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Brauchen wir mehr Erziehung? Definition, Ziele und Stile von Pädagogik

Titel: Brauchen wir mehr Erziehung? Definition, Ziele und Stile von Pädagogik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 12 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diskussionen um sogenannte "Tigermütter" wie Amy Chua zeigen, dass es in unseren westlichen, hochpädagogisierten Gesellschaften Unsicherheiten über die richtige Erziehung unserer Kinder gibt. Loben oder tadeln wir sie zu viel? Lassen wir ihnen zu viel durchgehen oder sind wir gar zu streng?

Der Wandel von Pflicht- und Akzeptanzwerten zu Selbstentfaltungswerten, vom Norm-orientierten zum Ich-orientierten Selbst- und Weltverständnis scheint in unserer Gesellschaft vollzogen zu sein. Erziehungsmethoden, wie die von Amy Chua beschriebene und angewandte, stoßen im Allgemeinen primär auf Kritik. Dies ist erstaunlich, weil eine ‚strenge Hand‘ noch zur Zeit unserer Eltern oder doch spätestens zur Jugendzeit unserer Großeltern als durchaus erstrebenswert und selbstverständlich galt.

In der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich der Autor deshalb mit folgenden Fragen: Was ist unter Erziehung zu verstehen? Warum erziehen wir? Welche Ziele sollen mit Erziehung überhaupt erreicht werden? Und schlussendlich, welche Methoden können hierzu angewandt werden? Ist tatsächlich der harte, autoritäre Stil früherer Generationen heute wieder eine wünschenswerte Alternative zu einer Pädagogik, die Freude am Lernen und Selbstregulation höher einstuft, als oft freudlose harte Arbeit allein um des Erfolges Willen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Erziehung im Spiegel der Gesellschaft, Einleitung.

2. Erziehung – Definition, Ziele und Stile

2.1 Der Erziehungsbegriff

2.2 Ziel der Erziehung

2.3 Erziehungsstile

3. Brauchen wir mehr Erziehung?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuelle gesellschaftliche Debatte über die Notwendigkeit von Erziehung vor dem Hintergrund sich wandelnder Werte. Ziel ist es, das Verständnis von Erziehung zu klären, zentrale Erziehungsziele zu definieren und unterschiedliche pädagogische Ansätze (insbesondere von Jesper Juul und Bernhard Bueb) gegenüberzustellen, um die Frage nach dem Stellenwert von Erziehung in der heutigen Zeit kritisch zu beantworten.

  • Wandel von Pflicht- und Akzeptanzwerten hin zu Selbstentfaltungswerten
  • Definition und theoretische Grundlagen des Erziehungsbegriffs
  • Klassifizierung und Analyse verschiedener Erziehungsstile
  • Gegenüberstellung autoritärer und partizipativer Erziehungskonzepte
  • Die Rolle von Disziplin und Selbstdisziplin in der modernen Erziehung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Erziehungsbegriff

In der Fachliteratur herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, was unter dem Begriff der Erziehung zu verstehen ist. Der Wortlaut der zahlreichen Definitionen des Erziehungsbegriffes mag sich unterscheiden, die dahinterstehende Aussage ist in der Regel jedoch identisch. So schreibt Klaus Prange:

„Erziehung besteht der Form nach darin, den Kindern und Heranwachsenden die Welt und das Leben zu zeigen, und zwar zuerst und unausweichlich so, wie wir uns den Kindern zeigen. (…Dies sei die) Darstellung der Welt für diejenigen, die sie noch nicht oder unvollständig kennen. Sie hilft der beim Übergang vom Nicht-Wissen zum Wissen, vom Nicht-Können zum Können [und] vom Nicht-Wollen zum Wollen.“

Erziehung scheint somit kein klar wissenschaftliches Faktum, sondern eine sehr persönliche Angelegenheit zwischen Erziehendem und Erzogenem zu sein. Ersterer muss sich klar vor Augen führen, welchen Teil der Welt er seinem Zögling näher bringen will, während dieser darauf vertrauen muss, dass ihm wertvolles Wissen vermittelt und dieses ihm auch tatsächlich nützlich sein wird. Brezinka formuliert dies zutreffend, wenn er schreibt, dass Erziehung Handlungen durch Erwachsene seien, durch die Kinder und Jugendliche positiv beeinflusst werden sollten, um eben diese positiven Eigenschaften während ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erziehung im Spiegel der Gesellschaft, Einleitung.: Die Einleitung beleuchtet die Unsicherheit in modernen Gesellschaften bezüglich der Kindererziehung und den Wertewandel von Gehorsam hin zur Selbstentfaltung.

2. Erziehung – Definition, Ziele und Stile: Dieses Kapitel definiert den Erziehungsbegriff, diskutiert grundlegende Erziehungsziele und kategorisiert verschiedene Erziehungsstile anhand elterlicher Autorität und kindlicher Bedürfnisse.

2.1 Der Erziehungsbegriff: Hier wird das theoretische Fundament der Erziehung als ein Prozess der Welterschließung und Wissensvermittlung durch den Erziehenden dargelegt.

2.2 Ziel der Erziehung: Das Kapitel analysiert Erziehung als notwendigen Sozialisationsprozess zur Hinführung des Menschen in die Gesellschaft und beleuchtet historische sowie aktuelle Positionen.

2.3 Erziehungsstile: Es werden fünf spezifische Erziehungsstile – autoritär, permissiv, vernachlässigend, überbehütet und autoritativ/partizipativ – differenziert betrachtet.

3. Brauchen wir mehr Erziehung?: Hier erfolgt die Auseinandersetzung mit gegensätzlichen pädagogischen Positionen, insbesondere dem Fokus auf Eigenverantwortung bei Juul und dem Plädoyer für Disziplin bei Bueb.

4. Fazit: Das Fazit schlussfolgert, dass Erziehung ein individueller Prozess ist und warnt vor einer verallgemeinerten Anwendung starrer autoritärer Modelle, die den Freiraum für die Entwicklung von Kindern zu stark einschränken.

Schlüsselwörter

Erziehung, Sozialisation, Erziehungsstile, Disziplin, Selbstentfaltung, Werte, Selbstdisziplin, Pädagogik, Kindheit, Jugendliche, Autoritärer Stil, Partizipativer Stil, Gesellschaft, Verantwortung, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Notwendigkeit und der Art von Erziehung in der heutigen Zeit, angesichts eines gesellschaftlichen Wandels und unterschiedlicher pädagogischer Strömungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit thematisiert den Erziehungsbegriff, Erziehungsziele, die Einteilung von Erziehungsstilen sowie die Diskrepanz zwischen Freiheit und Disziplin in der Erziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, was unter Erziehung zu verstehen ist und kritisch zu hinterfragen, ob harte, autoritäre Stile heute noch als Alternative oder Ergänzung zu partizipativen Ansätzen sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, pädagogische Analyse, die verschiedene theoretische Standpunkte (unter anderem von Prange, Brezinka, Juul und Bueb) gegenüberstellt und reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen des Erziehungsbegriffs und der Stile, gefolgt von einer Analyse der aktuellen Debatte um Disziplin und Verantwortung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Erziehung, Erziehungsstile, Disziplin, Sozialisation, Selbstentfaltung und der Vergleich zwischen autoritären und partizipativen Erziehungsmethoden.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Jesper Juul von dem von Bernhard Bueb?

Jesper Juul betont die Eigenverantwortung der Heranwachsenden und die Rolle der Eltern als Begleitpersonen, während Bernhard Bueb für eine Rückbesinnung auf Disziplin und Stütze durch den Erziehenden plädiert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es kein universelles Erfolgsrezept gibt, warnt jedoch vor einer autoritären Erziehung, die Kinder zu stark in ihrer Persönlichkeitsentfaltung beschneidet.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Brauchen wir mehr Erziehung? Definition, Ziele und Stile von Pädagogik
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V303810
ISBN (eBook)
9783668022331
ISBN (Buch)
9783668022348
Sprache
Deutsch
Schlagworte
brauchen erziehung definition ziele stile pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Brauchen wir mehr Erziehung? Definition, Ziele und Stile von Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303810
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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