título
Nepal im Spiegel seiner Geschichte. Die Anfänge, Dynastien und die Zeit ab 1950
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
OStR Niels Preiser (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
16
No. de catálogo
V303503
ISBN (Ebook)
9783668022010
ISBN (Libro)
9783668022027
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nepal Spiegel Geschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
OStR Niels Preiser (Autor), 2001, Nepal im Spiegel seiner Geschichte. Die Anfänge, Dynastien und die Zeit ab 1950, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303503
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