Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsreihe
Den Schülern sollen grundlegende Kenntnisse über Gewässer, Gewässerbelastungen und Gewässerschutz vermittelt werden. Darüber hinaus sollen sie ihre sozialen und methodischen Kompetenzen verbessern indem sie die Unterrichtsinhalte weitestgehend in Form eines Lernbüffets selbstständig erarbeiten.
Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsstunde
Indem die Schüler mit Hilfe der Lernmappen Unterrichtsinhalte erarbeiten, erweitern sie ihr Wissen über den beschriebenen Themenbereich. Sie erschließen sich Kenntnisse über die Möglichkeiten und Auswirkungen von Gewässerbelastungen und über ein naturschonendes Alltagsverhalten. Desweiteren festigen sie während der selbstständigen Arbeit die wichtigen fachspezifischen Arbeitsweisen Experimentieren, Beobachten, Mikroskopieren und Untersuchen. Die Schüler haben durch aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten der verschiedenen Lernmappen die Möglichkeit, sich handlungsorientiert Wissen anzueignen.
Inhaltsverzeichnis
1. Entscheidungen
1.1 Thema der Unterrichtsreihe
1.2 Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsreihe
1.3 Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsstunde
1.4 Struktur der Unterrichtsreihe
1.5 Unabdingbare Teilziele und besondere Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Unterrichtsstunde
2. Bedingungsfeldanalyse
3. Didaktische Reduktion
4. Legitimation
5. Methodische Entscheidungen
6. Sachstruktur der Unterrichtsreihe
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über Gewässer, deren Belastung durch menschliche Einflüsse und die Notwendigkeit des Gewässerschutzes, wobei die Schüler durch handlungsorientiertes Lernen an einem "Lernbüffet" ihre Sozial- und Methodenkompetenz eigenverantwortlich stärken sollen.
- Selbstständige Erarbeitung von Fachinhalten an Lernstationen
- Durchführung chemischer und biologischer Wasseruntersuchungen
- Reflexion über umweltschonendes Alltagsverhalten
- Einübung fachspezifischer Arbeitsweisen wie Experimentieren und Mikroskopieren
- Stärkung der Kooperationsfähigkeit und Gruppenarbeit
Auszug aus dem Buch
Lesetext Station 1
Der Wasserhaushalt der Natur ist so eingerichtet, dass sich das Wasser durch Verdunsten, Kondensieren (Dampf) und biologischen Abbau selbst von Schadstoffen reinigt. Bakterien, Einzeller und Pilze (Destruenten) bauen organisches Material (z.B. die Ausscheidungen von Mensch und Tier, tote Pflanzen) zu Mineralstoffen ab. Diese nutzen die Pflanzen und Tiere (Konsumenten) des Gewässers als Nährstoffe um zu wachsen. Werden organische Materialien im Wasser abgebaut, wird viel Sauerstoff verbraucht.
Sauerstoff kommt in das Wasser, wenn Wasserpflanzen (Produzenten) mit Hilfe des Sonnenlichts Sauerstoff produzieren. Auch der Wind, der über die Wasseroberfläche „pfeift“ bringt Sauerstoff in das Wasser.
Im Haushalt, der Industrie und der Landwirtschaft werden täglich grosse Mengen an Abfallstoffen verursacht. Wenn diese Abwässer in die Bäche, Flüsse und Seen gelangen, ist die Selbstreinigungskraft des Wassers der Menge nicht mehr gewachsen. Abwässer müssen daher in Kläranlagen geleitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Entscheidungen: Hier werden das Thema der Unterrichtsreihe, die Lernziele sowie die zeitliche Struktur und die spezifischen Teilziele für die Unterrichtsstunde definiert.
2. Bedingungsfeldanalyse: Dieses Kapitel analysiert die Rahmenbedingungen, wie die Themenunabhängigen und Themenabhängigen Lernvoraussetzungen der Schüler sowie die räumliche Ausstattung des Biologieraums.
3. Didaktische Reduktion: Hier wird die Auswahl der Inhalte auf wesentliche Schwerpunkte wie Wasseruntersuchungen und Verhaltensregeln zum Gewässerschutz für die Schüler der 8. Klasse begründet.
4. Legitimation: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtsinhalte in den offiziellen Richtlinien des Landes NRW für die Hauptschule.
5. Methodische Entscheidungen: Hier wird die Entscheidung für das "Lernbüffet" als Methode des angeleiteten Erarbeitens erläutert, um ein schüleraktives und offenes Lernen zu ermöglichen.
6. Sachstruktur der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel veranschaulicht mittels einer grafischen Übersicht die thematischen Schwerpunkte der Unterrichtsreihe und deren inhaltliche Verknüpfung.
Schlüsselwörter
Gewässer, Gewässerschutz, Lernbüffet, Wasseruntersuchung, Ökosystem, Selbstreinigungskraft, Eutrophierung, Nitratbelastung, Kläranlage, Biologieunterricht, Handlungsortientierung, Methodenkompetenz, Stationenlernen, Ökologie, Umweltschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Biologiestunde in der 8. Klasse zum Thema "Wasser - Gewässer - Gewässerverschmutzung" dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Selbstreinigungskraft von Gewässern, Nitrat- und Phosphatbelastungen, den Einfluss des pH-Wertes, Ölverschmutzungen, Mikroskopie von Wasserlebewesen sowie Bau und Funktion einer Kläranlage.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch ein handlungsorientiertes "Lernbüffet" Wissen über ökologische Zusammenhänge im Wasser zu vermitteln und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit sowie ihre Methoden- und Sozialkompetenz zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsstunde folgt dem Prinzip des "angeleiteten Erarbeitens" in Form eines Stationenlernens, das den Schülern eine schüleraktive und selbstständige Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand ermöglicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zehn verschiedene Lernstationen beschrieben, die von chemischen Wasseranalysen über biologische Bestimmungsübungen bis hin zu praktischen Experimenten zu Schadstoffen und deren Auswirkung auf den Lebensraum Wasser reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Gewässerschutz, Lernbüffet, handlungsorientiertes Lernen, Biologieunterricht, Stationenlernen und ökologische Wasseruntersuchung.
Warum ist das Thema "Gewässer" für die Schüler relevant?
Das Thema ist hochaktuell, da die Schüler durch ihre Betreuung des Schulaquariums und des Schulteichs bereits einen direkten Bezug zum Lebensraum Wasser haben und so ihr vorhandenes Wissen vertiefen können.
Wie erfolgt die Sicherung der Lernergebnisse bei dieser Methode?
Die Sicherung der Ergebnisse erfolgt durch eine Schüler-Selbstkontrolle, bei der die Schüler ihre Arbeitsmappen mit einer bereitgestellten Lösungsmappe vergleichen können.
- Quote paper
- Diplomsportlehrer Marcus Lüpke (Author), 1999, Ein "Lernbüffet" zum Themenbereich "Wasser - Gewässer - Gewässerverschmutzung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30367