Die vorliegende Ausarbeitung zum Thema "Nationalsozialistische Vergangenheitsbewältigung in der Gegenwartsliteratur nach 1989" mit Angabe der Literaturliste umfasst folgende Schwerpunkte in Stichpunkten:
1. allgemeiner und historischer Überblick über Literatur seit 1945 hinsichtlich der nationalsozialistischen Vergangenheitsbewältigung bis heute (Stunde Null, Trümmerliteratur, Holocaust-Diskurs, Väterliteratur, Generationsroman, gegenwärtige Erinnerungsliteratur)
2. Analysen folgender Werke:
Kurt Drawert: Spiegelland. Ein deutscher Monolog (1992),
Bernhard Schlink: Der Vorleser (1995),
Hans-Ullrich Teichel: Der Verlorene (1998),
Bernhard Schlink: Die Beschneidung. In: Liebesfluchten. (2000),
Uwe Timm: Am Beispiel meines Bruders (2003),
Tanja Dückers: Himmelskörper (2003),
Stephan Wackwitz: Ein unsichtbares Land (2003),
Ulla Hahn: Unscharfe Bilder (2003).
Inhaltsverzeichnis
- Nationalsozialistische Vergangenheitsbewältigung in der Gegenwartsliteratur nach 1989
- Die literarische Verarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit
- Die Nachkriegszeit und die ersten Gründerjahre der BRD
- Die 60er Jahre
- Die 1990er Jahre
- Väterliteratur/ Vaterbücher
- Gegenwärtige Erinnerungliteratur
- Spiegelland. Ein deutscher Monolog (1992), Kurt Drawert
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die literarische Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der deutschen Gegenwartsliteratur nach 1989. Dabei werden die verschiedenen Phasen der Vergangenheitsbewältigung beleuchtet, von der frühen Sprachlosigkeit bis hin zu aktuellen Tendenzen, die Familiengeschichten und die Suche nach der eigenen Identität in den Mittelpunkt stellen.
- Die Entwicklung der Vergangenheitsbewältigung in der deutschen Literatur
- Die Rolle der Familiengeschichte in der Erinnerungskultur
- Die Suche nach der eigenen Identität im Kontext der nationalsozialistischen Vergangenheit
- Die Bedeutung der "Väterliteratur" und ihre Auseinandersetzung mit der Tätergeneration
- Aktuelle Tendenzen in der Erinnerungskultur und die Frage nach der kollektiven Schuld
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text beginnt mit einer allgemeinen Betrachtung der literarischen Verarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in Deutschland. Es werden die verschiedenen Phasen der Vergangenheitsbewältigung seit 1945 beleuchtet, von der frühen Sprachlosigkeit bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit der Tätergeneration in den 1960er Jahren. Anschließend wird die "Väterliteratur" genauer betrachtet, die sich mit der Beziehung zwischen Kindern und ihren Vätern im Kontext der NS-Vergangenheit auseinandersetzt. Abschließend werden aktuelle Tendenzen in der Erinnerungskultur analysiert, die sich durch die Fokussierung auf Familiengeschichten und die Suche nach der eigenen Identität auszeichnen.
Das Kapitel über "Spiegelland. Ein deutscher Monolog" von Kurt Drawert analysiert den Roman als Beispiel für die "Väterliteratur". Der Text beleuchtet die autobiografischen Motive des Romans, die Auseinandersetzung mit dem Vater und die Suche nach der eigenen Identität im Kontext der deutschen Geschichte.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Vergangenheitsbewältigung, Gegenwartsliteratur, Erinnerungskultur, Familiengeschichte, Väterliteratur, Identität, Schuld, Holocaust, deutsche Geschichte, Spiegelland, Kurt Drawert.
Was versteht man unter „Väterliteratur“?
Literarische Werke, in denen sich die Kindergeneration kritisch mit der Rolle ihrer Väter während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt.
Wie veränderte sich die NS-Vergangenheitsbewältigung nach 1989?
Die Literatur rückte stärker Familiengeschichten, Generationsromane und die Suche nach individueller Identität in den Fokus der Erinnerungskultur.
Welche Werke werden in der Arbeit analysiert?
Unter anderem Bernhard Schlinks „Der Vorleser“, Uwe Timms „Am Beispiel meines Bruders“ und Tanja Dückers „Himmelskörper“.
Worum geht es in Kurt Drawerts „Spiegelland“?
Es ist ein deutscher Monolog, der autobiografische Motive nutzt, um die Auseinandersetzung mit dem Vater und der deutschen Geschichte zu thematisieren.
Was ist „Trümmerliteratur“?
Eine literarische Epoche unmittelbar nach 1945 („Stunde Null“), die sich mit der Zerstörung und dem Neuanfang nach dem Krieg befasste.
- Quote paper
- Milena Gutsch (Author), 2012, Nationalsozialistische Vergangenheitsbewältigung in der Gegenwartsliteratur nach 1989, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303597