[...] Im Mittelpunkt der Arbeit soll jedoch nicht der Vergleich zwischen Präsident und
Kongress stehen, es wird vielmehr versucht, die Rolle des Kongresses in der
Außenpolitik zu beleuchten. Dazu ist es notwendig, anfangs die Organisation und
Arbeitsweise der beiden Kammern darzustellen, obwohl dies nur sehr
oberflächlich erfolgen kann. Aus Platzgründen mussten leider einige
charakteristische Eigenarten des amerikanischen Systems im Dunkeln bleiben (so
etwa der kuriose Vorgang des „filibuster“ oder die Bedeutung der Parteien im
System), da diese nicht zum unmittelbaren Verständnis der außenpolitischen
Entscheidungsprozesse vonnöten waren. Der Haup tteil der Arbeit wird darin
bestehen, die Verfassungsgrundlagen darzustellen, die für die außenpolitischen Kompetenzen verantwortlich sind. Um zu einer Bewertung zu kommen, müssen
auch die Einflussfaktoren der Öffentlichkeit betrachtet werden, zumindest am
Rande.
Unbeachtet bleiben musste die historische Entwicklung und eine nähere
Betrachtung des Konflikts zwischen Kongress und Präsident, insbesondere im
Hinblick auf die Nicaragua-Politik in der interessanten Dissertation von Ute
Meyer.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Organisation und Arbeitsweise des Kongresses
- Der Senat
- Das Repräsentantenhaus
- Die Ausschüsse
- Parteien und Fraktionen
- Arbeitsweise
- Verfassungsgrundlagen
- Verträge
- Krieg
- Finanzen
- Der Einfluss der Öffentlichkeit
- Der Wähler
- Die Medien
- Die Interessengruppen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des amerikanischen Kongresses in der Außenpolitik. Sie analysiert die Organisation und Arbeitsweise des Kongresses und beleuchtet die verfassungsrechtlichen Grundlagen für seine außenpolitischen Kompetenzen. Darüber hinaus untersucht die Arbeit den Einfluss der Öffentlichkeit auf die außenpolitischen Entscheidungen des Kongresses.
- Die Organisation und Arbeitsweise des amerikanischen Kongresses
- Die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die außenpolitischen Kompetenzen des Kongresses
- Der Einfluss der Öffentlichkeit auf die außenpolitischen Entscheidungen des Kongresses
- Die Rolle des Kongresses im System der checks and balances
- Der Wandel der Beziehung zwischen Präsident und Kongress in der Außenpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Kongresses im amerikanischen politischen System dar und skizziert die Thematik der Arbeit. Kapitel 2 beleuchtet die Organisation und Arbeitsweise des Kongresses, insbesondere des Senats und des Repräsentantenhauses. Kapitel 3 behandelt die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die außenpolitischen Kompetenzen des Kongresses, wobei Verträge, Kriegsführung und Finanzierungsfragen im Fokus stehen. Kapitel 4 widmet sich dem Einfluss der Öffentlichkeit auf die außenpolitischen Entscheidungen des Kongresses, wobei der Wähler, die Medien und Interessengruppen im Vordergrund stehen. Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und bietet eine abschließende Bewertung der Rolle des Kongresses in der Außenpolitik.
Schlüsselwörter
Amerikanischer Kongress, Außenpolitik, checks and balances, Verfassungsgrundlagen, Einfluss der Öffentlichkeit, Wähler, Medien, Interessengruppen, Senat, Repräsentantenhaus, Verträge, Krieg, Finanzen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt der US-Kongress in der Außenpolitik?
Der Kongress beeinflusst die Außenpolitik durch seine Verfassungskompetenzen in den Bereichen Vertragsratifizierung, Kriegserklärung und Budgetrecht (Finanzen).
Wie unterscheiden sich Senat und Repräsentantenhaus in ihrer Arbeit?
Beide Kammern haben unterschiedliche Strukturen und Ausschüsse, wobei der Senat traditionell eine stärkere Rolle bei der Bestätigung von Verträgen und Personalentscheidungen einnimmt.
Was bedeutet „Checks and Balances“ in der US-Außenpolitik?
Es ist das System der gegenseitigen Kontrolle zwischen Präsident und Kongress, das verhindern soll, dass eine Instanz alleinige Macht über außenpolitische Entscheidungen ausübt.
Welchen Einfluss haben Medien und Interessengruppen?
Die Öffentlichkeit, gesteuert durch Medienberichterstattung und Lobbyarbeit von Interessengruppen, übt erheblichen Druck auf die Abgeordneten aus und beeinflusst so deren Abstimmungsverhalten.
Kann der Kongress den Präsidenten bei Kriegseinsätzen stoppen?
Theoretisch ja, vor allem über die Verweigerung der finanziellen Mittel, obwohl die historische Praxis oft von Konflikten um die Auslegung der Kriegsvollmachten geprägt ist.
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- Sinan Beygo (Author), 2003, Mitreden, Mitgestalten oder Mitentscheiden - Wie der amerikanische Kongress die Außenpolitik beeinflusst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30424