In dieser Arbeit wird beleuchtet, inwieweit mobile Geräte Einfluss auf die Weiterbildung und das Lernen in betrieblichen Kontexten haben und wie Anwendungsszenarien in Unternehmen aussehen können. Dazu wird einleitend der Begriff Mobile Learning definiert und in einen theoretischen Kontext gesetzt. Ferner wird erläutert, was Smartphones und Co. als Lernmedium kennzeichnet und wie betriebliche Anwendungskontexte aussehen können. Abschließend werden lerndidaktische Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen dargestellt und mit den vorhandenen Grenzen in Bezug gesetzt und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mobile Learning in Unternehmen
2.1. Mobile Learning - eine Definition
2.2. Lerntheoretische Grundlagen von Mobile Learning
2.3. Mobile Learning als Teil einer E-Learning-Strategie in Unternehmen
3. Mobile Endgeräte in der betrieblichen Weiterbildung
3.1. Mobile Geräte als Lernmedium
3.2. Anwendungsbereiche von mobilen Lernmedien in der betrieblichen Weiterbildung
4. Potentiale und Grenzen von Mobile Learning in unternehmerischen Kontexten
4.1. Lerndidaktische Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen
4.2. Technische Grenzen und betriebliche Einschränkungen des Einsatzes von Mobile Learning in Unternehmen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss mobiler Endgeräte auf die betriebliche Weiterbildung und analysiert, wie mobile Lernszenarien in Unternehmen implementiert werden können. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welchen didaktischen Mehrwert Mobile Learning bietet und welche technischen sowie organisatorischen Herausforderungen bei dessen Einführung zu bewältigen sind.
- Grundlagen des Mobile Learning und dessen Einordnung in E-Learning-Strategien
- Lerntheoretische Verankerung durch Konstruktivismus und situiertes Lernen
- Technische Funktionen mobiler Endgeräte als Lernmedien
- Konkrete Anwendungsbereiche in betrieblichen Weiterbildungskontexten
- Analyse der didaktischen Potentiale und technischen Grenzen
Auszug aus dem Buch
2.2. Lerntheoretische Grundlagen von Mobile Learning
Lerntheoretisch wird das Mobile Lernen von konstruktivistischen und situierten Ansätzen umrahmt. Es gibt nicht die eine gültige Lerntheorie, welche den alleinigen Geltungsanspruch für methodische Strömungen im Bereich des Lernens hat. Dies gilt ebenso für den Bereich des mobilen Lernens. Die im Folgenden kurz vorgestellten Ansätze betonen die Rolle des Lernenden und des jeweiligen Kontextes für den Wissenserwerb und sind somit ein guter Ausgangspunkt für mobile Lernstrukturen in Unternehmen, da auch hier praxisbezogene Weiterbildung realisiert werden soll. Mitarbeiter stehen als Lernende vor der Herausforderung, dass unternehmensspezifische Aufgaben dynamisch erfüllt und gelöst werden müssen, ohne dabei auf vorgefertigte Lösungswege zurückgreifen zu können. Lernen erfolgt zudem ortsunabhängig, situationsbedingt und variabel, da sich berufliche Anforderungen auf Grund dynamischer Arbeitsabläufe mit einem stetigen Wandel konfrontiert sehen.
Der Konstruktivismus zählt neben dem Behaviorismus und dem Kognitivismus zu den drei großen Lerntheorien und grenzt sich von diesen durch ein gänzlich unterschiedliches Verständnis des Lernens ab und schreibt dem Lernenden eine bedeutende, aktive Rolle in Lernprozessen zu. Der Konstruktivismus gilt als Standardparadigma der Lerntheorien innerhalb der Mediendidaktik (Kerres, 2013). Dem Konstruktivismus liegt eine Vielzahl an Unterströmungen zu Grunde, deren Ausführungen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden. Ich konzentriere mich auf generelle Aussagen, weiterführende Abhandlungen findet man unter anderem bei Reich (2008).
Der Konstruktivismus formuliert die Annahme, dass die Wirklichkeit und Wissen nicht objektiv vorliegen, sondern individuell erfahren und konstruiert werden. Jedes Individuum erzeugt in einem aktiven Konstruktionsprozess ein eigenes Abbild der Realität. Übertragen auf Lernprozesse bedeutet dies, dass Lernende über einen einzigartigen, individuellen Lernweg verfügen, welchen sie aktiv gestalten und konstruieren. Lernen ist somit ein höchst aktiver Vorgang, der von dem Lernenden ein hohes Maß an Selbststeuerung erfordert, da man sich mit Inhalten aktiv auseinander setzen und diese mit bisher konstruiertem Vorwissen verknüpfen muss (Kerres, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert die historische Entwicklung durch die Verbreitung des Smartphones und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Mobile Learning in Unternehmen: Hier werden Definitionen sowie lerntheoretische Grundlagen erarbeitet und die strategische Einbettung in das E-Learning-Portfolio von Unternehmen diskutiert.
3. Mobile Endgeräte in der betrieblichen Weiterbildung: Das Kapitel behandelt die technischen Voraussetzungen der Geräte sowie spezifische Interaktionsszenarien und Einsatzmöglichkeiten im betrieblichen Alltag.
4. Potentiale und Grenzen von Mobile Learning in unternehmerischen Kontexten: Es werden der didaktische Mehrwert, Anforderungen an Lernstile sowie technische und betriebliche Einschränkungen und Herausforderungen detailliert analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Mobile Learning als Instrument zur Förderung lebenslangen Lernens bei gleichzeitigem Bedarf an strategischer Planung.
Schlüsselwörter
Mobile Learning, Betriebliche Weiterbildung, E-Learning, Konstruktivismus, Situiertes Lernen, Mobile Endgeräte, Personalentwicklung, Lernmedien, Microlearning, Blended Learning, Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Mobile Technologien, Lerntheorien, Unternehmenskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des Einsatzes von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets zur Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einbettung von Mobile Learning, die technische Analyse mobiler Endgeräte, Anwendungsszenarien im Unternehmen sowie die Abwägung von Potentialen und Grenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Mobile Learning einen didaktischen Mehrwert schaffen kann, um Mitarbeitern flexibles und ortsunabhängiges Lernen im Rahmen ihres Berufsalltags zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit einschlägigen lerntheoretischen Ansätzen sowie aktuellen Erkenntnissen aus der Fachdiskussion zur Mediendidaktik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung, die Darstellung mobiler Lernmedien und eine detaillierte Analyse der Chancen und Risiken bei der Implementierung von Mobile Learning in Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobile Learning, betriebliche Weiterbildung, Konstruktivismus, situiertes Lernen, Microlearning und digitale Kompetenzentwicklung.
Welche Rolle spielen mobile Endgeräte laut der Arbeit?
Sie werden nicht nur als reine Verbreitungsmedien für Lerninhalte betrachtet, sondern als aktive Lernbegleiter, die Interaktion und Kollaboration fördern und den Abruf von Wissen bedarfsgerecht am Arbeitsplatz ermöglichen.
Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Mobile Learning und Datenschutz?
Der Autor weist auf das erhöhte Risiko durch die Nutzung von Cloud-Diensten und die Vermischung von privater und beruflicher Datennutzung (Stichwort BYOD) hin, was Unternehmen vor datenschutzrechtliche Herausforderungen stellt.
- Arbeit zitieren
- Nils Friedel (Autor:in), 2015, Smartphones, Tablets & Co. in der betrieblichen Weiterbildung. Potentiale, Grenzen und Einsatzmöglickeiten von Mobile Learning, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304047