Grüne Logistik. Strategien, Maßnahmen und der entstehende Nutzen für Unternehmen im Rahmen der grünen Logistik


Bachelorarbeit, 2014

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II abbildungsverzeichnis

III KURZFASSUNG / Abstract

1 EinleiTung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise / Methodik

2 Grundlagen der Grünen Logistik
2.1 Begriffsdefinition der Logistik
2.2 Definition der grünen Logistik
2.3 Bedeutung der grünen Logistik in Unternehmen

3 Änderungsaspekte für Unternehmen durch die grüne logistik
3.1 Strategische und operative Maßnahmen
3.1.1 LKW Transport
3.1.2 Schienenverkehr
3.1.3 Kombinierter Verkehr
3.1.4 Schifffracht
3.1.5 Luftfracht
3.1.6 Softwareverbesserungen
3.1.7 Lieferkonzepte
3.2 Technologische Maßnahmen
3.2.1 LKW Transport
3.2.2 Schifffahrt
3.2.3 Umweltschonende Gebäude
3.3 Supply Chain: Product Carbon Footprint
3.3.1 Nutzen des Product Carbon Footprints
3.3.2 Grenzen des Product Carbon Footprints
3.4 Anwendung der grünen Logistik in Unternehmen
3.4.1 Hermes
3.4.2 DB Schenker

4 Rolle der Regierung in der Grünen logistik
4.1 Maßnahmenkatalog der Regierung
4.2 Bestehende Programme in den USA und Großbritannien

5 Hindernisse und Nutzen der grünen Logistik
5.1 Die Hindernisse der Umsetzung von grüner Logistik
5.1.1 Kostenfaktor
5.1.2 Zeitfaktor
5.1.3 Faktor Zuverlässigkeit
5.1.4 Lagerbestände
5.1.5 Andere Distributionskanäle
5.2 Der Nutzen durch die erfolgreiche Implementierung von grüner Logistik
5.2.1 Ökonomischer oder ökologischer Nutzen für das Unternehmen
5.2.2 Imageverbesserung des Unternehmens

6 ConCLUSIO

IV Literaturverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Transportkette des kombinierten Verkehrs

Abb. 2: Vergleich der Transportreichweite von LKW, Zug und Binnenschiff bei gleichem Energieaufwand

Abb. 3: Veranschaulichung zur Definition des Produkt Carbon Footprint

Abb. 4: Hauptgründe, in eine grüne Supply Chain zu investieren

III KURZFASSUNG / Abstract

Mithilfe dieser Bachelorarbeit wird die Entwicklung von Logistik zu grüner Logistik dargestellt. Außerdem werden die Unterschiede in der Zielsetzung aufgezeigt. Anhand der Arbeit wird veranschaulicht, ob sich die Unternehmerinnen und Unternehmer der aktuellen Umweltsituation bewusst sind. Des Weiteren werden Maßnahmen angesprochen, die in den Unternehmen umgesetzt werden können. Diese Maßnahmen sollen die Transporteffizienz langfristig steigern und eine Anleitung geben, wie man die Logistik umweltschonender gestalten kann.

Die Globalisierung und die steigende Anzahl an Transporten wirken sich negativ auf die Umwelt aus. Die Umweltbelastung resultiert vor allem aus dem dabei verursachten CO2-Ausstoß. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass die Unternehmen gewillt sind, ihre Supply Chain „grüner“ zu gestalten und dementsprechend Maßnahmen vorzunehmen.

In der Literatur werden einige Gründe genannt, warum die Implementierung von grüner Logistik unumgänglich ist. Als Schlussfolgerung ist zu erkennen, dass grüne Logistik eine wichtige zukünftige Rolle spielt, da die Unternehmen selbst nachhaltiger agieren wollen.

This bachelor research examines the development from logistics to green logistics and how the goals regarding for the future have changed. The paper investigates, if the companies are already aware of the current situation of our environment. It outlines a lot of important measures for companies of how they can improve the efficiency of transportation and how they can create logistics more environmentally friendly.

Previous research has shown that the globalisation and the transport have a very negative effect on our environment, because of the CO2 emission. The findings support the prediction that the companies are willing to change to a green supply chain.

Furthermore, literature that is based on green logistics reveals several reasons why the implementation is inevitable. We conclude that green logistics plays an important role in the future, because all the companies are interested in sustainability.

1 EinleiTung

1.1 Problemstellung

In der Logistik wird vorrangig versucht, Ziele so wirtschaftlich wie möglich umzusetzen. Allerdings kann die Logistik durchaus auch ökologische und soziale Ziele verfolgen (Vahrenkamp, Kotzab 2012, 48). Deshalb hat sich in den letzten Jahren eine speziell umweltschonende Entwicklung in diesem Fachbereich ergeben: Die grüne Logistik. Diese Entwicklung weist bereits jetzt gewisse Tendenzen auf, dass es sich nicht nur um eine kurzfristige Veränderung handelt, sondern bereits als zukünftiger Trend für Unternehmen angesehen wird (Wütz 2010, 8f).

Als Hauptziel der grünen Logistik wird meist die effiziente Nutzung von Energie gesehen. Dabei spielen verbesserte Technologien oder die Optimierung von bestehenden Prozessen eine große Rolle. Durch diese Änderungen soll aber keinesfalls weniger Leistung erbracht werden. Es wird erwartet, dass alle Maßnahmen der grünen Logistik dieselbe Leistung erbringen wie zuvor (Sadowski 2010, 5). Um diese Maßnahmen danach erfolgreich umsetzen zu können, müssen einerseits strategische und andererseits operative Änderungen stattfinden. Außerdem ist es wichtig, dass ein technischer Fortschritt zusätzlich innerhalb der Unternehmen erfolgt (Sadowski 2010,16).

Durch den Einsatz der Maßnahmen sollen in erster Linie die Emissionen gesenkt werden. Kohlendioxid, welches bei der Produktion und beim Transport ausgestoßen wird, soll erheblich reduziert werden, da der Klimawandel hauptsächlich darauf zurückzuführen ist (Sadowski 2010, 5). Gerade in der Transportlogistik ist es essentiell, dass auch auf die Umweltfreundlichkeit geachtet wird. Es gibt viele verschiedene Beschaffungsmöglichkeiten und nicht alle lassen sich mit der grünen Logistik vereinbaren, ohne dem Carbon Footprint zu schaden (Sadowski 2010, 26).

Des Weiteren gibt es sowohl freiwillige als auch unfreiwillige Gründe für die Umstellung auf grüne Logistik. Zu den Freiwilligen zählt die Imageverbesserung eines Unternehmens. Die Unternehmen verwenden es als Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen in derselben Branche (Sadowski 2010, 7). Es gibt viele Kundinnen und Kunden, die basierend auf der Umweltfreundlichkeit ihre Kaufentscheidungen treffen (Vahrenkamp, Kotzab 2012, 49). Gesetzliche Auflagen bilden die unfreiwilligen Gründe für die Umsetzung umweltschonender Maßnahmen. Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre Prozesse neu zu gestalten, um Strafen zu entgehen. Dies wiederum würde nebenbei auch stark das unternehmenseigene Image schädigen, wenn es an die Öffentlichkeit gerät (Sadowski 2010, 8).

Die Fragestellungen, die sich daher in dieser Arbeit ergeben:

- Welche Änderungsaspekte zieht die grüne Logistik für Unternehmen mit sich?
- Welche Strategien und Maßnahmen gibt es, die für Unternehmen im Rahmen der grünen Logistik umsetzbar sind?
- Welche Hindernisse können der Umsetzung von grüner Logistik im Weg stehen und welchen Nutzen erzielen Unternehmen aus einer erfolgreichen Implementierung?

1.2 Zielsetzung

Innerhalb dieser Bachelorarbeit sollen die oben genannten leitenden Fragestellungen bestmöglich und ausführlich beantwortet werden.

In erster Linie ist es wichtig, den Begriff der grünen Logistik für diese Arbeit passend zu definieren und auf die wesentliche Bedeutung für Unternehmen einzugehen. Da viele Faktoren, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen oder der Begriff Carbon Footprint, eine Rolle dabei spielen, ist es essentiell, sich auf den aktuellen Stand zu beziehen.

Um die grüne Logistik detaillierter zu betrachten, sollen einzelne Maßnahmen im Bereich der umweltschonenden Logistik aufgezeigt werden. Diese Maßnahmen betreffen vor allem den Bereich des Transports, den Einsatz von neuen Technologien zur besseren Transportplanung und die Supply Chain.

Im Vordergrund soll allerdings die genaue Herausarbeitung des Nutzens für Unternehmen aus dem Einsatz von grüner Logistik stehen. Davor soll aber auch ausreichend auf die Hindernisse hingewiesen werden. Da der Einsatz von verbesserten Technologien auch einige Voraussetzungen, wie genug Budget, mit sich bringt, ist die Einführung dieser Maßnahmen immer mit einer gut überlegten Umsetzung verbunden.

1.3 Vorgehensweise / Methodik

Diese Bachelorarbeit weist einen theoretischen Bezugsrahmen auf und die Methodik basiert auf einem Literaturstudium. Als erster Schritt ist es wichtig die relevante Literatur für das jeweilige Thema aufzuspüren und sich einzulesen. Mit Hilfe der geeigneten Literatur soll ein reibungsloser Ablauf dieser Arbeit schließlich ermöglicht werden. Außerdem können so die leitenden Fragestellungen hinreichend im Laufe der Arbeit beantwortet werden. Als Literatur dienen sowohl Bücher als auch Artikel aus logistischen Fachzeitschriften und Publikationen von Unternehmen.

2 Grundlagen der Grünen Logistik

2.1 Begriffsdefinition der Logistik

Zu Beginn ist es essentiell den Begriff der Logistik ausführlich zu definieren, damit die Veränderung zur grünen Logistik klar erkennbar und eindeutig ist. Der Begriff Logistik hat seinen Ursprung in zwei sprachlichen Wurzeln. Zum einen im Griechischen lego (denken) und Lateinischen logica (Vernunft), zum anderen im Französischen logement (Unterbringung). Anhand dieser Begriffe ist eine Relation zum heutigen Wort Logistik sichtlich erkennbar (Kummer et al. 2009, 250).

Auf Basis des französischen Wortes logement wird der Begriff Logistik im 19. Jahrhundert erstmals im Militärbereich verwendet. Darunter wird in erster Linie die Versorgung der Truppen verstanden (Arnold et al. 2008, 3).

In der heutigen Zeit wird die Logistik als ein sehr dehnbarer Begriff gesehen. Man versteht darunter sowohl das Bereitstellen also auch das Verteilen und Verwenden von physischen Gütern, Sachgütern und Realgütern. Auch die Lagerung zwischen der Verteilung von Gütern fällt unter den Begriff (Pfohl 2010, 3f).

Bei der Logistik ist zu beachten, dass auch die Kommunikation während der logistischen Prozesse optimal stattfindet und, dass das gesamte logistische Netzwerk als Ganzes gesehen wird. Technologien unterstützen die Logistik heutzutage zusätzlich und machen die Planung, Steuerung und Kontrolle einfacher und überschaubar (Arnold et al. 2008, 3).

2.2 Definition der grünen Logistik

„Green Logistics ist ein nachhaltiger und systematischer Prozess zur Erfassung und Reduzierung der Ressourcenverbräuche und Emissionen, die aus Transport- und Logistikprozessen in und zwischen Unternehmen resultieren (Internationales Verkehrswesen 2010, 16).“

Der Begriff der grünen Logistik hat sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt und steht erst seitdem vermehrt im Fokus. Neben den gesellschaftlichen und sozialen Anforderungen, die an die Logistik gestellt werden, besteht auch das Streben nach Nachhaltigkeit. Der Umweltschutz ist daher wichtiger denn je und gerade deshalb muss auf die Nachhaltigkeit Rücksicht genommen werden. Es ist wichtig, die aktuelle Logistik schonender zu gestalten. Die Schonung betrifft vor allem die Ressourcen, denn es sollen Alternativen gefunden werden, die weniger unserer Umwelt schaden (Cetinkaya 2008, 62).

Der Energieeinsatz soll während dem gesamten Logistikprozess effizienter ausgearbeitet werden, damit die logistischen Abläufe noch mehr optimiert werden können und die Umwelt dabei geschont wird. Entlang der gesamten Supply Chain sollen Verbesserungen erfolgen, welche die Logistik in ein „grüneres“ Licht rücken sollen (Sadowski 2010, 5).

2.3 Bedeutung der grünen Logistik in Unternehmen

In den meisten Unternehmen ist das Hauptziel der Logistik die Gewinnerzielung. Soziale und ökologische Ziele wurden bisher von Unternehmen ausgeklammert (McKinnon et al. 2010, 3). Doch aufgrund des immer stärker an Bedeutung gewinnenden Themas „grüne Logistik“, stellen sie ernsthafte Überlegungen in diese Richtung an (Straube, Pfohl 2008, 6). In den letzten Jahren sind die Unternehmen mehr und mehr unter Druck geraten und sind angehalten, ihre logistischen Tätigkeiten umweltschonender zu gestalten (McKinnon et al 2010, 3). Die Stakeholder, also die Kundinnen und Kunden, die Lieferantinnen und Lieferanten und die Regierung, verlangen die Auseinandersetzung von Unternehmen mit der aktuellen Umwelt- und Ressourcensituation. Vernünftiges Handeln wird von den Stakeholdern vorausgesetzt (Straube, Pfohl 2008, 6).

Die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass bei ihren Transporten nicht nur Lärmbelästigung entsteht, sondern auch Luftverschmutzung und diese einen bedeutend negativen Beitrag zum Klimawandel zur Folge hat (McKinnon et al. 2010, 4). Der CO2-Ausstoß ist seit der Zeit der Industrialisierung stetig gestiegen und beträgt heute 30 % mehr als zuvor. Dieser Anstieg ist auf die Industrie und die Abholzung zur späteren Flächennutzung zurückzuführen. Das wirkliche Ausmaß des Klimawandels ist erst in den letzten Jahren durch neue wissenschaftliche Forschungsmethoden deutlich geworden (McKinnon 2010, 4). Einige Prognosen zeigen, dass sich der CO2-Ausstoß in den nächsten 100 Jahren sogar verdoppeln wird, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen durch die Unternehmen eingeleitet werden. (Houghton 2004, 23f)

Ein erster Schritt in die richtige Richtung wurde von Österreich durch das Kyoto-Protokoll gesetzt. Österreich sollte im Zeitraum von 2008 bis 2012 seine Treibhausgasemissionen um 13 % gegenüber dem Basisjahr 1990 verringern (Umweltbundesamt GmbH 2007, 59). Dies konnte aber nicht eingehalten werden. Als Hauptverantwortliche für das Scheitern galten die Sektoren Industrie und Verkehr (Umweltbundesamt GmbH 2007, 62).

Meist sind es sogar die kleineren Unternehmen, die den Anfang wagen und auf umweltschonendere Maßnahmen umsteigen. Als Hindernis wird von Unternehmen oft ein Informationsdefizit oder zu hohe Kosten angegeben, welche sie davon abhalten, Veränderungen vorzunehmen. Doch gerade die Logistik spielt beim Thema Umwelt eine große Rolle und es gibt auch einige Schritte, die kostengünstig durchgeführt werden können (Logistik heute 2009, 40f).

3 Änderungsaspekte für Unternehmen durch die grüne logistik

Den Unternehmen ist schon seit Längerem bewusst, dass sie gewisse Maßnahmen treffen müssen, um sowohl die Logistik generell als auch den Transport umweltfreundlicher gestalten zu können (Sadowski 2010, 16).

Diese Maßnahmen betreffen in der Logistik den Transport, die Lagerhaltung, die Fahrzeuge und die Informationstechnologie. In erster Linie müssen die strategischen und operativen Bereiche angepasst werden. Hier ist ein großes Einsparungspotenzial vorhanden, das von den Unternehmen noch nicht ausreichend genützt wird. In diesem Bereich gibt es viele Möglichkeiten die Logistik „grüner“ zu gestalten (Sadowski 2010, 16f).

Auch technische Maßnahmen müssen getroffen werden, damit die Veränderungen im strategischen und operativen Bereich auch in der Zukunft effizienter umgesetzt werden können. Diese Maßnahmen müssen Hand in Hand gehen, sonst bewirkt das Handeln der Unternehmen keine nachhaltige positive Entwicklung (Sadowski 2010, 27).

Im Zuge dieser ganzen Verbesserungsmaßnahmen kann man eine deutliche Änderung in der gesamten Supply Chain feststellen. Der Weg bis zu dieser grundlegenden Verbesserung ist zwar sehr langwierig, macht sich aber auf lange Sicht bezahlt (Sadowski 2010, 53).

3.1 Strategische und operative Maßnahmen

Wie oben bereits erwähnt, ist es wichtig bei den strategischen und operativen Bereichen zu beginnen, da man sich zu Beginn dort am einfachsten orientieren kann, wo man als Unternehmen ansetzen kann (Sadowski 2010, 16).

In diese Bereiche fällt auch die Optimierung des Transports, bei dem das Einsparungspotenzial vor allem beim Spritverbrauch besteht. Durch Maßnahmen in diesem Gebiet soll die Fahrweise optimal gewählt werden, damit die Umweltbelastung so gering wie möglich ausfällt. Bei richtiger Planung wird somit der Transport umweltschonender und die Ware trifft trotz der Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt am gewünschten Ort ein, wie es von der Kundin oder vom Kunden gefordert wird (Sadowski 2010, 17).

Speditionen sind hier wichtige Integratoren, welche die Ware bei der Kundin oder bei dem Kunden einsammeln und bei der vorgegebenen Empfängerin oder dem vorgegebenen Empfänger abliefern. Sie müssen außerdem jenes Transportmittel auswählen, das für die Lieferung am besten geeignet ist (Vahrenkamp, Kotzab 2012, 54).

Als mögliche Transportmittel zur Güterbeförderung kommen Folgende in Frage (Schulte 2005, 171):

- LKW Transport
- Schienenverkehr
- Kombinierter Verkehr
- Schifffracht
- Luftfracht

3.1.1 LKW Transport

Als meist genutztes Transportfahrzeug ist eindeutig der LKW zu erkennen. Experten meinen, dass gerade bei der Fahrtechnik der Fahrer ein großes Verbesserungspotenzial vorhanden ist (Sadowski 2010, 17).

Der LKW ist als Transportmittel so beliebt, weil das Straßennetz in Europa flächendeckend gut ausgebaut ist und somit jedes Ziel einfacher erreichbar ist, als mit anderen Transportmitteln (Schulte 2005, 171).

Durch einfache Maßnahmen, wie die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit, früheres Schalten oder vorausschauendes Fahren, kann es zu Kraftstoffeinsparungen kommen. Auch die Reduktion des Transportgewichts wirkt sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus (Wittenbrink 2011, 114f).

All diese Maßnahmen führen zwar zu einer niedrigeren Geschwindigkeit, allerdings ist dies bereits ausreichend, um 5 – 10 % des bisherigen Kraftstoffs einsparen zu können (Sadowski 2010, 17).

Des Weiteren ist es natürlich möglich den Transport auf ein anderes, umweltschonenderes Transportmittel zu verlegen und dadurch Einsparungen zu erzielen. Verkehrsmittel, wie die Bahn oder das Schiff, erzeugen weit weniger CO2-Ausstoß, als ein LKW (Sadowski 2010, 18). Außerdem ist der Schienenverkehr weit weniger witterungsabhängig und gilt dadurch als zuverlässiger bei schlechtem Wetter. Auch die Kapazität eines Lastkraftwagens ist beschränkt, durch gewisse Gewichtsbegrenzungen in vereinzelten Ländern und durch die Größe des Lastkraftwagens (Schulte 2012, 171f).

3.1.2 Schienenverkehr

Der Schienenverkehr ist eine gute Ausweichmöglichkeit für den Straßentransport und trägt stark zur Verringerung der CO2 Emissionen bei (Sadowski 2010, 19).

Es ist auch deutlich erkennbar, dass die Unternehmen an der Umstellung auf den Schienenverkehr interessiert sind, allerdings besitzen nur die wenigsten einen Gleisanschluss an das Bahnnetz. Hierfür ist zwar Interesse vorhanden, aber auch Handlungsbedarf von Nöten. Ein Ausbau des Schienennetzes kann sehr kostenintensiv sein (Wittenbrink 2011, 161).

Daher sehen die Spediteure bei diesem Transportmittel die Kritikpunkte, dass eine geringe Flexibilität besteht und man auf ein vorhandenes Schienennetzwerk angewiesen ist. Zudem sind die Kosten vergleichsweise hoch beim Transport von geringen Mengen (Wittenbrink 2011, 162f).

Der Schienenverkehr zählt somit als einziges Transportmittel ohne ein eindeutiges Qualitätsmerkmal. Der Straßentransport gilt als sehr flexibel und kostengünstig. Die Schifffracht hat einen enormen Kostenvorteil den anderen Transportmitteln gegenüber und die Luftfracht gilt als extrem schnell. Dennoch besteht die Tendenz zur Nutzung der Schienenfracht und auch zum kombinierten Verkehr mit dem LKW, weil die Unternehmen bewusster transportieren wollen (Pfohl 2010, 157).

3.1.3 Kombinierter Verkehr

Am Transport von Gütern, die international versendet werden, sind meist zwei oder sogar mehrere Transportmittel beteiligt. Hier gibt es die Unterscheidung zwischen dem gebrochenen Verkehr und dem kombinierten Verkehr. Vom gebrochenen Verkehr spricht man, wenn die Güter nicht in festen Ladeeinheiten transportiert werden. Beim kombinierten Verkehr gibt es feste Ladeeinheiten und diese verursachen geringen Aufwand beim Umladen auf andere Transportmittel (Schulte 2005, 174).

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Grüne Logistik. Strategien, Maßnahmen und der entstehende Nutzen für Unternehmen im Rahmen der grünen Logistik
Hochschule
Fachhochschule Salzburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V304326
ISBN (eBook)
9783668026209
ISBN (Buch)
9783668026216
Dateigröße
556 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grüne Logistik, green logistics, umweltschonend, Umwelt, Logistik Trend
Arbeit zitieren
Tabea Massak (Autor), 2014, Grüne Logistik. Strategien, Maßnahmen und der entstehende Nutzen für Unternehmen im Rahmen der grünen Logistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304326

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