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Wortbildung im Französischen. Morphologie und Wortbildungsverfahren

Titel: Wortbildung im Französischen. Morphologie und Wortbildungsverfahren

Hausarbeit , 2014 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Christina Stracke (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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In dieser Hausarbeit soll untersucht werden, welche Wortbildungsverfahren in der französischen Sprache verwendet werden, wie produktiv sie sind und welche semantische Funktion sie haben.
Zunächst wird im Allgemeinen die Morphologie beschrieben, um den Bereich der Wortbildung zu kontextualisieren. Denn so Geckeler: „Von den Produkten her gehört die Wortbildung zur Lexik, von den Verfahren her teilweise zur Morphologie. Weithin ist aber heute die von vielen vertretene Auffassung akzeptiert, dass die Wortbildung ein eigenständiger Bereich der Sprache neben Morphologie (als Formenlehre), Grammatik (als Funktionslehre der Morpheme, vorwiegend der Flexionsmorpheme) und Syntax (als Satzlehre) ist, die ihre Produkte der Lexik zur Verfügung stellt.“
So müssen auch die Nachbardisziplinen Grammatik und Syntax in diesem Zusammenhang kurz betrachtet werden, da diese eng miteinander verbunden und nicht autonom sind. Anschließend sollen die einzelnen Wortbildungsverfahren vorgestellt werden. Hierbei werden zuerst die Komposition und dann die verschiedenen Derivationsverfahren wie Präfigierung, Suffigierung und Parasynthese sowie die Wortkürzungen und die Konversion vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Morphologie

II. Wortbildungsverfahren

1. Komposition

2. Präfigierung

3. Suffigierung

4. Parasynthese

5. Wortkürzungen

6. Konversion

III. Wortneubildungen und Unterricht

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Verfahren der französischen Wortbildung, analysiert deren Produktivität sowie ihre semantischen Funktionen und erörtert deren mögliche Anwendung und Relevanz im schulischen Fremdsprachenunterricht.

  • Grundlagen der Morphologie als Kontext für die Wortbildung
  • Systematische Analyse von Wortbildungsverfahren wie Komposition und Derivation
  • Differenzierung zwischen produktiven und unproduktiven Bildungsweisen
  • Didaktische Perspektiven zur Vermittlung von Sprachbewusstheit

Auszug aus dem Buch

II.1. Komposition

Bei der Komposition geht es um die Zusammenfügung von flektierten Wörtern (rendez-vous) und/oder Wortstämmen zu einem neuen Wort oder Wortstamm (sous+estim = sousestimer). Es werden zwei oder mehr Lexeme zu komplexen Wörtern zusammengesetzt. Bsp.: auto-école, passe-partout, créme à raser. Komposita sind dabei von syntaktisch gebildeten Wortgruppen abzugrenzen, d.h. es muss untersucht werden, ob sich eine Wortgruppe als ein Wort verhält. Dies lässt sich u.a. bei der Pluralbildung und dem grammatischen Verhalten im Satz überprüfen. So würde auto-école im Plural zu auto-écoles, anders als l’auto de l’école, das zu les autos de l’école wird. Weiterhin wird zwischen endozentrischen und exozentrischen Komposita unterschieden. Dies bedeutet, dass Wörter Köpfe bzw. Determinanten haben. In den romanischen Sprachen sind die Wörter meist linksköpfig: homme-grenouille, uomo rana, hombre rana. Im Deutschen bedeutet dies ‚Froschmann’ und ist ein rechtsköpfiges Wort, da es sich hier um einen Mann und keinen Frosch handelt. Der Kopf eines Kompositums ist nämlich das Determinatum, also das Glied, welches durch ein anderes, den Determinans, bestimmt wird. Doch nicht bei allen Komposita kann ein Kopf ermittelt werden. Diese Komposita ohne Kopf, nennt man exozentrisch oder auch Kopulativkomposita. Bei den Kopulativkomposita haben im Gegensatz zu den Determinativkomposita beide Kompositionsglieder semantisch den gleichen Rang, wie bei boulangerie-pâtiesserie. Hier handelt es sich sowohl um eine Konditorei als auch um eine Bäckerei. Bei den französischen Komposita handelt es sich meist um sogenannte „mot-tandem“, also eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern, wie taxi-camionnette. Auch wenn weitere Ausdehnungen wie compositeur-pianiste-chef d’orchestre möglich sind, sind sie eher selten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Zielsetzung der Arbeit dargelegt, die in der Untersuchung französischer Wortbildungsverfahren und deren semantischer Funktion besteht.

I. Morphologie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Morphologie wie Morphem, Allomorph und Lexem, um eine Grundlage für das Verständnis der Wortbildung zu schaffen.

II. Wortbildungsverfahren: Hier werden detailliert die verschiedenen Mechanismen wie Komposition, Präfigierung, Suffigierung, Parasynthese, Wortkürzungen und Konversion beschrieben.

III. Wortneubildungen und Unterricht: Dieses Kapitel diskutiert Neologismen und evaluiert, wie die erlernten Wortbildungsstrukturen didaktisch für den Französischunterricht genutzt werden können.

Schlüsselwörter

Morphologie, Wortbildung, Französisch, Komposition, Derivation, Präfigierung, Suffigierung, Parasynthese, Konversion, Neologismus, Linguistik, Fremdsprachenunterricht, Sprachbewusstheit, Wortschatz, Derivationsverfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Darstellung und Untersuchung der produktiven Wortbildungsverfahren innerhalb der französischen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die morphologischen Grundlagen, die spezifischen Wortbildungsprozesse (Komposition, Derivation etc.) sowie die Anwendung dieser Kenntnisse im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie Wörter im Französischen gebildet werden, wie produktiv diese Verfahren sind und wie Schüler für diese sprachlichen Strukturen sensibilisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive linguistische Analyse und greift auf fachwissenschaftliche Literatur sowie bestehende Korpusuntersuchungen zurück.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden detailliert die Verfahren der Komposition, Präfigierung, Suffigierung, Parasynthese, Wortkürzung und Konversion einzeln beschrieben und linguistisch eingeordnet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Morphologie, Wortbildung, Derivation, Komposition, Neologismus und Didaktik der französischen Sprache.

Warum ist die Unterscheidung zwischen links- und rechtsköpfigen Komposita so wichtig?

Sie ist entscheidend, um den strukturellen Unterschied zum Deutschen zu verstehen, da französische Komposita meist linksköpfig sind, während deutsche Komposita rechtsköpfig sind.

Welchen Stellenwert haben Affixe bei der Wortbildung im Französischen?

Affixe (Präfixe und Suffixe) sind essenzielle Bestandteile der Derivation, wobei Suffigierungen im Französischen eine hohe Produktivität aufweisen.

Was zeichnet die Parasynthese aus?

Bei der Parasynthese erfolgt die Anfügung eines Präfixes und eines Suffixes gleichzeitig, ohne dass eine Ableitung über Zwischenstufen erkennbar ist.

Welchen didaktischen Nutzen sieht die Autorin in der Thematisierung von Wortbildungsverfahren?

Die Behandlung dieser Themen im Unterricht soll die Sprachbewusstheit der Schüler stärken und ihnen helfen, komplexe Strukturen und Zusammenhänge im französischen Wortschatz besser zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wortbildung im Französischen. Morphologie und Wortbildungsverfahren
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Sprachwissenschaft für Lehrer
Note
2,3
Autor
Christina Stracke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
22
Katalognummer
V304040
ISBN (eBook)
9783668023949
ISBN (Buch)
9783668023956
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wortbildung Morphologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Stracke (Autor:in), 2014, Wortbildung im Französischen. Morphologie und Wortbildungsverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304040
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Leseprobe aus  22  Seiten
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