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Einführung in die nicht-kooperative Spieltheorie der Nichtnullsummenspiele am Beispiel des Gefangenendilemmas

Title: Einführung in die nicht-kooperative Spieltheorie der Nichtnullsummenspiele am Beispiel des Gefangenendilemmas

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maik Fischer (Author)

Business economics - Operations Research
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Die Spieltheorie ist ein komplexes und weites Feld, dessen allumfassende Darstellung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Die Zielsetzung ist - neben einer darstellenden Einführung über die grundlegenden Ideen und intuitiven Konzepte - die Analyse der Interdependenz der Entscheidungen mehrerer Akteure. Anhand einiger Beispiele soll hierbei illustriert werden, wie sich spieltheoretische Konzepte auf ökonomische und soziologische Fragestellungen anwenden lassen. Dabei wird meist vom einfachsten Fall ausgegangen, dass nämlich nur zwei Akteure mit- oder gegeneinander spielen. Für jeden der beiden Akteure bzw. Spieler wird (durch Betrachtung der realen Situation, die modelliert werden soll) bestimmt, welche Handlungsalter-nativen er oder sie hat und welchen Nutzen ("Auszahlung") er oder sie aus jeder einzelnen Alternative ziehen würde. Es wird angenommen, dass die Spieler in dem Sinne egoistisch und rational sind, dass sie die Handlung wählen, die ihnen die höchste Auszahlung verspricht. Hierbei wird im Besonderen auf das Beispiel des „Gefangenendilemmas“ eingegangen. Die Arbeit beschränkt sich auf Situationen in Nichtsummenspielen der nicht-kooperativen Spieltheorie. Dies reflektiert auch die Tatsache, dass die Theorie dieser Spielart deutlich besser ausgebaut ist als die Theorie kooperativer Spiele. Auf die letztgenannte Spielart wird jedoch im Hinblick auf das Aufzeigen von Ausgängen in wiederholten Spielen eingegangen. Nicht berücksichtigt wurden weitere wissenschaftliche Erklärungsansätze aus der „Transaktionskostentheorie“, der „Principal-Agent-Theorie“ sowie der Theorie des „Organisationalen Lernens“.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise

2. Grundlagen zur Spieltheorie

2.1 Gegenstand

2.2 Historie

2.3 Elemente eines Spiels

2.4 Klassifikationskriterien verschiedener Arten von Spielen

2.4.1 Kooperative vs. nicht-kooperative Spiele

2.4.2 Statische („simultan“) vs. dynamische („extensive“, „sequential“) Spiele

2.4.3 One-shot games vs. wiederholte Spiele

2.4.4 Nullsummenspiele vs. Spiele mit variablen Auszahlungssummen

2.4.5 Spiele mit vollkommener bzw. unvollkommener Information

2.5 Spielarten der nicht-kooperativen Spieltheorie

2.5.1 Statische Spiele mit vollständiger Information

2.5.2 Dynamische Spiele mit vollständiger Information

2.5.3 Statische Spiele mit unvollständiger Information

2.5.4 Dynamische Spiele mit unvollständiger Information

3. Das Gefangenendilemma

3.1 Beschreibung des Spiels

3.2 Rationales Verhalten

3.3 Nash Gleichgewicht

3.4 Wiederholtes Gefangenendilemma

3.5 Bedeutung des Umfeldes

3.6 Das Beispiel USA - IRAK - Konflikt

3.7 Eigenschaften guter Strategien

3.8 Die Kartellbildung als höchste Stufe der Kooperation im nicht-kooperativen Spiel am Beispiel der OPEC

3.9 Auswege aus dem Gefangenendilemma

3.10Das Beispiel der staatlichen Eingriffe in das Marktgeschehen

4. Sequentielle Spiele

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Interdependenz von Entscheidungen mehrerer Akteure anhand spieltheoretischer Konzepte, wobei insbesondere die nicht-kooperative Spieltheorie bei Nichtnullsummenspielen fokussiert wird. Die Arbeit möchte grundlegende Ideen vermitteln und diese anhand ökonomischer und soziologischer Fragestellungen illustrieren, wobei das Gefangenendilemma als zentrales Modell dient.

  • Grundlagen und Klassifikation spieltheoretischer Modelle
  • Analyse der Entscheidungslogik beim Gefangenendilemma
  • Verhaltensstrategien in wiederholten Gefangenendilemmata
  • Anwendung spieltheoretischer Modelle auf reale Konflikte und Märkte
  • Diskussion von Auswegen aus nicht-kooperativen Dilemmata

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung des Spiels

Situation:

• Zwei Verbrecher werden von der Polizei verhaftet.

• Wenn beide schweigen, werden sie für ein geringfügiges, nachweisbares Verbrechen jeweils ein Jahr eingesperrt.

• Wenn einer schweigt und der andere gegen diesen aussagt, wird der Schweigende neun Jahre eingesperrt und der Aussagende mittels Kronzeugenregelung entlassen.

• Wenn beide gegeneinander aussagen, werden beide für 6 Jahre eingesperrt.

Spieler:

• Gefangener 1, Gefangener 2

Strategien beider Spieler:

• Schweigen oder aussagen

Payoffs:

• Anzahl Jahre im Gefängnis, abhängig von Strategiekombination

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Spieltheorie ein, definiert das Ziel der Analyse von Entscheidungsinterdependenzen und erläutert den Aufbau sowie die methodische Beschränkung der Arbeit.

2. Grundlagen zur Spieltheorie: Das Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Gegenstand, die historische Entwicklung der Spieltheorie und klassifiziert verschiedene Spielarten wie statische, dynamische, kooperative oder nicht-kooperative Spiele.

3. Das Gefangenendilemma: Dieses Hauptkapitel analysiert das Gefangenendilemma als fundamentales Beispiel für ein simultanes Nicht-Nullsummen-Spiel, untersucht rationale Strategien, Nash-Gleichgewichte und die Bedeutung von Wiederholungen für Kooperationsversuche.

4. Sequentielle Spiele: Das Kapitel bietet einen Ausblick auf Spiele, in denen Akteure zu unterschiedlichen Zeitpunkten entscheiden, illustriert durch ein Markteintrittsspiel.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung des Gefangenendilemmas als Modell für Konfliktsituationen zusammen und reflektiert die Grenzen der Spieltheorie bei der Abbildung menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Spieltheorie, Nicht-kooperative Spiele, Gefangenendilemma, Nash-Gleichgewicht, Strategische Interdependenz, Dominante Strategie, Tit-for-Tat, Wiederholte Spiele, Kooperation, Rückwärtsinduktion, Operations Research, Nutzensmaximierung, Payoff-Matrix, Oligopoltheorie, Wirtschaftsmathematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die nicht-kooperative Spieltheorie, wobei sie sich insbesondere auf Nichtnullsummen-Spiele konzentriert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die spieltheoretischen Grundlagen, Klassifizierungen von Spieltypen, die Analyse des Gefangenendilemmas und Strategien in wiederholten Spielsituationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die darstellende Einführung in spieltheoretische Konzepte und die Untersuchung der Interdependenz von Entscheidungen mehrerer Akteure anhand des Gefangenendilemmas.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt spieltheoretische Modelle, Entscheidungsmatrizen und die Analyse strategischer Interdependenzen unter Anwendung ökonomischer Rationalitätsannahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv dem Gefangenendilemma, dessen mathematischen und rationalen Lösungswegen sowie den Auswirkungen von Spielwiederholungen und Umfeldfaktoren auf Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spieltheorie, Gefangenendilemma, Nash-Gleichgewicht, Kooperation, dominante Strategien und strategische Interdependenz.

Warum ist das Gefangenendilemma ein "Dilemma"?

Es ist ein Dilemma, weil rationales individuelles Verhalten (defektieren) zu einem für alle Akteure kollektiv suboptimalen Ergebnis führt, obwohl eine gegenseitige Kooperation ein besseres Ergebnis ermöglichen würde.

Welche Rolle spielt die "Tit-for-Tat"-Strategie in der Arbeit?

Sie wird als erfolgreiche, kooperationswillige Strategie in wiederholten Spielen vorgestellt, die sich durch Fairness, Vergeltung bei Defektion und Verzeihung auszeichnet.

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Details

Title
Einführung in die nicht-kooperative Spieltheorie der Nichtnullsummenspiele am Beispiel des Gefangenendilemmas
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (Fachbereich Industrieinformatik)
Course
Operations Research
Grade
1,3
Author
Maik Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V30431
ISBN (eBook)
9783638316927
ISBN (Book)
9783638650762
Language
German
Tags
Einführung Spieltheorie Nichtnullsummenspiele Beispiel Gefangenendilemmas Operations Research
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Fischer (Author), 2004, Einführung in die nicht-kooperative Spieltheorie der Nichtnullsummenspiele am Beispiel des Gefangenendilemmas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30431
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