Die vorliegende Ausarbeitung zur mündlichen Examensprüfung zum Thema "Das Wort" mit Angabe der Literaturliste umfasst folgende inhaltlichen Schwerpunkte in Stichpunkten:
- Beantwortung der Frage: "Was ist ein Wort?"
- Wichtige Morphem-Typen-Unterscheidungen
- Wortartenlehre: 10-Wortarten-Lehre der traditionellen Grammatik, 5-Wortarten-Lehre nach Hans Glinz, Klassifikationssysteme von Wörtern, Wortkategorien
Inhaltsverzeichnis
Das Wort
Was ist ein Wort?
Syntaktische Wörter als Bündel von Merkmalen
Mit anderen Worten (Duden):
Wichtige Morphem-Typen-Unterscheidungen
Freie Morpheme vs. gebundene Morpheme
Lexikalische vs. grammatische Morpheme
Affixe und Stämme
Problematisierungen
Wortartenlehre
Die Zehn-Wortarten-Lehre
Nach welchen Kriterien klassifiziert die 10-Wortarten-Lehre?
FAZIT
Die „Fünf-Wortarten-Lehre“ nach Hans Glinz
Weiteres (Duden):
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der grundlegenden linguistischen Definition des Begriffs "Wort" und der differenzierten Klassifizierung von Wortarten im Deutschen. Ziel ist es, die Mehrdeutigkeit des Wortbegriffs aufzuzeigen und die methodischen Unterschiede zwischen der traditionellen Zehn-Wortarten-Lehre und der Fünf-Wortarten-Lehre nach Hans Glinz kritisch zu beleuchten.
- Mehrdeutigkeit und Definition des Wortbegriffs (Syntaktisches Wort vs. Lexem).
- Struktur und Aufbau von Wörtern (Morphologie, Morphem-Typen, Affixierung).
- Kritische Analyse der traditionellen Zehn-Wortarten-Lehre.
- Darstellung und Vorteile der Fünf-Wortarten-Lehre nach Hans Glinz.
- Problematisierung der Wortartzuordnung in der syntaktischen Verwendung.
Auszug aus dem Buch
Was ist ein Wort?
Der Begriff Wort ist mehrdeutig. Beispielsweise kann ich in dem Satz „Wenn hinter Fliegen eine Fliege fliegt, fliegt eine Fliege fliegen nach“ insgesamt sieben, sechs oder fünf unterschiedliche Wörter zählen. Wenn ich sieben unterschiedliche Wörter zähle, dann betrachte ich FLIEGE und FLIEGEN als verschiedene Wörter; aber wenn ich sie als ein Wort betrachte, dann zähle ich nur 6 verschiedene Wörter. Es kommt also drauf an, welches Konzept von Wort eine Rolle spielt. So unterscheidet man zwischen syntaktisches und lexikalisches Wort, (oder gar Lexemverband).
Syntaktische Wort ist die spezifische grammatische Ausprägung eines Wortes; unterschiedliche grammatische Wortausprägungen können lautlich o. graphisch sichtbar sein -> so zähle ich FLIEGE, FLIEGEN, FLIEGT als je einzelnes Wort: Fliege ist der Nominativ Sgl., Fliegen Nom. Pl., Fliegt ist ein Verb gekennzeichnet durch Flexionsmorphem –t für 3. Pers. Sgl. Präs.; diese gramm. Unterschiede müssen aber nicht immer materiell sichtbar sein -> so ist Fliegen ein Homonym (gleichlautendes u. dennoch syntaktisch versch. Wort) -> es kann im Plural Nominativ, Genitiv, Dativ o. Akkusativ sein u. repräsentiert daher 4 versch. syntaktische Wörter. Syntaktische Wörter können in einer je eigenen Wortform zum Ausdruck kommen, müssen aber nicht.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Wort: Einführung in die theoretische Definition des Wortbegriffs, unter besonderer Berücksichtigung der Unterscheidung zwischen syntaktischen Wörtern und Lexemen.
Wortartenlehre: Untersuchung der verschiedenen Klassifizierungssysteme für Wörter, inklusive der Gegenüberstellung traditioneller und moderner Ansätze.
Schlüsselwörter
Wortbegriff, Lexem, syntaktisches Wort, Morphem, Morphologie, Flexion, Zehn-Wortarten-Lehre, Fünf-Wortarten-Lehre, Wortbildung, Derivation, Komposition, Allomorphie, Valenzgrammatik, Sprachwissenschaft, Grammatik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die linguistischen Grundlagen der Wortdefinition sowie die Kriterien zur Klassifizierung von Wortarten im Deutschen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Differenzierung von Wortformen, Lexemen und syntaktischen Wörtern sowie der Vergleich zwischen der Zehn-Wortarten-Lehre und der Fünf-Wortarten-Lehre nach Glinz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Unschärfen in der traditionellen Wortarten-Klassifikation aufzuzeigen und die konsistentere Systematik nach Hans Glinz zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptiv-analytische Methode der Linguistik angewandt, die Begriffe, Strukturen und morphosyntaktische Kriterien theoretisch herleitet und anhand von Beispielen prüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Wortes, eine Analyse der morphologischen Strukturen und eine kritische Auseinandersetzung mit Wortarten-Systemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lexem, syntaktisches Wort, Morphem, Flexion, Wortarten, Morphologie und Sprachsystematik.
Wie unterscheidet sich die Zehn-Wortarten-Lehre von der Lehre nach Glinz?
Die Zehn-Wortarten-Lehre arbeitet mit heterogenen (semantischen, syntaktischen, pragmatischen) Kriterien, während Glinz ein einheitliches Kriterium, die "Flektierbarkeit", konsequent durchhält.
Warum ist die Definition des Wortbegriffs problematisch?
Die Mehrdeutigkeit resultiert daraus, dass je nach linguistischer Disziplin (Syntax, Lexikologie, Morphologie) unterschiedliche Konzepte von "Wort" (Wortform, Lexem, syntaktisches Wort) notwendig sind.
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- Milena Gutsch (Author), 2012, Das Wort. Morphem-Typen-Unterscheidungen und Wortartenlehre der Germanistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303601