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Zentralbankreputation

Title: Zentralbankreputation

Seminar Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katrin Vogt (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Reputation der Zentralbank. Es sollen zunächst Erklärungen zu grundlegenden Begriffen gegeben werden. Desweiteren wird in diesem Teil der Arbeit das Zeitinkonsistenzproblem kurz erläutert.

Die Lösung des Zeitinkonsistenzproblems mittels Reputationsmechanismen soll anhand des Modells von Barro und Gordon (1983) dargestellt und analysiert werden. Zunächst wird dabei der Einperiodenfall betrachtet, bei dem sich drei mögliche Inflationsstrategien ergeben können. Im zweiten Teil dieses Kapitels wird dann der Mehrperiodenfall dargestellt. Je nachdem, ob man einen endlichen oder unendlichen Zeithorizont betrachtet, ergeben sich unterschiedliche Inflationsstrategien, die auch auf die Reputation verschiedene Effekte haben.

Abschließend wird dann ein Spiel mit asymmetrischer Information betrachtet. In diesem realistischen Modell von Cukierman und Liviatan (1991) geht man von zwei verschiedenen Zentralbanktypen aus. Die Auswirkungen für die Zentralbank unter diesen Bedingungen werden für das einperiodige Spiel dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen

2.1 Reputation und Glaubwürdigkeit

2.2 Das Zeitinkonsistenzproblem

3 Das Barro Gordon Modell

3.1 Allgemeine Darstellung des Modells im Einperiodenfall

3.1.1 Die Modellstruktur

3.1.2 Diskretionäre Politik

3.1.3 Regelgebundene Politik

3.1.4 Täuschung

3.2 Anwendung des Modells im Mehrperiodenfall

3.2.1 Lösung bei einem endlichen Zeithorizont

3.2.2 Lösung bei einem unendlichen Zeithorizont

4 Effekte bei asymmetrischer Information

5 Resultate

A Anhang

A.1 Herleitung von Gleichung (20)

A.2 Herleitung von Gleichung (27)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Zentralbankreputation bei der Gestaltung einer glaubwürdigen Geldpolitik. Das primäre Ziel ist die spieltheoretische Analyse, wie Zentralbanken das Zeitinkonsistenzproblem überwinden können, um Inflationserwartungen zu stabilisieren und gesellschaftlich optimale Ergebnisse zu erreichen.

  • Reputation und Glaubwürdigkeit der Geldpolitik
  • Zeitinkonsistenz optimaler Pläne
  • Das Barro-Gordon-Modell (Ein- und Mehrperiodenfall)
  • Triggerstrategien und Reputationsaufbau
  • Asymmetrische Information und Zentralbanktypen (Modell von Cukierman und Liviatan)

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Diskretionäre Politik

Barro/Gordon beschreiben diskretionäre Politik als ein nicht koopreatives Spiel zwischen der Zentralbank und den Privaten. Zur Bestimmung der Inflationsrate πt betrachtet die Zentralbank sowohl die gegenwärtigen Inflationserwartungen πet, als auch alle zukünftigen Erwartungen πet+i für i > 0, als gegeben.

Bei der diskretionären Politik wählt die Zentralbank die optimale Inflationsrate aus Gleichung (5). Verfügt die Zentralbank nicht über Glaubwürdigkeit, so vermuten die Privaten, dass die angekündigte Geldpolitik in der ersten Stufe nicht mit der tatsächlich durchgeführten übereinstimmt. Somit überlegen sie sich, wie die diskretionäre Politik aussehen wird. Aufgrund rationaler Erwartungen werden die Privaten das Optimierungskalkül kennen, und die Inflationsrate exakt vorhersagen. Somit gilt:

πet = ˆπt = b/a

Da in diesem Fall die Differenz ˆπt - πet = 0 ist, bleibt die Überraschungsinflation aus. Setzt man die optimale Inflationsrate in die Nutzenfunktion der Zentralbank ein, so ergibt dies: UZB(πt, πet) = - 1/2 (b^2/a)

Da die Privaten die aus der Sicht der Zentralbank dominante Strategie (ˆπt = b/a) antizipieren, spricht man hier von einem Nash-Gleichgewicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Zentralbankreputation und der methodischen Vorgehensweise anhand spieltheoretischer Ansätze.

2 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen: Definition zentraler Begriffe wie Reputation, Glaubwürdigkeit und das Zeitinkonsistenzproblem.

3 Das Barro Gordon Modell: Formale Herleitung des Modells im Ein- und Mehrperiodenfall zur Analyse verschiedener Inflationsstrategien.

4 Effekte bei asymmetrischer Information: Erweiterung der Analyse auf Modelle mit zwei Zentralbanktypen, bei denen die Privaten den Typ der Zentralbank nicht kennen.

5 Resultate: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und der Bedeutung von Reputation für die Inflationssteuerung.

A Anhang: Mathematische Herleitungen der im Text verwendeten Gleichungen (20) und (27).

Schlüsselwörter

Zentralbankreputation, Geldpolitik, Zeitinkonsistenz, Barro-Gordon-Modell, Inflationserwartungen, Nash-Gleichgewicht, Triggerstrategien, asymmetrische Information, Phillips-Kurve, diskretionäre Politik, Geldwertstabilität, Cukierman-Liviatan-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Reputation einer Zentralbank und deren Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik im Kontext spieltheoretischer Modelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen das Zeitinkonsistenzproblem, die Unterscheidung zwischen diskretionärer und regelgebundener Politik sowie die Auswirkungen asymmetrischer Informationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mittels des Barro-Gordon-Modells und des Ansatzes von Cukierman und Liviatan aufzuzeigen, wie Zentralbanken durch Reputation Inflationserwartungen beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden spieltheoretische Modelle und mathematische Nutzenmaximierungskalküle verwendet, um die strategischen Interaktionen zwischen der Zentralbank und den privaten Wirtschaftssubjekten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Modellstruktur im Ein- und Mehrperiodenfall, diskutiert die Bedeutung von Nash-Gleichgewichten sowie die Wirkung von asymmetrischer Information auf die Inflationswahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zentralbankreputation, Zeitinkonsistenz, Barro-Gordon-Modell und Triggerstrategien charakterisieren.

Warum führt eine diskretionäre Politik oft zu einem suboptimalen Ergebnis?

Weil die Zentralbank versucht, durch Überraschungsinflation kurzfristige Beschäftigungseffekte zu erzielen, was rationale Akteure antizipieren und somit zu einer höheren Inflationserwartung führt, ohne den erhofften Beschäftigungsvorteil zu generieren.

Welchen Einfluss hat ein "Endgame-Szenario" auf die Reputation?

Bei einem endlichen Zeithorizont bricht die Reputation in der letzten Periode zusammen, da sich Investitionen in Glaubwürdigkeit für die Zentralbank nicht mehr lohnen, was durch Backward-Induction das gesamte System instabil macht.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Zentralbankreputation
College
Bielefeld University
Grade
1,7
Author
Katrin Vogt (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V30372
ISBN (eBook)
9783638316453
Language
German
Tags
Zentralbankreputation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Vogt (Author), 2003, Zentralbankreputation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30372
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